Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Klage: Ilyushin Finance will A220-Anzahlungen zurückhaben

Die Rostec-Tochter Ilyushin Finance Company hat gegen Airbus Canada eine millionenschwere Klage vor einem in Moskau ansässigen Zivilgericht eingebracht. Es geht um einen Kaufvertrag, der im Jahr 2013 noch mit Bombardier abgeschlossen wurde. Bedingt durch die Übernahme des C-Series-Programms durch Airbus wurde dieser Maschinentyp mittlerweile umbenannt. Bombardier hält weiterhin einen Minderheitsanteil an Airbus Canada. Im Jahr 2013 hat der russische Leasinggeber einen Kaufvertrag über 32 CS300 (heute A220-300) abgeschlossen. Im weiteren Verlauf ist es zu Anpassungen gekommen, denn die Order wurde zunächst auf 20 Einheiten reduziert. Dieser Schritt ist im Jahr 2016 vollzogen worden. Zu Auslieferungen ist es bis dato nicht gekommen, denn aufgrund der westlichen Sanktionen, die als Reaktion auf die kriegerischen Aktivitäten Russlands in der Ukraine eingeführt wurden, ist es den Herstellern schlichtweg nicht gestattet in die Russische Föderation zu liefern. Nun will Ilyushin Finance die bereits an Airbus Canada geleisteten Anzahlungen zurück haben. Das dürfte ein schwieriges Unterfangen werden, denn russische Urteile dürften besonders in Kanada so ziemlich gar nicht durchsetzbar sein und obendrein sind reguläre Zahlungen an russische Firmen, die von Sanktionen betroffen sind, gar nicht erlaubt bzw. möglich. Die nun bekanntgewordene Klage ist übrigens kein Einzelfall. Die Konzernschwester Aviacapital hat bereits im Vorjahr eine Klage auf Rückzahlung der Vorauszahlungen eingebracht. Auch dieses Verfahren wird in Moskau verhandelt. Es geht um 17 Airbus A350, die an Aeroflot verleast werden sollten, jedoch der russische Lessor die Maschinen nicht mehr übernehmen durfte.

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Fly2Sky landet am falschen Airport – Wetlease-Verbot in Nigeria kassiert

Das Luftfahrtunternehmen Fly2Sky hat in Nigeria für Aufsehen gesorgt, denn der Airbus A320 mit der Registrierung LZ-FSA ist statt in Abuja im rund 315 Kilometer entfernen Asaba gelandet. Die Zivilluftfahrtbehörde an den Carrier nun für weitere Wetleaseflüge temporär gesperrt. Die Maschine war im Auftrag von United Nigeria Airlines unterwegs und sollte unter der Flugnummer UN504 von Lagos nach Abuja fliegen. Es begann schon chaotisch, denn der Airbus A320 ist mit fast neun Stunden Verspätung abgehoben. Es ging aber nicht an den für die Passagiere bekannten Zielort, sondern die Fly2Sky-Maschine landete in Asaba. Ersten Erkenntnissen nach soll die Ursache dafür sein, dass der Crew ein falscher Flugplan übermittelt worden sein soll. Dem widersprechen aber die Aussagen von Passagieren, die von lokalen Medien zitiert werden. Die Betroffenen behaupten nämlich, dass während der gesamten Flugreise die Rede von Abuja gewesen wäre und noch dazu das Kabinenpersonal nach der Landung „Willkommen in Abuja“ gesagt hätte. Die Fluggäste hätten aber dann rasch bemerkt, dass man nicht am eigentlichen Zielort ist. Die Zivilluftfahrtbehörde von Nigeria hat zwischenzeitlich untersagt, dass Fly2Sky weitere Wetleaseflüge für United Nigeria Airlines durchführen darf. Das hatte zur Folge, dass dem Auftraggeber die Kapazität fehlt und zahlreiche Flüge ausgefallen sind. Diesbezüglich soll das Amt bereits Druck machen. Bemerkenswert ist auch, dass lokale Medien unter Berufung auf Aussagen der Besatzung behaupten, dass diese einen „falschen Flugplan“ erhalten habe. Dies erklärt aber nicht, dass sowohl die Piloten als auch die Flugbegleiter in ihren Durchsagen stets von Abuja gesprochen haben. Berücksichtigt man das Statement, das United

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Sicherheit: Flughafen Hamburg errichtet zusätzliche Barrieren

Der Hamburger Flughafen stand aufgrund der Geiselnahme, die sich vor wenigen Tagen ereignet hat, im Kreuzfeuer der Kritik. Nun reagiert der Airport und stellt zusätzliche Barrieren auf. Diese sollen verhindern, dass sich das Geiselnahme-Szenario, bei dem ein Türke samt Molotowcocktails und einer Geisel mit einem Kraftfahrzeug auf das Vorfeld gelangen konnte, wiederholt. Der Hamburger Flughafen stand bezüglich möglicherweise mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen im Kreuzfeuer der Kritik. Ob die zusätzlichen Barrieren die Probleme lösen werden, wird sich zeigen.

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Brüssel: Mann schlägt mit Pfosten auf Check-In-Schalter ein

Am Sonntag, den 26. November 2023 hatte ein Mann am Flughafen Brüssel einen heftigen Ausraster. Er nahm einen Ständer, in dem normalerweise Absperrbänder befestigt sind, in die Hand und schlug damit mehrfach auf Plexiglasscheiben, die sich vor Countern befinden, ein. Es ist völlig unklar warum die männliche Person die Beherrschung komplett verloren hat und gewalttätig geworden ist. Das Medium HLN hat ein Video des Vorfalls veröffentlicht. Auf den Aufnahmen ist keine konkrete Ursache ersichtlich, sondern lediglich das Fehlverhalten des Passagiers. Das Video findet sich unter diesem Link. Zunächst ist ein anderer Fluggast eingeschritten und überwältigte den Störenfried. Sofort kamen Sicherheitsmitarbeiter des Airports hinzu und hielten den unruly PAX am Boden fest. Die Polizei traf dann auch ein und nahm eine Verhaftung vor. Zu den Hintergründen des Ausrasters wurde von der Exekutive nichts mitgeteilt. Der Flughafen Brüssel bestätigte jedenfalls die Echtheit der Aufnahme und erklärte unter anderem, dass sich der Vorfall am Sonntag gegen Nachmittag ereignet hat. Die Polizei habe ein Ermittlungsverfahren gegen den aggressiven Mann eingeleitet. Nähere Details könne man noch nicht bekanntgeben.

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New Orleans: Mann steigt über Notausgang und Tragfläche aus

Am 26. November 2023 hat ein Passagier auf dem Flughafen New Orleans einen Notausgang einer von Southwest betriebenen Boeing 737-Max-8 geöffnet und versucht das Flugzeug über die Tragfläche zu verlassen. Betroffen war die Maschine mit der Registrierung N8851Q. Aus ungeklärter Ursache riss der Mann einen Notausgang auf und machte sich auf den Weg auf die Tragfläche. Von dort aus sprang er auf den Asphalt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich der Mittelstreckenjet auf einer Parkposition und die Triebwerke waren nicht in Betrieb. Das Rampenpersonal bemerkte den Vorfall und schritt sofort ein. Der unruly PAX wurde von den Arbeitern bis zum Eintreffen der Exekutive festgehalten. Die Polizei nahm ihn dann fest und gab später bekannt, dass die Person unter einer psychischen Störung gelitten haben soll. Um welche Krankheit es sich genau handelt wurde vom Parish Sheriff’s Office nicht mitgeteilt. Für die Passagiere hatte der Vorfall aber Unannehmlichkeiten, denn alle mussten zunächst aussteigen. Mit etwa zwei Stunden Verspätung wurde ihr Flug dann mit der N8869L durchgeführt. Die N8851Q wurde von Technikern überprüft und kam im weiteren Verlauf des Abends auf einer anderen Route zum Einsatz.

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Sacher startet neues Gutscheinsystem

Die Sacher Betriebe haben erfolgreich ein neues Gutscheinsystem in Zusammenarbeit mit incert eTourismus eingeführt.  Die Besonderheit: Die Abwicklung und das Handling erfolgt über ein zentrales System und ermöglicht eine betriebsübergreifende Einlösung. Dieses Projekt markiert somit einen wichtigen Schritt zur Verbesserung des Kundenerlebnisses und zur Steigerung des Verkaufs von Wert- und Kulinarikgutscheinen für die Sacher-Hotels und -Cafés in Wien, Salzburg, Seefeld sowie den Standorten in Graz, Parndorf und Triest. Im Detail umfasst das Projekt die Implementierung eines Gutschein-Portal-Systems, das sieben verschiedene Betriebe miteinander verknüpft, um den Verkauf und die Verwaltung von Gutscheinen zu optimieren. Eine Stand-Alone Gutscheinwelt in einer eigenen Premium-Variante wurde entwickelt, um den Gästen ein reibungsloses und ansprechendes Kauferlebnis zu bieten. Die Sacher Gutscheinwelt ermöglicht es den Gästen dabei Wertgutscheine, Paketgutscheine und Geschenkkarten einfach und bequem online zu erwerben. Zusätzlich zur Stand-Alone-Version wurde auch eine digitale Wertabfrage und Mischversand für Gutscheine, Geschenkkarten und Verpackungen implementiert, um den Gästen größtmögliche Flexibilität zu bieten.

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EuGH: Ryanair muss in Kärnten Subventionen zurückbezahlen

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat in der Vergangenheit hohe Subventionen in Kärnten erhalten. Diese müssen zurückbezahlt werden, denn in der Vorwoche hat der Europäische Gerichtshof das letzte mögliche Rechtsmittel abgewiesen. Es liegt schon sehr lange zurück, denn Anfang der 2000er Jahre lockte die damalige Landesregierung einige Fluggesellschaften mit Hilfe von Subventionen an. Damit war man auf den ersten Blick auch erfolgreich, denn der Airport hatte so viele Passagiere wie noch nie. Sonderlich nachhaltig war die Praxis aber nicht, denn die Carrier zogen sich mit dem Auslaufen der Förderungen wieder zurück. Sowohl Air Berlin als auch Ryanair kündigten diesen Schritt gar öffentlich an. Frei nach dem Motto: Entweder es fließt weiterhin Geld oder aber man macht die Fliege. Letzteres ist dann auch eingetreten. Jahre später wurde festgesellt, dass die an Ryanair, Hapag-Lloyd Express (spätere Tuifly) und Air Berlin ausbezahlten Subventionen rechtswidrig waren. Im Jahr 2016 ordnete die EU-Kommission die Rückzahlung der Beihilfen an. Dagegen sind die betroffenen Fluggesellschaften vor Gericht gezogen. Zuletzt ging es bei Tuifly um 10,7 Millionen Euro und bei Ryanair um zwei Millionen Euro. Die Forderungen gegen Air Berlin wurden aus wirtschaftlichen Gründen wegen dem Konkurs nicht weiterverfolgt. Während schon vor einigen Monaten Tuifly vor dem EuGH gescheitert ist, traf es in der Vorwoche auch Ryanair. Nach jahrelangem Prozessieren bestätigte der Europäische Gerichtshof, dass die Förderungen illegal waren und die öffentliche Hand diese zurückfordern muss. Weitere Rechtsmittel stehen den betroffenen Carriern nicht mehr zur Verfügung. Die Kärntner Landesregierung hat die Mittel, die Tuifly zuzüglich Zinsen zurückbezahlen muss, bereits im

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Korean Air startet SAF-Kooperation für Frachtflüge

Korean Air kooperiert mit dem globalen Logistikunternehmen LX Pantos, um die Nutzung von Sustainable Aviation Fuel (SAF) im Frachtbetrieb auszuweiten. Das Ziel ist es, Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Korean Air und LX Pantos haben dazu am 20. November am Hauptsitz von Korean Air eine Absichtserklärung unterzeichnet. Als Vertreter der beiden Unternehmen waren Jaedong Eum, Korean Air Senior Vice President und Head of Cargo Business Division, sowie Keun Taek Oh, LX Pantos Vice President und Head of Air Freight Business Unit, vor Ort. Im September dieses Jahres hatte Korean Air ein Cargo-SAF-Programm für Luftfrachtkunden und Spediteure ins Leben gerufen, um gemeinsam mit ihnen den CO2-Fußabdruck zu verringern und einen Beitrag zu den Netto-Null-Emissionszielen der globalen Luftfahrtindustrie zu leisten. LX Pantos hat sich nun dem Programm angeschlossen. Beide Unternehmen haben vereinbart, die Treibhausgasemissionen in der Frachtindustrie zu reduzieren und das Bewusstsein für die Verwendung von SAF in Korea zu fördern. So wird LX Pantos SAF für Korean-Air-Frachtflüge erwerben und Korean Air die Menge der reduzierten Kohlenstoffemissionen entsprechend teilen. „Wir freuen uns, LX Pantos als unseren ersten Partner in der gemeinsamen Initiative für die zukünftige Nutzung von nachhaltigem Flugkraftstoff begrüßen zu dürfen. Wir hoffen auf eine enge Zusammenarbeit, um die Kommerzialisierung von Sustainable Aviation Fuel, die ein gemeinsames Ziel der Luftfahrtindustrie darstellt, voranzutreiben und das Bewusstsein für die Nutzung auf dem koreanischen Markt zu stärken“, so Jaedong Eum.

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Nigeria: Ibom Air hat ersten A220-300 abgeholt

Die in Nigeria ansässige Fluggesellschaft Ibom Air hat dieser Tage ihren ersten Airbus A220-300 ab Werk Mirabel übernommen. Der Neuzugang trägt die Registrierung 5N-CDA und ist die erste von vorerst zehn Einheiten, die der Carrier bestellt hat. Ibom Air will mit den kanadischen Airbus-Regionaljets die Flotte erneuern und gleichzeitig auch auf Expansionskurs gehen. Die Übergabe weiterer A220-300 soll in den nächsten Wochen und Monaten erfolgen.

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Rostec will ab 2024 wieder Tupolew Tu-214 ausliefern

Der russische Staatskonzern Rostec ist der Ansicht, dass man im kommenden Jahr mit der Auslieferung des Maschinentyps Tupolew Tu-214 beginnen kann. Im Angesicht der westlichen Sanktionen hat man die Produktion wieder aufgenommen. Im ersten Anlauf waren die Tu-204 und die Tu-214 wahrlich kein Kassenschlager. Das Modell, das sich ungefähr in die Größenklasse Airbus A321/Boeing 757 einordnen lässt, kann zwar mit einer großen Reichweite punkten, jedoch beschwerten sich verschiedene Betreiber über angeblich hohen Treibstoffverbrauch. Laut Rostec habe man bereits Verträge mit Airlines wie Red Wings und Aeroflot abgeschlossen. Auch verhandle man mit weiteren potentiellen Betreibern. Es bleibt abzuwarten, ob der nicht näher bezeichnete Liefertermin “2024” eingehalten werden kann und an wen die erste Einheit gehen wird.

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