Jan Gruber

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Jan Gruber

VC und UFO kündigen Großdemo in Berlin an

UFO und VC sowie die Mitarbeiter betroffener Fluggesellschaften werden am Donnerstag auf ihr Schicksal aufmerksam machen. Die Vereinigung Cockpit hält am Donnerstag ab 14 Uhr 00 eine Demonstration in Berlin ab. Die Marschroute führt vom Bundesfinanzministerium zum Bundestag bzw. dem nahegelegenen Bundeskanzleramt. Die Kundgebung wird in Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft UFO und Vertretern der Personalvertretungen und Tarifkommissionen der betroffenen Fluggesellschaften organisiert. Die Demo steht unter dem Motto „Ihr fliegt in den Urlaub – Wir fliegen raus“. Damit wollen die Gewerkschaften und die betroffenen Mitarbeiter auf das Schicksal der Mitarbeiter von SunExpress, Germanwings, Tuifly und der Luftfahrtgesellschaft Walter aufmerksam machen. Die VC schreibt: „Lufthansa und TUI haben Milliarden an Staatshilfen erhalten. Trotzdem müssen die Beschäftigten von LGW, SunExpress, Germanwings und TUIfly um ihre Zukunft bangen. Es kann nicht sein, dass Unternehmensinteressen vor Arbeitnehmerinteressen gestellt werden.“

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Mindestticketpreise könnten an EU-Recht scheitern

Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) verwendet nun ein anderes Wording und beschwichtigt: Es würde sich ja nicht wirklich um Mindestpreise handeln, sondern man wolle lediglich die Airlines zur vollständigen Weitergabe von Steuern, Gebühren und Abgaben an die Ticketkäufer verpflichten. Österreich werde „noch vor dem Sommer“ Mindestpreise für Flugtickets einführen und damit „eine Vorreiterrolle in Europa“ übernehmen. Kein Flugschein soll weniger als 40 Euro kosten. Das kündigte Umwelt- und Verkehrsministerin Leonore Gewesseler (Grüne) Mitte des Monats an. Just machten sich Ryanair/Lauda und Wizzair regelrecht darüber lustig. Doch nun will ausgerechnet Magnus Brunner (ÖVP), Staatssekretär im Verkehrsministerium, „de facto“ nichts mehr von „Mindestpreisen“ wissen. Der Politiker erklärte im Gespräch mit der Tageszeitung Kurier, dass es „de facto kein Mindestpreis“ ist. Man wolle lediglich die Fluggesellschaften dazu verpflichten, dass die Steuern, Gebühren und Abgaben in voller Höhe an die Passagiere weitergereicht werden. Ein entsprechendes Konzept habe man bereits und ist laut Magnus Brunner der Ansicht, dass dieses „europarechtlich hält“. Als möglichen Zeitpunkt nannte er „vielleicht schon im Herbst“. Grundsätzlich sind Unternehmer Abgabenschuldner und theoretisch ist es möglich, dass diese die anfallende Steuerlast für ihre Kunden bezahlen. Außerhalb der Luftfahrtbranche kommt dies allerdings nicht mal bei Lockvogel-Angeboten von Möbelhäusern vor. Dabei wird nämlich lediglich ein prozentualer Preisnachlass gewährt, jedoch die Mehrwertsteuer wird trotz anderslautender Werbung trotzdem verrechnet. Dennoch dürfte der Plan der grünen Umweltministerin für europarechtliche Probleme sorgen, denn es würde sich um einen österreichischen Alleingang und keine EU-weite Regelung handeln. Aufgrund sehr alter Abkommen wird es auch schwierig Airlines mit nicht-österreichischem AOC zur Einhaltung

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Ryanair und Wizzair verkaufen „verbotene Flugstrecken“

Obwohl Österreich ankommende Passagierflüge aus insgesamt neun Ländern weiterhin untersagt, verkaufen die beiden Billigflieger weiterhin Tickets im gesperrten Zeitraum. Wizzair kündigt mit Mykonos eine neue Destination ab Wien an. Die ungarische Billigfluggesellschaft beabsichtigt ab 11. August 2020 zwei wöchentliche Umläufe zwischen Wien und Mykonos anzubieten. Die Route soll an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag mit Mittelstreckenjets des Typs Airbus A320 bedient werden. Allerdings hat die Ankündigung auch einen gewissen „Beigeschmack“, denn aufgrund behördlicher Bestimmungen dürfen Flüge aus insgesamt neun Ländern auch über den 30. Juni 2020 hinaus nicht in Österreich landen. Die neue Regelung gilt bis vorerst 15. Juli 2020. Dies hindert Ryanair und Wizzair allerdings nicht daran auf den untersagten Strecken weiterhin Tickets für den gebannten Zeitraum zu verkaufen. So boten beide Billigfluggesellschaften am Dienstag um 13 Uhr 00 noch immer Flugscheine beispielsweise von Portugal, der Lombardei, dem Vereinigten Königreich oder Schweden nach Österreich an und das obwohl seit kurz nach 6 Uhr 00 klar ist, dass die Durchführung aus behördlichen Gründen nicht möglich ist. Zulässig wäre, dass mit Passagieren in die gesperrten Länder geflogen wird, sofern dem nicht lokale Vorschriften entgegenstehen würden und anschließend leer zurück nach Österreich. Dies ist allerdings für Fluggesellschaften äußerst kostspielig und wird daher nur in absoluten Ausnahmefällen praktiziert. Mitbewerber Austrian Airlines nahm die Verbindungen in die neun gesperrten Länder, sofern diese im Streckennetz enthalten sind, auf beiden Richtungen aus dem Verkauf. Auch andere Airlines haben verhalten sich zu. Wizzair und Ryanair/Lauda sind in den vergangenen Wochen wiederholt dahingehend aufgefallen, dass Tickets für Termine,

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Wien öffnet erste Lounge

Nach monatelanger Sperre öffnet am 1. Juli 2020 wieder die Sky Lounge am Flughafen Wien. Alle anderen exklusiven Wartebereiche, auch jene von Austrian Airlines, bleiben weiterhin geschlossen. Die Flughafen Wien AG öffnet nach coronabedingter Schließung am Mittwoch wieder die erste Lounge. Dabei handelt es sich um die vom Airport selbst betriebene „Sky Lounge“ im Schengen-Bereich des Terminal 3. Alle anderen exklusiven Wartebereiche bleiben weiterhin geschlossen. Austrian Airlines hingegen wird die Lounges vorerst nicht öffnen. Eine Sprecherin erklärte dazu auf Anfrage: „Einen Termin für die Öffnung kann ich noch nicht nennen. Derzeit evaluieren wir unterschiedliche Möglichkeiten für unsere Passagiere. Wir gehen davon aus, dass wir bis Ende der Woche ein Update geben können.“ Die Flughafen Wien AG teilt auf ihrer Website mit, dass die Sky Lounge ab 1. Juli 2020 jeweils von 5 Uhr 00 bis 20 Uhr 00 geöffnet sein wird.

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SunExpress-Mitarbeiter sammeln Unterschriften

Ferienflieger soll erhalten bleiben und in Deutschland als systemrelevante Airline anerkannt werden. Beschäftigte der SunExpress Deutschland haben im Internet eine Petition gestartet, die den Erhalt des Unternehmens und der damit verbundenen Arbeitsplätze zum Ziel hat. Vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass der deutsche Ableger des Gemeinschaftsunternehmens von Lufthansa und Turkish Airlines geschlossen und abgewickelt wird. Besonders sauer stößt den Initiatoren auf, dass in türkischen Medien mittlerweile von einer großen Expansion des türkischen Zweigs von SunExpress berichtet wird. Gleichzeitig werden in Deutschland bis zu 1.200 Personen arbeitslos. In der Petition wird gefordert, dass SunExpress Deutschland als systemrelevante Airline anerkannt werden soll und der Vorstand der Lufthansa AG eine Beschäftigungsgarantie abgeben soll.

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Österreich verlängert Flugverbote

Wer einen Urlaub in Portugal gebucht hat, könnte nun vor der „Überraschung“ stehen, dass die Flüge nicht durchgeführt werden dürfen. Österreich untersagt weiterhin ankommende Passagierflüge aus der Volksrepublik China, dem Iran, der Lombardei, Weißrussland, Portugal, dem Vereinigten Königreich, Schweden, der Ukraine und der Russischen Föderation. Damit ist die jüngste „schwarze Liste“ unverändert und gilt bis vorläufig 15. Juli 2020. Dies geht aus dem NOTAM A1715/20 hervor, das die Republik Österreich am Dienstag in den frühen Morgenstunden veröffentlichte. Die Ausnahmen sind unverändert. Konkret bedeuten die Landeverbote, dass reguläre Passagierflüge, beispielsweise zwischen der Ukraine und Österreich, untersagt sind. Die umgekehrte Richtung wäre allerdings zulässig, wobei ein Leerflug auf einer Richtung aus wirtschaftlichen Gründen in der Regel von den Fluggesellschaften nicht praktiziert wird. Von der kurzfristigen Verlängerung der Flugverbote sind zahlreiche Airlines betroffen, unter anderem Ryanair/Lauda, Wizzair und Austrian Airlines. Einige Verbindungen müssen kurzfristig gestrichen werden, wobei die Reisenden in diesem Fall keinen Anspruch auf die Ausgleichszahlung nach EU-VO 261/2004 haben, denn behördliche Anordnungen gelten nach Judikatur des EuGH als außergewöhnlicher Umstand.

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Griechen führen kompliziertes Einreiseverfahren ein

Spätestens 48 Stunden vorher muss ein kompliziertes Online-Formular ausgefüllt werden. Anschließend wird ein QR-Code zugeschickt, der nach der Landung vorgezeigt werden muss. Erst dann erfahren Reisende, ob sie durchgewunken werden oder zum PCR-Test und bis zu 36 Stunden in Quarantäne müssen. Offiziell öffnet Griechenland am Mittwoch, den 1. Juli 2020 wieder die Grenzen für die meisten EU-Bürger. Allerdings gab die Regierung am Montag bekannt, dass ein QR-Code erforderlich ist, der unbedingt vorgezeigt werden muss. Dazu ist eine Registrierung im Internet notwendig, die mindestens 48 Stunden vor der beabsichtigten Einreise zu erledigen ist. Stichprobenartig wird Griechenland auch Österreicher, Deutsche und Schweizer zum PCR-Test auffordern. Dabei wird nach der Landung durch medizinisches Personal ein Abstrich genommen. Der Betroffene muss sich dann in eine Kurzzeit-Quarantäne in einem Hotel begeben und dort das Ergebnis abwarten. Dies kann bis zu 36 Stunden dauern. Immerhin: Für die Kosten der Testung und der nicht ganz freiwilligen Unterkunft kommt der griechische Staat auf. Die Online-Registrierung muss zwingend mindestens 48 Stunden vor der beabsichtigten Einreise vorgenommen werden. Derzeit ist das Internetportal travel.gov.gr nur in englischer Sprache verfügbar. Doch mit einer „bloßen Anmeldung“ ist es nicht getan, denn Griechenland fordert außergewöhnlich viele Informationen inklusive Besuche in anderen Ländern samt Adressen und Telefonnummern von Personen, mit denen man Kontakt hatte. Weiters muss eine Adresse angegeben werden, unter der man die nächsten 14 Tage in Griechenland erreichbar ist. Dies kann beispielsweise ein Hotel sein. Wie dies allerdings gehandhabt wird, wenn der Urlaub nur ein Wochenende oder eine Woche dauert, ist noch unklar.

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Schnell und einfach zum Privatjet

Fast einfach wie ein normales Flugticket kann man nun beim Wiener Businessjetbetreiber Euro Flight private Flüge buchen. Doch der persönliche Service leidet darunter keinesfalls. Ab sofort ist es beim Bedarfsluftfahrtunternehmen Euro Flight möglich, dass Flüge mit Businessjets so einfach wie normale Flugtickets gebucht werden können. Interessenten geben dabei ihren gewünschten Abflugs- und Zielort sowie Datum und Uhrzeit ein und erhalten sofort eine Preisauskunft. Private Flüge mit Businessjets von Euroflight können oneway, als Hin- und Rückflug, aber Multi-Stop mit mehreren Zwischenlandungen gebucht werden. Letzteres ist insbesondere für Geschäftsreisende, die am selben Tag Termine in verschiedenen Städten wahrnehmen wollen, interessant. Nach Eingabe der Daten wird die Flugstrecke auf einer Karte visualisiert. Die voraussichtlichen Flugzeiten und ein ungefährer Richtpreis werden ebenfalls angezeigt. Bei Interesse können Passagiere ihre Daten eingeben und ein verbindliches Angebot anfordern. Anschließend erfolgt eine Kontaktaufnahme durch das Team von Euro Flight, das über alle weiteren Dinge informiert und auch hinsichtlich eventueller Einreisebestimmungen. Sofern benötigt, kann auch eine PCR-Testung in einem renommierten Labor vermittelt werden.

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SAS kündigt viele Mitarbeiter

Rund 1.600 Mitarbeiter werden SAS verlassen müssen. Mittelfristig rechnet man mit einer niedrigen Nachfrage. Das skandinavische Star-Alliance-Mitglied SAS wird laut lokalen Medienberichten etwa 1.600 Mitarbeiter abbauen. Dabei handelt es sich primär um fliegendes Personal und an Flughäfen stationiertes Medienpersonal, berichtet die Agentur Ritzau. SAS bestätigte die Meldung. Von der Coronakrise sieht sich SAS besonders hart getroffen. Erschwerend kommt dazu, dass es beispielsweise in Schweden keine Kurzarbeit gibt, die das Unternehmen entlasten könnte. Auch rechnet der Carrier mit einer längerfristig niedrigen Nachfrage und vermutet, dass frühestens im Jahr 2022 wieder ein übliches Niveau erreicht wird.

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Smartwings baut 600 Mitarbeiter ab

Etwa 25 Prozent der Bediensteten des größten Airlinekonzerns Tschechiens sollen bis Jahresende abgebaut werden. Indes bereitet der Staat ein Kreditprogramm vor. Bei der tschechischen Fluggesellschaft Smartwings steht ein großer Personalabbau bevor. Nach Angaben des Unternehmens werden bis Jahresende etwa 600 Mitarbeiter gekündigt. Dabei handelt es um fliegendes Personal und Beschäftigte am Boden. Gemessen an der Gesamtanzahl der Bediensteten steht also eine Reduktion um 25 Prozent bevor. Keine Angaben machte der Konzern dazu, ob sich die Maßnahme auch auf die Tochtergesellschaft CSA erstrecken wird. Bislang gewährte die Tschechische Republik keine Staatshilfe, doch im Rahmen eines neuen Programms soll die Verkehrsbranche Zugang zu Darlehen, die zu 80 Prozent vom Staat besichert werden, bekommen.

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