Amely Mizzi

Weitere Artikel aus der Rubrik

Amely Mizzi

Gewerkschaft Verdi erstattet Strafanzeige gegen Sicherheitsdienstleister am Flughafen Düsseldorf

Die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den am Flughafen Düsseldorf tätigen Sicherheitsdienstleistern haben eine neue Stufe der Eskalation erreicht. Im Zentrum des Konflikts steht die Deutscher Schutz- und Wachdienst GmbH (DSW), gegen die die Gewerkschaft nun offiziell Strafanzeige erstattet hat. Die Vorwürfe wiegen schwer und zielen auf fundamentale Verletzungen betriebsverfassungsrechtlicher Grundsätze sowie auf die Behinderung gewerkschaftlicher Arbeit ab. Dieser Schritt markiert den vorläufigen Höhepunkt einer langen Serie von Auseinandersetzungen am drittgrößten deutschen Verkehrsflughafen, die bereits in der Vergangenheit mehrfach zu massiven Beeinträchtigungen des Flugbetriebs durch Warnstreiks und gerichtliche Auseinandersetzungen geführt haben. Während die Gewerkschaft von einer systematischen Untergrabung von Arbeitnehmerrechten spricht, sieht sich der Dienstleister mit Vorwürfen konfrontiert, die weit über rein tarifpolitische Differenzen hinausgehen und nun die Staatsanwaltschaft beschäftigen. Hintergründe des juristischen Vorstoßes Der aktuelle Rechtsstreit entzündet sich primär an der Frage der Mitbestimmung und dem Umgang mit dem gewählten Betriebsrat innerhalb der DSW am Standort Düsseldorf. Verdi wirft der Geschäftsführung des Sicherheitsunternehmens vor, die Arbeit der Arbeitnehmervertreter massiv und vorsätzlich zu behindern. Konkret geht es um den Verdacht der versuchten Einflussnahme auf Betriebsratsentscheidungen sowie um die Verweigerung notwendiger Informationen, die für eine effektive Interessenvertretung der rund 1.000 Sicherheitskräfte am Flughafen unabdingbar sind. Nach Angaben der Gewerkschaft wurden Betriebsratsmitglieder unter Druck gesetzt, zudem soll es zu Behinderungen bei der Durchführung von Betriebsversammlungen gekommen sein. Die Strafanzeige stützt sich dabei auf den Paragraphen 119 des Betriebsverfassungsgesetzes, der die Behinderung von Organen der Betriebsverfassung unter Strafe stellt. Für Verdi ist dieser juristische Weg ein notwendiges Mittel, da vorangegangene

weiterlesen »

Ägäis-Saisonstart in Klagenfurt

Mit dem Abheben des ersten Charterfluges in Richtung der Kykladen hat am Flughafen Klagenfurt die diesjährige Griechenland-Saison offiziell begonnen. In enger Kooperation mit dem Kärntner Traditionsreiseveranstalter Springer Reisen und der deutschen Fluggesellschaft Avanti Air wird der Regionalflughafen in den kommenden Monaten zum zentralen Ausgangspunkt für Urlaubsreisen in die Ägäis. Das Programm für das Jahr 2026 zeichnet sich durch eine strategische Erweiterung aus: Während die bewährte Verbindung nach Paros und die damit verbundene Erreichbarkeit der Nachbarinsel Naxos das Frühsommergeschäft dominieren, wird im Spätsommer erstmals eine Direktverbindung nach Skiathos in den Flugplan aufgenommen. Diese Entwicklung unterstreicht den Trend zur Dezentralisierung im österreichischen Luftverkehr, bei dem Passagiere zunehmend die kurzen Wege und die stressfreie Abwicklung an kleineren Standorten suchen. Für den Flughafen Klagenfurt bedeutet die Ausweitung des Chartergeschäfts eine wichtige Stärkung der Non-Aviation- und Aviation-Umsätze in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld. Kykladen-Anbindung und die Rolle der Avanti Air Das Herzstück der ersten Sommerhälfte bildet die wöchentliche Verbindung auf die Insel Paros, die jeweils samstags bedient wird. Paros hat sich in den letzten Jahren als exklusive Alternative zu den oft überlaufenen Zentren wie Mykonos oder Santorin etabliert. Die Insel bietet mit den Hafenorten Parikia und Naoussa eine gewachsene Infrastruktur, die besonders bei einem anspruchsvollen Publikum gefragt ist. Die Durchführung dieser Flüge obliegt Avanti Air, einer Fluggesellschaft, die sich auf das Charter- und ACMI-Geschäft spezialisiert hat. Zum Einsatz kommen hierbei moderne Regionalflugzeuge, die aufgrund ihrer Kapazität und Reichweite ideal für die Anforderungen des Klagenfurter Marktes geeignet sind. Ein besonderes Merkmal dieses Angebots ist die kombinierte Erreichbarkeit der

weiterlesen »

Innsbruck: Idealtours und Universal Air eröffnen neue Route nach Korfu

Mit dem Start der Sommersaison 2026 hat der Tiroler Reiseveranstalter Idealtours sein Flugportfolio ab dem Flughafen Innsbruck um eine wesentliche Komponente erweitert. Ein vollbesetzter Erstflug markierte am die Aufnahme der neuen Nonstop-Verbindung auf die griechische Insel Korfu. In enger Kooperation mit der maltesischen Fluggesellschaft Universal Air wird diese Destination fortan wöchentlich bedient. Durch den Einsatz einer de Havilland Dash 8-400 setzt das Unternehmen auf ein Fluggerät, das speziell für die Anforderungen regionaler Flughäfen optimiert ist. Die Neuerung unterstreicht die Strategie, den Tiroler Reisenden zeitsparende Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ohne Zwischenlandungen anzubieten, gepaart mit einem umfassenden Servicepaket inklusive Hausabholung. Die Verantwortlichen des Flughafens Innsbruck bestätigten zudem die operative Sicherheit für den Sommerbetrieb, was angesichts der logistischen Herausforderungen im europäischen Luftraum eine wichtige Planungsgrundlage für die regionale Tourismuswirtschaft darstellt. Universal Air und die de Havilland Dash 8-400 im Fokus Der Erfolg der neuen Strecke nach Korfu ist untrennbar mit dem Airline-Partner Universal Air verbunden. Die auf Malta ansässige Fluggesellschaft hat sich in den vergangenen Jahren als Spezialist für Nischenmärkte und regionale Anbindungen im Mittelmeerraum und Zentraleuropa etabliert. Für die Route ab Innsbruck kommt die de Havilland Dash 8-400 zum Einsatz, ein leistungsstarker Turboprop-Hochdecker, der in der Luftfahrtbranche für seine Vielseitigkeit geschätzt wird. Mit einer Kapazität von 78 Sitzen ist das Flugzeug exakt auf das Passagieraufkommen zugeschnitten, das Idealtours für seine exklusiven Charterprogramme kalkuliert. Die Dash 8-400 zeichnet sich durch eine Reisegeschwindigkeit aus, die auf kürzeren und mittleren Strecken nahezu das Niveau von Regionaljets erreicht, dabei jedoch eine höhere Flexibilität bei Starts und Landungen auf anspruchsvollen

weiterlesen »

Easyjet verzeichnet steigende Verluste im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026

Der britische Billigflieger Easyjet hat für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 einen Anstieg des Vorsteuerverlustes auf 552 Millionen Pfund gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem das Minus bei 394 Millionen Pfund lag, verdeutlicht dies die aktuellen wirtschaftlichen Belastungen im europäischen Luftverkehrssektor. Als Hauptursachen für das negative Ergebnis nennt die Fluggesellschaft die Auswirkungen des Nahostkonflikts, die zu einem signifikanten Anstieg der Treibstoffkosten sowie zu einer verzögerten Buchungskurve geführt haben. Trotz dieser erschwerten Bedingungen konnte das Unternehmen die Passagierzahlen um 6 Prozent steigern und eine verbesserte Auslastung von 90 Prozent erreichen. Die operative Bilanz des Konzerns zeigt ein zweigeteiltes Bild. Während das klassische Fluggeschäft unter inflationsbedingten Kostensteigerungen bei Flughafengebühren und Personal leidet, entwickelt sich die Sparte Easyjet Holidays weiterhin positiv. Das Urlaubssegment konnte ein Kundenwachstum von 22 Prozent verzeichnen und trug mit einem Gewinn von 61 Millionen Pfund vor Steuern zur Stabilisierung bei. Um das Wachstum im deutschsprachigen Raum zu beschleunigen, weitet der Konzern seine Kooperationen im stationären Reisevertrieb aus, insbesondere durch eine verstärkte Präsenz in Berliner Einzelhandelsgeschäften und die Erweiterung des Hotelangebots auf rund 13.000 Unterkünfte. Zur langfristigen Sicherung der Profitabilität setzt CEO Kenton Jarvis auf eine beschleunigte Flottenmodernisierung. Bis zum Geschäftsjahr 2029 plant das Unternehmen die vollständige Ausmusterung der älteren Airbus A319-Modelle, um durch effizientere Flugzeuge der Neo-Generation signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen. Allein für die Jahre 2027 und 2028 kalkuliert die Airline mit Einsparungseffekten in Höhe von etwa 250 Millionen Pfund. Trotz der aktuellen Verluste verfügt Easyjet über eine liquide Basis von 4,7 Milliarden Pfund, was dem Unternehmen

weiterlesen »

Ryanair kritisiert ausbleibende Steuersenkung und warnt vor Kapazitätsabbau in Deutschland

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat am heutigen Freitag, den 22. Mai 2026, deutliche Kritik an der deutschen Bundesregierung geäußert. Hintergrund ist die Entscheidung des Bundestags, die Luftverkehrsteuer nicht wie zuvor angekündigt vollständig um drei Euro pro Passagier zu senken. Der Low-Cost-Carrier sieht darin ein gebrochenes Versprechen, das den deutschen Luftverkehrsstandort im internationalen Vergleich weiter schwäche. Ryanair betont, dass die Kombination aus hoher Steuerlast, steigenden Flugsicherungsgebühren und teuren Sicherheitsentgelten das Wachstum massiv ausbremse. Während andere europäische Nationen wie Schweden, Italien oder Ungarn ihre Abgaben gesenkt oder abgeschafft hätten, stagniere der deutsche Markt bei einer Erholungsrate von lediglich 89 Prozent des Vorkrisenniveaus. Die wirtschaftlichen Konsequenzen dieser Kostenstruktur zeigen sich bereits in konkreten Flottenentscheidungen. Ryanair bestätigte erneut, die Basis am Flughafen Berlin Brandenburg zum Winterflugplan 2026 weitgehend aufzugeben und sieben dort stationierte Flugzeuge in kostengünstigere EU-Staaten zu verlagern. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Billigflieger; auch der Flagcarrier Lufthansa hatte zuletzt Streichungen im innerdeutschen Streckennetz mit mangelnder Wettbewerbsfähigkeit begründet. Branchenexperten weisen darauf hin, dass insbesondere Regionalflughäfen unter dem Rückzug von Airlines leiden, da die hohen Fixkosten pro Abflug den Betrieb dünner besiedelter Routen unrentabel machen. Die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz steht hierbei vor der Herausforderung, die Haushaltsdisziplin mit den Forderungen der Industrie nach Entlastungen in Einklang zu bringen. Eddie Wilson, CEO von Ryanair, unterstrich, dass das Unternehmen bei einer grundlegenden Reform der Zugangskosten bereit wäre, das Passagieraufkommen in Deutschland auf jährlich 34 Millionen Reisende zu verdoppeln. Dies würde die Stationierung von 30 zusätzlichen Flugzeugen und die Schaffung tausender Arbeitsplätze bedeuten. Da jedoch die

weiterlesen »

Marktdynamik im Fernreiseverkehr: Preisentspannung nach Aufhebung der Reisewarnung für Golf-Drehkreuze

Die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten und die damit verbundenen Reisehinweise des Auswärtigen Amtes haben in den vergangenen Monaten die Preisgestaltung im deutschen Fernreisesektor massiv beeinflusst. Eine aktuelle Datenanalyse des Portals Vivido zeigt nun eine spürbare Marktberuhigung, nachdem die formelle Reisewarnung für die zentralen Transitknotenpunkte am Persischen Golf aufgehoben wurde. Während Reisende im April 2026 noch einen Preisaufschlag von durchschnittlich 17 Prozent in Kauf nehmen mussten, wenn sie Umstiege in Dubai, Doha oder Abu Dhabi mieden, ist dieser Differenzwert im Mai auf rund 13 Prozent gesunken. Trotz weiterhin bestehender Sicherheitshinweise für die Region zeigt die Auswertung, dass die Golf-Carrier ihre aggressive Preisstrategie, die während der Krisenphase zur Sicherung der Auslastung diente, schrittweise normalisieren. Parallel dazu gewinnen alternative Routings über europäische oder asiatische Hubs an Wettbewerbsfähigkeit zurück. Besonders deutlich wird diese Entwicklung bei klassischen Urlaubszielen im Indischen Ozean, während die Verfügbarkeit von Flugverbindungen ohne Zwischenstopp in der Golfregion ebenfalls messbar zugenommen hat. Geopolitik als Preistreiber im internationalen Luftverkehr Die Abhängigkeit des deutschen Luftverkehrsmarktes von den großen Drehkreuzen der Vereinigten Arabischen Emirate und Katars trat während der Phase der aktiven Reisewarnung deutlich zutage. Die Analyse von mehreren tausend Datenpunkten verdeutlicht, dass die Golf-Carrier wie Emirates, Qatar Airways und Etihad eine tragende Rolle als Preisanker für Langstreckenverbindungen einnehmen. In der Phase der akuten Unsicherheit im April senkten diese Fluggesellschaften ihre Tarife massiv, um Passagiere trotz der bestehenden Warnungen zur Buchung zu bewegen. Dies führte dazu, dass der relative Aufpreis für alternative Flugrouten überproportional anstieg. Tobias Boese, Chief Executive Officer von vivido, stellt fest,

weiterlesen »

Lufthansa Group stellt neues Portfolio für CO2-Kompensationsprojekte vor

Die Lufthansa Group hat eine strategische Neuausrichtung ihres Portfolios für Klimaschutzprojekte bekannt gegeben und setzt dabei verstärkt auf technologiebasierte Lösungen zur CO2-Bindung. Das aktualisierte Angebot umfasst insgesamt 14 zertifizierte Projekte, die sowohl in den europäischen Heimatmärkten des Konzerns – darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz, Belgien und Italien – als auch international umgesetzt werden. Ein wesentliches Merkmal der neuen Struktur ist die Verdoppelung des Anteils sogenannter „Removal“-Projekte auf rund 20 Prozent. Diese Verfahren zielen darauf ab, Kohlendioxid aktiv aus der Atmosphäre zu entfernen und langfristig zu speichern, statt lediglich Emissionen an anderer Stelle zu vermeiden. Innerhalb des Portfolios wird zwischen zwei methodischen Ansätzen unterschieden: „Avoidance“-Projekte verhindern den Ausstoß von Treibhausgasen durch die Förderung effizienterer Technologien in Drittsektoren, während die „Removal“-Kategorie sowohl naturbasierte Methoden wie Wiederaufforstungen als auch hochmoderne technologische Verfahren umfasst. Zu letzteren gehört unter anderem das „Direct Air Carbon Capture and Storage“ (DACCS), bei dem CO2 mittels technischer Filter aus der Luft gewonnen und dauerhaft unterirdisch eingelagert wird. Für die Umsetzung dieser innovativen Ansätze arbeitet der Luftfahrtkonzern mit spezialisierten Partnern wie Climeworks, 1PointFive und Airbus zusammen. Die Zertifizierung der Projekte erfolgt nach internationalen Referenzwerten wie dem Gold Standard, um die Wirksamkeit der Maßnahmen sicherzustellen. Die Akzeptanz solcher Angebote seitens der Fluggäste verzeichnete zuletzt ein deutliches Wachstum. Im Geschäftsjahr 2025 leisteten Passagiere der Gruppe durch die Wahl entsprechender Reiseoptionen Beiträge im Umfang von über 710.000 Tonnen CO2, was einer Steigerung von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Neben der Unterstützung von Kompensationsprojekten bietet die Lufthansa Group ihren Kunden weiterhin die

weiterlesen »

Lufthansa verstärkt Präsenz in Costa Rica zur Wintersaison 2026/2027

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa reagiert auf die kontinuierlich steigende Nachfrage nach Fernreisen in Richtung Zentralamerika und weitet ihr Flugangebot nach Costa Rica signifikant aus. Ab dem 25. Oktober 2026 wird die Frequenz der Direktverbindungen von Frankfurt am Main in die costa-ricanische Hauptstadt San José von bisher drei auf fünf wöchentliche Flüge erhöht. Diese Erweiterung umfasst den gesamten Zeitraum des Winterflugplans bis zum 27. März 2027. Neben der reinen Kapazitätssteigerung setzt die Airline auf eine technologische Modernisierung der Strecke: Zum Einsatz kommt künftig die Boeing 787-9, bekannt als Dreamliner, die mit der neuesten Kabinengeneration unter dem Namen Allegris ausgestattet ist. Diese strategische Entscheidung der Lufthansa Group unterstreicht die wachsende Bedeutung Costa Ricas als Schlüsselmarkt im lateinamerikanischen Tourismussektor, insbesondere für Reisende aus der Dach-Region. Aktuelle Daten des Costa Rican Tourism Board belegen, dass Deutschland mittlerweile zum zweitwichtigsten europäischen Quellmarkt aufgestiegen ist, was durch überdurchschnittlich lange Aufenthaltsdauern und eine hohe tägliche Ausgabebereitschaft der Urlauber untermauert wird. Marktentwicklung und touristische Relevanz Zentralamerikas Der Ausbau der Flugverbindungen erfolgt vor dem Hintergrund eines dynamischen Wachstums im internationalen Reiseverkehr nach Costa Rica. Allein in den ersten vier Monaten des aktuellen Jahres verzeichnete das Land mehr als 190.000 Einreisen auf dem Luftweg aus Europa. Deutschland stellt dabei mit über 34.000 Besuchern einen wesentlichen Anteil und festigt seine Position hinter Frankreich und vor dem Vereinigten Königreich. Die statistischen Erhebungen des Instituto Costarricense de Turismo (ICT) zeigen ein klares Profil der deutschen Reisenden: Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von mehr als 18 Nächten gehören sie zu den Gästen mit der längsten

weiterlesen »

Finanzielle Stabilität trotz geopolitischem Gegenwind: Flughafen Wien Gruppe legt Bilanz für das erste Quartal 2026 vor

Die Flughafen Wien AG blickt auf ein wirtschaftlich erfolgreiches erstes Quartal 2026 zurück. Trotz einer zunehmend komplexen geopolitischen Lage im Nahen Osten und in der Ukraine sowie eines sich abzeichnenden strukturellen Wandels am Standort Wien konnte die Unternehmensgruppe ihre zentralen Finanzkennzahlen deutlich steigern. Der Konzernumsatz kletterte in den ersten drei Monaten des Jahres um 6,1 Prozent auf 239,6 Millionen Euro, während das Periodenergebnis um 5,3 Prozent auf 42,0 Millionen Euro zulegte. Getragen wurde diese Entwicklung maßgeblich von einer starken Performance der Auslandsbeteiligungen in Malta und Kosice sowie Sondereffekten am Standort Wien, wie etwa einem erhöhten Aufkommen durch Lufthansa-Streiks und einem intensiven Winterdienst. Dennoch bereitet sich das Management auf ein herausforderndes Restjahr vor: Während die Gruppe insgesamt wächst, rechnet der Standort Wien infolge reduzierter Billigflug-Angebote mit einem Passagierrückgang. Um diesen Trends entgegenzuwirken, hält die Flughafen Wien AG an einer massiven Investitionsoffensive von 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 fest. Wirtschaftliche Kennzahlen im Detail Die positive Dynamik des ersten Quartals spiegelt sich in allen Ebenen der Gewinn- und Verlustrechnung wider. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 8,2 Prozent auf 87,9 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel das Plus beim Betriebsergebnis (EBIT) aus, das mit 54,4 Millionen Euro um 11,6 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Diese Effizienzsteigerung führt die Unternehmensführung unter anderem auf ein konsequentes Sparprogramm sowie auf eine starke Entwicklung im Bereich der Non-Aviation-Umsätze zurück, zu denen etwa Retail-Erlöse und Immobilienvermietungen zählen. Ein Blick auf die Segmente zeigt jedoch eine differenzierte Verteilung. Während das Segment Airport

weiterlesen »

Erstauslieferung der ATR Highline an Berjaya Air

Die Luftfahrtindustrie erlebt derzeit eine Verschiebung in der Wahrnehmung von Turboprop-Maschinen, die traditionell eher als zweckmäßige Arbeitspferde für Kurzstrecken galten. Am 19. Mai 2026 wurde in Toulouse ein Meilenstein für dieses Segment gesetzt: Der Flugzeughersteller ATR lieferte das weltweit erste Flugzeug mit der neu entwickelten Highline-Kabine an die malaysische Berjaya Air aus. Diese spezielle Konfiguration bricht mit konventionellen Bestuhlungsstandards und zielt darauf ab, die Lücke zwischen der kommerziellen Luftfahrt und dem privaten Jet-Sektor zu schließen. Mit einer luxuriösen Innenausstattung, die ausschließlich auf Business-Class-Niveau agiert, positioniert sich das ATR72-600 Modell als spezialisiertes Transportmittel für den High-End-Tourismus und exklusive Charterdienste. Berjaya Air plant, diese Maschinen einzusetzen, um Gäste direkt von internationalen Drehkreuzen zu abgelegenen Luxusresorts zu befördern. Dieser Schritt verdeutlicht ein wachsendes Marktpotenzial für Betreiber, die trotz schwieriger infrastruktureller Bedingungen an Insel-Flughäfen nicht auf ein durchgängiges Premium-Erlebnis verzichten wollen. Die technologische Neuausrichtung der ATR Highline-Serie Der in Toulouse ansässige Flugzeugbauer ATR reagierte mit der Einführung der Highline-Serie auf eine spezifische Nachfrage des Marktes nach mehr Flexibilität im Premium-Segment. Während Regionaljets oft an ihre Grenzen stoßen, wenn es um kurze Start- und Landebahnen oder die wirtschaftliche Effizienz auf extremen Kurzstrecken geht, bieten Turboprops hier bauliche Vorteile. Die Highline-Produktlinie umfasst verschiedene Konfigurationen, die von reinen VIP-Layouts bis hin zu hybriden Lösungen reichen. Diese Flexibilität ermöglicht es Fluggesellschaften, ihre Kapazitäten je nach saisonalem Bedarf oder speziellen Charteranfragen kurzfristig anzupassen. Ein besonderes Merkmal der für Berjaya Air gefertigten ATR72-600 ist die radikale Reduzierung der Sitzplatzkapazität. Während eine standardmäßige ATR72-600 in der Regel zwischen 72 und 78

weiterlesen »