Jan Gruber

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Jan Gruber

Spanien macht die Grenzen früher auf

Nicht am 1. Juli, sondern bereits am 21. Juni 2020 öffnet Spanien die Grenzen. Davon ausgenommen ist Portugal. Spanien wird die Grenzen zu sämtlichen EU-Ländern nicht am 1. Juli, sondern bereits am 21. Juni 2020 öffnen. Dies bringt nun auch die österreichische Bundesregierung unter Zugzwang, denn diese begründete die Quarantänepflicht und das Flugverbot damit, dass sich Spanien erst am 1. Juli 2020 öffnen werde. Nach derzeitigem Informationsstand ist es so, dass ab 21. Juni 2020 quarantänefrei nach Spanien eingereist werden kann, jedoch bis zumindest 1. Juli 2020 bei der Rückkunft nach Österreich eine 14-tägige Quarantäne oder die Vorlage eines negativen Corona-Tests notwendig ist. Die Öffnung der spanischen Grenzen gegenüber allen EU-Staaten, ausgenommen Portugal, teilte Premierminister Pedro Sanchez am Sonntag mit. Mit dem Nachbarstaat wird mal ab 1. Juli 2020 die Grenzkontrollen bilateral aufheben.

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Griechenland führt Corona-Tests bei der Einreise durch

Griechenland teilt Reisende in zwei Gruppen auf und führt stichprobenartige Corona-Tests durch. Wer ausgewählt wurde, muss in Quarantäne. Das Ergebnis soll spätestens nach 24 Stunden vorliegen. Ab 15. Juni 2020 lockert Griechenland die Einreisebestimmungen erheblich. Passagiere, die das Land betreten dürfen, sind künftig in zwei Gruppen eingeteilt. Bei der ersten können sichtprobenartig Corona-Tests vorgenommen werden. Die Gruppe B wird vollständig getestet. Reisende aus nachstehenden Ländern können bei der Einreise auf einem griechischen Flughafen stichprobenartig einer Corona-Testung unterzogen werden: Österreich, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Ungarn, Island, Irland, Israel, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Norwegen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Schweiz. Passagiere aus Albanien, Belgien, Frankreich, Italien, Nordmakedonien, Niederlande, Portugal, Spanien, Schweden und anderen Nicht-EU-Länder müssen sich bei der Einreisekontrolle einer verpflichtenden Corona-Testung unterziehen und das unabhängig davon, ob diese nonstop aus den genannten Staaten kommen oder aber in einem Land der Gruppe A (siehe vorheriger Absatz) umgestiegen sind. Doch ganz einheitlich ist diese Bestimmung nicht, denn diese wird zunächst in dieser Form nur in Athen so praktiziert. In Thessaloniki werden sämtliche Passagiere stichprobenartig auf das Corona-Virus getestet. Für die Inselflughäfen gibt es abermals abweichende Vorgehensweisen. Einheitlich ist jedoch, dass jeder Reisende ein so genanntes „Passenger Locator Formular“ ausfüllen und bei der Einreise an die Behörden übergeben muss. Jene Passagiere, die getestet wurden, müssen eine Adresse hinterlassen, an der sie erreichbar sind und sich unverzüglich in Selbstisolation begeben. Das Ergebnis soll innerhalb von 24 Stunden vorliegen und die Quarantäne wird bei einer negativen Testung umgehend aufgehoben. Sollte

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Smartwings von Regierung enttäuscht

In ganzseitigen Inseraten stellt Smartwings in Frage warum die Regierung keine Kreditgarantien gewährt. Der tschechische Luftfahrtkonzern Smartwings und seine Tochter CSA werden nach aktuellem Informationsstand keine Staatshilfe erhalten. Nun geht das Unternehmen in die Offensive und stellt in diversen ganzseitigen Inseraten, die in lokalen Zeitungen erschienen sind, das Verhalten der Regierung in Frage. Insbesondere auf den Condor-Staatskredit in Deutschland hat man es dabei abgesehen. Smartwings stellt dabei die Frage warum Regierungen anderer EU-Staaten zum Teil milliardenschwere Garantien für Airline-Kredite vergeben, Tschechien jedoch nicht. Der Carrier selbst lehnt sowohl eine Beteiligung des Staats als auch eine vollständige Verstaatlichung, die als Bedingung seitens der Regierung ins Spiel gebracht wurde, ab.

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Wien: „Kleiner, aber wichtiger Schritt“

Immer mehr Airlines nehmen ihre Flüge ab Wien-Schwechat wieder auf. Am Montag öffnen auch wieder zahlreiche Geschäfte und Lounges. Am Flughafen Wien kehrt langsam aber sicher wieder Leben ein, denn immer mehr Fluggesellschaften nehmen ihre Angebote wieder auf. So wird am Montag auch Austrian Airlines einige Strecken wieder bedienen. Lauda und Level wollen Anfang Juni nachziehen. Wizzair fliegt bereits seit Anfang Mai 2020 wieder. „Langsam aber sicher kehrt die Luftfahrt wieder zurück. Zahlreiche Airlines haben angekündigt, ab Mitte Juni und in den Wochen danach wieder vermehrt Linienflüge aufzunehmen. Das ist sehr erfreulich und ein kleiner, aber wichtiger Schritt, um diese, in der weltweiten Luftfahrtgeschichte einzigartige, Krise zu überwinden“, so Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG. Austrian Airlines bedient ab Mitte Juni wieder über 20 Destinationen in ganz Europa und nimmt dann sukzessive weitere Ziele ins Streckennetz auf. Außerdem starten in diesem Monat noch Aegean, Air France, Brussels, Croatia Airlines, Ethiopian, Emirates, Luxair, Pegasus Airlines, Peoples, Sunexpress, Tarom und Turkish Airlines mit Passagierflügen von und nach Wien. Weitere Linienflüge nehmen mit Lufthansa, Eurowings, Qatar, KLM auch jene Airlines auf, die bereits während der gesamten Krise durchgängig geflogen sind und auch Air Baltic, Air Serbia, Bulgaria Air, Swiss und Wizz Air erweitern ihr Flugangebot. Wizz Air fliegt bereits seit Mai etwa nach Bremen, Tel Aviv, Tuzla, Köln und nimmt im Juni und Juli zahlreiche weitere und auch neue Strecken auf, wie beispielsweise Brüssel, Tallinn, Rhodos oder Marrakesch. Eurowings bedient bereits Düsseldorf und Hamburg und erweitert im Juni um Köln und Stuttgart,

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AUA-Chef Hoensbroech: „Wir schulden Kunden Geld“

Ein Branchen-Kollektivvertrag ist in den Augen des Generaldirektors von Austrian Airlines keine Universallösung. Die Konkurrenz würde dann die Mitarbeiter aus dem Ausland einfliegen. Austrian-Airlines-Chef Alexis von Hoensbroech ist der Ansicht, dass das von ihm geleitete Unternehmen mit dem rund 600 Millionen Euro schweren Hilfspaket dauerhaft gerettet ist. Im Gespräch mit der Tageszeitung „Der Standard“ verweist er darauf, dass Austrian Airlines sieben Jahre lang in der Gewinnzone war. Zur Erlangung der Staatshilfe musste man sämtliche Aktien und jene 40 Flugzeuge, die sich im Eigentum von Austrian Airlines befinden, an die Republik Österreich verpfänden. Die kommentierte der Manager wie folgt: „Wenn man Geld braucht, muss man alles hergeben, was man hat.“ Bezüglich dem Mitarbeiter-Überhang sagte von Hoensbroech gegenüber dem „Standard“: „Unser Ziel sind 80 Prozent der früheren Unternehmensgröße im Jahr 2022. Da hätten wir dann aus jetziger Sicht 1100 Mitarbeiter zu viel. Wir planen zwei Jahre Kurzarbeit, so lange kann es keine Kündigungen geben, und wir gehen davon aus, dass wir einen großen Teil des Abbaus bis 2022 über die Fluktuation erreichen. Nur zum Vergleich: Ohne Hilfspaket wären wir in eine Sanierung mit Eigenverwaltung oder in eine echte Insolvenz gerutscht. Bei der Sanierung hätten wir 2500 Mitarbeiter sofort kündigen müssen, bei einem Konkurs den Großteil der Mitarbeiter. Das Hilfspaket ist ein großer gemeinschaftlicher Kraftakt von Mitarbeitern, Banken, Regierung, Lieferanten, Flughafen, Lufthansa, Steuerzahlern. Wir sind sehr dankbar dafür.“ Das Personal werde nach der Kurzarbeit auf durchschnittlich 15 Prozent verzichten. Dies gelte auch für den Vorstand, wobei er selbst auf die Hälfte seines Gesamteinkommens

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Lufthansa: Freie Mittelsitze gegen Bezahlung

Der Kranich-Konzern will mit freien Mittelsitzen gegen Aufpreis und kostenpflichtigen Corona-Tests vor dem Abflug neue Geschäftsfelder erschließen. Lufthansa wird auf Langstreckenflügen aufgrund der Corona-Krise freie Mittelsitze gegen Aufpreis anbieten. Dies soll allerdings seinen Preis haben. Vorstandsmitglied Christina Foerster kündigte gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ an: „Billig wird das nicht“. Ein weiteres Geschäftsmodell, das Lufthansa laut dem Medienbericht aufbauen will, sind Corona-Tests an den Hubs Frankfurt am Main und München. Spätestens Anfang Juli sollen in Kooperation mit Laboren Testcenter aufgebaut werden. Innerhalb von vier Stunden sollen die Reisenden das Ergebnis erhalten. Dieses Angebot wird kostenpflichtig sein.

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Easyjet-Chef kritisiert Staatshilfen

Air France-KLM, Alitalia, Lufthansa und Austrian Airlines sind nur eine kleine Auswahl jener Fluggesellschaften, die hohe Staatskredite erhalten werden. Dagegen will nun auch Easyjet vorgehen. Nach Ryanair-Chef Michael O’Leary wird nun auch der Generaldirektor des Mitbewerbers Easyjet, Johan Lundgren, in Sachen Staatshilfen für diverse Fluggesellschaften deutlicher. Er kritisiert gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, dass europaweit „Abermilliarden über einige der ineffizientesten, klimaschädlichsten, schlechtesten Airlines Europas ausgeschüttet werden“. Von der EU-Kommission erwartet sich der Easyjet-Chef, dass diese der Ausschüttung von Finanzmitteln an einige wenige auswählte Carrier, darunter Lufthansa, einen Riegel vorschieben soll. Er fordert weiters, dass staatliche Unterstützung aufgrund der Corona-Pandemie allen Airlines offenstehen muss, jedoch dies in vielen Ländern nicht der Fall ist.  Dadurch würde es zu einer erheblichen Wettbewerbsverzerrung kommen.

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Israel könnte El Al verstaatlichen

Finden sich nicht ausreichend Investoren für eine Kapitalerhöhung übernimmt der Staat 61 Prozent der Anteile. Dennoch sind rund 6.000 Beschäftigte ihre Jobs los. In Israel bahnt sich derzeit ein möglicher Wiedereinstieg des Staats bei der Fluggesellschaft El Al an. Im Jahr 2004 trennte sich die öffentliche Hand unter der Führung des auch heute noch amtierenden Ministerpräsidenten von der Mehrheit. Dies könnte sich im Zusammenhang mit Hilfsmaßnahmen aufgrund der Corona-Krise nun ändern. Der Staat Israel hält derzeit überhaupt keine Aktien der börsennotierten El Al. Nun handelten das Management und Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ein Paket aus, das den Carrier vor der Insolvenz bewahren soll. Der Kredit in der Höhe von 250 Millionen Euro soll dabei zu 75 Prozent von der öffentlichen Hand garantiert werden. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung sollen weitere 150 Millionen Euro in die klammen Kassen von El Al fließen. Doch die Maßnahmen haben auch seinen Preis, denn der Carrier muss etwa 6.000 Mitarbeiter abbauen und die Gehälter des Managements und auch unter anderem jene der Kapitäne temporär kürzen. An die Aktionäre dürfen temporär keine Dividenden mehr ausbezahlt werden und sogar Freiflüge für Mitarbeiter sind für mindestens fünf Jahre tabu. Weiters sichert sich der Staat Israel über die Kapitalerhöhung den Zugriff auf bis zu 61 Prozent der Aktien. Finden sich auf dem freien Kapitalmarkt nicht ausreichend Investoren, steigt die öffentliche Hand ein. Allerdings würde man diese Beteiligung nach spätestens fünf Jahren wiederverkaufen.

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Condor kann Kredit in zehn Jahren zurückzahlen

Zehn Jahre hat Condor Zeit, um den Staatskredit in der Höhe von 550 Millionen Euro zurückzuzahlen, doch aktiv befindet man sich derzeit nicht auf der Suche nach einem Käufer. Die Fluggesellschaft Condor befindet sich derzeit mit den Sozialpartnern in Gesprächen und kann einen möglichen Stellenabbau nicht mehr ausschließen. Auch das Kurzarbeitergeld wird der insolvente Carrier ab Sommer nicht mehr aufstocken können. Dies erklärte Geschäftsführer Ralf Teckentrup gegen über dem Portal Aerotelegraph.com. Temporär würde Condor derzeit der niedrige Treibstoffpreis in die Hände spielen, denn aufgrund des Schutzschirmverfahrens habe man nur bis inklusive März 2020 hedgen können. Die Folge daraus ist, dass die Ferienfluggesellschaft derzeit zum tagesaktuellen Preis tankt. Dieser ist derzeit vergleichsweise gering, doch sollten die Spritpreise wieder steigen, könnte sich dies zum Bumerang für Condor entwickeln. Die Wetlease-Verträge mit Thomas Cook Aviation und Thomas Cook Balearics habe man im Hinblick auf das laufende Schutzschirmverfahren bereits gekündigt. Auch wurde laut Teckentrup bereits im Dezember des Vorjahres der Abbau von 170 Jobs eingeleitet. Die kürzlich zu Frachtern umgerüsteten Langstreckenmaschinen sollen mit der Wiederaufnahme der Long-Haul-Passagierflüge wieder ihre ursprüngliche Funktion zurückerhalten, so der Airline-Chef gegenüber Aerotelegraph.com. Das Schutzschirmverfahren will Teckentrup voraussichtlich Ende September 2020 verlassen. Allerdings ist man aufgrund der Corona-Pandemie und dem gescheiterten Verkauf an die LOT-Mutter PGL derzeit nicht auf der Suche nach einem Käufer. Der Staatskredit in der Gesamthöhe von zehn Millionen Euro soll „mehr als zehn Jahre“ laufen, erklärte der Manager gegenüber Aerotelegraph.com.

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Varna: Voyage Air wagt neuen Startversuch

Mit einer über 28 Jahre alten Boeing 737-500 will Voyage Air Varna mit diversen deutschen Städten verbinden. Der Unterschied zu den vorherigen Versuchen? Nun hat das Unternehmen AOC und OL. Das bulgarische Start-Up Voyage Air unternimmt heuer einen weiteren Anlauf, um in die Luft zu kommen. In den Jahren zuvor musste man die angekündigten Flüge, unter anderem auch nach Graz, stets wieder absagen. Ab 6. Juli 2020 will man nun mit Boeing 737-500 von Varna aus diverse deutsche Städte anfliegen. Konkret kündigt das Unternehmen Bremen, Erfurt, Münster/Osnabrück, München und Stuttgart an. Weiters will man Kiew-Boryspil und Lodz ansteuern. Im Unterschied zu den Vorjahren verfügt Voyage Air nun sowohl über ein gültiges AOC als auch über eine gültige Betriebsgenehmigung. Dies bestätigte das bulgarische Verkehrsministerium. Der seitens der IATA zugeteilte 2-Letter-Code lauter VO. Dieser wurde in der Vergangenheit von VLM und Tyrolean Airways genutzt. Nach Angaben von Voyage Air ist die eingesetzte Boeing 737-500 mit 126 Sitzplätzen bestuhlt. Die Maschine trägt die Registrierung LZ-TER und wurde im Jahr 1992 gebaut. Zuvor war der Mittelstreckenjet unter anderem bei China Southern Airlines, Transaero und Africa Charter Airline im Einsatz.

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