Jan Gruber

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Jan Gruber

Deutschland verlängert Air-India-Bann

Deutschland und Indien liefern sich auf Kosten von Lufthansa und Air India einen Streit um sprichwörtliche Rechthaberei. Die Folge: Der Kranich steht in Indien auf der “schwarzen Liste” und umgekehrt Air India in Deutschland. Beiden Carriern ist es damit unmöglich Flüge zwischen der Bundesrepublik und dem Subkontinent anzubieten. Begonnen hat es damit, dass Indien der Ansicht ist, dass Deutschland hinsichtlich der Korridorregelungen Indien benachteiligt. Ende September 2020 wurde Lufthansa sprichwörtlich aus dem Subkontinent ausgesperrt. Die Reaktion hat nicht lange auf sich warten lassen: Deutschland sperrte Air India aus und verlängerte das Verbot bis mindestens 20. Oktober 2020.  Was wirft man sich eigentlich gegenseitig vor? Zwischen Indien und Deutschland wurden im Zuge der Corona-Krise Korridorlösungen ausverhandelt. Laut der Luftfahrtbehörde des Subkontinents soll Lufthansa auch Flüge mit Umstieg in Frankfurt am Main nach Kanada und in die Vereinigten Staaten von Amerika angeboten haben. Diese sind nach Ansicht der Inder vom Abkommen nicht umfasst, sondern es würde sich um Flüge der Sechsten Freiheit handeln. Air India kann diese allerdings nicht anbieten und so lautet der Vorwurf, dass der Kranich unfaire Methoden anwenden würde. Indien erteilte Lufthansa ein Flugverbot und darauf reagierte Deutschland prompt und sperrte im Gegenzug Air India aus. Nun verlängerte die Bundesrepublik ihren Bann bis vorläufig 20. Oktober 2020. Die Politik ist nun am Zug und muss auf diplomatischer Ebene eine Lösung für das Problem finden. Allerdings gehen die Ansichten weit auseinander, so dass nicht mit einer raschen Einigung zu rechnen ist. Auf Anfrage meinten beide betroffenen Fluggesellschaften, dass sie darauf

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In Kürze: Corona-Schnelltests im Terminal 3 in Wien

Am Dienstag wurde im Terminal 3 des Wiener Flughafens eine Corona-Schnelltest-Station aufgebaut werden. Im Rahmen eines Probebetriebs, den Austrian Airlines auf ausgewählten Routen innerhalb Europas anbieten möchte, soll die Inanspruchnahme vorerst kostenfrei sein. Einen genauen Termin für den Start nannte die Airline jedoch nicht, denn noch stehen die behördlichen Genehmigungen aus. “Austrian Airlines plant gemeinsam mit dem Flughafen Wien demnächst einen Probebetrieb, bei dem Passagiere COVID-19-Antigen-Schnelltests nutzen können. In diesem Probebetrieb sollen Passagiere auf einer ausgewählten Europastrecke die Möglichkeit erhalten, Schnelltests freiwillig und kostenlos durchzuführen. Im Rahmen des Tests sollen Abläufe und Prozesse geprüft werden. Die Erkenntnisse möchte man dann für die Ausgestaltung des Testangebots nutzen”, so eine Sprecherin von Austrian Airlines. Der vor Ort vorgesehene Ablauf ist wie folgt: Zunächst scannen Passagiere ihre Bordkarte und geben einige zusätzliche Daten über einen Touchscreen ein. Anschließend werden die Probe genommen und der Schnelltest durchgeführt. Das Ergebnis soll innerhalb von zehn Minuten feststehen. Mit dieser Zeitspanne wird deutlich Sichtbar auf Transparenten der Teststation geworben. Das Angebot wird sich kurz vor der Bordkartenkontrolle im Terminal 3 des Wiener Flughafens befinden. Momentan ist es allerdings so, dass ein negatives Schnelltest-Ergebnis zu keinen Einreiseerleichterungen führt. Innerhalb der EU sind die Voraussetzungen hierfür noch nicht geschaffen, da es einheitlichen Regeln bedarf. Das bedeutet konkret, dass weiterhin in vielen Staaten ein negativer PCR-Test vorgelegt werden muss. Ob sich an dieser Praxis etwas ändern wird oder nicht: Das ist noch völlig offen. Jedenfalls wollen Austrian Airlines und der Flughafen Wien bereit sein und testen daher die Abläufe. Insbesondere

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Tegel-Schließung: Lufthansa verabschiedet sich mit A350

Mit einem Langstreckenjet des Typs Airbus A350 wird sich Lufthansa vom Flughafen Berlin-Tegel verabschieden. Flug LH1955 wird am 7. November 2020 aufgrund der hohen Nachfrage mit einem Großraumjet durchgeführt. Das Portal “Simple Flying” berichtet unter Berufung auf eine Lufthansa-Sprecherin, dass eine hohe Kundennachfrage auf diesem Tegel-München besteht und man daher entschieden habe das Fluggerät zu ändern, um zusätzliche Sitzplätze anbieten zu können. Die offiziellen Erstlandungen auf dem BER werden Lufthansa und Easyjet parallel am 31. Oktober 2020 durchführen. Den ersten Start führt der orangefarbene Billigflieger am 1. November 2020 in Richtung Gatwick durch. Am 8. November wird Air France den letzten Flug ab Berlin-Tegel durchführen. Ziel ist Paris Charles de Gaulle.

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Eurowings: Schmitt und Knitter scheiden aus

Erst im März 2020 wurde Oliver Schmitt in die Geschäftsführung von Eurowings berufen und folgte Oliver Wagner, der zu Air Plus wechselte, nach. Nun scheidet Schmitt wieder aus und wird eine andere Funktion innerhalb der Lufthansa Gruppe übernehmen. Die Position des Chief Commercial Officers wird nicht nachbesetzt. CEO Jens Bischof wird laut einem Bericht der FVW zusätzlich die Vertriebsagenden übernehmen. Doch das ist nicht der einzige Abgang in der Geschäftsführung der Lufthansa-Tochter, denn auch COO Michael Knitter wird im ersten Quartal 2021 ausscheiden. Sein Posten soll jedoch nachbesetzt werden. Eine Eurowings-Sprecherin erklärte gegenüber dem Medium, dass die Verkleinerung der Geschäftsführung vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Pandemie zu sehen wäre.

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Lufthansa und Turkish Airlines stocken in Nürnberg auf

Ab dem Flughafen Nürnberg wurden die Anschlüsse an die Star-Alliance-Drehkreuze Istanbul, Frankfurt und Wien sowie die Skyteam-Hubs Paris-Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol wiederhergestellt. Im Feber 2021 wird Swiss die Zürich-Strecke reaktivieren. Lufthansa hat angekündigt, ihre Verbindung von Nürnberg nach Frankfurt ab 15. November 2020 von aktuell elf auf bis zu 19 Flüge pro Woche aufzustocken. Auch Turkish Airlines weitet das Angebot im Winter weiter aus: Bereits ab dem 25. Oktober 2020 ist Istanbul bis zu fünfmal wöchentlich erreichbar. Die Flugzeiten werden so optimiert, dass sich vielfache Anschlussmöglichkeiten ergeben. „Geschäftsreisen bleiben auch in Zukunft relevant, weil virtuelle Meetings die Kommunikation von Mensch zu Mensch nicht dauerhaft ersetzen können. Techniker der in der Metropolregion beheimateten Unternehmen müssen vor Ort Maschinen installieren und warten können“, so Flughafengeschäftsführer Michael Hupe. „Die Airlines zeigen eine hohe Bereitschaft, das Streckennetz ab Nürnberg bedarfsgerecht wieder aufzubauen. Zur Stabilisierung der Strecken brauchen wir allerdings auf den angebotenen Verbindungen eine ausreichende Nachfrage aus der Wirtschaft.“

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Graz-Chef Widmann: „Die Kurzarbeit ist eine große Hilfe“

Erst vor wenigen Tagen nahm die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines die Nonstop-Verbindungen von Graz nach Stuttgart und Düsseldorf wieder auf. Auch die Anbindung an das KLM-Drehkreuz Amsterdam folgt am 25. Oktober 2020. Lufthansa wird sehr bald wieder zweimal täglich nach Frankfurt fliegen. Doch auch den Grazer Flughafen trafen die Auswirkungen der Corona-Pandemie hart. Die Wiederaufnahmen ab dem steirischen Airport erfolgen nur langsam, denn wichtige Strecken wie München, Zürich und Berlin wurden bislang noch nicht aufgenommen. Dennoch kam Graz stabiler durch die Krise als andere Regionalflughäfen, was wohl auch an der hohen Reisetätigkeit der Wirtschaft liegen dürfte. Aviation.Direct sprach mit Gerhard Widmann, der seit vielen Jahren Geschäftsführer der Grazer Flughafens ist und mit Jahresende in den Ruhestand treten wird, über aktuelle Entwicklungen in Sachen Reisen, Schnelltests und wie er uns sein Team den plötzlichen Lockdown erlebt hatten. Aviation.Direct: Welche Schritte müssen Regierungen und die EU setzen, um der Luftfahrt- und Touristikbranche das Überleben und Comeback ermöglichen zu können?Gerhard Widmann: Zuerst möchte ich vorausschicken, dass wir sehr dankbar sind für das Instrument der Kurzarbeit! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flughäfen sind in weiten Bereichen Fachleute, die nicht leicht ersetzbar sind. Sie zu halten, um auch in Zukunft eine hohe Qualität für unsere Gäste, Partnerinnen und Partner, Kundinnen und Kunden garantieren zu können, hat daher hohe Priorität und ist durch die Kurzarbeit möglich geworden. Natürlich wäre es wünschenswert, dass es EU-weite Regeln bezüglich Reisewarnungen gibt. Das würde nicht nur der gesamten Reise- und Tourismusbranche, sondern vor allem auch den Menschen helfen, die derzeit aus

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Wien: Erhebliche Kürzungen und Streichungen im Deutschland-Verkehr

Der Umstand, dass Deutschland unter anderem das österreichische Bundesland zum Risikogebiet erklärt hat, führte zu massiven Kürzungen im Österreich-Deutschland-Verkehr. Austrian Airlines reduzierte die Frequenzen auf nahezu allen Routen, die in das Nachbarland führen und die Konzernschwester Eurowings setzt mit Ausnahme von Hamburg und Düsseldorf gar alle Strecken ab Wien bis Anfang Dezember 2020 aus. Betroffen sind derzeit ausschließlich die Flugangebote ab Wien-Schwechat. In den Bundesländern sind teilweise sogar Aufstockungen angekündigt. Am Hauptstadt-Flughafen läuft es seit der deutschen Reisewarnung und der Ankündigung, die nun nicht morgen, sondern erst am 8. November 2020 in Kraft treten soll, dass Einreisende aus Risikogebieten auch mit negativem PCR-Test in Quarantäne müssen, so richtig mies. Die Auslastung bei den im Wien-Deutschland-Verkehr tätigen Fluggesellschaften Austrian Airlines, Lufthansa, Eurowings, Wizzair und Ryanair/Lauda ist nur mit dem Wort “katastrophal” zu beschreiben. So konnte Aviation Direct auf zahlreichen AUA-Flügen vor Ort feststellen, dass 76-sitzigen DHC Dash 8-400-Maschinen nicht einmal zur Hälfte besetzt waren. Teilweise waren sogar nur knapp über einem Dutzend Reisende an Bord, wobei die Beobachtungen auf zahlreichen Flügen von Aviation.Direct-Mitarbeitern wahrgenommen wurden. Bei der Konkurrenz läuft es keinesfalls besser, jedoch ist diese in einer verzwickten Lage, denn die Maschinen sind wesentlich größer und das ist bei geringer Nachfrage so ganz und gar kein Vorteil. Eurowings zog zwischenzeitlich die Notbremse und setzt ab Wien alle Strecken, mit Ausnahme von Hamburg und Düsseldorf, bis vorerst Anfang Dezember 2020 aus. Betroffen sind unter anderem die Ziele Köln/Bonn, Hannover und Stuttgart, die sich vor der Corona-Pandemie über rege Nachfrage erfreuen konnten und

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Urteil: Laudamotion hat einen Betriebsrat

Das fliegende Personal der Lauda-Basis Wien hat einen Betriebsrat, denn die Wahl ist gültig. Dies urteilte das Landesgericht Korneuburg. Die von der Geschäftsleitung eingebrachte Anfechtung der Betriebsratswahl wurde abgewiesen. Auch der Antrag, dass die Wahl ungültig ist, wurde abgeschmettert. Die Laudamotion GmbH bleibt nun auch auf den Kosten des Verfahrens, inklusive der Anwaltskosten des Betriebsrats, sitzen. Gegen das Urteil kann die Geschäftsführung allerdings noch ein Rechtsmittel einlegen. Am 9. Oktober 2019 wählte das fliegende Personal der Laudamotion GmbH einen neuen Betriebsrat. Der zuvor amtierende war zurückgetreten. Bereits unmittelbar vor der Wahl behauptete das Komitee, dass die Geschäftsleitung notwendige Listen nicht zur Verfügung stellen würde. Daher identifizierte man die Wahlberechtigten über ihre Dienstausweise, auf denen das Eintrittsdatum ersichtlich ist. Die Lauda-Geschäftsleitung anerkannte den neuen Betriebsrat nicht und brachte eine gerichtliche Anfechtung vor dem Landesgericht Korneuburg, das als Arbeits- und Sozialgericht fungiert, ein. Zwischenzeitlich kündigte man mit Ausnahme eines Mitarbeiters sämtliche Betriebsräte und missachtete den gesetzlichen Kündigungsschutz, kritisierte die Gewerkschaft Vida wiederholt. Das nunmehrige Urteil weist das Begehren der Laudamotion-Geschäftsführung vollständig ab und verdonnert das Unternehmen auch zur Bezahlung sämtlicher Kosten, die aufgrund des Verfahrens entstanden sind. Bedingt durch die Corona-Pandemie zog sich das Verfahren in erster Instanz mehr als ein Jahr hin. Theoretisch kann noch ein Rechtsmittel eingelegt werden, jedoch schaffte die Ryanair Group bereits auf eine andere Art und Weise Fakten: Die Laudamotion GmbH stellt mit Ende des Monats den Flugbetrieb ein und künftig übernimmt deren Dienstleistungen die Lauda Europe Ltd mit Sitz in Malta. Das neue Unternehmen hat keinen

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Deutschland verschiebt umstrittene Quarantänebestimmungen

Nicht ab 15. Oktober 2020, sondern erst ab 8. November 2020 sollen die neuen deutschen Einreisebestimmungen greifen. Diese haben zur Folge, dass Rückkehrer aus so genannten Risikogebieten künftig zehn Tage in Quarantäne müssen. Bei Vorlage eines negativen PCR-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, verkürzt sich die Absonderung auf fünf Tage. Deutschland wollte die Bestimmung eigentlich mit dem 15. Oktober 2020 in Kraft treten lassen, jedoch kommt es wenig überraschend zu Verzögerungen. Die entsprechende Muster-Verordnung soll demnächst erlassen werden und dann von den einzelnen Bundesländern umgesetzt werden. Die Regierung missachtet mit der neuen Regelung, gegen die Fluggesellschaften und Touristiker Sturm laufen, auch Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts. Demnach spielen Auslandsreisen kaum eine Rolle, denn nicht einmal sieben Prozent der Neuinfektionen sind auf Einreisen aus anderen Ländern zurückzuführen.

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Iberia verlangt 50 Euro für Corona-Schnelltests

In Zusammenarbeit mit einem Großlabor bietet die IAG-Tochter Iberia nun PCR- und Antikörpertests an. DIese können telefonisch und/oder online reserviert werden. Nach Angaben der Airline sollen die Preise um 20 Prozent unter den marktüblichen Kosten liegen. Der so genannte “Standard-PCR-Test” kostet beispielsweise 98 Euro. Angeboten werden aber auch Antigen-Schnelltests, bei denen das Ergebnis innerhalb einer Stunde feststehen soll. Für diese werden 50 Euro fällig. Die Preise für die PCR-Tests sind primär von der Geschwindigkeit, in der man das Ergebnis haben möchte, abhängig. Im langsamsten Verfahren kostet es 98 Euro, an Wochenenden und Feiertagen jedoch 130 Euro. Wer jedoch innerhalb von maximal 24 Stunden den Befund benötigt, muss stolze 180 Euro auf den Tisch legen. Beim “Standard-Test” liegt das Ergebnis innerhalb von 72 Stunden vor, was jedoch für viele Einreiseziele zu spät ist. Beispielsweise darf in Deutschland der Befund maximal 48 Stunden alt sein.

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