Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Kuala Lumpur: B777 von Pakistan International Airlines erneut gepfändet

Am 29. Mai 2023 gab es für die Piloten von Pakistan-International-Airlines-Flug PK894 nach der Landung in Kuala Lumpur eine böser Überraschung. Aufgrund eines Gerichtsbeschlusses wurde die AP-BMH an die Kette gelegt. Dies hatte zur Folge, dass der Rückflug nach Islamabad zunächst gestrichen werden musste, denn die Boeing 777-200 durfte das Staatsgebiet von Malaysia vorläufig nicht mehr verlassen. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Maschine beschlagnahmt wird, denn bereits im Jahr 2021 wurde diese aufgrund eines Gerichtsbeschlusses in Kuala Lumpur an die Kette gelegt. Hinter der gerichtlichen Maßnahme steckt, dass PIA und der Leasinggeber der AP-BMH einen heftigen juristischen Streit austragen. Das Portal Arynews berichtet, dass der Lessor behauptet, dass rund vier Millionen Euro an Leasingraten offen sein sollen. Seitens PIA wird diese Summe nicht kommentiert. Der Carrier hat im Anschluss an den Vorfall die Boeing 777-200 mit der Registrierung AP-BHX aus Karatschi einfliegen lassen. Diese brachte dann – mit 13 stündiger-Verspätung – die betroffenen Fluggäste nach Islamabad.

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Boeing 717: Qantas Link beginnt mit dem Phase-Out

Die Anzahl der Betreiber des Maschinentyps Boeing 717 war nie sonderlich groß. Auch wurden vergleichweise nur wenige Exemplare des noch von McDonnell Douglas als MD-95 entwickelten Jets gebaut. Mitte 2024 wird es wieder ein Operator weniger, denn Qantas wird sich vom heckgetriebenen Muster trennen. In Europa war der letzte – und für ein paar Jahre auch einzige – Betreiber der Boeing 717 die spanische Billigfluggesellschaft Volotea. Man flottete die Jets zwischenzeitlich aus. Als Nachfolger dienen Airbus A319 und A320. Bei Qantas wird nun die Ausflottung der B717-Flotte eingeleitet, denn man ist der Ansicht, dass modernere Muster weniger Treibstoff verbrauchen. Die VH-NXI ist die erste Einheit, die die Qantas-Link-Flotte verlassen wird. Aus diesem Anlass gab es ein kleines Farewell. Bis Mitte Juni 2023 sollen zwei weitere B717 außer Dienst gestellt werden. Die VH-NXI ist 23,6 Jahre alt und war ihr bisheriges Dienstleben in Australien im Einsatz. Zunächst flog der Jet als VH-IMP für Impulse Airlines und seit 2006 ist es für Qantas Link im Einsatz. Die 20 Boeing 717 sollen sukzessive durch 29 Airbus A220-300 ersetzt werden. Offiziellen Angaben nach soll der Treibstoffverbrauch des kanadischen Jets um 28 Prozent niedriger sein, die Range fast doppelt so groß und die Sitzplatzkapazität um 25 Prozent höher. Derzeit geht man bei Qantas davon aus, dass der erste Airbus A220-300 Ende dieses Jahres übernommen werden kann. Angesprochen auf die 20 bestellten A321XLR vermutet man, dass die erste Einheit gegen Ende 2024 eintreffen wird. Die bisherige B717-Flotte soll bis Mitte 2024 vollständig ausgemustert sein. Es wird

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Riyadh AIr liebäugelt mit B737-Max-Großbestellung

Der geplante Netzwerkcarrier Riyadh Air soll vor einer Großbestellung von bis zu 150 Boeing 737-Max stehen. Das Gesamtvolumen im Narrowbody-Segment wird mit 300 bis 400 Maschinen beziffert, wobei ein Teil der Gesamtorder auch auf den europäischen Flugzeugbauer Airbus entfallen könnte. Unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet die Agentur Reuters, dass man mit Boeing über die Bestellung von 150 B737-Max in verschiedenen Varianten verhandeln würde. Sofern sich aus den Verhandlungen eine Festbestellung entwickelt, wäre es die zweite Order bei den U.S.-Amerikanern, denn im März 2023 wurde bekannt, dass 39 Boeing 787 fix geordert wurden. Weiters sicherte man sich Optionen für 33 weitere Einheiten. Riyadh Air ist ein Start-Up, das durch den staatlichen Public Investment Fund ins Leben gerufen wurde. Man will in Riyadh ein großes Drehkreuz errichten und insbesondere Etihad Airways und Emirates Airlines Konkurrenz machen. Dazu warb man in den Emiraten Tony Douglas ab. Der Manager stand zuletzt an der Spitze von Etihad. Weiters holte man Peter Bellew, der zuvor für Ryanair und Easyjet tätig war. „Die Gründung von Riyadh Air ist Teil der Strategie des PIF, die Fähigkeiten vielversprechender Sektoren zu erschließen, die zur Diversifizierung der lokalen Wirtschaft beitragen können. Sie wird ein finanziell widerstandsfähigeres Luftfahrt-Ökosystem in Saudi-Arabien ermöglichen und die globale Wettbewerbsfähigkeit der Branche im Einklang mit der Vision 2030 unterstützen“, hieß es in der offiziellen Ankündigung der neuen Fluggesellschaft.

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Marathon Airlines flottet ersten Embraer 190 ein

Rechtzeitig vor dem Hochsommer baut die griechische Marathon Airlines ihre Flotte weiter aus. Man hat vor wenigen Tagen den ersten Regionaljet des Typs Embraer 190 übernommen. Bislang betreibt man in diesem Segment zwei kleiner E175, die unter anderem für Lübeck Air ab Lübeck und einen Reiseveranstalter ab Innsbruck fliegen. Ursprünglich war das Unternehmen ein reiner Businessjet-Operator. Vor einiger Zeit hat man sich dazu entschlossen auch ins ACMI- und Chartergeschäft einzusteigen. Dazu organisierte man sich erst einen und kurz darauf einen zweiten Embraer 175. Mit diesen Maschinen ist man schon für einige Tour Operator geflogen bzw. hat die eine oder andere Linienstrecke im Rahmen von Wetlease-Aufträgen, die man von anderen Carriern erhalten hat, bedient. Auf eigene Rechnung fliegt man zwischen Athen und Benghazi. Das dritte Verkehrsflugzeug, das zur Flotte des griechischen Carriers stößt, ist auch gleich die nächste Größenoption aus dem Hause Embraer: Ein 15 Jahre alter E190 wird von Azzora Aviation geleast, wie zunächst CH-Aviation.com berichtete. Der Regionaljet war in der Vergangenheit als G-LCYW für BA Cityflyer im Einsatz. Vor einigen Wochen wurde spekuliert, dass das nicht abgehobene virtuelle Konstrukt Liliair ab Klagenfurt von Marathon Airlines fliegen lassen können. Zuvor hieß es, dass mit Flite, dem Europa-Ableger von Mesa ein Vertrag unterschrieben wurde. Letztlich hob Liliair nicht ab und Lilihill ist mittlerweile nicht mehr Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens.

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Wetlease: World2Fly fliegt mit A350-900 für Corendon Dutch Airlines

Im Winterflugplan 2023/24 wird Corendon Dutch Airlines eine Nonstop-Verbindung zwischen Amsterdam-Schiphol und Curaçao anbieten. Diese soll ab 3. November 2023 vorerst dreimal wöchentlich mit Airbus A350 bedient werden. Da der niederländische Corendon-Ableger über kein geeignetes Fluggerät verfügt, mit dem nonstop geflogen werden könnte, greift man auf einen Wetlease zurück. Zunächst machte man ein regelrechtes Geheimnis um den Operator, jedoch wurde nun bekanntgegeben, dass der Airbus A350 von World2Fly betrieben wird. Die neue Route soll mit Wirksamkeit zum 17. Dezember 2023 auf fünf wöchentliche Umläufe mit Airbus A350-900 aufgestockt werden.

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Osaka: Sicherheitslandung von Air-France-A350 mit verbeulter Nase

Am 28. Mai 2023 musste Air France-Flug AF291 kurz nach dem Start im japanischen Osaka umkehren. Der Airbus A350-900 hatte laut dem Funkspruch der Flugzeugführer zunächst mit Problemen in den Bereichen Wetterradar und Geschwindigkeitsmesser zu kämpfen. Etwa 30 Minuten nach dem Start befand sich die F-HTYO, die erst vor rund einem Jahr bei Air France in den Liniendienst gestellt wurde, bereits auf Reiseflughöhe von 35.000 Fuß. Die Piloten meldeten zu diesem Zeitpunkt eine technische Störung, die Wetterradar und Geschwindigkeitsmesser betraf. Sie entschieden umzukehren. Nach der Sicherheitslandung in Osaka stellte sich heraus, dass die Bugspitze des Airbus A350-900 stark deformiert ist. Noch ist unklar wodurch diese beschädigt wurde, jedoch gilt ein Vogelschlag, der sich bereits während dem Start oder Steigflug ereignet haben könnte, als durchaus wahrscheinlich. Allerdings kann auch ein Birdstrike in Reiseflughöhe nicht ausgeschlossen werden, da es, wenn auch sehr wenige, Vögel gibt, die so hoch fliegen können. Sofern es tatsächlich ein Tier war, dürfte es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gerade ein Spatz gewesen sein. Offiziellen Angaben nach haben sich an Bord des Airbus A350-900, der von Osaka nach Paris-Charles de Gaulle hätte fliegen, sollen 324 Passagiere sowie die Air-France-Crew. Alle konnten das Langstreckenflugzeug unverletzt verlassen. Die Fluggäste wurden auf andere Verbindungen umgebucht, da die F-HTYO reparaturbedürftig ist. https://twitter.com/jokerfacebio/status/1662705672021250048

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Aeroitalia kündigt zweite Strecke ab Bukarest-Băneasa an

Ab Juni 2023 wird es wieder regelmäßige Linienflüge ab dem rumänischen Hauptstadtflughafen Bukarest-Băneasa geben. Die italienische Fluggesellschaft Aeroitalia wird die Rom-Flüge auf den älteren der beiden Airports verlegen. Nun kündigt man eine weitere Route an. Ab 8. Juli 2023 beabsichtigt Aeroitalia zweimal pro Woche zwischen Comiso und Bukarest-Băneasa zu fliegen. Unternehmensangaben nach befinden sich weitere Routen, die man ab dem wiedereröffneten Hauptstadtflughafen Rumäniens anbieten möchte, bereits in Vorbereitung. Nähere Angaben machte man aber noch nicht. Băneasa wurde vor längerer Zeit für den kommerziellen Linienverkehr vom Netz genommen. Zuletzt wurde der Airport hauptsächlich von Germanwings, Wizzair und anderen Billigfliegern genutzt. Mittlerweile wurde Băneasa saniert und ist wieder für Linien- und Charterflüge in Betrieb genommen worden.

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China Eastern hat erste Comac C919 in den Liniendienst gestellt

Bereits vor einiger Zeit hat China Eastern Airlines ihren ersten Comac C919-Jet übernommen. Kommerziell eingesetzt wurde er aber erst am Sonntag, den 28. Mai 2023. Der Premieren Flug führte von Shanghai nach Peking-Capital. An Bord von China-Eastern-Flug MU9191 befanden sich offiziellen Angaben nach 130 Passagiere. Der Mittelstreckenjet C919 ist Chinas Antwort auf Boeing 737 und Airbus A320. Man will sich mit diesem Muster unabhängig von ausländischen Maschinen machen, aber auch selbst auf dem internationalen Markt kräftig mitmischen. Derzeit liegen mehr als 500 Festbestellungen vor. Die ganz überwiegende Mehrheit stammt aus dem Inland und wurde von staatlichen bzw. indirekt staatlich kontrollieren Airlines und Leasinggebern getätigt. International ist der ganze große Durchbruch noch nicht gelungen. Dennoch ist der kommerzielle Erstflug, der am Sonntag von China Eastern Airlines durchgeführt wurde, ein großer Erfolg für das chinesische Luftfahrtprogramm. Die Entwicklung begann im Jahr 2008, der erste Testflug wurde in 2017 durchgeführt und in 2023 wurde nun die erste Einheit in den kommerziellen Liniendienst gestellt.

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Easyjet mit zwei neuen Winterstrecken ab Basel

Die Billigfluggesellschaft Easyjet wird im Winterflugplan 2023/24 eine Nonstopverbindung zwischen Basel und Enfidha-Hammamet bedienen. Vorerst soll diese zweimal wöchentlich bedient werden. Der Erstflug ist für den 29. Oktober 2023 angekündigt. Eine weitere neue Route führt ab 9. Dezember 2023 nach Funchal. Easyjet beabsichtigt auch diese Destination zweimal wöchentlich ab dem EuroAirport Basel-Mulhouse zu bedienen.

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Slowenien will Eisenbahnstrecke zum Flughafen Ljubljana bauen

Die slowenische Regierung plant den Neubau einer Eisenbahnstrecke zwischen dem Flughafen Ljubljana und der Innenstadt. Damit will man den Airport besser an die Hauptstadt, aber auch über das Schienennetz an andere Städte anbinden. Die Grundsatzentscheidung, die zum Bau der neuen Trasse führen wird, ist bereits gefallen. Dazu veröffentlichte das Infrastrukturministerium eine entsprechende Ausschreibung für ein Fachgutachten. Auf dessen Grundlage soll das Vorhaben in den nationalen Raumordnungsplan einbezogen werden. Die geplante Eisenbahnstrecke soll etwa 20 Kilometer lang sein und von Beginn an elektrifiziert ausgeführt werden. Der momentane Zeitplan sieht vor, dass das besagte Gutachten spätestens im Jahr 2025 fertig sein soll. Anschließend werden weitere Evaluierungen angestellt, so dass das Vorhaben im Raumordnungsplan zwischen 2026 und 2030 beschlossen werden kann. Mit einem Baubeginn ist nicht vor 2030 zu rechnen, jedoch soll die Eisenbahntrasse bis spätestens 2023 in Betrieb genommen werden. Welches EVU dann operativ tätig sein wird, ist völlig offen. Grundsätzlich ist nicht vorgesehen, dass die Strecke exklusiv der Staatseisenbahn vorbehalten sein könnte. Momentan ist Ljubljana lediglich auf dem Straßenweg an den Airport angebunden. Dieser konnte sich bislang nicht von der Adria-Airways-Pleite und der Corona-Pandemie erholen. Die Passagierzahlen liegen noch immer erheblich unter dem Vorkrisenaufkommen. Die Regierung setzte große Hoffnungen in die Subventionierung neuer Strecken bzw. Wiederaufnahmen, jedoch haben sich lediglich Montenegro Airlines und Luxair beworben. Formell wurde noch keinem der beiden Carrier ein Zuschlag erteilt.

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