Die Österreichische Hoteliervereinigung blickt mit gewisser Sorge auf den bevorstehenden Winter 2022/23, denn ähnlich wie in den Vorjahren trudeln die meisten Buchungen noch immer sehr kurzfristig ein. Gleichzeitig sind die Betriebe unter anderem aufgrund der hohen Energiekosten stark belastet. Angesichts vieler Lastminute-Buchungen sei die Prognose für den Winter nicht einfacher als in den Vorjahren mit Corona, erklärt ÖHV-Präsident Walter Veit zur bundesweiten Branchenbefragung der Österreichischen Hoteliervereinigung mit 264 teilnehmenden Betrieben: Laut ÖHV-Inside sehen 15% der Qualitätshotels kein verändertes Gästeverhalten in der Krise, 66% geben an, dass noch später gebucht wird als sonst. „Im Idealfall gehen sich noch ein, zwei Buchungsschübe vor Saisonbeginn aus.“ 71% der Hotels halten die Preise oder erhöhen nur einstellig. 36% rechnen aufgrund der eingegangenen Buchungen mit kürzeren Aufenthalten, 39% erwarten niedrigere Nebenausgaben: „Wir sind schon besser in eine Saison gestartet“, so Veit. Unklar ist, ob später gebucht wird oder weniger, fix sind höhere Kosten für Betriebe. Die Politik muss bei Strompreis, Inflation und Arbeitsmarkt in die Gänge kommen, so der ÖHV-Präsident weiters. Mit mehr oder gleich vielen Gästen wie in der Vorjahres-Saison, die mit einem Lockdown losging, rechnen laut ÖHV inside 56%, mit weniger 44% der Befragten. Auffällig sind die extremen Ausschläge: Jeweils 17% der Befragten sehen Zuwächse in der Größenordnung um die 20%, genauso viele Verluste in dieser Dimension: „So viele Betriebe mit so starken Verlusten: Das gibt mir für tourismusintensive Regionen zu denken.“ 49% der Ferienhotels rechnen mit Rückgängen. 81% der befragten Unternehmen stellen für die Wintersaison noch Mitarbeiter ein, vor allem in Service,