Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Neuer GAV: Swiss-Flugbegleiter kritisieren eigene Gewerkschaft heftig

Beim Kabinenpersonal der Fluggesellschaft Swiss herrscht offenbar großer Unmut über den neuen Gesamtarbeitsvertrag, den die Gewerkschaft Kapers und die Geschäftsleitung vereinbart haben. Einige Flugbegleiter laufen gegen diesen Sturm, da sie die durchschnittliche Lohnerhöhung von 250 Schweizer Franken pro Monat als zu niedrig betrachten. Man fühlt sich insofern ungerecht behandelt, weil die Einstiegsgehälter für neue Mitarbeiter um etwa 600 Franken pro Monat steigen, jedoch die bestehende Belegschaft „nur“ um monatlich 250 Franken mehr bekommen soll. Das betrachten einige Flugbegleiter, die schon langjährig für Swiss tätig sind als ungerecht und fühlen sich von der eigenen Gewerkschaft regelrecht über den Tisch gezogen. Im Dezember 2022 bezeichnete Kapers die Einigung mit Swiss als einen wichtigen Erfolg nach „hartem Verhandlungsmarathon“. Auch betonte man, dass es gelungen sei „spürbare Verbesserungen“ für das Kabinenpersonal zu erzielen. Das sehen aber einige Flugbegleiter, die schon länger für Swiss tätig sind, anders. Diese vertreten die Ansicht, dass der neue GAV lediglich Neueinsteigern Vorteile bieten würde. Dies hat zur Folge, dass sich mittlerweile interne WhatsApp-Gruppen, in den heftig diskutiert wird, gebildet haben. Viele Flugbegleiter kündigen an, dass sie bei der Abstimmung den neuen GAV ablehnen werden. Auch ist heftige Kritik an der Gewerkschaft Kapers zu lesen. Daher bleibt es abzuwarten, ob das Verhandlungsergebnis von dem Mitgliedern angenommen wird oder durchfallen wird.

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Lot stockt Budapest-Seoul auf

Die polnische Fluggesellschaft Lot stockt im Sommerflugplan 2023 die Strecke Budapest-Seoul auf. Ab 1. April 2023 will der Carrier diese Route viermal wöchentlich mit Boeing 787-8 bedienen. Ursprünglich war eine Aufstockung auf drei Umläufe pro Woche geplant. Aufgrund hoher Buchungszahlen hat sich Lot dazu entschlossen, dass man die Anzahl der wöchentlichen Frequenzen verdoppeln wird. Seit einigen Jahren – mit Unterbrechung während der Corona-Pandemie – bietet Lot ab Budapest einige Langstreckenflüge an. Punktuell hatte man immer wieder auch dezentrale Kurzstreckenflüge ab dem ungarischen Airport im Portfolio. Neben Warschau-Chopin handelt es sich um den einzigen europäischen Airport, ab dem man Langstreckenflüge anbietet.

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Braathens stockt Stockholm (Bromma)-Helsinki auf

Die Regionalfluggesellschaft Braathens stockt auf der erst im September 2023 reaktivierten Strecke Stockholm (Bromma)-Helsinki die Frequenzen auf. Aufgrund hoher Nachfrage will man künftig doppelt so häufig fliegen. Mit Wirksamkeit zum 30. Jänner 2023 will der Carrier wieder im doppelten Tagesrand fliegen. Die Route ab dem innerstädtischen Airport der schwedischen Hauptstadt war aufgrund der Corona-Pandemie über einen längeren Zeitraum unterbrochen. „Es fühlt sich unglaublich komisch an, dass die Nachfrage nach unserer Linie zwischen Helsinki und Stockholm-Bromma so hoch ist. Dank der hervorragenden Buchungslage im Herbst entscheiden wir uns nun, die Anzahl der Abfahrten zu verdoppeln. Diese Investition steht ganz im Einklang mit der langfristigen Strategie der BRA, auch außerhalb der schwedischen Grenzen zu expandieren“, so Martin Erkenborn, Commercial Manager bei BRA. Als Fluggerät kommen im Regelfall Turbopropflugzeuge des Typs ATR72 zum Einsatz.

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Flughafen Amsterdam will Passagier-Deckel schrittweise aufheben

Der Flughafen Amsterdam-Schiphol geht davon aus, dass ab 26. März 2023 die tägliche Passagierobergrenze schrittweise abgebaut werden kann. Zunächst soll es noch zu Spitzenzeiten Beschränkungen geben, die jedoch voraussichtlich ab Mai 2023 entfallen sollen. Die Geschäftsleitung des größten Airports der Niederlande erklärt, dass man selbst und die vor Ort tätigen Dienstleister große Bemühungen unternommen hätten, die dazu geführt haben, dass man zahlreiche neue Mitarbeiter habe einstellen können. Derzeit geht man davon aus, dass es während der niederländischen Maiferien keine Beschränkungen mehr geben wird. Die endgültige Entscheidung über die tägliche Kapazität soll aber erst zu einem späteren Zeitpunkt – in Absprache mit den vor Ort tätigen Dienstleistern – festgelegt und kommuniziert werden.

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Ethiopian Airlines nimmt Kurs auf Atlanta

Das Star-Alliance-Mitglied Ethiopian Airlines wird ab 16. Mai 2023 viermal wöchentlich zwischen Addis Abeba und Atlanta fliegen. Nach Chicago, Newark, New York und Washington handelt es sich um das fünfte Ziel, das der Carrier in den USA ansteuert. „Wir freuen uns sehr, mit dem neuen Flug nach Atlanta unser sechstes Gateway in Nordamerika zu eröffnen. Wir verbinden die USA und Afrika nun schon seit 25 Jahren, und die neue Verbindung wird dazu beitragen, die Investitionen, den Tourismus sowie die diplomatischen und sozioökonomischen Beziehungen zwischen den beiden Regionen zu fördern. Als panafrikanische Fluggesellschaft sind wir bestrebt, unser globales Netz weiter auszubauen und Afrika mit dem Rest der Welt zu verbinden. Wir sind auch sehr daran interessiert, die USA besser zu bedienen, indem wir unsere Ziele und Flugfrequenzen erhöhen“, so Mesfin Tasew, CEO der Ethiopian Airlines Group.

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Im A350: Emirates will Wlan von Inmarsat anbieten

Golfcarrier Emirates Airline will ab kommenden Jahr in 50 Airbus A350 schnelles WLAN-Internet anbieten. Dabei setzt mal auf Global Xpress (GX)-Satellitennetz von Inmarsat. Eigenen Angaben nach ist man Erstkunde. Emirates hat auch die Konnektivität für Skywards-Mitglieder verbessert. Dazu gehört ein kostenloser Internetzugang während des gesamten Fluges für alle Skywards Gold- oder Silber-Mitglieder, die in der Business oder First Class reisen sowie für Platinum-Mitglieder, die in einer beliebigen Kabinenklasse reisen. Das GX-Netzwerk besteht derzeit aus fünf Ka-Band-Satelliten und soll mit sieben weiteren Satelliten-Nutzlasten weiter ausgebaut werden. Es folgen drei weitere Satelliten, die für mehr Geschwindigkeit, Kapazität und Ausfallsicherheit sorgen, sowie zwei, um den weltweit einzigen kommerziellen mobilen Breitbanddienst für Flugzeuge zu ermöglichen, die in größerer Höhe und über der Arktis fliegen.

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Binter Canaris nimmt Las Palmas-Granada auf

Die spanische Fluggesellschaft Binter Canaris nimmt im Sommerflugplan 2023 eine Nonstopverbindung zwischen Las Palmas und Granada auf. Diese soll vorerst zweimal wöchentlich mit Embraer E195-E2 bedient werden. Der Erstflug ist für den 27. März 2023 angekündigt. Die Flüge sollen an den Verkehrstagen Montag und Donnerstag durchgeführt werden. Binter Canaris ist auf die Verbindung der kanarischen Inseln mit dem Festland, aber auch den Balearen, spezialisiert. Ein Portrait über den Carrier hat Aviation.Direct im Rahmen der Rubrik Tripreports unter diesem Link bereitgestellt.

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Air Baltic wird noch länger für Swiss fliegen

Unter durchaus lautstarkem Protest von Gewerkschaften hat sich Swiss im Herbst des Vorjahres dazu entschlossen sechs Airbus A220-300 von Air Baltic ins Wetlease zu nehmen. Die Zusammenarbeit mit dem lettischen Carrier wird auch im Sommerflugplan 2023 fortgeführt. Seit Beginn der Winterflugplanperiode 2022/23 fliegt Air Baltic mit sechs A220-300 im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung für Swiss. Dies stößt bei Arbeitnehmervertretern sauer auf, denn diese befürchten, dass so die Löhne unterlaufen werden sollen. Swiss-Chef Dieter Vranckx erklärte im Gespräch mit der Argauer Zeitung unter anderem, dass die Kooperation zumindest über den Sommer 2023 fortgeführt wird. Er betrachtet das Wetleasing als wichtige Entlastung für den eigenen Flugbetrieb. Eine genaue Dauer für die Zusammenarbeit nannte er nicht, aber er geht davon aus, dass diese auch über den Herbst 2023 hinaus weitergeführt wird.

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Flughafen Wien hatte 23.682.133 Passagiere

Der Flughafen Wien-Schwechat hatte im Jahr 2022 insgesamt 23.682.133 Passagiere. Gegenüber 2021 konnte man um 127,6 Prozent zulegen, jedoch lag man um etwa ein Viertel unter dem Vorkrisenaufkommen. Die Anzahl der Flugbewegungen lag bei 188.412 Starts und Landungen. Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 62,5% auf 77,6% (Vgl. 2019: 77,3%). Das Frachtaufkommen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 250.637 Tonnen (Luftfracht und Trucking) (-4,1%). Von Jänner bis Dezember 2022 stieg das Passagieraufkommen in der Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice auf insgesamt 30.072.961 Passagiere (+129,3%). Im Vergleich zum Vorkrisenniveau (2019) entspricht das einem Minus von knapp 24%. Die Zahl der Lokalpassagiere stieg in Wien im Vergleich zum Vorjahr auf 1.545.137 (+117,1%), die Zahl der Transferpassagiere auf 369.522 (+79,6%). Die Flugbewegungen verzeichneten im Dezember 2022 einen Anstieg auf 15.102 (+29,6%) Die Fracht bewegt sich mit 20.068 Tonnen 16,2% unter dem Vorjahr (Dezember 2021). Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien im Dezember 2022 stieg nach Westeuropa auf 637.189 Passagiere (+114,5% im Vergleich zum Vorjahr). Nach Osteuropa reisten im Dezember 2022 insgesamt 169.893 Passagiere (+66,4%). Nach Nordamerika verzeichnete der Airport 24.750 Passagiere (+76,3%) und nach Afrika 27.285 (+71,1%).  In den Nahen und Mittleren Osten verzeichnete der Flughafen Wien im Dezember 2022 insgesamt 75.311 Passagiere (+149,7%) und in den Fernen Osten 31.160 Passagiere (+194,2%). „2022 ist die Luftfahrt wieder zurückgekehrt: Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien hat sich mehr als verdoppelt und liegt nun insgesamt bei etwa 75% des Vorkrisenniveaus. Besonders im reiseintensiven Sommer bewiesen wir als Airport dank des

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Teurer Fehler: BA-Flugbegleiter „schoss“ am ersten Arbeitstag eine Notrutsche

Ein kleiner Fehler, den ein junger Flugbegleiter machte, kostete die die Fluggesellschaft British Airways rund 55.000 Euro. Ausgerechnet an seinem ersten Arbeitstag löste der Kabinenmitarbeiter versehentlich eine Notrutsche einer Boeing 777 aus. Am 16. Jänner 2023 sollte British Airways mit einer Boeing 777-200 unter der Flugnummer BA75 von London-Heathrow nach Lagos fliegen. Die Vorbereitungen auf den Start verliefen zunächst völlig normal, jedoch löste der junge Flugbegleiter während dem Pushback versehentlich eine Notrutsche aus. Unter Kabinenmitarbeitern nennt man dies auch „Rutschenschießen“. Zunächst wusste niemand was eigentlich los ist und das Rampenpersonal alarmierte vorsorglich Rettungskräfte, denn es hätte ja sein können, dass wirklich etwas passiert ist. Das Einschreiten der Einsatzkräfte war aber nicht notwendig, weil eben die Rutsche unbeabsichtigt und versehentlich durch einen Flugbegleiter ausgelöst wurde. Allerdings musste der Pushback-Vorgang sofort abgebrochen werden und als Folge daraus konnte man zunächst nicht abheben. Techniker von British Airways mussten G-VIIB erst wieder „fit to fly“ machen. Dafür benötigte man nur rund eine Stunde, jedoch verpasste man dadurch den zugewiesenen Slot, was neuerlich zu Verzögerungen geführt hat. Laut British Airways setzte man zwar die gleiche Crew aus, jedoch tauschte man den jungen Flugbegleiter gegen einen Kollegen, der aus dem Standby geholt wurde. Das „Rutschenschießen“ war für den Carrier keinesfalls günstig, denn die Kosten, die dadurch entstanden sind, betragen rund 55.000 Euro. Ein kleiner Fehler mit großen Folgen. Dazu kommt noch, dass die Besatzung aufgrund der Flugzeitregelungen zweimal in Lagos übernachten musste, ehe dann am 18. Jänner 2023 ein Rückflug übernommen werden konnte.

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