Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Malta: 1G-Regel führt zu schwacher Auslastung der Flüge

Mitte Juli 2021 machte Malta als erstes EU-Land die vollständige Impfung gegen Covid-19 zur Grundvoraussetzung für die quarantänefreie Einreise. Nun zeigt sich, dass dies erhebliche Auswirkungen auf die Auslastung der Flüge von/nach Luqa hat. Der Ladefaktor lag in den ersten Wochen nur bei 51,7 Prozent. Im Frühjahr kündigte das maltesische Tourismusministerium das große Comeback des Tourismus an, jedoch wurden die Einreisebestimmungen bereits nach wenigen Wochen verschärft. Derzeit können nur vollständig Geimpfte ohne Quarantäne einreisen. Der Flughafen Luqa, eine Tochter der Flughafen Wien AG, bekommt die Auswirkungen indirekt zu spüren, denn laut Geschäftsführer Alan Borg lag in den ersten August-Wochen die durchschnittliche Auslastung der Flüge bei nur 51,7 Prozent. “Dies bedeutete einen Rückgang von 36,3 Prozent gegenüber der gleichen Woche im Jahr 2019. Darüber hinaus ging die von der Nachfrage getriebene Sitzplatzkapazität in der ersten Augustwoche 2021 im Vergleich zur gleichen Woche im Jahr 2019 um 28,5 Prozent zurück”, wird der Manager von der Times of Malta zitiert. Viele am einzigen Flughafen des Landes tätige Airlines haben auf die verhaltene Nachfrage reagiert und ihr Angebot gekürzt. Die Vorgehensweise ist unterschiedlich: Manche Anbieter haben die Frequenzen zurückgefahren, andere setzen kleineres Fluggerät ein und in Einzelfällen wurden Strecken – zumindest temporär – ausgesetzt. Es gab aber auch unerwartete Entwicklungen, denn manche Quellmärkte, auf die von den Fluggesellschaften große Hoffnungen gesetzt wurden, erwiesen sich als Flop. Zum Beispiel haben Air Malta, Ryanair und andere Anbieter stark auf Deutschland “gepokert”, jedoch blieben die Passagierzahlen weit unter den Erwartungen. Das Vereinigte Königreich, die Schweiz, Frankreich und

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Ryanair: Neue Strecken ab Bratislava und Košice

Die Ryanair Group plant im Winterflugplan 2021/22 insgesamt vier zusätzliche Strecken ab slowakischen Flughäfen anzubieten. Die Hauptstadt Bratislava soll zweimal wöchentlich mit Kopenhagen und einmal pro Woche mit Lanzarote verbunden werden. Ab Košice sind zwei wöchentliche Umläufe nach Dublin geplant. Diese Route liegt seit vielen Jahren brach und wurde in der Vergangenheit von SkyEurope Airlines bedient. Ebenfalls neu ab der ostslowakischen Stadt ist, dass man Wien an den Verkehrstagen Montag und Freitag bedienen wird. Auf dieser Route kommt Fluggerät von Lauda Europe zum Einsatz und man tritt in den Wettbewerb mit Austrian Airlines. Offensichtlich will man slowakische Wochenpendler ansprechen.

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Südafrika: Comair kündigt Comeback an

Die südafrikanische Comair, die als Franchisenehmer von British Airways tätig ist, will am 1. September 2021 den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Zunächst sollen einige wenige Routen innerhalb des Landes bedient werden. Der Carrier unterhält weiters die Billigmarke Kulula. Auch unter diesem Brand soll ab 1. September 2021 wieder geflogen werden. Comair musste am 5. Juli 2021 aufgrund der Coronasituation in Südafrika und damit verbundener behördlicher Maßnahmen den Flugbetrieb erneut einstellen. Nun hofft man darauf, dass die Lage stabil bleibt und das Streckennetz unter den Marken British Airways und Kulula sukzessive hochgefahren werden kann. Wie bereits erwähnt: Man will zunächst mit einigen wenigen Routen starten und dann je nach Nachfrage erhöhen bzw. ausbauen.

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Inlandsverkehr: Deutschland prüft 3G-Nachweis

Die deutsche Bundesregierung prüft derzeit die Einführung des 3G-Nachweises im Reiseverkehr im Inland. Diese würde Fernzüge und -busse sowie Flüge betreffen. Ein genauer Zeitpunkt für die mögliche Einführung ist noch offen, so ein Sprecher auf Anfrage. Einige Staaten haben bereits für die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel im überregionalen Inlandsverkehr den 3G-Nachweis eingeführt. Deutschland könnte hier nachziehen, wobei noch viele Fragen offen sind. Beispielsweise wird noch darum gerungen, ob sowohl Antigen- als auch PCR-Ergebnisse zählen oder nur PCR-Befunde. Unklar ist auch die Frage wer eigentlich die Kontrollen durchführen soll. Man will sich aber an Frankreich orientieren, denn dort wurde dem Personal der französischen Staatseisenbahnen auferlegt den 3G-Nachweis zu kontrollieren. Dies könnte dann auch in Deutschland zu kommen. Bei Flügen müsste das Bodenpersonal die Unterlagen sichten und bei Fernbussen der Fahrer oder etwaiges Service-Personal an den Haltestellen. Wenig überraschend halten Vertreter von Branchenverbänden nur wenig von den aktuellen Plänen. Beispielsweise geht man beim Luftfahrtverband BDL davon aus, dass solche Regeln die Mobilität in Deutschland erschweren könnten. Ob Deutschland tatsächlich den 3G-Nachweis im Inlandsverkehr einführt, gilt es abzuwarten.

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Eurowings Discover schiebt Las Vegas auf die lange Bank

Eigentlich wollte Eurowings Discover ab Oktober 2021 zwischen Frankfurt am Main und der Casino-Metropole Las Vegas fliegen. Aufgrund der voraussichtlich noch länger bestehenden Einreiseeinschränkungen der Vereinigten Staaten von Amerika wird die Route vorerst nicht aufgenommen. Derzeit können EU-Bürger nur im Rahmen weniger Ausnahmen in die USA einreisen, denn der Travel Ban, der noch von der Trump-Regierung erlassen wurde, ist weiterhin aufrecht. Zuletzt sagte U.S.-Präsident Joe Biden, dass dieser nicht vor dem Thanksgiving-Fest aufgehoben werden soll. Voraussichtlich ist dann die vollständige Impfung gegen Covid-19 die Grundbedingung für die Einreise. Da Eurowings Discover sich in erster Linie an Privatreisende wendet und damit im Leisure-Segment tätig ist, dürfte sich die Nachfrage nach Las-Vegas-Flügen ab Oktober 2021 in sehr eng gesteckten Grenzen halten. Daher musste man umplanen und wird – zumindest vorläufig – die Casino-Stadt nicht anfliegen. Man betont, dass es sich lediglich um eine Verschiebung handelt, denn an den Las-Vegas-Plänen will man grundsätzlich festhalten. Das freiwerdende Fluggerät will man auf einer anderen Strecke einsetzen. Diese soll in Kürze vorgestellt werden. Es gilt als wahrscheinlich, dass Konzernmutter Lufthansa eine Route an die Tochter Eurowings Discover übergeben wird.

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Eurowings bläst UK-Urlaubsflüge ab

Im März 2021 kündigte Eurowings groß den Einstieg ins Leisure-Geschäft ab dem Vereinigten Königreich an. Zunächst wollte man Manchester und Birmingham mit Palma de Mallorca verbinden. Nach mehreren Verschiebungen kommt nun – zumindest für dieses Jahr – die Absage. Nachdem Premierminister Boris Johnson einen Zeitplan für den Ausstieg aus den Coronamaßnahmen vorgestellt hatte, schnellten die Neubuchungen bei vielen Fluggesellschaften nach oben. Mit Verspätung wurden die Einschränkungen zwar beendet, doch eine umstrittene Reiseampel, gegen die diverse Fluggesellschaften, Airports und Reiseveranstalter erfolglos geklagt hatten, blieb erhalten. Eurowings wollte sich einen Teil des UK-Reisekuchens abholen und kündigte die Aufnahme von Nonstop-Flügen zwischen Birmingham bzw. Manchester und Palma de Mallorca an. Es blieb bei der Ankündigung, denn die Erstflüge wurden wiederholt nach hinten verschoben. Nun wurde die Präsenz im UK-Leisure-Geschäft – zumindest für die laufende Sommersaison 2021 – endgültig abgesagt.

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Business Class: Lufthansa setzt auf deutsche Küche

Ab 1. September 2021 serviert Lufthansa in der Business Class auf Kurz- und Mittelstreckenflügen vorwiegend Speisen aus der deutschen Küche. Unter dem Motto “Tasting Heimat” will man Highlights aus Deutschland servieren. Lufthansa erklärt dazu, dass die traditionelle deutsche Küche auf moderne kulinarische Einflüsse aus aller Welt treffen würde. Inspiriert von den Städten München, Frankfurt, Hamburg, Berlin, Düsseldorf und Leipzig wechseln die Menüs nicht nur wöchentlich, sondern auch auf dem Hin- und Rückflug. Die Herstellung erfolgt weiterhin durch die Gate Group, die vor einiger Zeit das Europa-Geschäft von LSG übernommen hat. Die Zutaten der Menüs stammen überwiegend aus den Regionen um Frankfurt und München. Geerntet auf deutschen Feldern und verarbeitet von lokalen Produzenten, werden sie täglich frisch zubereitet und an Bord serviert. Die Fluggäste können außerdem bei den Menüs die weltweit angesehene deutsche Brotkultur genießen. Sie können aus einem großen Sortiment von traditionellen und frisch gebackenen Broten und Brötchen wählen. Das Konzept sieht kein Einwegplastik mehr vor.

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British Airways will neue Gatwick-Tochter gründen

Der Flughafen London-Gatwick ist British Airways offenbar so wichtig, dass man laut darüber nachdenkt eine neue Tochtergesellschaft zu gründen. Diese soll billiger operieren als die Mainline. Als Vorbild dient dabei BA Cityflyer, Betreiber der Embraer-Flotte ab London-City. Mit eigenen Lowcostern hatte British Airways in der Vergangenheit keinen Erfolg. Man meinte mit Go unter anderem Ryanair und Easyjet in Stansted Paroli bieten zu müssen, doch das Projekt war ein finanzielles Fiasko. Mit GB Airways, die ursprünglich als Gibraltar-Ableger gegründet wurde, lief es nicht besser. Letzlich übernahm Easyjet diese Tochter. Go wurde übrigens ebenfalls vom orangefarbenen Mitbewerber geschluckt. Unter Berufung auf ein internes Rundschreiben berichtet Reuters, dass man nach dem Vorbild von Iberia Express eine Tochtergesellschaft in Gatwick aufziehen möchte. Diese soll „wettbewerbsfähigere Kosten“ haben. Gemeint sind damit mit hoher Wahrscheinlichkeit die Löhne. Der Einsatz des neuen Carriers soll im Außenauftritt von British Airways erfolgen. Es ist also nicht geplant die IAG-Marke Level wieder nach Gatwick bringen. Mit den Gewerkschaften sucht man jedenfalls den Dialog und hat entsprechende Verhandlungen aufgenommen. Generell bestätigt die IAG in einem Statement, dass British Airways das Kurzstreckennetzwerk ab Gatwick reaktivieren möchte. Zur möglichen neuen Tochtergesellschaft will man sich aber nicht weitergehend äußern.

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Für Inlandsflüge: Virgin Australia stockt die Flotte auf

Die Fluggesellschaft Virgin Australia ist mit einer Flotte von 53 Maschinen ein Schwergewicht im Verkehr innerhalb Australiens und international in der näheren Umgebung. Die Corona-Pandemie führt nun dazu, dass man den Fokus noch stärker auf das Domestic-Geschäft legen wird. Dazu organisiert sich der Carrier nun neun Boeing 737-800, die von einer Leasinggesellschaft bezogen werden. Es handelt sich um gebrauchte Flugzeuge, die zwischen Oktober 2021 und Feber 2022 übergeben werden sollen. Stationiert werden die Mittelstreckenjets überwiegend auf dem Flughafen Brisbane. In einer Medienerklärung schreibt das Unternehmen, dass man mit dem Ansteigen der Impfrate mit einem starken Zuwachs im Inlandsverkehr rechnet. Man will sich entsprechend rüsten und betont explizit, dass die neun gebrauchten Boeing 737-800 innerhalb von Australien eingesetzt werden sollen. Derzeit besteht die Flotte von Virgin Australia aus zwei Boeing 737-700 und 51 B737-800. Man wartet auch auf die Auslieferung von 25 Boeing 737 Max 10. Weitere Maschinen werden von Subunternehmern im Auftrag von Virgin Australia betrieben.

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D-AMSA: Eine Max, die nie zu SunExpress Deutschland kommen wird

Eigentlich hätte SunExpress Deutschland die Flotte mit elf Boeing 737 Max 9 erneuern sollen. Dazu wird es aber nicht kommen, denn kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie wurde die Liquidation der einstigen Ferienfluggesellschaft eingeleitet. Seit dem Jahr 2019 steht eine Maschine dieses Typs in voller Lackierung von SunExpress Deutschland in den USA herum. Aufgrund des weltweiten Flugverbots konnte der Mittelstreckenjet, der die Registrierung D-ASMA hätte tragen sollen, nicht ausgeliefert werden. Kaum war dieses auch in Europa aufgehoben, sorgte Corona für ein noch viel weitreichenderes defacto-Grounding. Für SunExpress Deutschland brachte die Coronakrise das endgültige Aus, denn die freiwillige Liquidation wurde beschlossen. Die Beschäftigten haben ihre Arbeitsplätze verloren. Von dieser Maßnahme ist die türkische SunExpress nicht betroffen. Diese ist weiterhin auf dem Markt aktiv. Was passiert nun mit jener Boeing 737 Max 9, die in voller Livery herumsteht und auf bessere Zeiten wartet? Diese soll nun an Alaska Airlines gehen. Dazu wurde der Mittelstreckenjet in den Paintshop gebracht und erhielt dort das Farbenkleid des tatsächlichen Abnehmers. Die derzeitige Testregistrierung der betroffenen Maschine lautet N1784B. Übrigens: Eine weitere Boeing 737 Max 9, die als D-ANSB zu SunExpress Deutschland hätte stoßen sollen, wurde ebenfalls in die volle Livery der ehemaligen deutschen Airline versetzt. Die nachstehende Slideshow zeigt einige Impressionen der Boeing 737 Max 9 in der Livery von SunExpress Deutschland. Wie berichtet wurden diese aber nie eingeflottet.

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