Granit Pireci

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Granit Pireci

EuGH: Booking hat gegen deutsches Hotel das Nachsehen

Booking, eine Plattform zur Buchung von Reiseunterkünften, blitzt beim Europäischen Gerichtshof ab. Ein deutsches Hotel erhob Anklage gegen das Unternehmen, weil dieses ohne Zustimmung oder Kenntnis des Hotels einen Rabatt gewährte. Im Zuge des Verfahrens wollte Booking für den Streit Amsterdam als Gerichtsstand durchsetzen. Dort würde sich die Europa-Zentrale des Konzerns befinden, wie reisevor9.de berichtet. Doch das letzte Wort hat in solchen Fällen der EuGH. Und dieser entschied zugunsten des Hotels. In der Urteilsbegründung des EuGH heißt es: „Die Plattform Booking.com kann von einem Hotel, das sie nutzt, grundsätzlich vor einem Gericht des Mitgliedstaats, in dem das Hotel liegt, auf Unterlassung eines etwaigen Missbrauchs einer beherrschenden Stellung verklagt werden.“ Der Hotelverband Deutschland wertet das Urteil als ersten Schritt, um Booking in die Schranken zu weisen. „Diese Grundsatzentscheidung der obersten Richter der Europäischen Union ist ein enorm wichtiger Zwischenerfolg für uns im Kampf David gegen Goliath“, so IHA-Vorsitzender Otto Lindner. „Wir gehen davon aus, dass die nun erfolgte erhebliche Absenkung der Hürden für den Rechtsweg zu einer gewissen Disziplinierung im Marktverhalten des marktmächtigen Buchungsportals mit Firmensitz in Amsterdam führen wird.“

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Griechenland: Reiseeinnahmen sinken um knapp 74 Prozent

Die CoV-Krise ist nach wie vor präsent in Griechenland: Die Reiseeinnahmen im September sinken um 73,9 Prozent. Damit steckt das vom Tourismus abhängige EU-Mitgliedsstaat noch immer tief in der Krise. Mitten im Corona-Lockdown bemüht sich Griechenland daher, seine Tourismusbranche wieder in Schwung zu bringen und für das bevorstehende Jahr zu wappnen. Vor allem habe man den Ausbau touristischer Sparten wie Kletter- oder Gesundheitstourismus im Visier. Um den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen kleinen Unternehmen unter die Arme zu greifen, habe man Hilfsgelder von insgesamt 35 Millionen Euro genehmigt. wie news.gtp.gr berichtet. Außerdem wurden in diesen Tagen Genehmigungen für den Bau oder die Modernisierung von Hotelanlagen auf Inseln wie etwa Kos, Skyros, Athen, Mykonos, Korfu und Patmos erteilt. „Es ist ein entscheidendes Jahr für die griechische Tourismusbranche, aber auch für die Griechen im Allgemeinen“, so Tourismusminister Charis Theocharis. Für das Land ist 2021 ein besonderes Jahr: Es markiert das 200. Jubiläum der Revolution von 1821.

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Macht ein Flughafen in Klagenfurt überhaupt Sinn?

Die Pandemie zieht die gesamte Luftfahrtbranche ins Verderben. Auch die Airports schreiben horrende Zahlen, besonders Regionalflughäfen befinden sich im Sinkflug. So auch der Klagenfurter Flughafen, dessen Sinnhaftigkeit jetzt offen hinterfragt wird. Denn ab 2025 könne mit der Fertigstellung der sogenannten Koralmbahn gerechnet werden. Dieses Großprojekt der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) verkürzt die langatmige dreistündige Zugverbindung Graz-Klagenfurt auf 45 Minuten. Der Flughafen Graz-Thalerhof würde damit auch der Passagierflughafen von Klagenfurt. Was auch noch dafür spricht: KLU schlummert nicht nur jetzt vor sich hin.  Denn der Airport flog schon vor Covid-19 in die roten Zahlen. So sank das Passagieraufkommen von 2018 auf 2019 um 8,4 Prozent auf 209.000 Fluggäste. Dementsprechend sah auch das Finanzergebnis aus: Unter dem Strich stand ein Verlust in der Höhe von 2,5 Millionen Euro, nach einem Minus von 1,4 Millionen im Jahr 2018. Das sei eine Verschlechtung um fast 79 Prozent, wie 5min.at berichtet. Und das trotz Investor. Das Corona-Jahr dürfte auch katastrophal ausfallen. Doch trotz dieser Tatsachen bekennt sich Landeshauptmann Peter Kaiser zum bröckelnden Flughafen. Er sei eine wichtige Infrastruktureinrichtung. ÖVP-Wirtschaftsreferent Sebastian Schuschnig hingegen zweifelt an den Bau eines Bahnhofs direkt unter dem Grazer Airport. Dagegen würden die hohen Errichtungskosten sowie die Fahrzeitverlängerung durch diesen Stopp sprechen. Die ÖBB dementieren gegenüber dem ORF diese Aussagen mit dem Verweis, dass ein Bahnhof beim Grazer Flughafen erst in einer späteren Bauphase vorgesehen sei. Man darf gespannt sein.

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Vodafone und Ericsson entwickeln das Navi für Drohnen

Drohnen, die per Mobilfunk gesteuert werden, erkennen Gefahren selbstständig in Echtzeit und weichen ihnen automatisch aus. Möglich macht das der neue Mobilfunk-Standard 5G, den Vodafone momentan in Deutschland ausbaut.  In Zusammenarbeit mit Ericsson testet der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern schon jetzt, wie Drohnen das schnelle Netz nutzen können, um potenziellen Gefahrensituationen automatisch auszuweichen. Gemeinsam entwickeln die Partner das erste Navigationssystem für Drohnen. Die Technologie soll künftig den Drohnen-Luftverkehr sicherer und effizienter machen. „Wir bauen das Navi für Drohnen. Logistiktransporte, Notfallmedizin oder Amazon-Pakete – die Drohnenanwendungsfälle von denen wir heute träumen, werden morgen mit 5G Realität“, erklärt Daniel Leimbach, Bereichsleiter für das Geschäft mit Vodafone bei Ericsson Deutschland. Die Drohnen, die Vodafone und Ericsson im 5G Mobility Lab in die Luft schicken, nutzen Informationen, die die Mobilfunknetze bereitstellen, um Flugrouten zu berechnen und diese bei kurzfristigen Gefahren anzupassen.

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Trotz Pandemie: Neue Betriebsansiedlung in der Vienna Airport Region

Die Vienna Airport Region rund um den Flughafen Wien wächst auch in der COVID-19-Krise weiter: Die Deutsche Logistik Holding (DLH) wird auf einem rund 30.000 m2 großen Grundstück nahe des Flughafen-Areals drei Logistikimmobilien errichten. Dort sollen Lager- und Industrial Light Hallen, speziell für Luftfrachtlogistiker, entstehen. Es handelt sich dabei um eines der letzten verfügbaren Grundstücke in der Nähe des Flughafens. „Trotz Pandemie wächst und entwickelt sich die Vienna Airport Region weiter: Wir freuen uns, mit DLH eine weitere internationale Betriebsansiedlung in der Region begrüßen zu dürfen. Das schafft weitere Arbeitsplätze, stärkt die Kaufkraft und die gesamte Entwicklung der Flughafen-Region und das ist gerade in der Krise von besonderer Bedeutung“, erläutert Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

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SPÖ für Insolvenzabsicherung von Fluglinien und ausreichende Entschädigung für abgesagte Reisen

Gestern tagte der Konsumentenschutzausschuss und bearbeitete zahlreiche Oppositionsanträge. Darunter auch die von der SPÖ eingebrachten Forderungen nach einer Insolvenzabsicherung von Fluglinien sowie einer ausreichenden Entschädigung für abgesagte Reisen. SPÖ-Abgeordnete Markus Vogl und Christian Drobits traten an den Konsumentenschutzminister mit dem Ersuchen heran, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, dass Fluglinien – ähnlich wie Reiseveranstalter – verpflichtend eine Insolvenzversicherung abschließen müssen. Dadurch wären auch jene Personen rechtlich besser abgesichert, die ihren Flug selbst über Online-Plattformen oder direkt bei der Fluglinie buchen. Sie erhalten derzeit – im Gegensatz zu Pauschalreisenden – im Insolvenzfall nur einen geringen Teil des Ticketpreises oder sogar gar nichts rückerstattet. Hier müsse es zu einer Gleichstellung der Konsumenten kommen. Die Fluggesellschaften sind es, die in diesen Zeiten negative Schlagzeilen machen, nicht zuletzt aufgrund der Nichteinhaltung der gesetzlichen Ticketrückerstattungs-Frist. Und das Vorgehen bleibt meist ohne Folgen, auch wenn im Endeffekt der Kunde mit Gutscheinlösungen abgespeist wird. Da würde eine rechtliche Absicherung der Forderung die Rechtsstellung der Verbraucher erheblich verbessern. Doch der Ausschuss ist anderer Meinung: NEOS-Vertreterin Fiona Fiedler lehnte den Vorschlag der SPÖ ab, weil er ihrer Einschätzung nach zu einer Verteuerung der Tickets führen würde. Abgeordneter Ernst Gödl (ÖVP) sprach von einem schlechten Zeitpunkt, zumal die Flugbranche derzeit extrem von der Corona-Krise betroffen sei. Er stellte daher einen Vertagungsantrag.

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EU arbeitet an digitalem Einreisesystem

Die Europäische Kommission arbeitet mit der Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union (EASA) zusammen, um ein gemeinsames digitales Einreisesystem der EU zu starten. Damit soll der Reiseverkehr zwischen den Mitgliedsstaaten noch sicherer werden. „Vor vier Wochen wurden wir beauftragt, ein digitales Formular für die Passagiersuche zu entwickeln. Jetzt starten wir das erste Pilotprojekt – in enger Zusammenarbeit mit der EASA“, so Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen während der Pressekonferenz. Ziel sei es, bis Ende des Jahres mit dem Passagiersuchformular fertig zu sein, wie news.gtp.gr berichtet. Griechenland war das erste Land innerhalb der Europäischen Union, welches ein PLF-System für Reisende eingeführt hat.

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Trotz Staatshilfe: Air Serbia wird Personal abbauen

Die serbische Regierung hat einen Entwurf zum Staatshaushalts 2021 eingebracht. Dieser sieht unter anderem vor, dass Air Serbia auch im nächsten Jahr mit staatlichen Hilfsgeldern in Millionenhöhe unterstütz wird. Trotzdem muss die Fluggesellschaft eigenen Angaben zufolge seine Mitarbeiterzahl nach unten drücken, um halbwegs sicher aus der Krise zu fliegen. „Angesichts des Geschäftsausfalls infolge der Pandemie ist das Unternehmen nicht mehr in der Lage, die bestehenden Kosten zu tragen. Daher sind wir gezwungen, zusätzliche Maßnahmen zur Kostensenkung einzuleiten. Diesmal trifft es leider unsere Belegschaft“, heißt es in einer Aussendung. Man habe sich bis zuletzt noch bemüht, die Arbeitsplätze zu retten. Medienberichten zufolge müssen insgesamt 300 Mitarbeiter dran glauben. Auch zu den angekündigten Lohnkürzungen wird es kommen, wie exyuaviation.com berichtet. So wurde der Belegschaft mitgeteilt, dass die Löhne von Dezember 2020 bis März 2021 gekürzt werden. Eine Verlängerung dieser Maßnahme sei angesichts der angespannten Situation durchaus denkbar. 

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Flughafen Maribor könnte zu einem Logistikzentrum werden

Seit mehr als einem Jahr werden am Regionalflughafen Maribor-Edvard Rusjan keine Linienflüge mehr durchgeführt. Jetzt soll dort ein modernes Frachtlogistikzentrum entstehen. Der slowenische Infrastrukturminister Jernej Vrtovec würde sich schon in Gesprächen mit potenziellen Investoren befinden, wie das Nachrichtenportal Exyuaviation berichtet. „Sobald die erforderlichen Genehmigungen von den lokalen Behörden und der slowenischen Regierung eingeholt sind, werden die Arbeiten zum Ausbau der Landebahn des Flughafens Maribor und zum Aufbau einer Eisenbahnverbindung zum Flughafen beginnen können“, so der Minister. Noch in diesem Jahr soll das Vorhaben fixiert werden, sodass im nächsten Jahr die Bauausschreibung erfolgen kann. Der Flughafen Maribor verzeichnete in diesem Jahr keinen Frachtverkehr. In den ersten drei Quartalen wurden jedoch 2.414 Passagiere abgefertigt, die alle auf Charter- oder Privatflügen reisten.

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Bill Gates: „50 Prozent der Geschäftsreisen fallen weg“

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates ist eine der meistgehörten Stimmen seit Beginn der Pandemie. In einem Interview sagt er nun, dass er an die Etablierung des Home-Office glaube. Seinen Prognosen zufolge werden nach Corona rund die Hälfte der Geschäftsreisen wegfallen. „Die Welt hat erkannt, dass Home-Office möglich ist und neue Möglichkeiten in der Arbeitswelt schafft. Das wird unser Arbeitsverhalten langfristig ändern und die Nachfrage nach Geschäftsreisen dramatisch senken“, so Bill Gates in dem Interview. Er selber habe seit Beginn der Pandemie keine straffen Zeitpläne mehr, wie interestingengineering.com berichtet. Glaubt man seinen Worten, so wird sich dieser Trend generell bemerkbar machen. „Die Luftfahrtbranche wird nie wieder das Vor-Corona-Niveau erreichen“, so Gates weiter.

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