2025

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2025

Lilium meldet erneut Insolvenz an – Aus für den Elektroflugzeugbauer?

Der Traum vom elektrischen Lufttaxi scheint für Lilium, eines der einst vielversprechendsten deutschen Start-ups, endgültig ausgeträumt. Nach einer gescheiterten Rettungsaktion im vergangenen Herbst musste das Unternehmen nun zum zweiten Mal Insolvenz anmelden. Die Hoffnungen auf eine zweite Rettung sind gering, und der Betrieb wird eingestellt. Lilium, das an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet war, hatte im Laufe der Jahre insgesamt 1,5 Milliarden Euro von Investoren für die Entwicklung eines elektrischen Flugzeugs erhalten. Trotz dieser enormen finanziellen Unterstützung konnte das Unternehmen die Serienreife seiner Maschine jedoch nie erreichen. Bereits im Herbst letzten Jahres musste Lilium Insolvenz anmelden, da das Geld für den Aufbau der Produktion fehlte. In buchstäblich letzter Sekunde schien das Unternehmen jedoch gerettet, als das Investorenkonsortium Mobile Uplift Corporation (MUC) am 24. Dezember einen Kaufvertrag für das Betriebsvermögen der beiden Lilium-Tochtergesellschaften unterzeichnete und 200 Millionen Euro frisches Kapital ankündigte. Die Freude über die Rettung währte jedoch nicht lange. Wie das Unternehmen nun mitteilte, haben sich die erhofften Finanzierungsoptionen nicht materialisiert. Die zugesagten 200 Millionen Euro sind nicht bei Lilium eingegangen, was zur erneuten Insolvenz führte. Als ein Hauptgeldgeber war der slowakische Unternehmer Marian Bocek im Gespräch, der laut der „Bild“-Zeitung 150 Millionen Euro beisteuern wollte. Ob Bocek seine Zusage nicht eingehalten hat oder andere Gründe für das Scheitern der Finanzierung verantwortlich sind, ist derzeit noch unklar. Keine Hoffnung auf eine zweite Rettung Während Gespräche mit möglichen Investoren weiterlaufen, scheint eine zweite Rettung von Lilium unwahrscheinlich. Das Unternehmen hat angekündigt, den Betrieb einzustellen. Damit endet die Geschichte eines der bekanntesten deutschen

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Supreme Classics: Neues Klassik-Label in Wien präsentiert

Im Grand Hotel Wien wurde am 19. Februar 2025 das neue Klassik-Label Supreme Classics vorgestellt. Die Präsentation fand im Rahmen einer Veranstaltung statt, bei der auch das Album „Italiana!“ von Maestro Riccardo Muti und dem Ensemble „The Philharmonic Brass“ veröffentlicht wurde. Zahlreiche Persönlichkeiten aus der Musik- und Kulturszene wohnten dem Ereignis bei. Paul Halwax, Geschäftsführender Gesellschafter von Supreme Classics, betonte die Zielsetzung des Labels, die Tradition der klassischen Musik zu bewahren und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Die Zusammenarbeit mit Riccardo Muti sei eine besondere Ehre. Supreme Classics konzentriert sich auf Klassik, Jazz und Singer-Songwriter – Genres, die von großen Labels oft vernachlässigt werden. Besonderes Augenmerk liegt auf der Audioqualität: Neben Dolby Atmos für digitale Formate setzt Supreme Classics auf die hybride SACD als Standard für physische Tonträger. Unter den Gästen der Veranstaltung waren prominente Vertreter der Wiener Musikszene wie Thomas Angyan (ehem. Musikverein Wien), Rudolf Buchbinder (Grafenegg), Daniel Froschauer (Wiener Philharmoniker), Ioan Holender (ehem. Direktor der Wiener Staatsoper) und Helga Rabl-Stadler (ehem. Festspielpräsidentin). Auch Künstler wie Lidia Baich, Maddalena Del Gobbo, Norbert Ernst, Stella Jones, Herbert Lippert, Daniel Ottensamer und Clemens Unterreiner waren anwesend. Die Gründung von Supreme Classics markiert einen wichtigen Schritt in der österreichischen Musiklandschaft. Das Label verspricht, die klassische Musik durch innovative Ansätze und höchste Qualitätsstandards zu fördern und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Mit der Unterstützung von Maestro Riccardo Muti und dem Interesse zahlreicher prominenter Musiker ist Supreme Classics gut aufgestellt, um in der Klassikwelt erfolgreich zu sein.

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US-Fluggesellschaften klagen gegen neue Verordnung für behinderte Passagiere

In den Vereinigten Staaten haben mehrere große Fluggesellschaften gemeinsam mit der Branchenorganisation Airlines for America eine Klage gegen eine von der Biden-Regierung erlassene Verordnung eingereicht. Diese im Dezember 2024 eingeführte Regelung sieht strengere Standards für die Betreuung von Passagieren mit Rollstühlen vor und verpflichtet die Airlines, Schäden an Rollstühlen zu ersetzen. Die Kläger argumentieren, dass bestimmte Bestimmungen der Verordnung die gesetzlichen Befugnisse des Verkehrsministeriums überschreiten und gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz verstoßen. Die neue Regelung des US-Verkehrsministeriums (Department of Transportation, DOT) wurde mit dem Ziel eingeführt, die Rechte von Passagieren mit Behinderungen zu stärken. Sie legt fest, dass Fluggesellschaften aufgegebene Rollstühle in demselben Zustand zurückgeben müssen, in dem sie entgegengenommen wurden. Andernfalls wird vermutet, dass die Airline für etwaige Schäden verantwortlich ist. Zudem sind die Fluggesellschaften verpflichtet, Leihrollstühle bereitzustellen und beschädigte Rollstühle zügig zu reparieren oder zu ersetzen. Bei Verzögerungen müssen die Airlines die Transportkosten der Passagiere erstatten. Diese Maßnahmen wurden als bedeutende Erweiterung der Rechte von Rollstuhlfahrern seit 2008 bezeichnet. Verkehrsminister Pete Buttigieg betonte, dass die Regelung es dem DOT erleichtere, Fluggesellschaften für Schäden an Rollstühlen oder Verzögerungen bei deren Rückgabe zur Rechenschaft zu ziehen. Die klagenden Fluggesellschaften, darunter United Airlines, Delta Air Lines, American Airlines, Southwest Airlines und JetBlue Airways, sowie die Branchenorganisation Airlines for America, haben ihre Klage beim 5. US-Berufungsgericht eingereicht. Sie argumentieren, dass bestimmte Bestimmungen der Verordnung die gesetzlichen Befugnisse des Verkehrsministeriums überschreiten und gegen das Verwaltungsverfahrensgesetz verstoßen. Airlines for America erklärte, dass die Fluggesellschaften seit 2022 bedeutende Fortschritte bei der Verbesserung der Dienstleistungen für Passagiere mit

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Air Baltic als erste europäische Fluggesellschaft mit kostenlosem Starlink-Internet

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat als erste europäische Airline die Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung Starlink von SpaceX in ihrer Airbus A220-300-Flotte eingeführt. Nach der Zertifizierung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) können Passagiere nun während des gesamten Fluges kostenloses, schnelles Internet nutzen. Dies markiert einen bedeutenden Fortschritt in der Konnektivität an Bord von Flugzeugen in Europa. Air Baltic feierte diesen Meilenstein mit einem Sonderflug am Flughafen Riga, an dem wichtige Interessengruppen, Medienvertreter und Influencer teilnahmen. Der erste kommerzielle Flug mit kostenlosem Starlink-Internet startete am Folgetag von Riga nach München. Die Airline plant, die Installation in der gesamten Flotte bis Ende 2025 abzuschließen. Laut Air Baltic-CEO Martin Gauss stellt die Integration von Starlink eine Revolution im Flugverkehr dar. Passagiere sollen künftig ohne zusätzliche Anmeldungen oder Einstellungen Videos streamen, remote arbeiten und in Verbindung bleiben können. SpaceX-Vizepräsident Chad Gibbs betonte, dass Starlink-Kunden und die Besatzung von Air Baltic-Flügen nun vom Betreten des Flugzeugs bis zur Landung Zugang zu schnellem Internet haben werden. SpaceX plant, die gesamte Air Baltic-Flotte noch in diesem Jahr mit Starlink zu verbinden. Starlink nutzt Satelliten in erdnaher Umlaufbahn, um hohe Geschwindigkeiten und geringe Latenzzeiten zu ermöglichen. Das System wird bereits von Millionen Nutzern weltweit eingesetzt und bietet Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbps. Dies ermöglicht Aktivitäten wie Online-Gaming, die Nutzung von VPNs und andere bandbreitenintensive Anwendungen während des Fluges, die bisher nicht möglich waren. Die Einführung von Starlink durch Air Baltic könnte den Standard für die Internetnutzung an Bord von Flugzeugen in Europa neu definieren.

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Smartwings Poland nimmt neue Verbindung nach Tivat auf

Smartwings Poland erweitert sein Streckennetz und bietet in der kommenden Sommersaison eine neue Verbindung nach Tivat in Montenegro an. Ab dem 29. Mai bis zum 25. September 2025 wird die Fluggesellschaft einmal wöchentlich von Warschau zu der Küstenstadt fliegen. Zum Einsatz kommt dabei eine Boeing 737-800. Diese neue Verbindung ist bereits die dritte von Smartwings Poland nach Montenegro, seit die Fluggesellschaft im vergangenen Jahr den Betrieb auf dem montenegrinischen Markt aufgenommen hat. Sie ergänzt die bereits bestehenden Verbindungen von Katowice und Gdansk nach Podgorica, die 2024 aufgenommen wurden. Tivat ist ein beliebter Urlaubsort an der montenegrinischen Küste und bekannt für seine malerischen Strände, das kristallklare Wasser und die lebhafte Promenade. Die neue Verbindung von Smartwings Poland wird es polnischen Touristen ermöglichen, diesen attraktiven Urlaubsort bequem und direkt zu erreichen. Die Aufnahme von Tivat in den Flugplan von Smartwings Poland unterstreicht die wachsende Bedeutung des Tourismus für Montenegro. Die neuen Verbindungen tragen dazu bei, die touristische Infrastruktur des Landes zu stärken und die wirtschaftliche Entwicklung der Region zu fördern.

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Air Greenland erweitert Flotte und plant neue internationale Strecken

Air Greenland hat angekündigt, im Jahr 2026 einen Airbus A320neo in seine Flotte aufzunehmen. Diese Erweiterung ist Teil der Strategie der Fluggesellschaft, ihre internationalen Aktivitäten auszubauen. Der neue internationale Flughafen Nuuk spielt dabei eine entscheidende Rolle, da er Direktflüge ins Ausland ermöglicht, anstatt wie bisher über Kangerlussuaq umsteigen zu müssen. Air Greenland konzentriert sich derzeit auf Verbindungen nach Kopenhagen und Reykjavik. Mit dem A320neo plant die Fluggesellschaft jedoch, ihr Streckennetz auf London und Deutschland auszuweiten. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Reisen nach Grönland, die durch neue Verbindungen von United Airlines (New York-Newark) und SAS (Kopenhagen) zusätzlich angekurbelt wird. Die Aufnahme des A320neo in die Flotte ermöglicht es Air Greenland, effizientere Flüge auf den neuen Strecken anzubieten und gleichzeitig die wachsende Nachfrage nach Flugreisen in der Region zu bedienen. Der neue Flughafen in Nuuk bietet zudem die notwendige Infrastruktur für die Abwicklung von internationalen Flügen. Die vermehrte Aufmerksamkeit, die Grönland in den letzten Jahren, insbesondere nach Äußerungen des ehemaligen US-Präsidenten Trump, erhalten hat, führt zu einem Anstieg des Tourismus. Air Greenland betont, dass die Entwicklung der Infrastruktur im Einklang mit dem Schutz der Umwelt und der lokalen Bevölkerung erfolgen muss.

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Flughafen Köln/Bonn und Universität der Bundeswehr entwickeln digitalen Zwilling

Der Flughafen Köln/Bonn und Professor Michael Schultz vom Institut für Flugsysteme der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) haben eine Kooperation gestartet, um einen digitalen Zwilling des Flughafens zu entwickeln. Dieser virtuelle Nachbau soll als Testumgebung für neue Technologien dienen und deren Einsatz im realen Flughafenbetrieb beschleunigen. Der digitale Zwilling wird von Professor Schultz und seinem Team aufgebaut. Zunächst werden die Flughafeninfrastruktur und die Betriebsabläufe sowohl auf der Luftseite (Vorfeld und Bahnsystem) als auch auf der Landseite (Passagierterminal) modelliert. Ziel ist es, ein realitätsnahes Abbild des Flughafens zu schaffen, das es ermöglicht, verschiedene Technologien und Verfahren unter realistischen Bedingungen zu testen und zu evaluieren. „Innovative Technologien lösen aktuelle Herausforderungen im Luftverkehr. Ein digitaler Zwilling ermöglicht es nicht nur, verschiedene Ansätze zu testen, sondern diese auch miteinander zu kombinieren. Synergien können so gezielt genutzt und potenzielle Konflikte frühzeitig erkannt werden“, erklärt Professor Schultz. Ein Beispiel für die Anwendung des digitalen Zwillings ist die Optimierung der Flugzeugabfertigung am Gate. Mithilfe von Sensoren soll der aktuelle Zustand der Abfertigungsprozesse erfasst und mit Echtzeitdaten verknüpft werden. Durch die Analyse dieser Daten und die Entwicklung von Vorhersagemodellen sollen die Abläufe effizienter gestaltet werden. Die Kooperation zwischen dem Flughafen Köln/Bonn und Professor Schultz besteht bereits seit 2018 und baut auf gemeinsamen Projekten auf. Seit 2022 arbeiten die Partner an Themen wie digitalem Passagiermanagement, datenbasierter Flugzeugabfertigung sowie Kapazitäts- und Leistungsbewertungen. Die auf Dauer angelegte Zusammenarbeit soll durch den kontinuierlichen Austausch zwischen Forschung und Praxis Synergien schaffen und ein tiefergehendes Verständnis für die Möglichkeiten und Restriktionen auf beiden

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Helles Licht über Belgien und den Niederlanden: SpaceX-Raketenteile als Ursache identifiziert

Ein helles Lichtphänomen, das am Morgen des 19. Februar 2025 den Himmel über Belgien und den Niederlanden erleuchtete, hat zahlreiche Spekulationen ausgelöst. Zunächst wurde vermutet, es handle sich um einen Meteoriten oder ein anderes Himmelsereignis. Mittlerweile wurde jedoch bekannt, dass die Ursache für das helle Licht in Polen einschlug und als SpaceX’s Falcon-9 Raketenmüll identifiziert wurde, der in die Erdatmosphäre eintrat. Nach Angaben des Königlichen Observatoriums von Belgien wurde das Aufleuchten wahrscheinlich durch ein Stück ausgedienter Weltraumausrüstung verursacht, das beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verbrannte. Solche Ereignisse sind nicht ungewöhnlich, da Tausende von ausgedienten Satelliten, Raketenstufen und andere Fragmente die Erde umkreisen und gelegentlich wieder in die Atmosphäre eintreten und aufgrund der Reibung verglühen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und andere Überwachungsorganisationen verfolgen Weltraummüll regelmäßig, um potenzielle Risiken zu bewerten. Während größere Objekte den Wiedereintritt überstehen und den Boden erreichen können, verglühen die meisten, bevor sie aufprallen. Die Behörden bestätigten, dass dieses Ereignis keine Gefahr darstellte. Beobachter in Belgien und den Nachbarregionen berichteten von einer hellen Leuchtspur, gefolgt von einer kurzen, aber intensiven Beleuchtung des Himmels. Das Spektakel dient als Erinnerung an die wachsende Präsenz von Weltraummüll und die Herausforderungen, die er für Raumfahrtaktivitäten und die Sicherheit auf der Erde darstellt.

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Emirates SkyCargo stärkt Handelswege in Afrika

Emirates SkyCargo hat seine Bedeutung für den afrikanischen Luftfrachtmarkt weiter ausgebaut. Im Jahr 2024 transportierte die Frachtfluggesellschaft durchschnittlich 3.820 Tonnen pro Woche von und zu 20 Flughäfen in Afrika und stärkt damit die Handelswege für Hersteller, Händler und Exporteure auf dem Kontinent. Anlässlich der Logistikmesse Air Cargo Africa bekräftigte Emirates sein fast 40-jähriges Engagement in Afrika. Seit dem ersten Flug nach Afrika im Jahr 1986 hat Emirates SkyCargo sein Netzwerk und seine Kapazitäten auf dem Kontinent kontinuierlich ausgebaut. Mittlerweile werden 20 Ziele in Afrika mit acht Frachtflugzeugen und 172 Passagierflugzeugen pro Woche angeflogen. Das globale Netzwerk von Emirates mit über 145 Destinationen ermöglicht den schnellen und effizienten Transport von Waren und unterstützt afrikanische Unternehmen beim Import und Export. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Transport von Frischwaren und verderblichen Gütern. Im Jahr 2024 exportierte Emirates SkyCargo über 91.930 Tonnen dieser Güter aus Afrika und war damit der größte Warentransporteur aus der Region. Dazu gehören beispielsweise Erdbeeren aus Ägypten, Meeresfrüchte aus Südafrika, gekühltes Fleisch aus Tansania, frische Früchte aus Ghana und Bananen aus Uganda. Auch der Transport von Schnittblumen, insbesondere aus Kenia, spielt eine wichtige Rolle. Emirates SkyCargo sieht großes Potenzial in der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) und deren Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents. Das Unternehmen ist bereit, afrikanische Unternehmen mit maßgeschneiderten Logistiklösungen zu unterstützen und so den Handel innerhalb Afrikas und mit der Welt weiter zu fördern.

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Airbus verschiebt Pläne für Wasserstoff-Flugzeug deutlich

Airbus-Chef Guillaume Faury hat die Pläne für ein Wasserstoff-Flugzeug deutlich nach hinten verschoben. Die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft sei fünf bis zehn Jahre hinter dem zurück, was Airbus bei der Ankündigung seiner Wasserstoffstrategie im Jahr 2020 angenommen habe, erklärte der Manager bei der Bilanzvorlage am Donnerstag in Toulouse. Damit ist es unrealistisch, dass ein Passagierflugzeug mit Wasserstoffantrieb wie ursprünglich geplant im Jahr 2035 in den Liniendienst geht. Airbus arbeite zwar weiter daran, aber es werde einige Jahre länger dauern, so Faury. Für den Airbus-Chef steht außer Frage, dass ein Wasserstoff-Flugzeug technisch machbar ist. Allerdings bringe es nichts, ein Flugzeug zu entwickeln, das niemand kaufe, weil die Infrastruktur nicht zur Verfügung stehe oder es im Betrieb zu teuer sei. Technisch sei Airbus laut Faury einen Schritt weiter. Der Konzern setzt auf eine Brennstoffzelle, die mithilfe von Wasserstoff Strom erzeugt. Dieser treibt dann wiederum das Flugzeug an. Die Alternative, bei der eine Gasturbine Wasserstoff auf ähnliche Weise verbrennt, wie es bei herkömmlichen Düsenflugzeugen mit Kerosin der Fall ist, wurde verworfen. Um das Wasserstoff-Flugzeug bis 2035 zur Marktreife zu bringen, hätte Airbus die konkrete Entwicklung nach früheren Aussagen im Jahr 2027 oder 2028 anschieben müssen. Bisher arbeitet der Hersteller noch an den technischen Grundlagen – wie auch der Münchner Triebwerkshersteller MTU, der ebenfalls auf eine Brennstoffzelle setzt. Um ein Flugzeug mit Wasserstoffantrieb zum Erfolg zu bringen, braucht es eine Wasserstoffversorgung an den Flughäfen. Die Technik gilt als teuer und aufwendig. Um das eigentliche Ziel der CO2-Neutralität zu erreichen, müsste der Wasserstoff zudem mithilfe von

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