Granit Pireci

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Granit Pireci

Air Serbia kann Etihad-Kredit nicht bezahlen

Der Kredit, den Großaktionär Etihad vor einigen Jahren gewährte, kann aufgrund der Corona-Krise nicht mehr bedient werden. Nun soll eine Lösung ausgehandelt werden. Air Serbia möchte neu verhandeln: Die serbische Fluggesellschaft habe Etihad darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie ihren Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht nachkommen könne. Die Golf-Airline ist mit 49 Prozent am Unternehmen beteiligt und hatte diesem in den letzten fünf Jahren zwei Darlehen gewährt. Aufgrund der finanziellen Belastungen ausgelöst durch die Corona-Pandemie könne man diese nicht wie vereinbart zurückzahlen, wie exyuaviation.com berichtet.  Berichten zufolge handle es sich dabei um höhere zweistellige Millionenbeträge. Etihad habe aber schon erste Signale in Richtung des Kreditnehmers gesendet: Die Fluglinie sei bereit, sich auf „sinnvolle Gespräche“ einzulassen, um ein neues Zahlungsziel zu vereinbaren. Überdies erklärte die serbische Regierung zu Beginn der Krise, die angeschlagene Luftfahrtindustrie im Land bestmöglich unterstützen zu wollen. Die Überwindung bestehender Verluste und Erleichterungen bei Steuerabgaben würden in erster Linie forciert werden.

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Mai: Lichtblick in Berlin

Immerhin ein bisschen mehr Fluggäste als im April konnten Schönefeld und Tegel im Mai 2020 zählen. Der Flugverkehr an den Berliner Flughäfen bewegte sich im Mai weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Nach dem drastischen Einbruch der Passagierzahlen in den Vormonaten zeigten sich aber dennoch – wenn auch recht kleine – Anzeichen der Erholung. So starteten und landeten an den Flughäfen Schönefeld und Tegel im April 51.979 Menschen. Damit haben sich die Fluggastzahlen im Vergleich zum April zwar nahezu verdoppelt, liegen aber gegenüber dem Vorjahresmonat nur bei 1,6 Prozent.  „Auch der Mai war für die Flughafengesellschaft ein verlorener Monat. Zwar zieht der Flugverkehr nach Wochen des Stillstands ganz langsam wieder an, erreicht aber erst gegen Monatsende 2 bis 4 Prozent des Vorjahreswertes. Für die kommenden Wochen erwarten wir, dass der Flugverkehr schrittweise weiter anzieht. Wir sind an beiden Flughäfen gut darauf vorbereitet, die steigende Anzahl der Flüge unter den geltenden Abstands- und Hygieneregeln sicher durchzuführen“, so Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung. Der Frachtverkehr habe im Mai hingegen einen vergleichsweise weniger starken Rückgang verzeichnet, wie man mitteilt. Insgesamt wurden im vergangenen Monat 961 Tonnen Luftfracht über die beiden Flughäfen abgewickelt. Ein Minus von 68,9 Prozent. In Tegel waren es rund 7 Tonnen (minus 99,6 Prozent) Luftfracht, in Schönefeld 954 Tonnen (minus 14,4 Prozent).

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Frankreich macht Milliarden für die Luftfahrt locker

Die Regierung will eine existenzielle Bedrohung abwenden. „Die Luftfahrtindustrie ist unser nationaler Stolz“, so stellt Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire das Rettungspaket in Paris vor. Die französische Regierung greift der Branche deswegen mit 15 Milliarden Euro unter die Arme. So soll eine „existenzielle Bedrohung“ durch die Corona-Pandemie abgewendet werden. Wie wichtig dieser Industriezweig für Frankreich ist, lasse sich anhand von Zahlen visualisieren. Denn knapp 200.000 Menschen seien in diesem Bereich beschäftigt, wie handelsblatt.com berichtet. Alleine 48.000 bei Airbus, dem größten Flugzeughersteller der Welt. Durch die staatliche Hilfe soll auch dazu dienen, dass heimische Unternehmen mit den Konkurrenten mithalten können.

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Air Malta fliegt ab 1. Juli 2020 wieder

Das kleinste Mitglied der Europäischen Union öffnet sich wieder für Touristen. Daher wird Air Malta ab 1. Juli 2020 den Flugbetrieb wiederaufnahmen. Air Malta erwacht wieder aus dem Corona-Schlaf: Nach mehrwöchigem Stand-By fällt ab dem 1. Juli der Startschuss. So wird die Fluggesellschaft neun Flughäfen anfliegen, darunter Catania (Sizilien), Frankfurt, München, Düsseldorf, Berlin, Prag und die Stadt Luxemburg. Genf und Zürich würden nur eine Woche später folgen. Wie man unschwer erkennen kann, konzentriert sich der Carrier auf sogenannte safe places. In diesen Regionen wird das Corona-Virus-Risiko als sehr gering eingestuft. Deswegen müssen ankommende Fluggäste auch weder einen negativen PCR-Test vorweisen noch die 14-tägige Selbstisolation antreten.

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AUA stellt Salzburg-Wien endgültig ein

Das Corona-Comeback von Austrian Airlines findet nicht in Salzburg statt. Der Carrier zieht sich nach über 60 Jahren Präsenz zurück. Der Flugbetrieb in Salzburg nimmt wieder Fahrt auf: Nach leeren Hallen, Einschränkungen und Stand-By-Betrieb, wird es in der Mozartstadt wieder geschäftiger. So nehmen Airline-Partner wie Eurowings, Ryanair oder Turkish Airlines ihre Flugstrecken ab Salzburg wieder mit dem Ziel auf, das Vor-Corona-Niveau schnellstmöglich zu erreichen. Bei aller Freude über die allmähliche Normalisierung, gibt es auch weniger erfreuliche Nachrichten für den Flughafen. Denn ausgerechnet Home-Carrier Austrian Airlines dreht dem Standort Salzburg nun den Rücken zu. Nach 60 Jahren wird die Flugverbindung Wien-Salzburg aufgegeben. „Für den Wirtschaftsstandort Österreich ist es sehr erfreulich, dass die AUA als österreichische Airline weiterhin bestehen bleibt. Umso mehr bedauern wir es, dass Salzburg in Zukunft nicht mehr Teil des Streckennetzes der AUA sein wird. Insbesondere, weil nur ein Bruchteil der Passagiere Wien als Enddestination erreichen wollte, während über 90% das Drehkreuz der Austrian am Flughafen Wien genutzt haben, um Ziele in der ganzen Welt zu erreichen“, so Bettina Ganghofer, Geschäftsführerin des Salzburger Flughafens.

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Schweiz: Luftfahrt-Kündigungswelle steht bevor

Zahlreiche Aviation-Jobs stehen in der Schweiz akut auf der Kippe. Die Nachwirkungen von Corona dürften noch längere Zeit spürbar bleiben. Die Corona-Krise wird die Schweizer Luftfahrt wohl noch länger verfolgen. Denn während Flugzeuge noch am Boden verbleiben müssen, fliegen die Kündigungsschreiben direkt in die Hände der nun Arbeitslosen. Aus diesem Grund sei eine weitere Kündigungswelle absehbar, wie aero.de berichtet. Harten Zeiten brechen an für die Belegschaft in der Luftfahrt. Unter anderem Swissport, SR Technics und Gategroup bringen sich für Massenkündigungen in Stellung und wollen so ihre Kostenstruktur nach unten korrigieren. Um dem entgegenzuwirken, plant das Parlament noch eine Gesetzänderung – mit den derzeitigen Regelungen wären es sonst nicht stemmbar.

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Ryanair geht gegen Alitalia-Hilfe vor

Nach Air-France-KLM und Lufthansa kündigt Ryanair-Chef O’Leary nun auch eine Klage gegen die Verstaatlichung von Alitalia an. Ryanair-Oberhaupt Michael O’Leary ist die geplante Verstaatlichung von Alitalia ein Dorn im Auge. Er würde es sogar für nötig halten, gerichtlich dagegen vorzugehen: „Wir sind bereit, in Brüssel eine Klage einzureichen wegen unerlaubter Staatshilfen zur Rettung Alitalias“, wird der Chef der Lauda-Mutter von tt.com zitiert. Es sei nicht hinnehmbar, dass der Staat dem hilfsbedürftigen Carrier drei Milliarden Euro zur Verfügung stellen möchte. Das sei leichtfertig und ohnehin nur hinaus geschmissenes Geld und würde damit der gesamten Tourismusbranche Italiens schaden, so O‘Leary. Überdies vergleiche er die Vorgehensweise der italienischen Regierung mit dem „nordkoreanischen Modell.“

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Airbus macht Druck auf Kunden

Wer nicht mit dem Flugzeugbauer in Kontakt tritt, könnte schon bald Post vom Gericht bekommen. Flugzeugbauer Airbus setzt säumige Fluggesellschaften erstmals in dieser Krise in Verzug. Viele würden sich gar nicht erst melden oder ans Telefon gehen. Dieses Verhalten könne man nicht weiter so hinnehmen und tolerieren, so Konzern-Chef Guillaume Faury. Darüber hinaus werde man auch nicht davor Halt machen zu klagen, sollten sich die Kunden bestellte Flugzeuge nicht ausliefern lassen. Doch das soll nur Abhilfe schaffen, wenn wirklich alle Stricke reißen, wie aero.de berichtet. „Wir versuchen immer, einen anderen Weg zu finden, um das Problem zu lösen und hoffen, nicht vor Gericht zu müssen“, so Faury weiter. Die Zahlen sprechen dabei eine deutliche Sprache: Nur 24 Maschinen des Typs A220, A320 und A350 wurden im letzten Monat neuen Besitzer übergeben. Kein Wunder also, dass man sich Sorgen macht, zu viel unverkauftes Material aufzubauen.

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CSA will A220-300 später übernehmen

Verhandlungen mit Airbus Canada laufen derzeit. Abbestellen will man allerdings nicht, sondern lediglich verschieben. Czech Airlines muss seine Pläne durchkreuzen und sich neu strukturieren. Dazu sei es von Nöten, dass sich etwaige Vertragspartner auch dementsprechend kooperativ zeigen. So befinde man sich derzeit in Verhandlungen mit Flugzeugbauer Airbus, um die Auslieferung von vier bestellten A220-Maschinen später durchführen zu lassen. Diese seien aber immer noch nicht in trockenen Tüchern, wie ch-aviation.com berichtet. Im selben Atemzug betont man aber auch, dass man die Bestellung nicht annullieren, sondern lediglich auf einen späteren Zeitpunkt verschieben möchte. Langfristig plane man mit den Flugzeugmodellen. Der neue Termin soll mit Ende des Jahres festgesetzt werden.

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Streit mit den USA: China rudert zurück

Nicht einmal 12 Stunden nachdem die Vereinigten Staaten vier chinesischen Fluggesellschaften das Landerecht entzog, rudert die Volksrepublik zurück und lockert ihre Einreisebestimmungen. Ab dem 8. Juni erlaubt Peking ausländischen Carriern, einmal in der Woche einen beliebigen Flughafen anzufliegen. Damit sendet man ein positives Signal in Richtung Washington und legt – zumindest vorerst – den Streit über den Wolken bei. Die neuen Lockerungen würden mit erhöhten Sicherheitsvorkehrungen einhergehen, wie n-tv.de berichtet. So müsse man nach der Ankunft auf den neuartigen Covid-19-Erreger getestet werden. Überdies stellt man weitere Erleichterungen in Aussicht: Sollte in den nächsten drei Wochen kein Corona-Fall auftreten, so dürfe zweimal wöchentlich geflogen werden.

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