Amely Mizzi

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Amely Mizzi

Europäische Flughäfen verzeichnen robustes Wachstum bei unsicheren Aussichten

Der europäische Flughafenverband ACI Europe hat in seinem aktuellen Verkehrsbericht für Januar 2026 eine positive Bilanz für den Jahresauftakt gezogen. Das Passagieraufkommen im gesamten europäischen Netzwerk stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,6 %. Besonders dynamisch entwickelten sich dabei die Märkte außerhalb der EU+, die ein Wachstum von 8,8 % verbuchten, während die Kernmärkte der EU, des EWR, der Schweiz und Großbritanniens ein solides Plus von 3,6 % erreichten. Getrieben wurde diese Entwicklung primär durch den internationalen Reiseverkehr, der um 5,5 % zulegte. Im Gegensatz dazu stagniert der Inlandsverkehr weiterhin und liegt noch immer rund 8,1 % unter dem Niveau des Vor-Pandemie-Jahres 2019. Trotz der guten Zahlen zu Jahresbeginn warnt der Verband vor erheblichen Risiken durch die jüngsten geopolitischen Entwicklungen. Der im März 2026 eskalierte Konflikt im Nahen Osten stellt eine Zäsur für die Branche dar. Da die Golfregion etwa 11 % der Sitzplatzkapazität europäischer Flughäfen ausmacht und als entscheidendes Drehkreuz für Verbindungen in den asiatisch-pazifischen Raum fungiert, befürchtet ACI-Generaldirektor Olivier Jankovec einen nicht ersetzbaren Rückgang des Verkehrsaufkommens. Die bisherige Marktdynamik, die vor allem auf einer starken Freizeitnachfrage basierte, könnte durch die Unsicherheit in dieser strategisch wichtigen Region empfindlich gestört werden. Innerhalb der nationalen Märkte zeigten sich im Januar deutliche Unterschiede. Während Länder wie die Slowakei, Slowenien und Malta zweistellige Zuwachsraten verzeichneten, litten Flughäfen in den Niederlanden und Island unter schlechtem Wetter sowie Kapazitätskürzungen. In Deutschland lag das Wachstum mit 3,5 % im stabilen Mittelfeld der großen EU-Staaten. Im Ranking der verkehrsreichsten Flughäfen konnte Istanbul mit 6,9 Millionen Passagieren den

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Gerichtliche Einigung im Konflikt zwischen Ryanair und eDreams

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat vor dem High Court in Irland eine verbindliche Zusage des spanischen Online-Reisebüros (OTA) eDreams erwirkt. In dem gerichtlichen Beschluss verpflichtet sich eDreams dazu, jeglichen direkten und indirekten Zugriff auf das Buchungssystem „Travel Agent Direct“ (TAD) von Ryanair einzustellen. Das Reiseportal muss zudem unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass beauftragte Subunternehmer oder Dritte das System der Fluggesellschaft unbefugt nutzen. Dieser juristische Erfolg folgt auf eine Blockadeaktion Ryanairs aus der Vorwoche, mit der Versuche unterbunden werden sollten, Flugpreise über externe Schnittstellen unrechtmäßig abzugreifen. Der Rechtsstreit zwischen dem Billigflieger und dem Vermittlungsportal schwelt bereits seit Jahren und wird in mehreren europäischen Ländern geführt. Ryanair wirft eDreams vor, durch sogenanntes Screenscraping Preise zu manipulieren und Kunden mit versteckten Gebühren zu belasten. Auch europäische Regulierungsbehörden und Gerichte befassten sich zuletzt kritisch mit den Geschäftspraktiken der Spanier. So verhängte die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM ein Bußgeld in Höhe von neun Millionen Euro, da das Abomodell „eDreams Prime“ als irreführend eingestuft wurde. In Deutschland bestätigte das Landgericht Hamburg, dass Preisdarstellungen des Portals Verbraucher täuschen könnten, was bereits zu empfindlichen Ordnungsgeldern führte. Während Konkurrenten wie Booking.com, Lastminute oder Kiwi mittlerweile offizielle Partnerschaftsabkommen mit Ryanair unterzeichnet haben und deren Schnittstellen (API) direkt nutzen, verweigert eDreams laut Ryanair-Angaben bisher die Übernahme der geforderten Transparenzstandards. Die Fluggesellschaft bietet Reiseportalen den kostenfreien Zugriff auf ihre Tarife an, sofern diese auf zusätzliche Servicegebühren verzichten und die Kommunikation direkt zwischen Airline und Passagier ermöglichen. Ryanair-Marketingchef Dara Brady betonte, dass der aktuelle Gerichtsbeschluss ein wichtiger Schritt sei, um Passagiere vor

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Emirates weitet Sonderflugplan trotz anhaltender Sperren am Persischen Golf aus

Die Fluggesellschaft Emirates hat am Standort Dubai mit der schrittweisen Ausweitung eines Sonderflugplans begonnen, obwohl ein regulärer Flugbetrieb aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzungen am Persischen Golf weiterhin nicht absehbar ist. Nachdem Teile des regionalen Luftraums unter strengen Sicherheitsauflagen für den zivilen Verkehr wieder freigegeben wurden, führt das Unternehmen bis auf Weiteres ein reduziertes Programm durch. Für den Zeitraum des 5. und 6. März 2026 wurden über 100 Starts und Landungen koordiniert, um sowohl festsitzende Passagiere zu befördern als auch die Versorgung mit kritischen Frachtgütern sicherzustellen. Die Durchführung dieser Flüge erfolgt unter Berücksichtigung dynamischer Sicherheitsbewertungen, da die militärische Lage in der Region nach wie vor als hochgradig volatil eingestuft wird. Neben dem Personentransport liegt ein wesentlicher Schwerpunkt der aktuellen Flugbewegungen auf der Logistik von pharmazeutischen Produkten und verderblichen Waren. Der Flughafen Dubai (DXB) fungiert hierbei als zentraler Knotenpunkt für die internationale Versorgungskette, die durch die vorangegangenen vollständigen Luftraumsperrungen massiv beeinträchtigt wurde. Zusätzliche Branchenberichte verdeutlichen, dass Emirates verstärkt Korridore über das Staatsgebiet von Saudi-Arabien und Ägypten nutzt, um die Gefahrenzonen über dem Iran und dem Irak weiträumig zu umgehen. Diese Umleitungen führen jedoch zu signifikant längeren Flugzeiten und einer komplexeren Treibstoffkalkulation, was die Kapazitäten der Airline zusätzlich beansprucht. Die Sicherheitslage wird durch die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) und regionale Behörden laufend neu bewertet. Während Emirates versucht, den Betrieb zu stabilisieren, bleiben viele europäische und amerikanische Fluggesellschaften bei ihrem Stopp von Verbindungen in die Golfregion. Experten weisen darauf hin, dass die aktuelle Teilöffnung vor allem der Evakuierung von Transitpassagieren dient, die an den Drehkreuzen gestrandet

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Kapazitätsausbau und Flottenstrategie: Corendon Airlines forciert Expansion 2026

Die Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines hat ihre strategische Planung für die Sommersaison 2026 vorgestellt und setzt dabei auf ein signifikantes Wachstum in ihren europäischen Kernmärkten. Mit einer Flotte von insgesamt 35 Flugzeugen innerhalb der Unternehmensgruppe plant der Carrier, seine Marktanteile insbesondere in Deutschland, Österreich und Polen massiv auszubauen. Während die Türkei mit der Hälfte der Gesamtkapazität das wichtigste Standbein bleibt, verzeichnen andere Zielgebiete überproportionale Zuwachsraten. So steigen die Flugfrequenzen nach Spanien um mehr als ein Viertel, während das Ganzjahresziel Ägypten ein Plus von rund 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aufweist. Auch Griechenland bleibt mit einem Wachstum von 12 Prozent, primär getrieben durch die Nachfrage nach Heraklion auf Kreta, eine zentrale Säule im Flugplan. In der Bundesrepublik Deutschland festigt Corendon seine operative Struktur durch die Beibehaltung von vier festen Basen an den Standorten Köln/Bonn, Düsseldorf, Hannover und Nürnberg. Insgesamt sollen im Sommer 2026 zehn Maschinen fest an diesen Flughäfen stationiert werden, was einer Kapazitätserhöhung von etwa 20 Prozent entspricht. Ein ungewöhnlicher Marketing-Akzent wird dabei am Standort Nordrhein-Westfalen gesetzt: Auf Flügen ab Düsseldorf und Köln kooperiert die Airline mit der Gastronomiekette von Lukas Podolski und bietet deren Lahmacun-Produkte im Bordverkauf an. In Österreich wird mit einem Zuwachs von rund 30 Prozent sogar eine noch stärkere Wachstumsdynamik angestrebt, wobei hier der Fokus ebenfalls auf der Türkei und klassischen Mittelmeerzielen liegt. Über den deutschsprachigen Raum hinaus entwickelt sich Polen zu einem strategischen Schwerpunkt für die kommenden Jahre. Corendon plant für den Sommer 2026 nahezu eine Verdopplung des dortigen Flugangebots ab Warschau und Kattowitz. Ab

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Flugstreichungen im Nahen Osten: Finnair setzt Verbindungen nach Doha und Dubai aus

Die finnische Fluggesellschaft Finnair hat aufgrund der massiven Eskalation der Sicherheitslage im Nahen Osten sämtliche Flugverbindungen nach Doha und Dubai bis zum 28. März 2026 gestrichen. Die Entscheidung folgt auf eine Anweisung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), die europäischen Luftfahrtunternehmen untersagt, die Lufträume zahlreicher Staaten in der Region zu nutzen. Betroffen sind unter anderem der Iran, Irak, Israel, Jordanien, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Jaakko Schildt, Chief Operating Officer von Finnair, begründete den Schritt mit der unumgänglichen Priorität der Flugsicherheit, nachdem Berichte über Raketenangriffe und die Abweisung von Verkehrsmaschinen an Flughäfen in der Region für Beunruhigung sorgten. Die Rückholung gestrandeter Passagiere gestaltet sich als äußerst schwierig, da alternative Flugrouten und Kapazitäten durch die weiträumigen Sperrungen fast vollständig erschöpft sind. Während einige regionale Anbieter wie Qatar Airways ihren Betrieb vorerst bis zum 6. März eingestellt haben, prüfen europäische Airlines derzeit Notfallrouten über Drittstaaten. Eine potenzielle Option stellt die Nutzung des Flughafens Maskat im Oman dar, der sich neben Dubai zu einem der wenigen verbliebenen Knotenpunkte entwickelt hat. Allerdings rät die EASA derzeit auch von Flügen nach Maskat ab, weshalb Finnair eine Wiederaufnahme dieser Verbindung nur bei einer signifikanten Verbesserung der Sicherheitslage in Erwägung zieht. In Abstimmung mit dem finnischen Außenministerium werden derzeit Möglichkeiten für einen Landtransport von den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman geprüft. Reisende müssten in diesem Fall die Grenze auf dem Landweg überqueren, um von Maskat aus evakuiert werden zu können. Berichte über Engpässe und restriktive Grenzkontrollen an der omanischen Grenze erschweren diese Planungen jedoch erheblich.

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Lufthansa Group bilanziert erfolgreiches Geschäftsjahr 2025

Die Deutsche Lufthansa AG hat das Geschäftsjahr 2025 mit dem höchsten Umsatz ihrer hundertjährigen Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Wie der Konzern im Rahmen der aktuellen Bilanzvorlage mitteilte, stiegen die Erlöse um fünf Prozent auf rund 39,6 Milliarden Euro. Trotz massiver geopolitischer Spannungen, insbesondere im Mittleren Osten, gelang es der Gruppe, den operativen Gewinn (Adjusted EBIT) signifikant auf zwei Milliarden Euro zu steigern. Damit blickt das Unternehmen auf ein Jahr der wirtschaftlichen Konsolidierung zurück, in dem vor allem die Frachtsparte und technische Dienstleistungen als tragende Säulen fungierten, während die Kernmarke Lufthansa Airlines erste Erfolge ihres umfassenden Sanierungsprogramms verzeichnete. Angesichts der positiven Cashflow-Entwicklung und einer robusten Bilanz schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,33 Euro pro Aktie vor. Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert das Management ein weiteres Wachstum, weist jedoch auf die erheblichen Unsicherheiten durch die instabile Lage in der Golfregion hin, die sowohl die Treibstoffpreise als auch die globalen Verkehrsströme beeinflusst. Wirtschaftliche Kennzahlen und operative Meilensteine Das Erreichen der Zwei-Milliarden-Euro-Marke beim operativen Gewinn markiert für die Lufthansa Group eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als das Adjusted EBIT bei 1,6 Milliarden Euro lag. Die operative Marge kletterte entsprechend von 4,4 auf 4,9 Prozent. Ein wesentlicher Treiber für dieses Ergebnis war die anhaltend hohe Nachfrage im Passagiersegment. Insgesamt begrüßten die Airlines der Gruppe – zu denen neben der Kernmarke auch Swiss, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings und zunehmend ITA Airways gehören – 135 Millionen Fluggäste. Der Sitzladefaktor erreichte mit 83,2 Prozent einen historischen Höchststand. Besonders profitabel erwies sich

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Köln/Bonn Airport präsentiert erweiterten Sommerflugplan 2026

Mit dem Inkrafttreten des neuen Sommerflugplans am 29. März 2026 verzeichnet der Flughafen Köln/Bonn eine deutliche Ausweitung seines Streckennetzes. Insgesamt 26 Fluggesellschaften bedienen in der kommenden Saison 115 Destinationen in 38 Ländern. Ein zentraler Schwerpunkt der Kapazitätserweiterung liegt auf Osteuropa und dem Balkan sowie auf einer verstärkten Anbindung europäischer Metropolen. Die Zahl der direkt erreichbaren Hauptstädte steigt damit auf 26 an. Thilo Schmid, Vorsitzender der Geschäftsführung, betonte im Rahmen der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin, dass die dynamische Entwicklung des Angebots eng mit der Nachfrage nach Städtereisen, Besuchen bei Angehörigen und Geschäftsreisen verknüpft ist. Besonders hervorzuheben ist die Expansion des wichtigsten Airline-Partners Eurowings, der sein Portfolio auf über 70 Direktziele ausbaut. Neu im Programm sind unter anderem Belgrad, Tiflis und eine hochfrequente Verbindung zum Flughafen London-Gatwick mit 13 wöchentlichen Umläufen. Auch der Billigflieger Wizz Air stärkt seine Präsenz am Standort massiv und nimmt vier neue Routen nach Podgorica, Skopje, Bukarest und Tuzla auf. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung Osteuropas als strategischen Markt für den Flughafen Köln/Bonn, wobei die neuen Verbindungen jeweils viermal pro Woche bedient werden. Der türkische Markt bleibt mit einem erwarteten Aufkommen von 2,1 Millionen Fluggästen bis Ende Oktober die volumenstärkste Zielregion. Insbesondere die Strecke nach Antalya erreicht mit bis zu 20 täglichen Flügen einen Spitzenwert im deutschlandweiten Vergleich. Die Fluggesellschaft SunExpress fungiert hierbei als Impulsgeber und weitet ihr Angebot auf bis zu 49 wöchentliche Rotationen nach Antalya aus. Zudem werden neue Ziele wie Trabzon, Çukurova und Elazığ in den Flugplan integriert. Zur Bewältigung der hohen Passagierzahlen

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Überraschende Wende im Fall Onur Air: Türkisches Berufungsgericht hebt Insolvenzurteil gegen Traditionsairline auf

In der langjährigen juristischen Auseinandersetzung um das Schicksal der einst führenden türkischen Privatfluggesellschaft Onur Air ist eine unerwartete Entscheidung gefallen, die das gesamte Verfahren neu aufrollt. Das Oberlandesgericht der Türkei hat ein erstinstanzliches Insolvenzurteil vom November 2025 aufgehoben und den Fall zur erneuten Verhandlung an das zuständige Amtsgericht in Bakırköy zurückverwiesen. Damit wird der bereits eingeleitete Liquidationsprozess, der das endgültige Ende des 1992 gegründeten Unternehmens besiegeln sollte, vorerst gestoppt. Die Entscheidung der 17. Zivilkammer sorgt in der türkischen Luftfahrtbranche für erhebliches Aufsehen, da sie eine Phase der erneuten Rechtsunsicherheit für Gläubiger, ehemalige Mitarbeiter und das Management einläutet. Während die Aufhebung des Urteils formal eine Atempause für die Gesellschaft bedeutet, bleibt die wirtschaftliche Realität der Airline, die seit Jahren keine operativen Flüge mehr durchführt, weiterhin prekär. Der Fall gilt als beispiellos in der jüngeren türkischen Rechtsgeschichte, da er die komplexen Verflechtungen zwischen privatrechtlichen Lohnforderungen und der staatlichen Aufsicht über den Luftverkehr verdeutlicht. Juristischer Rückschlag für das Liquidationsverfahren Der aktuelle Beschluss des Berufungsgerichts markiert einen Wendepunkt in einem Verfahren, das seinen Ursprung bereits im Jahr 2022 nahm. Damals war das Unternehmen erstmals durch die Klage eines ehemaligen Piloten unter Druck geraten, der ausstehende Gehaltszahlungen gerichtlich geltend gemacht hatte. Was als individueller Arbeitsrechtsstreit begann, weitete sich schnell zu einem umfassenden Insolvenzantrag aus. Das 2. Zivil- und Handelsgericht Bakırköy hatte im November 2025 die offizielle Insolvenz festgestellt und die Liquidation der verbliebenen Vermögenswerte angeordnet. Diese Entscheidung wurde nun von der nächsthöheren Instanz kassiert, da formale oder inhaltliche Mängel in der Bewertung der Zahlungsfähigkeit festgestellt

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Rechtliche Rahmenbedingungen für Flugreisende bei Krisen im Nahen Osten

Die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten führt zu massiven Beeinträchtigungen im internationalen Luftverkehr, die zahlreiche österreichische Reisende vor rechtliche und logistische Herausforderungen stellen. Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit der Kenntnis über bestehende Ansprüche gegenüber Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern. Betroffene haben bei Flugannullierungen grundsätzlich die Wahl zwischen einer vollständigen Erstattung des Ticketpreises oder einer alternativen Beförderung zum Zielort. Da Luftraumsperren jedoch häufig dazu führen, dass kurzfristig keine Ersatzflüge verfügbar sind, greifen umfangreiche Betreuungspflichten der Airlines, die Mahlzeiten, Getränke und gegebenenfalls Hotelunterbringungen umfassen müssen. Für Inhaber einer Pauschalreise gelten zusätzliche Schutzbestimmungen. Bei eintretenden außergewöhnlichen Umständen ist der Reiseveranstalter gesetzlich verpflichtet, die Rückreise der Gäste ohne Zusatzkosten zu organisieren. Sollte eine sofortige Heimkehr aufgrund technischer oder sicherheitsrelevanter Sperren unmöglich sein, muss der Veranstalter die Kosten für eine Unterkunft für einen Zeitraum von bis zu drei Nächten tragen. Darüber hinaus besteht eine allgemeine Beistandspflicht, die eine aktive Unterstützung der Urlauber in der Krisenregion vorschreibt. Experten raten dazu, alle Kommunikation mit den Anbietern schriftlich zu dokumentieren, um spätere Entschädigungsansprüche bei Institutionen wie der Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte (apf) geltend machen zu können. Das österreichische Außenministerium hat für Staatsbürger vor Ort eine 24-Stunden-Notfallnummer eingerichtet und empfiehlt dringend die Nutzung der Reiseregistrierung. Diese ermöglicht es den Behörden, im Falle von Evakuierungen oder verschärften Sicherheitslagen schnell Kontakt mit den Betroffenen aufzunehmen. Ein kostenloser Rücktritt von geplanten Reisen ist rechtlich meist dann durchsetzbar, wenn eine offizielle Reisewarnung vorliegt oder die Durchführung der Reise durch kriegerische Ereignisse objektiv unzumutbar wird. Bei Individualreisen ist die Rechtslage oft

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Air France setzt Kuba-Verbindungen wegen Treibstoffmangels vorübergehend aus

Die französische Fluggesellschaft Air France hat die vorübergehende Einstellung ihrer Flugverbindung zwischen dem Flughafen Paris-Charles de Gaulle und der kubanischen Hauptstadt Havanna angekündigt. Die Maßnahme tritt Ende März 2026 in Kraft und soll nach aktuellem Planungsstand bis Mitte Juni andauern. Als Grund nennt das Unternehmen einen massiven Mangel an Flugtreibstoff auf der Karibikinsel, der einen regulären und sicheren Flugbetrieb derzeit unmöglich macht. Die Airline plant, die Verbindung ab dem 15. Juni wieder aufzunehmen, sofern sich die Versorgungslage vor Ort stabilisiert hat. Betroffene Passagiere der drei wöchentlichen Verbindungen, die üblicherweise mit dem Boeing 787 Dreamliner durchgeführt werden, erhalten die Möglichkeit zur kostenlosen Umbuchung oder Erstattung. Der Treibstoffengpass ist Teil einer tiefgreifenden Energiekrise in Kuba, die mittlerweile das gesamte nationale Luftfahrtwesen lähmt. Bereits seit Anfang Februar wurden internationale Fluggesellschaften darüber informiert, dass an den kubanischen Flughäfen, einschließlich des internationalen Flughafens José Martí in Havanna, kein Kerosin für Betankungen zur Verfügung steht. Dies zwang viele Anbieter dazu, kostspielige technische Zwischenstopps in Drittstaaten wie den Bahamas oder der Dominikanischen Republik einzulegen, um die Rückflüge sicherzustellen. Air France hat sich nun gegen diese logistisch aufwendige und wirtschaftlich belastende Zwischenlösung entschieden und den Betrieb vorerst komplett eingestellt. Die Entscheidung der Air France steht in einer Reihe mit ähnlichen Maßnahmen anderer internationaler Carrier. Auch kanadische Ferienflieger und russische Fluggesellschaften haben ihre Kapazitäten nach Kuba aufgrund der prekären Versorgungslage und der allgemeinen wirtschaftlichen Instabilität des Landes bereits drastisch reduziert oder Flüge gestrichen. Neben dem Treibstoffmangel erschweren auch veraltete Infrastrukturen und logistische Probleme bei der Entladung von Tankschiffen die

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