Granit Pireci

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Granit Pireci

Croatia Airlines: Staat hilft aus

Croatia Airlines darf sich über eine Finanzspritze freuen: Die kroatische Regierung schultert die Krise in Form einer Kapitalerhöhung in der Höhe von 46 Millionen Euro. Dazu wird der staatliche Carrier neue Aktien ausgeben, die allesamt vom Staat aufgekauft werden, der bereits zu 99 Prozent an der Airline beteiligt ist. Darüber hinaus sollen weitere 11,7 Millionen Euro als Direkthilfe fließen. Dadurch sollen entstandene Verluste gedeckt werden, wie exyuaviation.com berichtet. Die getroffenen Maßnahmen würden auch kartellrechtlichen Vorschriften entsprechen. Die Gelder sollen noch in diesem Jahr bei Croatia Airlines ankommen. Die Fluglinie verzeichnete in den ersten neun Monaten des Jahres einen Nettoverlust von 32,1 Millionen Euro, im Vergleichszeitraum des letzten Jahres stand ein Minus von 6,5 Millionen Euro zu Buche. In den ersten drei Quartalen ging der Umsatz um 59 Prozent auf 71,7 Millionen Euro zurück.

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Reisen mit Gesichtserkennung: Lufthansa ist erster Anbieter

Star Alliance hat die Entwicklung einer systemübergreifenden biometrischen Identitäts- und Identifizierungs-Plattform abgeschlossen. Lufthansa und Swiss werden den Anfang machen und Star Alliance Biometrics noch im November für ausgewählte Flüge einsetzen. An den Drehkreuzen Frankfurt und München wurde hierfür spezielle Infrastruktur eingerichtet. Kunden des Vielfliegerprogramms Miles&More, die der Teilnahme an Biometrics zustimmen, können den Zugang zu den Sicherheitskontrollen und den Boarding-Gates kontaktlos passieren – in Zeiten von Covid-19 ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitsschutz. Dabei können die Reisenden ihre Mund-Nasen-Bedeckungen, die sie im Terminal tragen müssen, auch während der biometrischen Identitätsüberprüfung aufbehalten, denn die Identifikation der Passagiere wird dadurch nicht beeinträchtigt. Die in Star Alliance Biometrics verwendete Lösung zur Identifizierung basiert auf der Gesichtserkennungstechnologie NEC I:Delight der japanischen NEC Corporation. „Persönliche Daten – etwa Fotos und andere Identifikationsmerkmale – werden verschlüsselt und innerhalb der Plattform sicher gespeichert. Das System wurde von Anfang an unter Beachtung der geltenden Datenschutzgesetze und auf Basis der neuesten Gesichtserkennungstechnologie entwickelt. Die Speicherung persönlicher Daten wird auf ein notwendiges Minimum begrenzt. Es werden beispielsweise keine Kundennamen gespeichert“ heißt es in der Aussendung.

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Easyjet fährt ersten Verlust der Geschichte ein

Easyjet hat den ersten Jahresverlust ihrer Firmengeschichte eingeflogen: Unter dem Strich steht ein Fehlbetrag vor Steuern in der Höhe von fast 1,2 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte noch ein Gewinn von knapp 480 Millionen Euro in der Bilanz gestanden. Auch der Billig-Airline setzt die Corona-Pandemie massiv zu. Im abgelaufenen Geschäftsjahr brach die Zahl der Fluggäste infolge der Reisebeschränkungen und des Einbruchs der Nachfrage um die Hälfte auf gut 48 Millionen ein. Die Aussichten für den Winter bleiben daher düster. Easyjet-Chef Johan Lundgren will im laufenden Quartal höchstens ein Fünftel des ursprünglich vorgesehenen Flugprogramms anbieten. Zuletzt hatte er noch ein Viertel anvisiert. Hoffnung mache die Aussicht auf einen baldigen Impfstoff, so Lundgren.

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Corona: Flughafen Wien bewegt sich auf Jahresverlust zu

Die Corona-Pandemie färbt die Zahlen des börsennotierten Flughafenbetreibers dunkelrot: Am Flughafen Wien ging die Zahl der Passagiere von Jänner bis September 2020 um 70,7 Prozent auf knapp sieben Millionen zurück. Die Zahl der Flugbewegungen schrumpfte in den ersten neun Monaten des heurigen Jahres um mehr als 60 Prozent auf 80.580 Starts und Landungen, die durchschnittliche Auslastung von 77,5 auf 59,5 Prozent. Auch die Geschäftszahlen schickt die Covid-19-Krise auf Talfahrt, der Umsatz liegt brach. Nur 277 Millionen Euro erwirtschaftete die Flughafen Wien AG im Beobachtungszeitraum und damit um rund 57 Prozent weniger als davor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sackte um mehr als 80 Prozent auf 62,3 Millionen Euro ab und das operative Ergebnis (Ebit) drehte in die Verlustzone, auf minus 43,6 Millionen Euro. Darüber hinaus hat sich auch die Nettoverschuldung ins Negative entwickelt und bisweilen mehr als verdoppelt (162 Millionen Euro). Der Nettoverlust fällt wohl höher aus als gedacht: Der Flughafen steuert wohl auf ein Minus von 75 bis 85 Millionen Euro vor Minderheiten zu. Langfristig verfüge man über „gesicherte Liquidität, die für alle vorhersehbaren Krisen-Szenarien eine ausreichende Finanzierung gewährleistet“, heißt es in der Aussendung. Diese wird der Airport auch brauchen. Denn die Aussichten sehen alles andere als rosig aus. Im Oktober wurden nur 378.107 Reisende abgefertigt, derzeit liegt das Passagieraufkommen deutlich unter 20 Prozent des Vorjahres. „Für das Gesamtjahr 2020 erwarten wir zwischen 7,6 Millionen und 7,8 Millionen Fluggäste am Standort Wien“, so Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Die Hoffnung liegt auf Schnelltestungen „Ein möglicher

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ACI Europe: Passagierzahlen stark rückläufig

ACI Europe liefert erschreckende Zahlen: Dem jüngsten Bericht des Flughafenverbandes zufolge ist der Passagierverkehr in den europäischen Flughafennetzen derzeit um 81 Prozent zurückgegangen. Ein außergewöhnlicher Tiefpunkt wurde am gestrigen Tag erreicht: Da überschritt der Wert der „verlorenen“ Fluggäste die 1,5 Milliarden-Marke. Isoliert betrachtet sinken die Verkehrszahlen auf Flughäfen in der EU, im EWR, in der Schweiz und in Großbritannien im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 86 Prozent. Im übrigen Europa sehe die Sache wesentlich stabiler aus. Die Airports erweisen sich als widerstandsfähiger, trotzdem verlieren auch sie 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  „Die Fluggesellschaften reduzieren weiterhin die geplante Kapazität als Reaktion auf verschärfte Maßnahmen der Regierungen, was die bereits durch Reisebeschränkungen verursachten Probleme nur noch verschlimmert. Aus heutiger Sicht steuert der Passagierverkehr in Richtung eines weiteren Zusammenbruchs, ähnlich dem im zweiten Quartal, als das Volumen um 96 Prozent zurückging“, so Olivier Jankovec, Generaldirektor von ACI Europe. Diese Situation hat die Top 10 der europäischen Flughafenliga auf den Kopf gestellt. Der verkehrsreichste europäische Flughafen war im September Antalya mit nur 2,25 Millionen Passagieren (-53,5 Prozent), gefolgt von Moskau-Sheremetyevo (-53,5 Prozent), Moskau-Domodedowo (-26,2 Prozent) und Istanbul (-71 Prozent). Andere große Drehkreuze wie Frankfurt und München schafften es nicht einmal in die Auflistung.

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Alaska: Bärin von Boeing-Maschine getötet

Im US-Bundesstaat Alaska kam es zu einem kuriosen Zwischenfall: Eine Boeing 737-700 der Alaska Airlines hat kurz nach der Landung eine Braunbärin erfasst und getötet. Nur wenige Minuten vor dem Landeanflug der Maschine sei die Piste von Mitarbeitern des Flughafens Yakutat geräumt worden. Danach hätten sich eine Bärin und ihr Junges unbemerkt auf die Landebahn geschlichen, wie das Luftfahrtportal Aero berichtet. Den Menschen an Bord sei dabei nichts passiert, sie kamen mit einem Schrecken davon. Lediglich das Flugzeug sei beschädigt worden und konnte zunächst nicht weiterfliegen. Die Reparatur werde womöglich mehrere Tage in Anspruch nehmen.

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Asiana Airlines vor Übernahme durch Korean Air

Trotz Corona: Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air will den kleineren hochverschuldeten Mitbewerber Asiana Airlines übernehmen.  Der Kaufwert betrage 1,37 Milliarden Euro, teilte Südkoreas Branchenführer am Montag mit. Sobald die Übernahme abgeschlossen sei, könne man unter die zehn größten Fluggesellschaften der Welt aufsteigen, wie das Fliegermagazin CH-Aviation berichtet. Die Genehmigung der Wettbewerbsbehörde stehe noch aus. Um die Übernahmekosten zu schultern, will Korean Air im nächsten Jahr durch die Ausgabe neuer Aktien aufbringen. Damit könnte ein Rivale den anderen ausstechen. Ein ähnliches Szenario wurde in der Vergangenheit oft von Branchen-Kennern als Folge der Corona-Krise in den Raum geworfen. Frei nach dem Motto: Survival of the Fittest.

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Smartwings darf Schulden später zurückzahlen

Smartwings kann ein wenig aufatmen: Dem tschechischen Unternehmen wurde ein Zahlungsaufschub gewährt. Damit gewinnt der Low-Coster in der Krise an Boden. Smartwings bekommt weitere sechs Monate zugesprochen, um den Corona-bedingten Kredit zurückzuzahlen. Diese Stundung habe man bereits im August beantragt, wie ch-aviation.com berichtet. Und zuerst sah es alles andere als gut aus: Denn der Senat legte sich quer und legte gegen den Gesetzesentwurf ein Veto ein. Kritisiert wurde unter anderem die Tatsache, dass Unternehmen, darunter auch die Smartwings Gruppe, der vorübergehende Schutz vor Gläubigern genehmigt wird, während andere leer ausgehen. Geholfen hat dies nichts. Durch eine verstärkte Mehrheit kam das Gesetz dennoch wirksam zustande. 

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TUI: Ein weiteres Hilfspakets nicht ausgeschlossen

Beim gebeutelten Reiseveranstalter TUI brodelt mal wieder die Gerüchteküche. Offenbar befindet sich das Management in Gesprächen über weitere Staatshilfen, nachdem schon drei Milliarden Euro vom Bund locker gemacht wurden. Auch andere Mittel zur Kapitalbeschaffung sind denkbar. Zurzeit würden Verhandlungen zur mittlerweile dritten Finanzspritze laufen. Diese sei auch dringend notwendig. Denn dem Konzern würde aufgrund eines monatlichen Mittelabflusses „im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich“ spätestens an Ostern das Geld ausgehen, wie das Nachrichtenportal Reisevor9 berichtet. Im schlimmsten Fall könnten dann auch zahlreiche Hotels, Fluggesellschaften und andere Partner mit ins Verderben gezogen werden. Dieses Szenario wolle der Bund verhindern. Darüber hinaus möchte TUI-Chef Friedrich Joussen keine weiteren Optionen ausschließen. Möglich wären Teilverkäufe von Vermögenswerten, die ebenfalls Liquidität in die Kasse spülen könnten. Mehr oder minder konkret handele es sich dabei um Hotels oder auch Grundstücke, die zur Disposition stehen könnten. Möglicherweise wird es sogar auf Unternehmensbereiche hinauslaufen. Außerdem könnte TUI einen Teil der Vermögenswerte in Immobilienfonds einbringen. Über diesen könnte der Konzern zumindest die operative Kontrolle über die Liegenschaften bewahren. Die positive Nachricht: Es liegen viele Alternativmöglichkeiten auf dem Tisch. 

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FACC erhält EN 9110 Zertifizierung

FACC hat kürzlich die EN 9110 Zertifizierung erhalten und rückt damit eigenen Angaben zufolge „in die weltweite Champions League der Wartungs- und Instandhaltungsbetriebe vor“. Mit diesem Qualitätssiegel erfüllt FACC nun die Voraussetzung, Flugzeugkomponenten und -systeme aller möglichen Hersteller in das Service aufnehmen zu dürfen. FACC ist in Österreich das einzige Unternehmen mit dieser Zertifizierung und zählt zu einem weltweit kleinen Kreis an berechtigten Spezialfirmen. „Flugzeuge sind technisch hochkomplex, dementsprechend streng sind die Anforderungen an Unternehmen, damit sie diese MRO-Services durchführen dürfen“, berichtet Robert Machtlinger, CEO der FACC AG. „Nun hat FACC mit der EN 9110 Zulassung den höchsten internationalen MRO-Befähigungsnachweis erhalten. Wir können mit diesem Qualitätssiegel ab sofort nicht nur selbst produzierte Flugzeugteile, sondern auch Komponenten und Systeme aller Hersteller in die Wartung und Reparatur nehmen“, so Machtlinger. 

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