2025

Weitere Artikel aus der Rubrik

2025

Stärkung der Liquidität: Air Europa plant alternative Finanzierung zur Tilgung von Staatshilfen

Die spanische Fluggesellschaft Air Europa bereitet sich strategisch auf eine mögliche Ablehnung der geplanten Minderheitsbeteiligung von Turkish Airlines durch die Europäische Kommission vor. Für den Fall, dass die EU-Wettbewerbshüter das Investment nicht genehmigen, hat das Unternehmen einen „Plan B“ entwickelt, der die dringend benötigte Kapitalzufuhr in Form eines herkömmlichen Darlehens anstelle einer direkten Kapitalerhöhung vorsieht. Die alternative Finanzierungslösung soll es Air Europa ermöglichen, die im Zuge der COVID-19-Pandemie erhaltenen staatlichen Hilfen zu tilgen, deren Fälligkeit für das Jahr 2026 ansteht. Das geplante Volumen der Finanzspritze, ob als Beteiligung oder Kredit, beträgt 300 Millionen Euro. Trotz der Entwicklung einer Ersatzlösung schätzen sowohl Air Europa als auch Turkish Airlines die Wahrscheinlichkeit einer Genehmigung des ursprünglichen Investitionsplans durch Brüssel als hoch ein. Die Europäische Kommission prüft das Vorhaben im Rahmen der neuen EU-Verordnung 2022/2560, die darauf abzielt, Verzerrungen des Binnenmarktes durch ausländische Subventionen zu verhindern. Der ursprüngliche Plan: Turkish Airlines als Großaktionär Ursprünglich sah die Vereinbarung vor, dass Turkish Airlines (THY) mit 300 Millionen Euro in Air Europa einsteigt. Bei Genehmigung der Transaktion würde die türkische Airline einen Anteil von 26 bis 27 Prozent an der spanischen Gesellschaft erwerben und damit zum zweitgrößten Anteilseigner aufsteigen. Die Kontrolle über Air Europa würde weiterhin bei der spanischen Holding Globalia verbleiben. Die International Airlines Group (IAG), zu der British Airways und Iberia gehören, hält derzeit bereits 20 Prozent der Anteile an Air Europa. Die Partnerschaft mit Turkish Airlines würde Air Europa nicht nur die dringend benötigte Liquidität zuführen, sondern auch strategische Vorteile im Hinblick auf die

weiterlesen »

Studie zur Gepäckzuverlässigkeit: JetBlue gilt als sicherster Carrier, American Airlines schneidet am schlechtesten ab

Angesichts der bevorstehenden Weihnachtsreisezeit hat eine neue Studie von AirAdvisor die Gepäckzuverlässigkeit der größten US-Fluggesellschaften untersucht. Die Analyse, basierend auf Daten des US Department of Transportation (DOT) von Juni 2024 bis Juni 2025, identifiziert JetBlue Airways als den zuverlässigsten Carrier in den Vereinigten Staaten, während American Airlines das höchste Risiko für verspätetes oder verlorenes Gepäck aufweist. Die „2025 Baggage Reliability Ranking“ bewertete die zehn größten US-Airlines anhand von fünf Schlüsselfaktoren, darunter die Rate an falsch behandeltem Gepäck, die Entwicklung der Performance im Jahresvergleich sowie die Transparenz bei der Sendungsverfolgung. JetBlue führt die Rangliste an, mit nur 3,4 falsch gehandhabten Gepäckstücken pro 1.000 Passagiere und punktet mit starken digitalen Tracking-Tools. Allegiant Air weist zwar mit 1,5 pro 1.000 die niedrigste Fehlerquote auf, hat aber Mängel bei der Echtzeit-Transparenz für Passagiere. Am unteren Ende des Rankings liegt American Airlines mit der höchsten Rate an falsch behandeltem Gepäck: Hier sind es 7,6 pro 1.000 Passagiere. Die Airline verzeichnete zudem schlechte Trends im Jahresvergleich. Auch Spirit Airlines und Alaska Airlines gehören zu den Schlusslichtern, wobei Alaska Airlines mit einer nachlassenden Leistung und limitierten Tracking-Funktionen negativ auffällt. Die Analyse zeigte, dass die Quote an falsch behandeltem Gepäck zwar insgesamt unter einem Prozent aller aufgegebenen Gepäckstücke liegt, die Unterschiede zwischen dem besten und dem schlechtesten Carrier jedoch signifikant sind. Anton Radchenko, CEO von AirAdvisor, betonte, dass Reisende bei Gepäckproblemen sofort am Schalter der Fluggesellschaft einen Property Irregularity Report (PIR) ausfüllen müssen. Nach DOT-Regeln haben Reisende bei verspätetem, beschädigtem oder verlorenem Gepäck Anspruch auf Entschädigungen von bis

weiterlesen »

Verkauf kurz vor der Insolvenz: Smartlynx Airlines stellt Betrieb ein – Fragen zu Eigentumsstrukturen und Schuldenlast

Die Insolvenz der lettischen ACMI-Fluggesellschaft Smartlynx Airlines wirft zahlreiche Fragen hinsichtlich der Umstände des Zusammenbruchs und der Komplexität der Eigentümerstrukturen auf. Unmittelbar vor der Stellung des Antrags auf Gläubigerschutz Ende Oktober wurde die Fluggesellschaft, die sich auf das Wet-Lease-Geschäft (ACMI – Aircraft, Crew, Maintenance, and Insurance) spezialisiert hatte, von ihrem früheren Mutterkonzern, der weltweit agierenden Avia Solutions Group (ASG), an einen niederländischen Fonds veräußert. Dieser Eigentümerwechsel erfolgte kurz vor dem Scheitern des Sanierungsversuchs in Eigenverwaltung, der ursprünglich bis Ende Februar 2026 angesetzt war. Der Betrieb der lettischen Einheit wurde zwischenzeitlich vollständig eingestellt. Der Fall Smartlynx Airlines Latvia ist besonders bemerkenswert aufgrund der immensen Schuldenlast von 238 Millionen Euro und der Tatsache, dass ein Großteil dieser Verbindlichkeiten gegenüber der früheren Muttergesellschaft Avia Solutions Group selbst besteht. Während die europäischen Schwestergesellschaften in Malta und Estland ebenfalls von der Insolvenz betroffen und außer Betrieb sind, setzen die asiatischen und australischen Einheiten von Smartlynx den Flugbetrieb unter neuen Markennamen fort. Der umstrittene Eigentümerwechsel und die Schuldenstruktur Die Transaktion, die den Zusammenbruch von Smartlynx Airlines Latvia begleitete, hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. Avia Solutions verkaufte 90 Prozent der Anteile der lettischen Gesellschaft an die Stichting Break Point Distressed Assets Management, einen niederländischen Fonds. Die restlichen 10 Prozent gingen an das Management der Airline. Recherchen zufolge führt der niederländische Fonds zu einem Anwaltsbüro auf Zypern, das eine Reihe von Firmen verwaltet und typischerweise in akuten Unternehmenssanierungen auftritt. Die zeitliche Nähe des Verkaufs zum Insolvenzantrag wirft bei externen Gläubigern und Branchenbeobachtern Fragen auf. Die Gesamtverbindlichkeiten

weiterlesen »

Nationalpark Donau-Auen startet Winterprogramm: Fokus auf Flussökologie und Tierwelt

Der Nationalpark Donau-Auen lädt am Dienstag, den 2. Dezember, zum jährlichen Nationalparkforum in das Rathaus Schwechat ein. Unter dem Titel „Ein natürlicher Fluss als ökologischer Korridor“ widmet sich die kostenlose Veranstaltung der Schwechat als wichtiger Verbindung zwischen dem Wienerwald und dem Nationalparkgebiet. Im Fokus stehen dabei die bereits durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen am Schwechatfluss sowie am Liesingbach im Stadtgebiet von Schwechat. Zudem werden kommende Vorhaben und Projekte vorgestellt. Parallel zum Forum startet am kommenden Wochenende das umfangreiche Programm an geführten Winterwanderungen. Die dreistündigen Touren, die von Nationalpark-Rangern begleitet werden, widmen sich spezifischen Themen der winterlichen Natur. Dazu gehören die Beobachtung der vielfältigen Vogelwelt an der Donau, die Spurensuche im Biberrevier und die Beobachtung des Seeadlers, der als „König der Auen“ bekannt ist. Der Auftakt der Exkursionen findet am 30. November mit der Tour „Gefiederte Wintergäste der Donau-Auen“ am Bahnhof Maria Ellend statt. Für Individualgäste sind von Dezember bis März feste Termine angesetzt, während Gruppen die Touren flexibel buchen können. Das Winterprogramm hält im neuen Jahr weitere Höhepunkte bereit. Am 11. Jänner 2026 steht die Seeadlerbeobachtung beim Donaucafé Hainburg im Mittelpunkt. Ende Jänner, am 31., folgt die „Spurensuche im Biberrevier“ von Stopfenreuth aus. Die Wintermonate schließen mit Nachtwanderungen zur Beobachtung von Eulen, die am 6. und 13. März 2026 von Petronell-Carnuntum bzw. Schloss Eckartsau aus starten. Am 8. März 2026 wird zudem eine Familienexkursion zu einem Amphibienzaun am Schloss Orth an der Donau angeboten. Über die fixen Termine hinaus werden ab dem 1. Jänner 2026 im niederösterreichischen Nationalparkteil ganzjährig Themenspaziergänge zu Ökologie, Lebensräumen

weiterlesen »

China Eastern startet längste Direktflugroute der Welt: Verbindung Shanghai-Buenos Aires

Die chinesische Fluggesellschaft China Eastern Airlines startet in Kürze eine neue Interkontinentalverbindung, die als der längste Direktflug der Welt gilt. Ab dem 4. Dezember 2025 wird die Airline zweimal wöchentlich die chinesische Wirtschaftsmetropole Shanghai mit der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires verbinden. Die argentinische Regierung erteilte am Mittwoch die offizielle Genehmigung für die neue Route. Die beiden Städte liegen auf fast gegenüberliegenden Seiten des Globus, was die Strecke mit rund 20.000 Kilometern zur längsten Flugverbindung dieser Art macht. Für den Hinflug kalkuliert China Eastern eine Flugzeit von 25,5 Stunden, für den Rückflug sogar 29 Stunden. Zum Einsatz kommen Maschinen des Typs Boeing 777-300ER. Es handelt sich jedoch nicht um einen Nonstop-Flug: Die Verbindung beinhaltet einen technischen Stopp im neuseeländischen Auckland, wo das Flugzeug aufgetankt und die Besatzung gewechselt wird. Passagiere haben während des zweistündigen Aufenthalts die Möglichkeit, die Maschine kurz zu verlassen. Die Aufnahme dieser Verbindung unterstreicht die wachsenden wirtschaftlichen und touristischen Beziehungen zwischen China und Südamerika und intensiviert den Wettbewerb auf den Langstreckenrouten. Die neue Route von China Eastern tritt in direkte Konkurrenz zu bestehenden Verbindungen, wie sie beispielsweise die Lufthansa über ihr Drehkreuz Frankfurt anbietet. Durch die Direktverbindung über den Pazifik mit nur einem Zwischenstopp wird eine neue, zeitsparende Option für Reisende zwischen Ostasien und Südamerika geschaffen. Die Genehmigung für die Strecke wurde im Amtsblatt der argentinischen Regierung veröffentlicht. Der Start der Flugroute am 4. Dezember markiert einen logistischen Meilenstein in der internationalen zivilen Luftfahrt und unterstreicht die strategische Expansion asiatischer Fluggesellschaften in Märkte, die traditionell von europäischen oder

weiterlesen »

Schweiz übernimmt neue EU-Luftfahrtregeln: Mehr Cybersicherheit und Marktöffnung für Flugsicherung

Der Gemischte Ausschuss Schweiz-EU hat die Übernahme einer Reihe neuer EU-Luftfahrtbestimmungen beschlossen, die den Schweizer Zivilluftverkehr umfassend modernisieren sollen. Die neuen Regeln, die der Schweizer Bundesrat bereits am 12. November genehmigte, treten am 1. Februar 2026 in Kraft und betreffen die Bereiche Bodenabfertigung, Flugverkehrsmanagement sowie Flugsicherheit. Eine zentrale Neuerung betrifft die Bodenabfertigungsdienste auf Schweizer Landesflughäfen: Die Dienstleister sind künftig verpflichtet, ein Sicherheitsmanagementsystem zu betreiben, das explizit Informationssicherheitsrisiken berücksichtigt. Entsprechende IT-Sicherheitsvorfälle müssen künftig gemeldet werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Cyberresilienz der kritischen Infrastruktur an Flughäfen zu erhöhen, was angesichts der steigenden Bedrohungslage als notwendig erachtet wird. Im Bereich des Flugverkehrsmanagements übernimmt die Schweiz die überarbeitete Verordnung zum einheitlichen europäischen Luftraum (Single European Sky), dessen Teil die Schweiz seit 2006 ist. Dies beinhaltet das gemeinsame Leistungs- und Gebührensystem sowie die Modernisierung der Flugsicherungsinfrastruktur. Für die Schweizer Flugsicherung Skyguide ergeben sich daraus neue Möglichkeiten: Das Unternehmen erhält künftig die Option, bestimmte Dienstleistungen auf dem gesamteuropäischen Markt anzubieten oder einzukaufen. Das Monopol von Skyguide auf zentrale Dienstleistungen wie Streckenflüge sowie An- und Abflüge im eigenen Land bleibt jedoch bestehen. Zusätzlich wurden weitere EU-Rechtsakte übernommen, die unter anderem Wettbewerbsregeln bei Fusionen und die Anerkennung von ausländischen Fluglotsenlizenzen betreffen. Die regelmäßige Übernahme von EU-Erlassen in den Anhang des bilateralen Luftverkehrsabkommens, das die Schweiz und die EU seit 2002 verbindet, stellt die Kompatibilität der beiden Luftfahrtsysteme sicher.

weiterlesen »

Skyhub PAD reduziert Flüge nach München: Fehlende Anschlussbuchungen als Ursache

Die Flugverbindungen zwischen dem Flughafen Paderborn/Lippstadt (PAD) und dem Drehkreuz München (MUC) werden im Winterflugplan ausgedünnt. Die Initiative Skyhub PAD nimmt ab dem 8. Dezember die Abendverbindung zwischen den beiden Städten aus dem Flugplan. Dies geht aus Berichten von Lokalmedien hervor. Die Reduzierung der Frequenz ist demnach jedoch nicht auf mangelnde Nachfrage für die Strecke selbst zurückzuführen. Nach Angaben von Skyhub PAD sind die Buchungszahlen für die Verbindung Paderborn–München zufriedenstellend. Das Problem liegt vielmehr in der Weiterreise der Passagiere: Zu wenige Reisende buchten an dem Lufthansa-Drehkreuz in München Anschlussflüge. Dies deutet darauf hin, dass die Verbindung vorwiegend von Pendlern oder Geschäftsreisenden genutzt wird, die München als Endziel haben, während der angestrebte Mehrwert als Zubringer zu internationalen Flügen noch nicht ausreichend erzielt wird. Die Initiative befindet sich derzeit in Gesprächen mit der Lufthansa, um die Anschlussverbindungen für das erste Quartal 2026 zu optimieren. Ziel ist es, die Attraktivität der Strecke als Zubringer für das globale Streckennetz der Lufthansa zu erhöhen. Ungeachtet der vorübergehenden Streichung des Abendflugs peilt Skyhub PAD für das Gesamtjahr 2026 weiterhin eine Marke von 90.000 Passagieren an. Die gestrichene Abendverbindung soll zum Beginn des Sommerflugplans am 30. März 2026 wieder aufgenommen werden. Seit September dieses Jahres bietet Skyhub PAD täglich bis zu drei Verbindungen pro Woche zwischen Paderborn und München an. Die vorübergehende Anpassung des Flugplans spiegelt die Herausforderung regionaler Flughäfen wider, die Wirtschaftlichkeit von Zubringerflügen zu großen Hubs zu gewährleisten.

weiterlesen »

Glamour und Illusion: Wolfgang Moser präsentiert „Magie Royal“ als exklusives Dinner-Spektakel in Baden

Am 10. Dezember 2025 verwandelt sich das Congress Center Baden in einen Schauplatz der Illusion und gehobenen Gastronomie, wenn der bekannte österreichische Zauberkünstler Wolfgang Moser seine exklusive Dinnershow „Magie Royal“ präsentiert. Die Veranstaltung kombiniert meisterhafte Close-up-Zauberkunst mit einem mehrgängigen Gala-Menü, um den Gästen einen Abend der Extraklasse zu bieten. Im Fokus steht die hautnahe Interaktion des Vizeweltmeisters der Zauberkunst mit seinem Publikum, das unmittelbar in die Vorführung eingebunden wird. „Magie Royal“ knüpft an die Tradition hochkarätiger Dinner-Shows an, bei denen Unterhaltung und Kulinarik in einem luxuriösen Ambiente verschmelzen. Die Inszenierung im festlichen Casineum des Casino Baden und im Congress Center Baden zielt darauf ab, die Naturgesetze für rund 90 Minuten auf charmante Weise auf den Kopf zu stellen, und verspricht ein unvergessliches Erlebnis weit über die Grenzen der Region hinaus. Ein Abend zwischen Gaumenfreuden und Illusion Die Veranstaltung ist als Gesamterlebnis konzipiert, das mit einem stilvollen Sektempfang beginnt, um die Gäste auf den Abend einzustimmen. Zentraler Bestandteil ist das kulinarische Angebot: Ein mehrgängiges Gala-Menü, das die Küche des Restaurants im Casino Baden saisonal und raffiniert gestaltet. Die Speisen werden zwischen den magischen Programmpunkten serviert, wodurch eine lockere und interaktive Atmosphäre geschaffen wird, die sich vom traditionellen Theaterbesuch abhebt. Die Getränke sind im Ticketpreis nicht enthalten, was den Gästen eine individuelle Auswahl ermöglicht. Die Zaubershow selbst ist das Herzstück des Abends. Wolfgang Moser, bekannt für seine Erfolge als Vizeweltmeister, legt den Schwerpunkt auf die sogenannte Close-up-Zauberei. Diese Form der Magie, bei der Wunder aus allernächster Nähe geschehen, gilt als besonders beeindruckend

weiterlesen »

Belgien erhöht Luftverkehrssteuer erneut: Airlines warnen vor negativen Folgen für Tourismus

Die belgische Regierung hat im Rahmen des jüngst verabschiedeten Haushalts eine erneute Erhöhung der Flugticketsteuer beschlossen. Ab 2027 wird die Abgabe für jeden abfliegenden Passagier auf 10 Euro angehoben und soll im Jahr 2029 weiter auf 11 Euro steigen, unabhängig von der Flugdistanz. Dies ist die zweite Erhöhung innerhalb kurzer Zeit; bereits im Sommer des Vorjahres hatte die Regierung die Steuer auf Langstreckenflüge auf 5 Euro erhöht, während Kurzstreckenflüge bei 10 Euro verblieben. Die Maßnahme soll jährliche Einnahmen zwischen 168 und 184 Millionen Euro generieren. Die Luftfahrtbranche reagierte scharf auf die Ankündigung. Brussels Airlines erklärte, die höhere Steuer nicht absorbieren zu können und sie direkt an die Passagiere weitergeben zu müssen. Sprecher Nico Cardone kritisierte, Belgien bewege sich „gegen den Trend“ in Europa, da Länder wie Italien und Deutschland ihre Flugsteuern reduzieren oder wie Schweden diese komplett abgeschafft hätten. Die Airline erneuerte ihre Forderung nach besseren Hochgeschwindigkeits-Schienenverbindungen zum Flughafen Brüssel, die Kurzstreckenflüge ersetzen könnten, ohne Reisende zusätzlich zu belasten. Noch deutlicher äußerte sich die Billigfluggesellschaft Ryanair. Sie beschuldigte die belgische Regierung, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu beschädigen. Nach einer bereits erfolgten Steigerung um 150 Prozent im Jahr 2025 führe die erneute Verdoppelung der Steuer dazu, dass Belgien einer der unattraktivsten Luftverkehrsmärkte Europas werde. Jason McGuinness, CCO von Ryanair, warnte davor, dass die wiederholten Steuererhöhungen „Verkehr verdrängen, den Tourismus beschädigen und Arbeitsplätze vernichten“ würden. Ryanair forderte die vollständige Abschaffung der Steuer anstatt einer weiteren Erhöhung. Der breitere europäische Kontext ist allerdings differenziert: Während die meisten EU-Staaten keine nationale Luftverkehrssteuer erheben, sind

weiterlesen »

Getestet: So schmeckt das teure AUA-Paid-Catering

Mit dem Wechsel auf den Winterflugplan 2025/26 hat Austrian Airlines wieder eine neue Speisekarte für den On-Board-Verkauf in der Economy-Class auf der Kurz- und Mittelstrecke aufgelegt. Neu ist, dass man die Möglichkeit der Vorbestellungen nun forciert. Doch wie schmecken die Speisen, die im Rahmen der Melangerie zum Kauf angeboten werden und von der AUA stets als besonders frisch angepriesen werden? Vor vielen Jahren, in etwa zur Mitte der 2000er-Jahre, hat Austrian Airlines einen ersten Ausflug ins Paid-Catering unternehmen. Dies war nicht von Erfolg gekrönt und wurde vom damals neuen Generaldirektor Alfred Ötsch dann wieder abgeschafft. Irgendwann hat man die Möglichkeit eingeführt, dass bestimmte Speisen vorbestellt werden können. Inkludiert waren Getränke sowie ein Snack wie zum Beispiel Soletti-Stangerl. Mit der Wiederaufnahme des Flugbetriebs – Einstellung wegen dem Beginn der Corona-Pandemie –hat man unter dem Deckmantel der Vermeidung von Ansteckungen den inkludierten Eco-Service auf Kaffee, Tee und Wasser reduziert, ehe dann im Frühjahr 2021 Paid-Catering eingeführt wurde. Damit ist man in guter Gesellschaft, denn auch Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines und Air Dolomiti setzen auf dieses Konzept. Speisekarte wurde spürbar dünner Gestartet ist man bei Austrian Airlines, deren Bordverkäufe im Namen und auf Rechnung der deutschen Retail in Motion GmbH erfolgen, mit einer durchaus sehr dicken Speisekarte, die auch Mehlspeisen wie Sachertorte beinhaltet haben. Mittlerweile ist die Auswahl deutlich dünner geworden und auch Salate oder Leberkäse-Semmeln sucht man nun vergeblich. Das berühmte Schnitzel ist aber weiterhin fixer Bestandteil der Melangerie. Das Paid-Catering an Bord der Kurz- und Mittelstreckenflüge von Austrian Airlines wird durchaus

weiterlesen »