Amely Mizzi

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Amely Mizzi

T’way Air reduziert Flüge nach Frankfurt

Die südkoreanische Fluggesellschaft T’way Air verringert ihre Flugfrequenz auf der Verbindung zwischen Seoul-Incheon und Frankfurt. Laut Flugplandaten, die vom Luftfahrtportal Aeroroutes ausgewertet wurden, wird die Airline die Anzahl der wöchentlichen Flüge ab dem 9. November 2025 von sieben auf nur noch drei reduzieren. Diese Reduzierung soll zunächst bis zum 29. November 2025 gelten. Auch für den Winterflugplan, der am 30. November 2025 beginnt und bis zum 28. März 2026 dauert, sind nur vier von den ursprünglich geplanten sieben wöchentlichen Verbindungen zur Buchung freigeschaltet. Die Fluggesellschaft hatte erst im Mai 2025 tägliche Flüge auf dieser Strecke angekündigt, nachdem sie ihre Frequenz zuvor sukzessive erhöht hatte. Im Oktober 2024 hatte T’way Air die Strecke mit drei wöchentlichen Flügen aufgenommen und diese dann im November auf vier pro Woche aufgestockt. Die Strecke zwischen Seoul und Frankfurt gilt als wichtige Verbindung zwischen Südkorea und Deutschland. Korean Air und Asiana Airlines bedienen diese Route ebenfalls, wobei Korean Air die Strecke als Teil ihres interkontinentalen Streckennetzes und Asiana als Teil ihres europäischen Netzes anbietet. Die Reduzierung der Flüge von T’way Air könnte auf eine Anpassung an die Nachfrage in der Nebensaison oder eine strategische Neuorientierung der Fluggesellschaft hindeuten. Die Airline hat in den letzten Jahren ihre europäischen Routen ausgebaut und fliegt unter anderem auch nach Paris, Rom, Barcelona und Zagreb. Der Flugplan für die kommenden Monate kann sich noch ändern. T’way Air, die in Europa auch als kostengünstiger Anbieter auftritt, hat in den letzten Monaten mehrere neue Verbindungen nach Europa, Nordamerika und Asien angekündigt, darunter eine

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Portugal bereitet Teilprivatisierung der Nationalairline TAP vor

Die portugiesische Regierung hat das offizielle Verfahren zum Teilverkauf ihrer Nationalfluggesellschaft TAP gestartet. Wie aus einem jetzt vorliegenden Pflichtenheft hervorgeht, soll eine Minderheitsbeteiligung von 44,9 Prozent veräußert werden. Der Prozeß, der in mehrere Phasen unterteilt ist, soll nach dem Willen von Premierminister Luis Montenegro bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein. Mehrere internationale Luftfahrtkonzerne haben bereits ihr Interesse an der TAP bekundet, darunter auch die Lufthansa Group, die als einer der stärksten potentiellen Käufer gilt. Der Verkaufsprozeß markiert einen bedeutenden Schritt in der strategischen Neuausrichtung des portugiesischen Staates bezüglich seiner Beteiligungen im Luftfahrtsektor. Die Phasen des Verkaufsprozesses Das Pflichtenheft, das den genauen Ablauf der Privatisierung regelt, sieht ein mehrstufiges Verfahren vor. Zunächst werden interessierte Investoren einer Vorqualifikation unterzogen. In dieser Phase müssen die Bieter ihre finanzielle Leistungsfähigkeit und ihre strategischen Absichten nachweisen. Nach erfolgreicher Vorqualifikation erhalten die verbleibenden Interessenten Zugang zu detaillierten Unternehmensdaten der TAP, um eine umfassende Due Diligence durchführen zu können. Erst im Anschluß an diese Phase werden die endgültigen Angebote eingeholt, die den finalen Kaufpreis und die Bedingungen der Beteiligung festlegen. Der Zeitplan für diesen Prozeß ist ambitioniert. Die Regierung strebt an, den Verkauf noch in diesem Jahr abzuschließen. Dies deutet auf den politischen Willen hin, die Privatisierung zügig voranzutreiben. Der portugiesische Staat hält derzeit die Mehrheit an der TAP, und die Veräußerung einer fast 45-prozentigen Minderheitsbeteiligung soll neue Investitionen und strategische Partnerschaften ermöglichen, um die Position der Airline im internationalen Luftverkehr zu stärken. Der portugiesische Premierminister Luis Montenegro hat bereits öffentlich erklärt, daß er mit großem

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Verhaftung nach Cyberangriff auf Luftfahrtsoftware: Ermittlungen in Großbritannien

In Verbindung mit dem schwerwiegenden Cyberangriff auf den Luftfahrtdienstleister Collins Aerospace ist in Großbritannien ein Mann verhaftet worden. Die britische National Crime Agency (NCA) gab bekannt, daß ein Mann in den Vierzigern in West Sussex festgenommen wurde. Ihm werden Verstöße gegen den Computer Misuse Act zur Last gelegt. Der Angriff hatte die Gepäck- und Check-in-Systeme vieler Fluggesellschaften betroffen und zu Hunderten von Flugverspätungen geführt, darunter auch in Berlin. Die Festnahme markiert einen wichtigen Schritt in der Aufklärung des Angriffs, der die Anfälligkeit kritischer Infrastrukturen für digitale Bedrohungen einmal mehr verdeutlicht hat. Schaden und Ausmaß des Cyberangriffs Der Angriff auf Collins Aerospace hatte weitreichende Konsequenzen für den globalen Flugverkehr. Das Unternehmen ist ein führender Zulieferer von Softwarelösungen für die Luftfahrtindustrie, und seine Systeme werden von zahlreichen Fluggesellschaften und Flughäfen weltweit genutzt. Die betroffene Software ist zentral für den Betrieb von Gepäckförderanlagen, Check-in-Schaltern und Flugsteig-Management. Als die Systeme ausfielen, mußten viele Prozesse manuell durchgeführt werden, was zu erheblichen Verzögerungen führte. Flughäfen in verschiedenen Ländern meldeten Störungen. In Berlin waren ebenfalls Flüge von den Auswirkungen betroffen, was zu Frustration bei den Reisenden und operativem Chaos führte. Die genaue Zahl der weltweit betroffenen Flüge ist schwer zu beziffern, aber Berichte sprachen von Hunderten von Verspätungen und annullierten Flügen. Der Vorfall zeigte, wie stark die moderne Luftfahrt von der digitalen Infrastruktur abhängt und wie schnell ein Ausfall bei einem einzigen Dienstleister globale Auswirkungen haben kann. Die Angreifer hatten es auf die Schwachstellen in den Systemen von Collins Aerospace abgesehen. Es ist noch unklar, ob es

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Lufthansa City Airlines expandiert nach Frankfurt

Die junge Fluggesellschaft Lufthansa City Airlines, jüngste Tochter der Lufthansa Group, wird ihr Streckennetz im kommenden Jahr um einen wichtigen Standort erweitern. Im ersten Quartal 2026 plant die Airline, eine Basis am Frankfurter Flughafen einzurichten und von dort aus neue Routen mit Airbus A320 Neo-Flugzeugen anzubieten. Wie das Portal Aero Routes berichtet, sind insgesamt vier neue Destinationen von Frankfurt aus geplant. Die neuen Verbindungen sollen ab Februar 2026 schrittweise aufgenommen werden. Den Anfang macht am 9. Februar eine Strecke nach Manchester, die sechsmal wöchentlich bedient wird. Einen Tag später folgen zwei tägliche Flüge nach Berlin. Ab dem 19. Februar können Reisende einmal pro Woche nach Valencia fliegen. Ab dem 1. März 2026 werden auch Düsseldorf und Málaga in den Flugplan aufgenommen, jeweils mit sieben wöchentlichen Flügen. Die Expansion nach Frankfurt ist ein strategischer Schritt der Lufthansa Group, um das Angebot an ihren beiden Hauptdrehkreuzen Frankfurt und München zu stärken. Während Lufthansa City Airlines den Flugbetrieb zunächst ab München aufgenommen hatte, soll die neue Basis in Frankfurt dazu beitragen, das Geschäft mit Zubringerflügen zu den Interkontinentalstrecken der Lufthansa zu festigen. Die Entscheidung für den Einsatz von Airbus A320 Neo-Flugzeugen auf diesen Routen unterstreicht die Absicht, auch auf Kurz- und Mittelstrecken moderne Flugzeugtypen zu nutzen. Die Flotte von Lufthansa City Airlines soll bis 2028 auf bis zu 40 Flugzeuge anwachsen. Die neuen Routen ergänzen das bestehende Angebot der Lufthansa Group und sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Kurz- und Mittelstreckenmarkt zu erhöhen. Die Airline wurde im Jahr 2023 gegründet, um die

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Wiener Veranstaltung für Tourismus-Start-ups

Die Eventreihe „Travel Start-up Night“ kehrt nach Österreich zurück. Die Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit des Travel Industry Club Tourismus Austria (TICT), dem Forschungsinstitut für das Recht des Tourismus, der Mobilität und der Freizeitwirtschaft (FIRTour), dem Verband Internet Reisevertrieb (VIR) sowie dem deutschen Travel Industry Club. Am 11. November 2025 sollen junge Unternehmen aus den Bereichen Tourismus, Mobilität und Hotellerie die Möglichkeit erhalten, ihre innovativen Konzepte vorzustellen. Die teilnehmenden Start-ups präsentieren ihre Ideen in einem sogenannten 7+3 Pitch-Format, bei dem ihnen sieben Minuten für die Präsentation und drei Minuten für Fragen zur Verfügung stehen. Das Publikum wählt im Anschluß den überzeugendsten Kandidaten, der sich für das große Jahresfinale in Deutschland qualifiziert. Dort hat der Gewinner die Chance auf den Titel „Travel Start-up des Jahres 2025“. Solche Veranstaltungen bieten jungen Unternehmen eine wichtige Plattform, um sich der Branche zu präsentieren und potentielle Investoren zu finden. Ein Höhepunkt der Veranstaltung wird eine Keynote-Rede von Robert Kopka, dem Gründer des Wiener Unternehmens startmatch.ai, sein. Das Start-up hat sich darauf spezialisiert, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz bei der Identifizierung und Erstellung von Förderanträgen zu helfen, was insbesondere für junge Unternehmen von großer Bedeutung ist. Nach den Präsentationen gibt es eine Networking-Gelegenheit, bei der sich Branchenvertreter, Investoren und Studierende austauschen können. Die „Travel Start-up Night“ findet in der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien statt. Die Teilnahme ist für Mitglieder der veranstaltenden Clubs sowie für Studierende und touristische Start-ups kostenfrei. Für externe Gäste wird eine Gebühr von 50 Euro erhoben. Interessierte Start-ups können sich per E-Mail für die

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Politisches Kräftemessen in Montreal: USA und Europa blockieren Rußlands Rückkehr in den ICAO-Rat

Die Vereinigten Staaten und mehrere europäische Regierungen lehnen den Versuch Rußlands ab, wieder in den Verwaltungsrat der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) aufgenommen zu werden. Während eines Treffens der Delegierten in Montreal kritisierte US-Verkehrsminister Sean Duffy das Verhalten Moskaus im Luftraum, namentlich GPS-Spoofing und wiederholte Luftraumverletzungen. Er argumentierte, daß die Sanktionen und die damit verbundenen Sicherheitsbedenken Rußland für die Mitgestaltung globaler Luftfahrtregeln ungeeignet machten. Der Streit spiegelt die andauernden geopolitischen Spannungen wider und zeigt die Versuche Rußlands, die Luftfahrtsanktionen zu umgehen und seine Rolle auf der internationalen Bühne wieder zu stärken. Rußlands Streben nach Einfluß und die westliche Ablehnung Rußland hatte seinen Sitz im ICAO-Rat im Jahr 2022 verloren, kurz nach dem Einmarsch in die Ukraine. Die Wiedererlangung dieses Sitzes wäre für Moskau von großer Bedeutung, da der ICAO-Rat einen direkten Einfluß auf internationale Luftfahrtstandards, Zertifizierungsregeln und Sicherheitsüberprüfungen ausübt. Die USA und ihre Verbündeten sind der Auffassung, daß eine Wiederaufnahme Rußlands die Glaubwürdigkeit der Organisation untergraben würde, da Rußland weiterhin gegen die grundlegenden Normen verstoße, die der ICAO-Rat aufrechterhalten soll. Im Gegenzug nutzt Rußland die Versammlung in Montreal, um auf eine Lockerung der gegen seine Luftfahrtindustrie verhängten Sanktionen zu drängen. In eingereichten Dokumenten argumentierte Moskau, daß die Beschränkungen für Ersatzteile, Wartung und Versicherung für Flugzeuge westlicher Bauart Sicherheitsrisiken darstellten. Russische Fluggesellschaften betreiben immer noch Hunderte von Boeing– und Airbus-Jets, die auf externe Zulieferer angewiesen sind. Reuters zufolge behaupten russische Beamte, daß diese Verbote die Fluggesellschaften dazu zwängen, Flugzeuge stillzulegen oder Teile aus anderen Maschinen auszubauen („scavenging“), was die Flugsicherheit gefährde. Die Forderung

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Nach Cyberangriff: Flughafen Brüssel beschleunigt Systemumstellung

Nach dem Cyberangriff auf die Check-in-Systeme des Dienstleisters Collins Aerospace beschleunigt der Flughafen Brüssel die Einführung eines neuen Abfertigungssystems. Da Collins nicht bestätigen konnte, daß die betroffenen alten Systeme wiederhergestellt werden, hat der Flughafen in Abstimmung mit dem amerikanischen Unternehmen beschlossen, das neue, ursprünglich für November geplante System vorzuziehen. Die Störungen hatten am Freitagabend begonnen und zu erheblichen Verzögerungen und Flugausfällen geführt. Die Umstellung auf das neue System der nächsten Generation erfordert die Installation neuer Hardware, darunter neue Server und 500 Arbeitsplätze für die Fluggesellschaften und Bodenabfertiger. Obwohl dieser Prozeß normalerweise Wochen in Anspruch nimmt, arbeiten die IT-Experten des Flughafens und von Collins gemeinsam daran, die Umstellung zu beschleunigen. Der Flughafen Brüssel geht davon aus, daß die Fluggesellschaften ab Montag schrittweise an das neue System angeschlossen werden können. Trotz der Störungen konnte der Flughafen weiterhin täglich mehr als 500 Flüge abwickeln und über 70.000 Passagiere befördern. Um dem Flughafenpersonal und den Fluggesellschaften größtmögliche Planbarkeit zu ermöglichen, hat der Flughafen Brüssel die Fluggesellschaften gebeten, die derzeitige Annullierungsrate von rund zehn Prozent bis einschließlich Sonntag, den 28. September, beizubehalten. Die Situation werde täglich neu bewertet, um eine möglichst baldige Rückkehr zum Normalbetrieb zu gewährleisten. Die Annullierungen sind Teil der Maßnahmen zur Schadensbegrenzung, die der Flughafen bereits seit Beginn des Vorfalls am Freitagabend umgesetzt hat. Der Flughafen Brüssel bedankte sich bei der Flughafengemeinschaft und den Mitarbeitern für ihren Einsatz und bei den Passagieren für ihre Geduld. Der jüngste Vorfall in Brüssel reiht sich in eine Reihe von Cyberangriffen auf die Luftfahrtbranche ein. Auch

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Luxushotels werben mit Herbstangeboten

Die Leading Spa Resorts, ein Zusammenschluß von Luxushotels in sechs europäischen Ländern, präsentiert 13 exklusive Pakete für die Herbstsaison. Die Angebote der 4- und 5-Sterne-Superior-Häuser zielen darauf ab, Erholung und Wellness in den Fokus zu rücken. Die Pakete, die von Kurzurlauben bis zu längeren Aufenthalten reichen, kombinieren verschiedene Aspekte des Hotelkonzepts, darunter Spa-Anwendungen, Kulinarik und spezielle Aktivitäten, um den Gästen eine „goldene Auszeit“ zu ermöglichen. Die Herbstangebote erstrecken sich über mehrere Regionen in Deutschland, Österreich und Italien. In Deutschland locken beispielsweise das Hotel Sommer in Füssen mit einem fünftägigen Paket und das Panoramahotel Oberjoch mit „Schnuppertagen“ in Deutschlands höchstgelegenem Bergdorf. Das Parkhotel in Wörishofen setzt auf südtirolerische Traditionen und bietet im Oktober sogenannte Törggele-Momente an. An der Ostsee werben das Strandhotel Fischland und das Strandhotel Dünenmeer mit Wellness- und Gourmet-Aufenthalten. Die Angebote sind preislich gestaffelt und richten sich an unterschiedliche Kundengruppen. In Österreich und Italien werden ebenfalls diverse Pakete angeboten. Das Hotel Ravelli im Val di Sole in Italien wirbt mit einem dreitägigen Angebot für zwei Personen, um die Dolomiten zu erkunden. In Tirol bieten das Naturhotel Kitzspitz, das Stock resort und das ZillergrundRock Luxury Mountain Resort spezielle Pakete, darunter Familienwochen und Midweek-Specials. In Salzburg lädt die Hochkönigin mit der 4=3-Pauschale ein, bei der Gäste eine Nacht geschenkt bekommen. Auch in der Ferienwelt Kesselgrub und dem oberösterreichischen Hotel Freigold gibt es vergleichbare Angebote. Im Burgenland lockt das Vila Vita Pannonia mit einem Weingenießer-Paket rund um den traditionellen Martiniloben. Das Hotel bietet zwei Übernachtungen mit Frühstück, eine Aromaöl-Massage und ein festliches

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13-jähriger blinder Passagier überlebt Flug im Fahrwerk

Ein 13 Jahre alter afghanischer Junge hat einen Flug im Fahrwerk eines Flugzeugs von Kabul nach Delhi überlebt. Der blinde Passagier, der sich im Fahrwerkschacht eines Airbus A340-300 versteckt hatte, wurde nach der Landung auf dem internationalen Flughafen Indira Gandhi in Delhi auf dem Rollfeld entdeckt. Er wurde von indischen Sicherheitskräften in Gewahrsam genommen und befragt, bevor er mit demselben Flugzeug zurück nach Afghanistan geschickt wurde. Nach Angaben der Behörden war der aus der Provinz Kundus im Norden Afghanistans stammende Junge unbemerkt in den Kabuler Flughafen gelangt und hatte sich im Fahrwerk des Flugzeugs versteckt. Er gab bei der Befragung an, eigentlich in den Iran reisen zu wollen, habe aber den falschen Flug bestiegen. In seinem Besitz befand sich lediglich ein kleiner roter Lautsprecher, der später bei der Inspektion der Maschine gefunden wurde. Aviationsexperten weisen darauf hin, daß die Überlebenschance bei einem solchen Flug extrem gering ist. In Reiseflughöhen von über 10.000 Metern fallen die Temperaturen auf unter minus 50 Grad Celsius, und der Sauerstoffmangel führt schnell zur Bewußtlosigkeit. Außerdem besteht das Risiko, beim Ausfahren des Fahrwerks vor der Landung herauszufallen. Der Vorfall in Delhi ist ein seltenes Beispiel für das Überleben eines blinden Passagiers unter diesen extremen Bedingungen. Die wenigen Überlebenden, die in der Vergangenheit bekannt wurden, waren meist Jugendliche. Der Vorfall verdeutlicht die anhaltenden Sicherheitslücken an Flughäfen und die Verzweiflung, die Menschen aus instabilen Regionen zu solchen lebensgefährlichen Handlungen treibt. Die Untersuchung des Falles, insbesondere die Frage, wie der Junge die Sicherheitskontrollen am Flughafen Kabul umgehen konnte, dauert

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Air Serbia Flug dreht wegen Taifun um

Ein Flug der serbischen Fluggesellschaft Air Serbia mußte am Dienstagabend auf halbem Weg nach China umkehren. Der Airbus A330-200 war in der serbischen Hauptstadt Belgrad mit dem Ziel Guangzhou gestartet. Aufgrund des herannahenden Supertaifuns Ragasa wurde der Zielflughafen Guangzhou gesperrt, was die Besatzung zur Rückkehr zwang. Die Passagiere waren rund achteinhalb Stunden in der Luft, ohne ihr Ziel zu erreichen. Der Flughafen Guangzhou Baiyun gab bekannt, alle Flüge aufgrund des Taifuns Ragasa bis Mittwochabend zu streichen. Der Wirbelsturm Ragasa, auch bekannt unter dem Namen Mike, erreichte die chinesische Küste mit starken Winden und schweren Niederschlägen. Die Wetterlage erfordert präventive Maßnahmen, um die Sicherheit des Flugverkehrs und der Reisenden zu gewährleisten. Auch andere Flughäfen in der Region, wie der Flughafen Hongkong und der Flughafen Macau, waren von den Auswirkungen des Sturms betroffen. Der betroffene Flug mit dem Kennzeichen YU-ARB kehrte nach Belgrad zurück. Solche Flugumleitungen sind im Luftverkehr bei unvorhergesehenen Wetterereignissen, wie starken Stürmen, üblich. Fluggesellschaften und Flughäfen koordinieren sich, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. Die Passagiere wurden in Belgrad wieder ausgeladen und mußten ihre Reise unterbrechen. Es ist davon auszugehen, daß die Fluggesellschaft, in Absprache mit den Behörden, Ersatzflüge anbieten oder die Passagiere anderweitig unterbringen wird, sobald sich die Wetterlage in China stabilisiert hat.

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