
Seltsame Klimaprojekte
Bei Buchungen der LH – Group kann man sich bei schlechtem Fluggewissen derzeit noch entscheiden: Entweder bucht man einen „Green-fare“, oder man spendet ein paar Euro für seltsame Klimaprojekte – das wird sich aber bald ändern. Bucht man beispielsweise auf der Austrian – Seite, bieten sich mehrere Tarife an: Es gibt vier Economy- und drei Business-Tarife. Die Tarife mit der Bezeichnung „Economy Green“ oder „Business Green“ werden farblich hervorgehoben. Sie sind zwar nicht ganz billig, aber attraktiv: Umbuchung ist bei der Eco-Variante möglich, Gepäck und Platzreservierung sind dabei, ebenso SAF-Treibstoff, um nachhaltiger zu fliegen – ist das der Tarif zur Gewissensberuhigung? Was heißt „SAF“ SAF bedeutet „Sustainable Aviation Fuel“ (nachhaltiger Treibstoff), der ohne fossile Bestandteile produziert wird, z.B. aus Biomasse, Altölen, Fetten, aber pro Tonne etwa das Dreifache von Kerosin kostet. Entscheiden sich Passagiere für den „Green“ Tarif, kauft die Fluglinie die entsprechende Menge von der ÖMV und betankt damit alle paar Wochen irgendeinen Flug. Die Menge des angekauften SAF-Treibstoffs ist allerdings extrem gering. Aus der Presseabteilung der Austrian kommt dazu eine Einschränkung: Nur 20% des „Green Fare“-Zuschlages werde für den Ankauf von SAF verwendet, der andere Teil werde in „andere Klimaschutzprojekte“ investiert. Warum wird nicht gesagt. „Die Hütte gibt es nicht!“ An diesen „anderen Klimaschutzprojekten“ kann man sich im Laufe des Buchungsprozesses auch ohne „Green Fare“ beteiligen, und zwar nach Wahl eines anderen Tarifs, durch Bewegung eines Schiebers von ca. 2€ bis 30€. Damit spendet man für einzelne Klimaprojekte, die von dem Kompensationsanbieter Climate Austria (Teil der Kommunalkredit) nach








