Amely Mizzi

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Amely Mizzi

VC und UFO wollen Betriebsrat bei Eurowings Discover gründen

Derzeit gibt es bei Eurowings Discover weder Betriebsrat noch Tarifvertrag. Das wollen die Gewerkschaften UFO und Vereinigung Cockpit ändern. Mit Hilfe von Betriebsversammlungen will man das fliegende Personal zur Gründung eines Arbeitnehmergremiums bewegen. „In einem ersten Schritt werden VC und UFO gemeinsam die Kabinen- und Cockpit-Kolleginnen und -Kollegen zu einer Betriebsversammlung einladen“, sagt Stefan Herth, Präsident der Vereinigung Cockpit. „Wir setzen uns aktiv für die Gründung eines Betriebsrats ein und sind davon überzeugt, dass die Beschäftigten ein Interesse an betrieblicher Mitbestimmung bei ihrer Airline haben.“ „Nur durch eine funktionierende Sozialpartnerschaft kann ein Betrieb gesund wachsen. Dabei ist es möglich, zukunftsfähige Lösungen zu finden, welche die betriebswirtschaftliche Sicht der Arbeitgeber und den Wunsch der Arbeitnehmer nach guten Arbeitsbedingungen und fairer Vergütung  gleichermaßen berücksichtigen“, ergänzt Anja Bronstert, stellvertretende Vorsitzende der UFO. Das primäre Ziel der gewerkschaftlichen Aktivität ist, dass ein Betriebsrat gegründet wird. Anschließend will man einen Tarifvertrag für Eurowings Discover erreichen. Im Gegensatz zu anderen Konzernmitgliedern gibt es beides bislang nicht.

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Norwegian reaktiviert drei Bases

Die Corona-Pandemie brachte den hochverschuldeten Norwegian-Konzern auf den Boden der Tatsachen. Der Anbieter verkleinerte sich im Rahmen von Insolvenzverfahren, die in verschiedenen Ländern geführt wurden, massiv. Nun stehen die Zeichen wieder auf Expansion, denn in Norwegen reaktiviert man mehrere Bases. Konkret betroffen sind Bergen, Stavanger und Trondheim. Unter Hinweis darauf, dass die Regierung die Reiseregeln lockern will, kündigte der Carrier das Comeback der genannten Stützpunkte an. Man habe einen starken Anstieg der Neubuchungen verzeichnet und wagt jetzt den Neustart an den drei norwegischen Airports. Der Carrier sieht sich gut aufgestellt und schließt auch aus, dass es über den Winter 2021/22 zu irgendwelchen „Insolvenzgerüchten“ kommen könnte. In der Vergangenheit war dies in der Tat anders, denn bereits vor der Corona-Pandemie wurde in Branchenkreisen spekuliert, ob Norwegian „über den nächsten Winter kommt“.

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Spicejet will bis zu 40 zusätzliche Flugzeuge anschaffen

Die indische Fluggesellschaft Spicejet will weiter wachsen und sich zehn bis 15 Großraumflugzeuge zulegen. Insgesamt schwebt dem Carrier vor, dass man sich 30 bis 40 zusätzliche Maschinen beschafft und zwar zusätzlich zu den 133 Boeing 737 Max 8, auf die man noch wartet. Firmenchef Ajay Singh sagte gegenüber Bloomberg News auch, dass er von einer raschen Erholung des Flugverkehrs in Indien ausgeht. Gleichzeitig rechnet er mit einer besonders starken Nachfrage. Offensichtlich will man sich auch gegen den Tata-Konzern in Position bringen und setzt deshalb auf Expansion.

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Tui-Deutschland-Chef erteilt 2G-Regel eine Absage

Urlaubsreisen nur für Geimpfte und Genesene lehnt Stefan Baumert, neuer Geschäftsführer von Tui Deutschland, ab. Das plane man weder an Bord der eigenen Fluggesellschaften noch in den Hotels. Im Gespräch mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte der Manager unter anderem, dass man keine Regelung in Richtung 2G plane. Allerdings räumte er auch ein, dass man sich nach den behördlichen Vorgaben des jeweiligen Staats richten muss. Das bedeutet, wenn vor Ort 2G oder gar 1G vorgeschrieben ist, dann werde Tui dies auch umsetzen. Generell sieht der Tui-Deutschland-Chef eine „neue Normalität“ beim Reisen. Der Fortschritt der Impfaktionen habe im Sommer dazu geführt, dass das Geschäft wieder „gut angelaufen“ ist. Gleichzeitig würden Kunden mit Reisewarnungen anders umgehen und trotz dieser buchen und reisen. Die Äußerung des Tui-Managers zeigt durchaus, dass das inflationäre und wenig nachvollziehbare Aussprechen von Reisewarnungen dazu geführt hat, dass die abschreckende Wirkung verpuffte. Umfragen zeigen, dass viele Bürger diese schlichtweg nicht mehr ernst nehmen bzw. gänzlich ignorieren. Tui-Chef Baumert erklärte gegenüber den Funke-Zeitungen weiters, dass sich das Buchungsverhalten verändert habe. Wurde „vor Corona“ zum Teil bis zu ein Jahr im Voraus gebucht, kaufen Reisende nun „sehr kurzfristig“. In der Abreisewoche würde man noch bis zu 15 Prozent der Kapazität verkaufen.

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Frankreich: Easyjet hat wieder mehr Geschäftsreisende

Der Billigflieger Easyjet verzeichnete im September 2021 den höchsten Anteil an Geschäftsreisenden seit dem Beginn der Corona-Pandemie. So waren ab Frankreich 26 Prozent der Kunden geschäftlich unterwegs. Von dieser Kundengruppe waren 58 Prozent auf Inlandsflügen unterwegs. Der Carrier sieht sich auf dem richtigen Weg und geht davon aus, dass sich das Segment der beruflich Reisenden schneller als ursprünglich angenommen erholen wird. „Wir freuen uns sehr über positive Anzeichen für eine Erholung der Geschäftsreisen in unserem Netzwerk und insbesondere in Frankreich, wo der Anteil der Geschäftsreisenden im Durchschnitt über 30 Prozent und auf bestimmten Inlandsstrecken bis zu 50 Prozent erreicht hat“, so Bertrand Godinot, Frankreich-Chef bei Easyjet.

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EuGH: Flugbegleiter-Streik ist kein außergewöhnlicher Umstand

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Streiks des Kabinenpersonals kein außergewöhnlicher Umstand im Sinne der Fluggastrechteverordnung sind. Das hat zur Folge, dass Airlines die Ausgleichsleistungen bezahlen müssen. Geklagt hatte ein Passagier, dessen Flug von Salzburg nach Berlin aufgrund eines Flugbegleiterstreiks gestrichen wurde. Eurowings verweigerte die Zahlung der Entschädigung in der Höhe von 250 Euro und vertrat den Standpunkt, dass die Annullierung wegen eines außergewöhnlichen Umstands erfolgt ist. Die Streitsache zog sich durch die Instanzen und landete schließlich unter der Geschäftszahl C-613/20 vor dem Europäischen Gerichtshof. Eurowings argumentierte, dass man alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen habe, um die Streichung verhindern zu können. Das Höchstgericht sieht die Angelegenheit anders und ist der Ansicht, dass wenn bei der Konzernmutter gestreikt wird, dass damit gerechnet werden muss, dass sich auch Mitarbeiter von Tochtergesellschaften an der Arbeitskampfmaßnahme beteiligen. Das gelte insbesondere dann, wenn die Gewerkschaft explizit auch Beschäftigte dieser Airline zur Arbeitsniederlegung aufruft. Eurowings könne nicht behaupten, dass man keinen Einfluss darauf habe, wenn Mitarbeiter für bessere Arbeitsbedingungen in den Streik treten. Viel mehr wäre dies bereits im Vorfeld vermeidbar gewesen. Somit ist der EuGH der Ansicht, dass die Ursache von Arbeitsniederlegungen grundsätzlich beherrschbar ist, jedoch die Streiks in Kauf genommen wurden. Eurowings nimmt in einer ersten Stellungnahme das Urteil zur Kenntnis und bedauert, dass der Europäische Gerichtshof der vorgebrachten Argumentation nicht gefolgt ist. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft kritisiert, dass aus der Entscheidung nicht hervorgeht wann ein Streik ein außergewöhnlicher Umstand ist und wann nicht. In diesem Zusammenhang fordert man die Novellierung der Fluggastrechteverordnung und

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September 2021: Berlin hatte 1,46 Millionen Fluggäste

Der Flughafen Berlin-Brandenburg zählte im September 2021 rund 1,46 Millionen Passagiere. Gegenüber August 2021 konnte man sich somit um 30.000 Reisende steigern. Allerdings lag man deutlich unter September 2019. Vor zwei Jahren hatten die Flughäfen Schönefeld und Tegel noch 3,2 Millionen Passagiere. . Verglichen mit dem Vorjahresmonat September 2020 hat sich die Passagierzahl von rund 694.000 mehr als verdoppelt. Die Auslastung der Flugzeuge lag im September 2021 bei 77 Prozent. Im vergangenen Monat wurden am BER mehr als 13.300 Flugbewegungen und damit 600 mehr als im August verzeichnet. Im vergangenen Jahr starteten und landeten im September rund 9.500 Flugzeuge in Schönefeld oder Tegel; im September 2019 waren es fast 26.000 Maschinen. An Luftfracht wurden im abgelaufenen Monat rund 2.430 Tonnen Güter umgeschlagen, ein Zuwachs von 280 Tonnen zum August und knapp 600 Tonnen mehr als im September 2020. Im Vorkrisenmonat August 2019 waren es noch fast 3.020 Tonnen. Seit April 2021 nutzt die Flughafengesellschaft ihre beiden Start- und Landebahnen im monatlichen Wechsel. Dieser sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung des Fluglärms. Im September wurde die nördliche Start- und Landebahn genutzt. Die beigefügte Grafik zeigt die Flugbewegungen auf den einzelnen Flugrouten. „Die Fluggastzahlen im September zeigen, dass es auch über den reinen Urlaubsverkehr im Sommer hinaus eine Wiederbelebung des Flugverkehrs gibt. Auch der Geschäftsreiseverkehr hat sich erholt. Für den Oktober erwarten wir stabile Verkehrszahlen etwa auf dem Niveau der letzten Monate. Wie nachhaltig und ausgeprägt die Erholung der Nachfrage in den Wintermonaten sein wird, bleibt allerdings weiterhin vom weiteren Verlauf der Pandemie

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Adria-Pleite: Lufthansa und AUA haben 6,6 Millionen Euro angemeldet

Das Insolvenzverfahren von Adria Airways dürfte sich nach Ansicht des Masseverwalters noch mindestens drei Jahre hinziehen. Bislang wurden laut einer Mitteilung des Juristen rund 151 Millionen Euro an Forderungen angemeldet. Anerkannt wurden davon 87,7 Millionen Euro. Austrian Airlines und Lufthansa zählen mit 6,6 Millionen Euro zu den größten Gläubigern. Hintergrund sind hier laut Insolvenzverwalter, dass für ACMI-Dienstleistungen Vorauszahlungen und Sicherheiten geleistet wurden. Angesichts des Umstands, dass Adria Airways kaum mehr Mittel hatte, dürften die beiden Star-Alliance-Mitglieder allenfalls eine geringe Quote bekommen. Bemerkenswert ist auch, dass zwei ehemalige Geschäftsführer von Adria Airways, gegen die die lokale Staatsanwaltschaft Ermittlungen führt, 67.600 Euro bzw. 47.000 Euro an Forderungen angemeldet haben. Der mit Abstand größte Brocken entfällt mit 15,5 Millionen auf offene Löhne der einst rund 550 Mitarbeiter. Weitere Gläubiger sind unter anderem Leasinggesellschaften wie AeroCentury, aber auch der Triebwerkshersteller Rolls-Royce. Der Erlös, den bisherige Verkäufe und Auktionen eingebracht hat, soll in Kürze verteilt werden. Dabei sind die Löhne der ehemaligen Mitarbeiter so genannte vorrangige Forderungen. Das bedeutet konkret, dass diese vor allen anderen Gläubigern Auszahlungen erhalten werden. Generell wird die mögliche Quote aber gering eingeschätzt.

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Belgrad: Insolvente Montenegro Airlines will Wartungsbetrieb aufbauen

Die insolvente Montenegro Airlines setzt ein deutliches Lebenszeichen, denn man will auf dem Flughafen Belgrad einen neuen Line-Wartungsbetrieb aufbauen. Laut Insolvenzverwalter wurden bereits Hangars angemietet. Man will auf dem serbischen Airport Dienstleistungen für die Muster Embraer 190/195 sowie Fokker 100 anbieten. Laut Mitteilung des Masseverwalters habe man an die serbische Zivilluftfahrtbehörde bereits den Antrag, der zur Zulassung als Part-145-Wartungsbetrieb führen soll, gestellt. Ziel der ganzen Aktion ist, dass man Geld verdienen will, das der Insolvenzmasse zugeführt werden soll. Man habe bereits erste Kunden an der Angel und hofft, dass man möglichst rasch die Zulassung bekommt. Die benötigten technischen Gegenstände sollen von Montenegro nach Serbien überführt werden.

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Eurowings verschiebt erste Prag-Strecke

Die Lufthansa-Tochter Eurowings nimmt erste Justierungen am Flugplan der künftigen Basis in Prag vor. Die Strecke nach Zagreb wird erst am 16. Dezember 2021 aufgenommen und in geringerem Umfang bedient. Lediglich rund um Weihnachten und Neujahr sollen zwei Umläufe pro Woche angeboten werden. Ab 15. Jänner 2022 ist bis zum Ende der Winterflugplanperiode 2021/22 eine wöchentliche Rotation geplant. Die Basis Prag wird von der österreichischen Tochtergesellschaft Eurowings Europe aufgebaut. Ein weiterer neuer Stützpunkt ist für Stockholm-Arlanda angekündigt. In beiden Fällen schwächeln die bisherigen Platzhirsche im Lowcost-Segment. In Schweden bekommt die Lufthansa-Tochter auch Konkurrenz von Ryanair, denn dieser Billigflieger wechselt von Skavsta nach Arlanda.

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