Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Drohende Eskalation: Fluggesellschaften setzen Flüge nach Beirut aus

Der jüngste Raketenangriff der Hisbollah auf die Golanhöhen hat die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten weiter verschärft. Die israelische Regierung reagierte umgehend mit Ankündigungen von Vergeltungsschlägen, während die Fluggesellschaften weltweit ihre Routenplanung überdenken. Besonders betroffen ist der Flugverkehr nach Beirut, wo die Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften sämtliche Flüge vorerst gestrichen haben. Diese Maßnahme verdeutlicht die Dramatik der Situation und die potenziellen Folgen für die internationale Luftfahrt sowie die regionale Stabilität. Am 29. Juli 2024 traf eine Rakete, die laut israelischen und US-amerikanischen Angaben von der Hisbollah abgefeuert wurde, die drusische Ortschaft Madschdal Schams auf den Golanhöhen. Dieser Vorfall führte zu zahlreichen Toten, darunter mindestens zwölf Kinder und Jugendliche. Die Hisbollah, eine mächtige Schiitenmiliz im Libanon, bestritt jedoch die Verantwortung und behauptete, dass eine israelische Abwehrrakete den Vorfall verursacht habe. Der Iran, ein Verbündeter der Hisbollah, unterstützte diese Darstellung und machte Israel für den Angriff verantwortlich. Die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah haben eine lange Geschichte, die bis zur israelischen Annexion der Golanhöhen im Jahr 1981 zurückreicht. Diese Annexion wurde international nie anerkannt und bleibt ein zentraler Streitpunkt in der Region. Auswirkungen auf die Luftfahrt Die wachsende Unsicherheit hat die Fluggesellschaften zu schnellen Reaktionen veranlasst. Die Lufthansa-Gruppe, einschließlich ihrer Tochtergesellschaften Swiss und Eurowings, setzte alle Flüge nach Beirut für den 29. und 30. Juli aus. Auch andere Fluggesellschaften wie Sun Express, Aegean Airlines, Ethiopian Air und die libanesische Middle Eastern Airlines (MEA) haben ihre Flüge nach Beirut vorübergehend eingestellt. Bei MEA liegt der Grund für die Aussetzung nicht nur

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Fairplane arbeitet nun mit dem ADAC zusammen

Fluggäste, die von Verspätungen, verpassten Anschlussflügen oder kurzfristigen Flugannullierungen betroffen sind, haben unter bestimmten Umständen Anspruch auf Entschädigungen. Die Höhe der Ausgleichszahlung kann bis zu 600 Euro betragen, abhängig von der Flugstrecke und der Dauer der Verspätung. Der ADAC bietet eine kostenfreie Möglichkeit, diese Ansprüche mithilfe des Flugentschädigungsrechners zu überprüfen. ADAC-Mitglieder können sich für die Durchsetzung ihrer Rechte an den Partner FairPlane wenden, der sich auf Fluggastrechte spezialisiert hat. FairPlane übernimmt als Prozessfinanzierer die Kosten für die anwaltliche Vertretung und die Gerichtskosten. Die Erfolgsprovision für ADAC-Mitglieder ist vergünstigt. Zusätzlich zur Entschädigung können Passagiere weitere Ansprüche geltend machen, wie Betreuungsleistungen, Ersatzbeförderung oder die Erstattung von Ticketkosten. Betreuungsleistungen umfassen Speisen, Getränke und Hotelübernachtungen, die die Fluggesellschaft ab einer Verspätung von zwei Stunden bereitstellen muss. FairPlane-Geschäftsführer Michael Flandorfer betont, dass viele Passagiere ihre Rechte nicht kennen und rät dazu, bei Ersatzunterkünften auf angemessene Kosten zu achten. Luxusangebote werden in der Regel nicht erstattet.

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Smartwings degradiert CSA zum Wetlease-Provider

Czech Airlines (ČSA), eine der traditionsreichsten Fluggesellschaften der Welt, wird ab Herbst 2024 keine Flüge mehr unter dem eigenen Code „OK“ durchführen. Diese Entscheidung markiert das Ende einer Ära und spiegelt die tiefgreifenden Veränderungen in der Luftfahrtindustrie wider. Ab dem Winterflugplan werden alle Flüge der ČSA sowie ihrer Schwestergesellschaft Smartwings unter dem Code „QS“ von Smartwings abgewickelt. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans, der die Effizienz steigern und die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe verbessern soll. Konkret bedeutet das, dass ČSA dann formell nicht mehr auf eigene Rechnung fliegen wird, sondern als Wetlease-Provider für Smartwings fungieren wird. Das wirtschaftliche Risiko der Flüge trägt dann der formelle Auftraggeber. Derzeit ist ČSA ohnehin nur noch ein Schatten ihrer selbst, denn das einst stolze Unternehmen ist stark geschrumpft. Eigentlich sollten längst mehrere Airbus A220-300 eingeflottet werden, jedoch wurde es um das Projekt schon länger ruhig. Die letzte ČSA-Route, die unter OK-Flugnummern bedient wird, stellt man gemäß der Ankündigung der Smartwings-Group dann auf den QS-Code um. Czech Airlines wurde am 6. Oktober 1923 gegründet und gehört damit zu den ältesten Fluggesellschaften weltweit. Der OK-Code war seit jeher ein Symbol für die tschechische Luftfahrt und steht international für die Identität und Tradition der ČSA. Die Aufgabe dieses Codes zugunsten des Smartwings-Codes QS ist daher ein symbolträchtiger Schritt, der das Ende einer eigenständigen Identität von ČSA markiert. Gründe für die Umstrukturierung Die Entscheidung zur Aufgabe des OK-Codes und zur Integration unter dem Smartwings-Code QS ist das Ergebnis einer strategischen Neuausrichtung. Smartwings hat in den letzten Jahren zunehmend

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Ab Oktober 2024: T’Way Air fliegt nach Frankfurt

Die südkoreanische Fluggesellschaft T’Way Air wird ab dem 3. Oktober 2024 eine neue Verbindung zwischen Seoul und Frankfurt aufnehmen. Die Route wird dreimal pro Woche mit einem Airbus A330-200 bedient. Dies markiert eine weitere europäische Destination der Airline, nachdem bereits im August Flüge nach Rom-Fiumicino und Ende August nach Paris aufgenommen werden. Im September folgt Barcelona. T’Way Air ist Teil der Vereinbarungen, die Korean Air und Asiana treffen mussten, um die Genehmigung für ihre Fusion von der Europäischen Union zu erhalten. Diese Vereinbarung umfasst unter anderem die Unterstützung von T’Way Air beim Ausbau ihrer europäischen Strecken, um mehr Konkurrenz auf dem Markt zu fördern.

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Tus Airways testet Tel Aviv-Wien

Die zypriotische Fluggesellschaft Tus Airways beabsichtigt vorläufig im September 2024 den Flughafen Wien-Schwechat mit Tel Aviv zu verbinden. In den ersten beiden September-Wochen soll an den Verkehrstagen Montag und Samstag geflogen werden. Anschließend kommt ein dritter Umlauf, der jeweils mittwochs durchgeführt werden soll, hinzu. Das günstigste Oneway-Ticket wird auf der Homepage von Tus Airways ab 239 Euro zum Verkauf angeboten. Derzeit sind die Flüge nur für den September 2024 buchbar. Das Unternehmen hat eigenen Angaben nach noch nicht über eine mögliche Fortführung nach dem genannten Zeitraum entschieden. Die Wien-Tel Aviv-Route gilt als nachfragestark, jedoch sind die Buchungen bei verschiedenen Anbietern seit Kriegsausbruch nur noch auf geringem Niveau.

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Korean Air fliegt jetzt auch mit Boeing 787-10

Korean Air hat am 25. Juli 2024 den ersten Boeing 787-10 Dreamliner in Empfang genommen. Der neue Flugzeugtyp wird zunächst auf der Strecke von Seoul Incheon nach Tokio Narita eingesetzt. Im Rahmen der Einführung der 787-10 stellt Korean Air auch ihre neue Prestige Class-Kabinenausstattung vor. Die „Prestige Suites 2.0“ bieten luxuriöse Annehmlichkeiten, darunter Sitze, die sich vollständig umklappen lassen und in ein Bett verwandeln. Die Kabine ist im Design traditioneller koreanischer Muster gehalten und bietet mit modernen Features wie kabellosen Ladegeräten und High-Speed-USB-C-Anschlüssen zusätzlichen Komfort. In der Economy Class sind die Sitze in einer 3-3-3-Konfiguration angeordnet und bieten verbesserte Funktionen und ein lebhaftes Design. Die 787-10 wird zunächst auf Kurzstrecken eingesetzt, bevor sie auf Langstreckenflügen wie Seoul-Incheon nach Vancouver und weiteren internationalen Routen zum Einsatz kommt. Korean Air plant, das neue Modell auch auf stark nachgefragten Strecken nach Nordamerika und Europa einzuführen.

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Kampagne gegen Reduzierung der Cockpitbesatzung gestartet

Inmitten der laufenden Diskussion über eine potenzielle Reduzierung der Cockpitbesatzung auf nur einen Piloten hat der Europäische Dachverband der Pilotenverbände zusammen mit nationalen Mitgliedsorganisationen eine europaweite Kampagne gestartet. Die Initiative zielt darauf ab, die Debatte über den Vorschlag der Luftfahrtindustrie, der den dauerhaften Einsatz von zwei Piloten im Cockpit infrage stellt, kritisch zu beleuchten. Derzeit prüfen Hersteller wie Airbus und Dassault sowie die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) den Vorschlag der „extended Minimum Crew Operations“ (eMCO), der eine Reduzierung der Cockpitbesatzung auf einen Piloten während der Reiseflugphase vorsieht. Frank Blanken, Vorstand Öffentlichkeitsarbeit der Vereinigung Cockpit, äußerte Bedenken hinsichtlich der Flugsicherheit und betonte, dass die Zusammenarbeit von zwei Piloten essenziell für die gegenseitige Kontrolle und Bewältigung von Notfällen sei. Die Kampagne „OneMeansNone“ soll verschiedene Stakeholder über die möglichen Risiken und Herausforderungen informieren und eine fundierte Diskussion über die Auswirkungen der geplanten Änderungen anstoßen.

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Umfrage: Mehrheit der Österreicher legt im Urlaub Wert auf Nachhaltigkeit

Eine aktuelle Umfrage des Marktplatzes Willhaben unter 2.089 Nutzern in Österreich zeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung beim Urlaub auf Nachhaltigkeit achtet. Die Studie, die im Juli 2024 durchgeführt wurde, enthüllt, dass 60 Prozent der Befragten entweder immer oder gelegentlich auf Flugreisen verzichten würden, um umweltfreundlicher zu reisen. Besonders ausgeprägt ist diese Bereitschaft bei Frauen sowie bei Personen aus Tirol, Kärnten und Wien. Die Neigung, Flugreisen zu reduzieren, steigt mit dem Alter, wobei ältere Befragte tendenziell eher auf Flüge verzichten als jüngere Generationen. Zusätzlich zur Reduktion von Flugreisen betonen 69,7 Prozent der Befragten, dass sie im Urlaub auf Nachhaltigkeit achten. Besonders wichtig sind den Reisenden Müllvermeidung (68,1 Prozent), Energie- und Wasserverbrauch (44,4 Prozent), nachhaltiges Essen und Trinken (40,2 Prozent) sowie die Auswahl der Urlaubsdestination (36,6 Prozent). Männer und Personen mit höherem Einkommen zeigen sich weniger geneigt, ihren CO2-Fußabdruck im Urlaub zu berücksichtigen.

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Nürnberg rechnet mit Anstieg der Passagierzahlen in den Sommerferien 2024

Der Flughafen Nürnberg erwartet während der bayerischen Sommerferien vom 26. Juli bis zum 9. September 2024 rund 730.000 Fluggäste, was einem Anstieg von etwa 18.000 Passagieren im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Insgesamt werden 24 Fluggesellschaften über 60 Ziele anfliegen, wobei der Schwerpunkt auf Sonnenzielen wie Antalya, Mallorca und Kreta liegt. Die beliebtesten Reisedestinationen ab Nürnberg sind Antalya, Mallorca und Kreta. Auch wichtige internationale Drehkreuze wie Frankfurt, Istanbul und Amsterdam spielen eine zentrale Rolle im Flugangebot. Der verkehrsreichste Tag wird der 7. September 2024 sein, an dem der Flughafen etwa 19.500 Passagiere erwartet. Flughafenbetreiber empfehlen Passagieren, ihre Parkplätze im Voraus zu buchen und auf die Gültigkeit ihrer Reisedokumente zu achten. Neu hinzugekommene Gepäckautomaten für ausgewählte Airlines sollen den Check-in-Prozess erleichtern.

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Fly Dubai zieht Großbestellung bei Airbus in Betracht

Die Emirates-Konzernschwester Fly Dubai gilt als treuer Boeing-Kunde. Immerhin betreibt man 88 Maschinen des U.S.-amerikanischen Herstellers und wartet auf die Auslieferung zahlreicher weiterer Exemplare. Nun zieht man in Betracht auch beim europäischen Konkurrenten Airbus zu bestellen. Im Gespräch mit Bloomberg erklärte Firmenchef Ghaith Al Ghaith, dass man unter anderem aufgrund von Boeings Lieferverzögerungen Angebote von Airbus ernsthaft prüft. Es gäbe Gespräche mit beiden Flugzeugbauern. Für die Europäer könnte es besonderes Prestige haben mit Fly Dubai ins Geschäft zu kommen, denn Al Ghaith kündigt die größte Order in der Firmengeschichte an. Genau aus diesem Grund dürfte auch Boeing ein erhebliches Interesse daran haben die Emirates-Konzernschwester als Kunden halten zu können. Möglicherweise wirkt sich dieses Buhlen um den potentiellen Mega-Auftrag positiv auf den Preis aus, so dass davon auszugehen ist, dass der VAE-Billigflieger durchaus nach diesem Kriterium entscheiden könnte. Derzeit ist Fly Dubai – wie erwähnt – ein reiner Boeing-Operator. Das Unternehmen besitzt eine beachtliche Flotte, die vor allem aus der Boeing 737 besteht. Die Flotte umfasst 56 Boeing 737-8, 29 Boeing 737-800 und 3 Boeing 737-9, insgesamt also 88 Maschinen. Im Dezember 2017 unterzeichnete Fly Dubai einen Rekordauftrag über 175 Boeing 737-8, mit Optionen für zusätzliche 50 Maschinen – die bis dato größte Bestellung der Airline. Doch die Beziehung zu Boeing ist momentan angespannt. Verzögerungen bei der Auslieferung und Stornierungen haben die Expansionspläne der Fluggesellschaft erheblich behindert. Laut Al Ghaith hat Fly Dubai in diesem Jahr lediglich vier Boeing 737-8 erhalten, die bereits in den Vorjahren zur Auslieferung fällig waren. Boeing

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