
Ungewöhnlicher Zwischenfall: Pinguin verursacht Hubschrauberabsturz in Südafrika
Ein Vorfall, der zunächst kurios erscheinen mag, wirft ernsthafte Fragen zur Einhaltung von Sicherheitsvorschriften in der zivilen Luftfahrt auf. Am 19. Januar 2025 stürzte ein Robinson R44 Raven II (Kennung ZS-RJC) in der Nähe von Bird Island, einer abgelegenen Insel vor der Küste der südafrikanischen Provinz Ostkap, ab. Die Ursache war laut einem Bericht der südafrikanischen Zivilluftfahrtbehörde (SACAA) eine ungesicherte Pappschachtel, in der sich ein lebender Pinguin befand. Der Hubschrauber war mit einem Spezialisten an Bord zur Durchführung einer Luftvermessung nach Bird Island geflogen. Nach Abschluss des Einsatzes bat der Spezialist, einen auf der Insel eingefangenen Pinguin mit zum Festland zu nehmen. Der Vogel wurde in eine einfache Kartonbox gelegt, die der Passagier auf dem Schoß hielt. Während des Starts in rund 15 Metern Höhe verrutschte die Schachtel und fiel auf den zyklischen Pitch-Steuerhebel, ein zentrales Steuerelement für die Fluglage des Hubschraubers. Die Folge: eine unkontrollierte Rollenbewegung nach rechts, die der Pilot nicht mehr ausgleichen konnte. Der Helikopter ging in den Sinkflug über und schlug auf der Insel auf. Der Hubschrauber wurde schwer beschädigt, doch bemerkenswerterweise blieben sowohl der Pilot als auch der Passagier und der Pinguin unverletzt. Unzureichende Risikobewertung durch den Piloten Der am 5. April 2025 veröffentlichte Unfallbericht der SACAA weist dem Piloten eine deutliche Mitschuld zu. Es sei keine ordnungsgemäße Risikobewertung durchgeführt worden, insbesondere in Bezug auf den Transport eines lebenden Tieres in einer ungeeigneten Verpackung innerhalb der Kabine. Die Behörde stellte klar, dass es gegen die Bestimmungen verstößt, lose Gegenstände im Bereich der Steuerung zu platzieren.








