Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Verkauf kurz vor der Insolvenz: Smartlynx Airlines stellt Betrieb ein – Fragen zu Eigentumsstrukturen und Schuldenlast

Die Insolvenz der lettischen ACMI-Fluggesellschaft Smartlynx Airlines wirft zahlreiche Fragen hinsichtlich der Umstände des Zusammenbruchs und der Komplexität der Eigentümerstrukturen auf. Unmittelbar vor der Stellung des Antrags auf Gläubigerschutz Ende Oktober wurde die Fluggesellschaft, die sich auf das Wet-Lease-Geschäft (ACMI – Aircraft, Crew, Maintenance, and Insurance) spezialisiert hatte, von ihrem früheren Mutterkonzern, der weltweit agierenden Avia Solutions Group (ASG), an einen niederländischen Fonds veräußert. Dieser Eigentümerwechsel erfolgte kurz vor dem Scheitern des Sanierungsversuchs in Eigenverwaltung, der ursprünglich bis Ende Februar 2026 angesetzt war. Der Betrieb der lettischen Einheit wurde zwischenzeitlich vollständig eingestellt. Der Fall Smartlynx Airlines Latvia ist besonders bemerkenswert aufgrund der immensen Schuldenlast von 238 Millionen Euro und der Tatsache, dass ein Großteil dieser Verbindlichkeiten gegenüber der früheren Muttergesellschaft Avia Solutions Group selbst besteht. Während die europäischen Schwestergesellschaften in Malta und Estland ebenfalls von der Insolvenz betroffen und außer Betrieb sind, setzen die asiatischen und australischen Einheiten von Smartlynx den Flugbetrieb unter neuen Markennamen fort. Der umstrittene Eigentümerwechsel und die Schuldenstruktur Die Transaktion, die den Zusammenbruch von Smartlynx Airlines Latvia begleitete, hat in der Branche für Aufsehen gesorgt. Avia Solutions verkaufte 90 Prozent der Anteile der lettischen Gesellschaft an die Stichting Break Point Distressed Assets Management, einen niederländischen Fonds. Die restlichen 10 Prozent gingen an das Management der Airline. Recherchen zufolge führt der niederländische Fonds zu einem Anwaltsbüro auf Zypern, das eine Reihe von Firmen verwaltet und typischerweise in akuten Unternehmenssanierungen auftritt. Die zeitliche Nähe des Verkaufs zum Insolvenzantrag wirft bei externen Gläubigern und Branchenbeobachtern Fragen auf. Die Gesamtverbindlichkeiten

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Boeing erhält weiteren Auftrag für 15 KC-46A Pegasus Tankflugzeuge von der US Air Force

Der amerikanische Luftfahrtkonzern Boeing hat von der US Air Force einen neuen Auftrag für 15 zusätzliche Tankflugzeuge des Typs KC-46A Pegasus erhalten. Der Vertrag für das sogenannte „Lot 12“ hat einen Wert von 2,47 Milliarden US-Dollar. Mit dieser Bestellung erhöht sich die Gesamtzahl der vertraglich vereinbarten oder bereits in Dienst gestellten KC-46A Tanker weltweit auf insgesamt 183 Flugzeuge. Die Vertragsunterzeichnung sichert laut Jake Kwasnik, Boeings Vizepräsident und Programmmanager für die KC-46, die Produktionsstabilität des Programms, einschließlich der Lieferkette für Komponenten mit langer Vorlaufzeit. Die Pegasus-Flotte der US Air Force hat bereits mehr als 150.000 Flugstunden in Einsatz-, Trainings- und globalen Betankungsoperationen absolviert, was die intensive operative Nutzung der Flugzeuge unterstreicht. Von den weltweit 183 vertraglich vereinbarten Tankern wurden bislang 98 an die US Air Force ausgeliefert. Darüber hinaus befinden sich sechs Maschinen im Dienst der Japan Air Self-Defence Force, und vier Flugzeuge sind für die Israel Air Force vertraglich fixiert. Der Pegasus gilt als fortschrittlicher Multi-Mission-Tanker, der neben der Luftbetankung auch Fracht- und Passagiertransportaufgaben übernehmen kann. Boeing arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung der Leistungsfähigkeit der KC-46A. Jüngste Upgrades aus dem Jahr 2024 umfassten Erweiterungen der Missionsbereitschaft, die Verbesserungen bei Kommunikation, Datenkonnektivität und der Situationswahrnehmung mit sich bringen. Diese kontinuierlichen Verbesserungen sollen sicherstellen, dass der Pegasus für die US-Streitkräfte und deren Verbündete ein hochmodernes und einsatzbereites System bleibt.

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Lufthansa: Neuer Premium Check-in in Frankfurt setzt Maßstäbe für Komfort und Service

Die Lufthansa Group hat am 25. November 2025 ihren umfassend modernisierten Premium Check-in Bereich im Terminal 1, Halle A, am Frankfurter Flughafen (FRA) wiedereröffnet. Dieser neugestaltete Bereich ist exklusiv für First Class Gäste, HON Circle Mitglieder, Senatoren und Star Alliance Gold Statuskunden konzipiert und soll ein deutlich höheres Niveau an Komfort, Diskretion und Zeitersparnis bei den Abfertigungsprozessen bieten. Die Investition in diesen Bereich ist Teil der strategischen Anstrengungen von Lufthansa, ihr Premiumprodukt am wichtigsten Drehkreuz der Gruppe in Europa zu stärken und das Reiseerlebnis für ihre wertvollsten Kunden zu optimieren. Die Wiedereröffnung des Premium Check-in ist ein sichtbares Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen Lufthansa und dem Flughafenbetreiber Fraport AG. Das gemeinsame Ziel war es, eine Infrastruktur zu schaffen, die den gestiegenen Erwartungen an einen modernen, effizienten und luxuriösen Flughafenaufenthalt gerecht wird. Ein Meilenstein der Service-Kooperation Sowohl Lufthansa als auch Fraport betonten die Bedeutung der partnerschaftlichen Realisierung dieses Projekts. Francesco Sciortino, Hub Manager Frankfurt & Accountable Manager Lufthansa Airlines, hob hervor, dass der neue Premium Check-in-Bereich einen Ort schafft, der „Komfort, Effizienz und persönlichen Service auf höchstem Niveau vereint“. Stephanie Pudwitz, Leiterin Zentrales Infrastrukturmanagement der Fraport AG, ergänzte, dass das neue Lufthansa Produkt zeige, wie die partnerschaftliche Zusammenarbeit innovative Lösungen hervorbringe. Die Fraport AG habe die Wünsche der Lufthansa Group umfassend berücksichtigt, um gemeinsame Maßstäbe für Komfort und Service am Flughafen Frankfurt zu setzen. Diese Abstimmung ist entscheidend, da Frankfurt als zentrales Tor Deutschlands zur Welt agiert und die Qualität der Abfertigungsprozesse maßgeblich zum Wettbewerbsvorteil des Hubs beiträgt. Die Modernisierung ist

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Ryanair zieht die Reißleine: Mitgliedschaftsprogramm „Prime“ nach Testphase eingestellt

Ryanair hat das testweise eingeführte Mitgliederprogramm „Prime“ mit sofortiger Wirkung eingestellt. Das Angebot, das über einen Zeitraum von acht Monaten erprobt wurde, wird ab dem 28. November 2025 nicht mehr für Neukunden zugänglich sein. Trotz der Gewinnung von 55.000 Mitgliedern und Einnahmen von über 4,4 Millionen Euro aus Mitgliedsbeiträgen bewertete das Unternehmen das Programm als wirtschaftlich nicht tragfähig. Die gewährten Preisnachlässe für die Prime-Kunden überstiegen die Einnahmen deutlich, was Ryanair dazu veranlasste, die Initiative einzustellen und den Fokus wieder auf das Kerngeschäft – die Bereitstellung der niedrigsten Flugpreise für alle Kunden – zu legen. Die Entscheidung ist ein seltenes Eingeständnis, dass ein strategisches Kundenbindungsinstrument in der hochvolumigen Geschäftspraxis des irischen Billigfliegers nicht funktioniert hat. Die bestehenden 55.000 Prime-Mitglieder werden jedoch vertragsgemäß weiterhin bis zum Ablauf ihrer zwölfmonatigen Mitgliedschaft, maximal bis Oktober 2026, von den exklusiven monatlichen Rabatten profitieren. Das Kalkül hinter dem Programm-Aus Die Einstellung des Prime-Mitgliederprogramms basiert auf einer klaren betriebswirtschaftlichen Analyse. Chief Marketing Officer (CMO) von Ryanair, Dara Brady, legte die Zahlen offen, die zu der Entscheidung führten: Die Mitgliederbasis von 55.000 Kunden, so Brady, sei im Verhältnis zur Gesamtzahl der von Ryanair beförderten Passagiere zu gering, um den administrativen Aufwand zu rechtfertigen. Angesichts der Tatsache, dass Ryanair in diesem Jahr voraussichtlich über 207 Millionen Passagiere befördern wird, liegt der strategische Fokus des Unternehmens auf der gesamten Masse an Reisenden und nicht auf einer kleinen Subgruppe. Wettbewerbsumfeld und Kundenbindung im Billigsegment Die Einführung des Prime-Programms war ein Versuch von Ryanair, in einem hart umkämpften Markt neue Wege der

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Dertour: Tunesien und Fernreisen als Überflieger im Sommer 2026

Die Dertour Group hat das Touristikjahr 2024/25 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen und erwartet eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Das Unternehmen verzeichnete einen Anstieg der Gästezahlen um acht Prozent und eine Steigerung des Umsatzes um zwölf Prozent. Für die kommende Sommersaison 2026 liegen die Buchungen laut Boris Raoul, CEO Deutschland und Österreich, bereits besser als in den Vorjahren, mit einem aktuellen Gästeplus von 18 Prozent. Als einen Haupttrend identifiziert Raoul den „erschwinglichen Luxus“: Trotz steigender Preise legte der Anteil der Buchungen von Fünf-Sterne-Hotels um beachtliche 53 Prozent zu. Zudem zeigt das Buchungsverhalten der Kunden einen klaren Trend hin zu All-inclusive-Angeboten, die von über 60 Prozent aller Gäste gebucht werden, was Experten zufolge ein Zeichen für den Wunsch nach Planungssicherheit und Kostenkontrolle ist. Ein weiterer zentraler Trend ist der frühe Buchungsstart, mit einer gestiegenen Vorausbuchungsfrist von durchschnittlich 135 Tagen. Frühbucherrabatte und flexible Stornierungsbedingungen („doppelte Sicherheit“) sind hierbei entscheidende Faktoren. Besonders dynamisch entwickelt sich die Fernstrecke, die um 33 Prozent zulegte und auf die bereits jede fünfte Sommerbuchung entfällt. Bei den einzelnen Zielen gilt Tunesien mit einem Plus von 81 Prozent als „absoluter Überflieger“ und kehrt damit eindrucksvoll auf die touristische Landkarte zurück. Auch Bulgarien (+57 Prozent) verzeichnet starke Zuwächse. Auf der Langstrecke führen Ostafrika (+89 Prozent), die Karibik (+53 Prozent) sowie der Indische Ozean und die Emirate (je 46 Prozent) die Aufsteigerliste an. Im Gegensatz dazu verzeichnen die USA Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich. Die wichtigsten Ziele insgesamt bleiben weiterhin die Türkei, Spanien und Griechenland. Spanien stagniert auf hohem Niveau, wobei die Kanaren

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Air Baltic sucht 200 neue Flugbegleiter in den baltischen Staaten

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic setzt ihren Wachstumskurs fort und sucht zur Vorbereitung auf die Sommersaison 2026 neues Personal. Das Unternehmen bietet derzeit bis zu 200 Stellen für Junior-Kabinenbesatzungsmitglieder an ihren Standorten in allen drei baltischen Staaten an: Riga (Lettland), Tallinn (Estland) und Vilnius (Litauen). Mit dieser umfangreichen Personaloffensive sichert Air Baltic die Kapazitäten für ihren weiteren Geschäftsausbau. Air Baltic richtet sich ausdrücklich auch an Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse in der Luftfahrt. Allen erfolgreichen Bewerbern wird eine vollständig bezahlte Ausbildung in Aussicht gestellt, die innerhalb von nur zwei Monaten zum offiziellen Flugbegleiterzertifikat führt. Marina Volkova, Leiterin Talentakquise und -entwicklung bei Air Baltic, betonte das konstant große Interesse an der Position und hob hervor, dass der Erfolg der Airline auf professionellen und gut ausgebildeten Mitarbeitern basiere. Die Aufgaben der neuen Crew-Mitglieder umfassen die Bordsicherheit, den umfassenden Kundenservice, den Bordverkauf und die Gewährleistung höchster Servicestandards im täglichen Flugbetrieb. Die Stellen bieten den Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten, klare Karriereperspektiven und die Möglichkeit, Teil eines internationalen Teams zu werden. Air Baltic beschäftigt derzeit fast 3.000 Fachkräfte und wird regelmäßig als Top-Arbeitgeber ausgezeichnet. Die Einstellungsinitiative ist ein direktes Resultat der Expansion von Air Baltic. Die Airline hat in den vergangenen 30 Jahren ihre Position gefestigt und verbindet die baltischen Staaten aktuell mit 80 Zielen in Europa, dem Nahen Osten, Nordafrika und dem Kaukasus. Die Rekrutierung von 200 neuen Flugbegleitern ist ein wichtiger Schritt, um die geplante Flottenvergrößerung und die Erweiterung des Streckennetzes in den kommenden Jahren personell abzusichern.

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Air Canada erweitert Transatlantik-Netzwerk: Fünf neue Europaziele im Sommer 2026

Air Canada, eine der führenden Fluggesellschaften Nordamerikas, hat eine umfangreiche Erweiterung ihres transatlantischen Flugplans für den Sommer 2026 bekannt gegeben. Mit der Einführung von fünf neuen Nonstop-Verbindungen von ihren Drehkreuzen Toronto, Montreal und Halifax nach Europa und in den Atlantikraum stärkt der Carrier seine Präsenz auf dem internationalen Markt signifikant. Die neuen Routen nach Berlin, Nantes, Ponta Delgada und Brüssel sind strategisch darauf ausgerichtet, wichtige Märkte in Europa und auf dem Atlantik zu erschließen, die Anbindung Kanadas an den europäischen Kontinent zu verbessern und sowohl Geschäfts- als auch Freizeitreisenden mehr Optionen zu bieten. Mit dieser Erweiterung wird Air Canada im kommenden Sommer das zweitgrößte transatlantische Netzwerk Nordamerikas gemessen an der Anzahl der Destinationen betreiben. Die neuen Verbindungen wurden von Mark Galardo, Executive Vice President und Chief Commercial Officer, sowie Präsident von Cargo, als eine strategische Steigerung der Nonstop-Routen nach Europa bezeichnet. Das Ziel ist es, bequemen Zugang zu Schlüsselzielen zu schaffen, gleichzeitig die Wirtschaftsbeziehungen zu stärken und den Tourismus zu fördern. Neue Routen von den kanadischen Drehkreuzen Die Expansionsstrategie von Air Canada konzentriert sich auf die gezielte Anbindung neuer und strategisch wichtiger europäischer Städte an die kanadischen Metropolen: Darüber hinaus nimmt Air Canada die saisonale Verbindung zwischen Montreal und Tel Aviv (TLV) in Israel für den Sommer 2026 wieder in den Flugplan auf, welche die bereits etablierte Route von Toronto nach Tel Aviv ergänzt. Einsatz von Schlüsseltechnologien: A321XLR und 787 Dreamliner Air Canada setzt bei der Bedienung der neuen Strecken auf Flugzeugtypen, die eine effiziente und komfortable Bedienung von Transatlantikrouten

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Öffentliche Bäder unter Druck: Investitionsstau und hohe Kosten belasten Kommunen

Eine aktuelle Markterkundung des Tourismusberatungsunternehmens Kohl > Partner zur Sommersaison 2025 in der Bäderbranche zeigt ein gespaltenes Bild. Trotz eines für viele Anlagen verregneten Monats Juli konnte demnach insgesamt eine respektable Besucherfrequenz erzielt werden. Ausschlaggebend für das Gesamtergebnis war der außergewöhnlich heiße Juni, der vielerorts überdurchschnittlich hohe Besucherzahlen verzeichnete und die Verluste des schwächeren Julis weitgehend kompensieren konnte. Das größte Problem der öffentlichen Schwimmbäder liegt jedoch nicht in der Besucherfrequenz, sondern in der wirtschaftlichen Tragfähigkeit: Die Eintrittspreise sind nach wie vor sozial verträglich, was allerdings zulasten der Betreiber geht. Der laufende Betrieb stellt für die oft kommunalen Betreiber eine erhebliche finanzielle Zusatzbelastung dar. Der Druck wird durch steigende Personal- und Energiekosten noch verstärkt. Recherchen in Deutschland und Österreich bestätigen diesen Trend: Viele Gemeinden kämpfen mit defizitären Bädern und müssen jährlich Millionenbeträge zuschießen, um die Angebote aufrechtzuerhalten. Die finanzielle Schieflage führt zu einem massiven Investitionsstau. Laut der Befragung von Kohl > Partner stehen rund 80 Prozent der Bäder in den nächsten fünf Jahren vor größeren Investitionsentscheidungen, wobei die Hälfte davon diese bereits in den kommenden drei Jahren erwartet. Trotz des dringenden Bedarfs – in Deutschland gilt mehr als jedes dritte Freibad als umfassend sanierungsbedürftig – verfügen kaum Betreiber über gesicherte Budgets für diese Projekte. Die fehlenden Mittel führen dazu, dass notwendige Sanierungen häufig verschoben werden und kaum echte Attraktivierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Das Fazit der Studie ist eindeutig: Um eine schleichende Angebotsverschlechterung und die langfristige Schließung öffentlicher Schwimmbäder zu verhindern, sind klare politische Weichenstellungen erforderlich. Es braucht sowohl finanzielle Unterstützung für die

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Air Arabia: Premiere für Sharjah nach Großbritannien mit täglichen Flügen nach London Gatwick

Die in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ansässige Air Arabia hat einen bedeutenden Expansionsschritt in ihrem Streckennetz bekannt gegeben: Ab März wird die Low-Cost-Fluggesellschaft den ersten Passagierflugdienst überhaupt vom Flughafen Sharjah (shj) in das Vereinigte Königreich aufnehmen. Mit einem doppel-täglichen Flugbetrieb zum London Gatwick Airport (lgw), dem zweitgrößten Flughafen Großbritanniens, setzt Air Arabia auf eine äußerst aggressive Markteinführung. Die Aufnahme des Dienstes, die mit dem Beginn des Sommerflugplans der iata am 29. März zusammenfällt, bestätigt die strategische Bedeutung des VAE-Marktes für London und unterstreicht die wachsende Rolle von Sharjah als alternatives Drehkreuz neben Dubai. Strategische Expansion mit dem A321LR Die Ankündigung, die am 24. November erfolgte, war für Branchenkenner keine große Überraschung, da Air Arabia zuvor bereits die notwendigen Slots für einen täglichen Doppelflugbetrieb am London Gatwick Airport gesichert hatte. Der Start mit einer Frequenz von zwei täglichen Flügen wird als äußerst ambitioniert und risikofreudig im Low-Cost-Sektor gewertet, zeugt aber vom Selbstvertrauen des Carriers in die Stärke der Nachfrage. Air Arabia wird für die neue Langstreckenverbindung den Airbus A321LR (Long Range) einsetzen. Dieses Flugzeugmodell ist für seine hohe Kapazität und Effizienz bekannt und wird in einer Einklassen-Konfiguration mit 215 Sitzen betrieben. Dies unterstreicht den Status von Air Arabia als Low-Cost-Carrier (lcc), was die Bedienung einer fast achtstündigen Langstrecke (ungefähre Flugzeit nach London: 7 Stunden und 50 Minuten) umso interessanter macht. Die neue Route nach Gatwick wird die längste Strecke im Air-Arabia-Netzwerk. Sie übertrifft die bisher längste Verbindung von Sharjah nach Kuala Lumpur, gemessen an der Blockzeit, geringfügig. Die Flugzeiten im

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Abu Dhabi Airports und SITA planen KI-gesteuertes Flughafenmanagement der nächsten Generation

Angesichts steigender Passagierzahlen und des Bedarfs an planbareren Betriebsabläufen intensivieren Flughäfen weltweit ihre Bemühungen um datenbasierte Entscheidungen in Echtzeit. Die Abu Dhabi Airports (ADA) haben in dieser Hinsicht einen wichtigen Schritt unternommen und eine Absichtserklärung (MoU) mit dem Luftfahrttechnologieunternehmen SITA unterzeichnet. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung einer KI-gestützten Intelligent Total Airport Management (iTAM)-Plattform. Die iTAM-Plattform soll Echtzeitdaten, Erkenntnisse und operative Entscheidungen im gesamten Flughafenökosystem zusammenführen. Angesichts engerer betrieblicher Rahmenbedingungen und steigender Erwartungen der Reisenden verfolgt ADA das Ziel, ein stärker vernetztes und widerstandsfähigeres Betriebsmodell zu etablieren. Dies soll eine frühzeitige Störungserkennung, eine bessere Ressourcenoptimierung und reibungslosere Passagierabläufe ermöglichen. Im Rahmen des MoU prüfen ADA und SITA eine gemeinsame operative Datenplattform, die Informationen von allen Akteuren – von Fluggesellschaften über Bodenabfertiger bis hin zu Regierungsbehörden – integriert. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), fortschrittlicher Analytik und autonomen Workflows soll die iTAM-Plattform Flughäfen dabei unterstützen, Störungen vorauszusehen, die Effizienz zu steigern und die Pünktlichkeit zu verbessern. Andrew Murphy, Chief Information Officer bei Abu Dhabi Airports, erklärte, dass die Zusammenarbeit Abu Dhabis Vision stärke, bei globaler Innovation und digitaler Transformation führend zu sein. Ziel sei es, den Zayed International Airport zu einem der weltweit ersten wirklich vernetzten digitalen Flughäfen zu machen und einen neuen globalen Maßstab für intelligentes Reisen zu setzen. Selim Bouri, President MEA bei SITA, ergänzte, dass der Ansatz eine intelligentere Arbeitsweise ermögliche, die jede operative Entscheidung planbarer und effizienter mache. Die iTAM-Plattform soll als skalierbare Grundlage für ein vollständig KI-gestütztes Flughafenmanagement dienen und die Teams in die Lage versetzen,

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