Der US-amerikanische Flugzeughersteller Boeing sieht sich derzeit mit massiven finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Ein Streik von über 30.000 Beschäftigten im Großraum Seattle hat den ohnehin angeschlagenen Konzern in eine noch schwierigere Lage gebracht. Analysten schätzen, dass Boeing täglich über 100 Millionen US-Dollar (ca. 90 Millionen Euro) an Einnahmen verliert, solange der Arbeitskampf anhält. Die Produktionsstätten, insbesondere für die wichtigen Modelle 737 Max und 777, sind weitgehend stillgelegt, was sowohl kurz- als auch langfristig erhebliche finanzielle Folgen für Boeing mit sich bringt. Ein Streik mit weitreichenden Folgen Am Freitag, den 13. September 2024, traten tausende Beschäftigte bei Boeing in den Streik, nachdem ein vom Unternehmen vorgelegtes Angebot zur Erhöhung der Löhne um 25 Prozent mit überwältigender Mehrheit abgelehnt wurde. Über 94 Prozent der Arbeitnehmer stimmten gegen den Vorschlag, und 96 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder befürworteten den Streik. Zwei der größten Werke des Konzerns, die Flugzeuge vom Typ 737 Max und 777 fertigen, sind seither außer Betrieb. Chris Olin, Analyst bei Northcoast Research, schätzt, dass Boeing im Zuge des Streiks zwischen 33 und 35 Flugzeuge weniger produzieren wird als ursprünglich geplant. Dies könnte tägliche Einnahmeverluste von etwa 102 Millionen US-Dollar zur Folge haben. Darüber hinaus sind die Auswirkungen auf den monatlichen Cashflow beträchtlich. Die Analysten von Jefferies gehen davon aus, dass ein Monat Streik den freien Cashflow um etwa 1,3 Milliarden US-Dollar schmälern könnte. Liquiditätsdruck auf Boeing Boeing kämpft bereits seit Jahren mit einem erheblichen Schuldenberg, der auf etwa 60 Milliarden US-Dollar angewachsen ist. Der Konzern befindet sich aufgrund des negativen freien Cashflows und