
Rückgang am Flughafen München im ersten Halbjahr 2026
Der Flughafen München hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen spürbaren Rückgang sowohl bei den Flugbewegungen als auch bei den Passagierzahlen verzeichnet. Wie aus den aktuellen Erhebungen des Bayerischen Landesamts für Statistik hervorgeht, sank die Zahl der Starts und Landungen am zweitgrößten deutschen Luftfahrt-Drehkreuz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent auf insgesamt 144.234 Bewegungen. Parallel dazu ging das Passagieraufkommen um 4,2 Prozent auf 18,9 Millionen Fluggäste zurück. Mit dieser Entwicklung schneidet der Münchner Flughafen im Branchenvergleich schwächer ab als der deutsche Durchschnitt und hinkt dem europäischen Gesamttrend hinterher. Während internationale Einflüsse wie geopolitische Konflikte und schwankende Treibstoffkosten die gesamte Zivilluftfahrt belasten, wirken sich standortspezifische Kostenstrukturen und die staatlichen Abgaben in Deutschland besonders deutlich auf die Frequenzen an den großen Drehkreuzen aus. Differenzierte Entwicklung der bayerischen Verkehrsflughäfen Die vom Statistischen Landesamt in Fürth veröffentlichten Daten verdeutlichen eine zweigeteilte Entwicklung innerhalb Bayerns. Während der Großflughafen in München Einbußen hinnehmen musste, verzeichneten die beiden kleineren regionalen Verkehrsflughäfen in Nürnberg und Memmingen deutliche Zuwächse. Der Flughafen Nürnberg zählte im ersten Halbjahr 2026 rund zwei Millionen Passagiere, was einem Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2025 entspricht. Der Allgäu Airport in Memmingen steigerte seine Passagierzahl um 7,8 Prozent auf 1,8 Millionen Fluggäste. Diese gegenläufige Dynamik lässt sich primär auf die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der Standorte zurückführen. Während der Flughafen München als klassisches Drehkreuz stark vom Umsteigerverkehr, Langstreckenverbindungen und dem Angebot von Netzfluggesellschaften abhängt, profitieren Nürnberg und Memmingen in hohem Maße von Direktverbindungen europäischer Low-Cost-Anbieter und dem Urlaubsreiseverkehr. Das Landesamt








