Jan Gruber

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Jan Gruber

FDP will Leipzig den Beinamen Hans-Dietrich Genscher geben

Geht es nach der FDP-Landesgruppe Sachsen, so könnte der Flughafen Leipzig/Halle schon bald einen Beinamen bekommen: Hans-Dietrich Genscher. Als Argument wird angeführt, dass andere Flughäfen nach ehemaligen SPD- bzw. CDU-Spitzenpolitikern benannt sind. Die Liste der ehemaligen Funktionsträger, zu deren Ehren deutsche Airports benannt sind, ist lang: Konrad Adenauer (Köln/Bonn), Helmut Schmidt (Hamburg), Franz Josef Strauß (München), Manfred Rommel (Stuttgart), Hans Koschnick (Bremen) und so weiter. Der Flughafen Berlin-Brandenburg trägt den Beinamen Willy Brandt. Die sächsische FDP richtet nun an die Landesregierung die Forderung, dass der Airport Leipzig/Halle künftig den Beinamen Hans-Dietrich Genscher tragen soll. Dabei verweist man auch auf den regionalen Bezug, denn der im Jahr 2016 verstorbene Politiker ist in Reideburg (Stadt Halle an der Saale) geboren und studierte in Leipzig. In der Bundesrepublik Deutschland fungierte Genscher unter verschiedenen Bundeskanzlern als Außenminister und war zeitweise auch Vizekanzler. Die FDP verweist auch auf seine Rolle in der deutschen Geschichte, insbesondere im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung.

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Finnland: Xfly schielt auf fünf subventionierte Strecken

Der teilstaatliche ACMI-Anbieter Xfly teilte mit, dass man an der Übernahme von fünf Strecken innerhalb Finnlands ab März 2021 interessiert ist. Diese werden von Finnair aufgegeben. Dabei handelt es sich um folgende Ziele ab Helsinki: Joensuu, Jyväskylä, Kajaani, Kemi/Tornio, and Kokkola/Pietersaari. Derzeit werden diese Strecken seitens des Oneworld-Mitglieds nicht beflogen. Grund dafür ist die Coronapandemie. Finnair flog auch nicht selbst, sondern setzte ATR72-500 des Wetlease-Partners Nordic Regional Airlines ein. Ganz eigennützlich dürften die Gedanken von Xfly (vormals Regional Jet) jedoch nicht sein, denn die finnische Regierung stellte Subventionen für genau diese fünf Inlandsstrecken in Aussicht. Dem geht einher, dass die Routen ausgeschrieben werden müssen. Anschließend können alle Fluggesellschaften, die ihren Sitz in der Europäischen Union haben und Interesse haben, ihre Bewerbungen einreichen. Den Zuschlag vergibt dann die hierfür zuständige finnische Behörde. Theoretisch könnten sich also auch Lowcoster bewerben. Allerdings ist die Dauer der PSO-Subvention bis vorerst Ende 2021 beschränkt, so dass die Operation danach auf eigenen Beinen stehen sollte. Xfly-Geschäftsführer Jan Palmer erklärte im estnischen Fernsehen, dass im Falle eines Zuschlags unter eigener Flugnummer geflogen wird. Das ist ein bisschen ein Novum, denn abgesehen von Charterflügen nutzte das Unternehmen in der Vergangenheit stets den Two-Letter-Code von Partnern, beispielsweise Adria Airways oder Teilhaber LOT. Bei ACMI-Aufträgen fliegt man unter dem Code des jeweiligen Auftraggebers. Die Marke „Nordica“ wurde im Vorjahr beerdigt.

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Turkish pausiert Salzburg vorerst bis Ende 2020

Das Star-Alliance-Mitglied Turkish Airlines wird die Nonstop-Strecke Salzburg-Istanbul bis mindestens 31. Dezember 2020 pausieren. Grund dafür ist die aufgrund der Reise- und Quarantänebestimmungen in Folge der Corona-Pandemie geringe Nachfrage. Der nächste Flug auf dieser Route ist am 1. Jänner 2021 geplant. Turkish Airlines setzte die Verbindung nach Salzburg kurz nach Beginn der Corona-Krise aus, kehrte jedoch Ende Juli 2020 zurück. In den Sommermonaten soll eine den Umständen entsprechende gute Nachfrage bestanden haben. Dies gilt offensichtlich nicht für die Herbst- und Wintermonate des Jahres 2020, weshalb die Strecke bis Jahresende neuerlich pausieren muss. Der Carrier will allerdings an Salzburg festhalten und die Route definitiv wieder bedienen.

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Egyptair erhält weiteren Staatskredit

Mit etwa 163 Millionen Euro wird der ägyptische Staat dem Staatscarrier Egyptair unter die Flügel greifen. Das Geld wird laut lokalen Medienberichten über die Zentralbank ausbezahlt und ist ein staatlich garantierter Kredit. Das Finanzministerium gab am 29. September 2020 grünes Licht für diesen Schritt. Zuvor erteilte Präsident Abdel Fattah al-Sisi eine entsprechende Ermächtigung an das Finanzressort. Weiters werden jener Staatsholding, die für Flughäfen und Airlines zuständig ist, weitere 53,77 Millionen Euro ausbezahlt. Egyptair soll sich darüberhinaus weitere Kredite auf dem Kapitalmarkt gesichert haben. Diese dienen primär der Bezahlung von Leasingraten und Fremdwährungskrediten. Es handelt sich nicht um die erste Finanzspritze, die seitens des Staates Ägypten gewährt wird. Im Mai 2020 wurde die Auszahlung der Gehälter mit einem staatlich besicherten Zentralbankkredit in der Höhe von 108,39 Millionen Euro sichergestellt. Dem Vernehmen nach soll Egyptair aufgrund der Covid-19-Krise und der weitgehenden Einstellung des Flugbetriebs damals nicht mehr in der Lage gewesen sein die Löhne und Gehälter zu bezahlen. Der Flugbetrieb des afrikanischen Carriers läuft seit 1. Juli 2020 wieder schrittweise an.

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Staatshilfe: LOT verhandelt über eine Milliarde Euro

Das polnische Star-Alliance-Mitglied LOT befindet sich mit der Regierung in Verhandlungen über staatliche Beihilfen in der Höhe von rund einer Milliarde Euro. Der Finanzbedarf besteht aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise, geht aus dem vor wenigen Tagen veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns hervor. Der Carrier befindet sich über die Holdinggesellschaft PGL vollständig im Eigentum des polnischen Staats. Diese signalisierte in den vergangenen Wochen wiederholt, dass man einer finanziellen Unterstützung der LOT offen und positiv gegenüber steht. Konkrete Zahlen wurden jedoch bis zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts nicht genannt. Die Fluggesellschaft schreibt, dass zur Vermeidung eines Liquiditätsverlustes bis Jahresende etwa 65 Millionen Euro benötigt werden. LOT erhielt erst im Jahr 2012 eine staatliche Finanzspritze in der Höhe von rund 117 Millionen Euro. Ohne den Umstand der Corona-Pandemie wären weitere Unterstützungen erst ab 2022 wieder möglich. Die EU-Kommission handhabt diese Vorschrift aufgrund der für Airlines fatalen Situation – eben geschuldet der Covid-19-Krise – eher locker und gab bislang europaweit für nahezu alle Beihilfen für Fluggesellschaften grünes Licht. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Kommission in Sachen LOT anders verhalten wird.

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Spanien beteiligt sich an IAG-Kapitalerhöhung

Spanien wird sich über den Staatsfonds SEPI an der geplanten Kapitalerhöhung der International Airlines Group beteiligen. Der Ministerrat gab hierfür grünes Licht. Zuvor stand auch ein Ausstieg aus dem britisch-spanischen Gemeinschaftskonzern kurzzeitig zur Debatte. SEPI hält derzeit 2,52 Prozent an der IAG und wird im Rahmen der Kapitalerhöhung etwa 69,3 Millionen Euro einbringen. Das Gesamtvolumen der von den Aktionären Anfang September 2020 bewilligten Kapitalaufstockung beträgt 2,74 Milliarden Euro. Die spanische Staatsholding erhält durch die Teilnahme keine Sonderrechte, sondern verhindert lediglich die Verwässerung der Beteiligung. Auch Großaktionär Qatar Airways wird bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung mitziehen.

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Wizzair prüft weitere Bases in Italien

Der ungarische Billigflieger Wizzair befindet sich eigenen Angaben nach mit „fünf bis sechs“ italienischen Flughäfen in Gesprächen über die Eröffnung weiterer Bases. Konzernchef József Váradi bezeichnete im Gespräch mit der Tageszeitung „Corrie della Sera“ den italienischen Markt als „strategisch wichtig“. Erst kürzlich kündigte der pinkfarbene Billigflieger die Stationierung und Airbus-Jets in Malpensa und Catania an. An welchen Airports Wizzair expandieren wird, lässt Váradi allerdings noch offen. Es gäbe einige Sub-Märkte im Norden und Süden, die interessant sind, jedoch hängen die Entscheidungen davon ab wie attraktiv diese tatsächlich sind. Auch weitere Flüge innerhalb von Italien werden nicht ausgeschlossen. Der Airline-Chef erklärte, dass diese sich bislang aufgrund der stabilen Nachfrage als sicherer Polster erwiesen hätten. „Es ist eine Möglichkeit, das Risiko in diesem Zeitraum zu mindern, da der Inlandsmarkt widerstandsfähiger ist und nicht von den Auswirkungen von Grenzbeschränkungen betroffen ist“, so Váradi.

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Handelsblatt: Lufthansa soll Umgehung des Boni-Verbots diskutiert haben

Lufthansa darf an das Management aufgrund der Staatshilfe in der Höhe von rund neun Milliarden Euro keine Boni ausbezahlen. In den letzten Tagen diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat darüber wie diese Klausel umgangen werden kann, berichtet das Handelsblatt. Als Argument wird angeführt, dass die Spitzenjobs ohne Boni nicht attraktiv wären und man so bei der Personalsuche eingeschränkt wäre. Heftige Reaktionen aus der deutschen Politik haben nicht lange auf sich warten lassen. Laut Handelsblatt habe Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley Pläne präsentiert wie man trotz Boni-Verbots entsprechende Sonderzahlungen an das Management ausbezahlen könnte. Wohl aufgrund der harschen Redaktion aus der deutschen Politik sollen diese aber ad-acta gelegt worden sein. Ein Lufthansa-Sprecher dementierte gar, dass Kley jemals derartige Pläne vorgelegt hatte. In Österreich brachte sich das Management der Tochter Austrian Airlines Anfang August bedingt durch die Auszahlung von Boni – wohlgemerkt unmittelbar vor der Ausschüttung der Staatshilfe – ins Kreuzfeuer der politischen und öffentlichen Kritik. Zwar handelte es sich um Gehaltsbestandteile aus dem Vorjahr und waren mit hoher Wahrscheinlichkeit juristisch gesehen korrekt, doch der moralische Druck war so hoch, dass die AUA-Spitze einknickte und die Rückzahlung mitteilte. Allerdings ist das Geld nur gestundet und könnte zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Austrian Airlines wieder ohne Hilfe von außen stabil auf eigenen Beinen steht, ausbezahlt werden. Bei Lufthansa ist die Diskussion aber eine komplett andere. Es geht nicht um Gehaltsbestandteile aus dem Vorjahr, sondern darum wie Spitzenmanager trotz des vertraglich vereinbarten Boni-Verbots in den Genuss von Sonderzahlungen kommen könnten. Ein durchaus sehr heißes Eisen, wenn ein Unternehmen

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Norwegian verhandelt über mögliche Verstaatlichung

Die Finanzlage des bereits vor der Corona-Pandemie angeschlagenen Carriers Norwegian Air Shuttle spitzte sich in den letzten Wochen weiter zu. Verschiedene lokale Medien berichten, dass die Unternehmensspitze mit der norwegischen Regierung Gespräche über eine mögliche Verstaatlichung führt. Die bereits ausbezahlten Kredite, für die Norwegen haftet, sollen nicht ausreichen, um den Billigflieger durch den Winter zu bringen. Offenbar ging das Norwegian-Management, ähnlich wie andere Airlines auch, davon aus, dass die Nachfrage ab den Sommermonaten kontinuierlich anzieht. Mit neuerlichen Reise- und Quarantänerichtlinien verschiedenster Länder hatte man zumindest in dem momentan praktizierten Flickenteppich nicht gerechnet. Die Lage ist bei Norwegian nun so fatal, dass nur der Einstieg des Staats und damit verbundene Finanzmittel das Unternehmen über den Winter bringen können. Derzeit wird verhandelt, ob es leidglich eine Minderheitsbeteiligung oder eine vollständige Verstaatlichung werden könnte. Die Verhandlungen sind aber noch in einem recht frühem Stadium und können durchaus auch platzen. Norwegische Medien schrieben, dass ein möglicher Einstieg des Staats nur temporär sein soll und die Anteile nach der Krise wieder verkauft werden sollen. Als Hemmschuh könnte sich aber erweisen, dass Norwegian Air Shuttle bereits vor der Corona-Pandemie schwer angeschlagen war und aus dieser Zeit einen hohen Schuldenberg mitschleppt. Letztlich wird sich zeigen, ob die Gespräche zur Rettung des Billigfliegers führen werden oder ob eventuelle eine alternative Lösung, beispielsweise weitere staatlich garantierte Kredite, gefunden werden kann.

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Neues Helvetic-Pop-Up-Ziel: Florenz

Seit Juli 2020 bietet die Regionalfluggesellschaft Helvetic Airways in Kooperation mit Reiseveranstaltern regelmäßig so genannte Pop-Up-Flüge an. Durchgeführt wurden bereits Ausflüge nach Brač, Dubrovnik und Zakynthos. Nun steht Florenz auf dem Flugplan. Der Regiocarrier musste aufgrund sich laufend verändernder Einreise- und Quarantänebestimmungen auch Pop-Up-Flüge absagen. Von 23. bis 25. Oktober 2020 bietet man nun eine Kurzreise nach Florenz an. Helvetic Airways erklärte, dass man die Flüge mit Embraer 190-E2 durchführen wird. Die Kosten für die Pauschalreise betragen 625 Schweizer Franken bzw. 845 Schweizer Franken, wenn das Golftrip-Paket dazu gebucht werden. Gebucht werden kann sowohl über Helvetic Airways als auch über den Veranstalter Infiniti-Golf. Flugplan: Flug 2L8362 23.10.2020 ZRH 09:00 FLR 10:10Flug 2L8363 25.10.2020 FLR 18:00 ZRH 19:15

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