Jan Gruber

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Jan Gruber

Staatshilfe: Level Europe ging leer aus – Konkurs!

Weil die IAG-Tochter keine Staatshilfe erhalten hat, musste Konkurs angemeldet werden. Dies geht aus einer Veröffentlichung des Kreditschutzverband von 1870 hervor. Die insolvente Fluggesellschaft Level beantragte nach Angaben des Kreditschutzverbands von 1870 beim Landesgericht Korneuburg die Eröffnung eines Konkursverfahrens. Die Verbindlichkeiten betragen rund 12,3 Millionen Euro, exklusive Ticketgläubiger. Der vom Kreditschutzverband genannte Wert ist für Airline-Pleiten durchaus gering. Doch ein pikantes Detail birgt sich im Insolvenzantrag, denn Österreich griff nur Austrian Airlines finanziell unter die Arme, während Level leer ausging und Insolvenz anmelden musste.  Ohne Berücksichtigung der Inhaber von Flugscheinen sind 129 Gläubiger betroffen. Level Europe beschäftigte zuletzt 231 Dienstnehmer, davon 198 in Österreich und 33 in den Niederlanden. Den Verbindlichkeiten in der Höhe von 12,3 Millionen Euro stehen nach Angaben des KSV1870 Aktiva von rund 8,4 Millionen Euro gegenüber.  Die Insolvenzgründe laut Angaben des Unternehmens im Antrag: „Das schuldnerische Unternehmen hat seine Geschäftstätigkeit zum 01.03.2018 aufgenommen und den ersten operativen Linienflug am 17.07.2018 durchgeführt. Finanziert wurde das Schuldnerunternehmen durch die International Consolidated Airlines Group (IAG). Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes waren zwei weitere Kapitaleinschüsse durch den Eigentümer im Jahr 2019 und 2020 erforderlich. Die Buchungszahlen und Umsätze entwickelten sich im 4. Quartal 2019 erwartungs- und planungsgemäß. Durch die COVID-19 Pandemie wurde diese Umsatzentwicklung jedoch gestoppt. Gleichzeitig wurden Kostensenkungsmaßnahmen wie z. B. Verhandlungen mit Lieferanten und Dienstleistern, Einführung von Kurzarbeit, Eliminierung nicht zwingender Kosten, usw. umgesetzt. Bemühungen um staatliche Unterstützung respektive Finanzierung blieben erfolglos. Die Konkursantragstellung war daher alternativlos. Derzeit belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rd. 12,3 Millionen Euro.“  Die Veröffentlichung

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Mai: 97,9 Prozent Rückgang in Deutschland

Im Mai 2020 fiel das Fluggastaufkommen an den deutschen Airports um 97,9 Prozent auf 464.245 Passagiere. Auch im Bereich der Fracht war ein 10,5-prozentiger Rückgang zu verzeichnen. In der Bundesrepublik wurden 370.643 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Insgesamt gab es nur 27.046 gewerbliche Flugbewegungen. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Minus von 86,2 Prozent, teilte die Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen am Freitag mit. Die innerdeutschen Flugverbindungen verzeichneten einen Rückgang um 96,9 Prozent. Der Europaverkehr hatte 98,3 Prozent Einbußen und auf der Langstrecke waren um 97,8 Prozent weniger Passagiere unterwegs. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass aufgrund der Corna-Pandemie das Fluggastaufkommen auf unter drei Prozent des Vorjahreswerts abgefallen ist. Die Airports blieben jedoch am Netz und wurden auch für dringend benötigte Krankentransporte sowie Frachtflüge genutzt. Die Corona-Pandemie schlägt sich auch deutlich spürbar auf die bisherige Jahresgesamtleistung nieder. Deutschlandweit worden von Jänner bis Ende Mai 38,31 Millionen Reisende gezählt. Damit liegt man um 59,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Innerdeutsch beträgt das Minus 61 Prozent, im Europaverkehr 60,4 Prozent und auf der Langstrecke 52,4 Prozent. Insgesamt gingen die gewerblichen Flugbewegungen im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 48,3 Prozent zurück.

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Level-Pleite: Wizzair bietet Rescue-Fares an

Der ungarische Billigflieger Wizzair bietet Passagieren des insolventen Mitbewerbers Level Europe Sondertarife an. Unter Eingabe des PNR-Codes der ursprünglichen Buchung können für Reisen bis 31. Juli 2020 Oneway-Tickets um 9,99 Euro gebucht werden. Dies gilt für Level-Passagiere, die eine Buchung auf Amsterdam-Mailand Malpensa, Amsterdam-Wien, Málaga-Wien, Barcelona-Wien, Heraklion-Wien, Larnaka-Wien oder Rhodos-Wien haben. Das Wizzair-Ticket muss unter https://wizzair.com/#/rescue gebucht werden. Dabei muss die ursprüngliche Buchungsnummer von Level eingegeben werden. Auch der Mitbewerber Ryanair bietet ab Wien auf manchen Strecken vergünstigte Tarife an und reagiert damit auf die Pleite von Level. Fast alle Lauda-Flüge werden ab der Wiederaufnahme des Flugbetriebs unter dem FR-Code durchgeführt.

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Aufsichtsrat genehmigt Tuifly-Verkleinerung

Nun ist es fix: Die Flotte der deutschen Tuifly wird halbiert und rund 700 Mitarbeiter müssen gehen. Die VC kritisiert die Entscheidung. Der Aufsichtsrat der Tui AG gab am Donnerstag grünes Licht für das Sparprogramm. Dieses beinhaltet die Reduktion der Tuifly-Flotte auf 17 Flugzeuge. Dadurch bedingt werden zahlreiche Stellen abgebaut. Die Vereinigung Cockpit kritisiert diesen Schritt heftig und wirft vor, dass Staatshilfen zum Abbau von Arbeitsplätzen verwendet werden. „Wir sind entsetzt über die nun beschlossene Reduzierung von Flotte und Jobs bei Tuifly und halten sie für einen schweren Fehler. Es ist der falsche Weg und zutiefst verwerflich, dass das Unternehmen die Corona-Krise nutzt, um deutsche Arbeitsplätze mithilfe von deutschem Steuergeld abzubauen. Diese Entscheidung ist zugleich wirtschaftlich unsinnig und sozial verantwortungslos. Sie zerschlägt politisches Porzellan, das die Tui in der Krise noch dringend brauchen wird“, so VC-Präsident Markus Wahl.

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Special: Avianca mit Dreamliner in Wien

Mit einem Avianca-Dreamliner hatte Wien-Schwechat am Donnerstag eine definitiv nicht alltägliche Landung. Das Langstreckenflugzeug wird am Freitag gegen 15 Uhr 00 den Airport wieder in Richtung Bogota verlassen. Aus Bogota kommend konnte der Flughafen Wien am Donnerstag einen besonderen Gast begrüßen. Die Fluggesellschaft Avianca landete auf der Runway 29 mit einer Boeing 787-8. Der Dreamliner trägt die Registrierung N782AV. Die Flugnummer war AV151. Das Outgoing des Langstreckenjets der südamerikanischen Fluggesellschaft ist als AV151 am Freitag um 15 Uhr 00 geplant. Flugziel ist Bogota. Am Wiener Flughafen nutzte die Boeing 787-8 das Gate F01. Thomas Ramgraber hielt einige Impressionen des Special Visitors fotografisch fest:

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Wien: Lauda baut 94 fliegende Mitarbeiter ab

Die Fluggesellschaft Lauda teilte am Donnerstagabend mit, dass jene 12 Piloten und 82 Flugbegleiter, die ihre Zustimmung zum neuen Kollektivvertrag nicht erteilt haben, gekündigt werden. Nach Angaben von Geschäftsführer Andreas Gruber wird es beim fliegenden Personal im Sommer 2020 keinen über diese 94 Personen hinausgehenden Abbaumaßnahmen geben. Wie berichtet wird Ryanair die Fluggesellschaft Lauda künftig nicht mehr auf eigene Rechnung unter OE-Flugnummern fliegen lassen, sondern zwischenzeitlich wurden nahezu alle Verbindungen auf den FR-Code umgestellt. Lauda fungiert dann auf vielen Strecken als Wetlease-Provider für die Konzernschwester Ryanair DAC fungieren. Lauda-Chef Andreas Gruber sagte, dass diese Umstellung kommerzielle Vorteile für Lauda habe. Die Lauda-Flotte wird sich bei 30 Airbus A320 einpendeln. Ursprünglich sollte diese noch heuer auf 38 Maschinen aufgestockt werden. In Wien wird man zehn A320 im Auftrag der Ryanair DAC betreiben. In der ursprünglichen Planung vor der Corona-Krise wäre man mit 16 A320 auf eigene Rechnung geflogen und hätte noch zusätzlich drei Boeing 737-800 von Ryanair im Wetlease beschäftigt gehabt. Sämtliche geplanten Übernahmen weiterer Airbus A320 finden aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht statt. Bestehende Verträge will man neu verhandeln. Künftig wird Lauda als reiner Wetlease-Operator positioniert. Das bedeutet, dass der Carrier keine Flüge mehr auf eigene Rechnung unter dem OE-Code durchführen wird, sondern im Auftrag anderer Fluggesellschaften fliegen wird. Dies sind naturgemäß Konzernschwestern innerhalb der Ryanair Group, der nebst Lauda die Ryanair DAC (=operative Fluggesellschaft Ryanair), Malta Air, Buzz und Ryanair UK angehören. Konzernmutter ist die börsennotiere Ryanair Holdings plc. Für Passagiere bedeutet das konkret, dass diese künftig formell

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Ryanair versucht aus Level-Pleite Kapital zu schlagen

Noch ist der Insolvenzantrag von der Level-Geschäftsführung gar nicht beim Landesgericht Korneuburg abgegeben worden, schon wirbt Ryanair mit „Rescue-Fares“. Die chaotische Pressemitteilung spricht von neun Zielen ab 8,99 Euro, jedoch findet sich in selbiger nur eine Destination um diesen Preis. Der irische Billigflieger versucht aus der Pleite des Mitbewerbers Level Europe Kapital zu schlagen und bietet eigenen Angaben nach auf neun Strecken ab Wien Sondertarife ab 8,99 Euro an. Die Medienmitteilung wirkt allerdings äußerst chaotisch, denn die Liste der Destinationen enthält nur ein einziges Ziel, das um diesen Preis angeboten wird. Angesichts der Tatsache, dass fast alle Lauda-Strecken bereits auf Ryanair-Flugnummern umgestellt wurden, ist es wenig verwunderlich, dass die Konzernmutter selbst die Vermarktung und die Öffentlichkeitsarbeit übernommen hat. Route Flüge pro Woche Tickets ab Wien – Barcelona 9 12.99€ Wien – Palma 9 26.99€ Wien – Malaga 7 8.99€ Wien – Santander 2 28.99€ Wien – Larnaca 2 19.99€ Wien – Paris Beauvais 2 22.99€ Wien – Kos 1 51.99€ Wien – Rhodos 2 19.99€ Wien – Heraklion 2 29.99€ „Level-Kunden können weiterhin die niedrigsten Tarife und den zuverlässigsten Service genießen, indem sie zu Ryanair wechseln. Um Kunden zu unterstützen, die von der Einstellung des Level-Flugbetriebs betroffen sind, haben wir Sondertarife freigeschaltet. Bis Ende Oktober können Kunden von Wien aus zu neun Sommerzielen schon ab 8,99 Euro fliegen, und diese Sondertarife sind ab sofort bis Sonntag, 21. Juni, um Mitternacht nur auf der Website Ryanair.com buchbar. Da diese erstaunlich günstigen Tarife schnell vergriffen sein werden, sollten sich Kunden jetzt auf

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ADAC verleiht Stuttgart besonderen „Award“

Airport ist Testsieger in der Kategorie Busbahnhöfe. Preise und Awards gibt es in der Luftfahrtbranche so viele, dass man fast der Meinung sein kann, dass es für jeden Airport und jede Airline irgendeine Auszeichnung gibt. Der Flughafen Stuttgart erhielt nun einen für einen Airport durchaus ungewöhnlichen Award: Der ADAC verlieh dem Flughafen den Preis Testsieger in der Kategorie Busbahnhöfe. „Das Stuttgart Airport Busterminal ist ein wichtiges Element der Verkehrsdrehscheibe am Flughafen, die Autobahn, S-Bahn und Fliegen miteinander verbindet. Seit seinem Start 2016 ist das Fernbusterminal am Flughafen sehr gut angenommen worden, sowohl bei den Fernbusstrecken als auch bei den Regionallinien. Das dichte Streckennetz ist wichtig, und wichtig ist für uns auch, dass der Busbahnhof genauso wie der Weg von und zum Terminal barrierefrei und damit für alle einfach zu bewältigen ist“, so Flughafenchef Walter Schoefer in einer Aussendung.

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Level-Langstrecke wackelt akut

Innerhalb der International Airlines Group gibt es mit Level Europe bereits das erste Opfer, das in Richtung Insolvenz vom Markt verschwinden wird. Doch auch die Langstreckenaktivitäten, die unter dem Level-Brand ab Barcelona (Iberia) und Paris-Orly (OpenSkies) aufgebaut wurden, stehen derzeit akut auf der Kippe. Während die IAG in Spanien als Level durchaus erfolgreich unterwegs war, funktionierte es in Wien, Amsterdam (Level Europe) und Paris-Orly (OpenSkies) nie sonderlich gut. Sowohl die Auslastung als auch der Yield blieben äußerst weit hinter den Erwartungen, was Konzernchef Willie Walsh wiederholt unangenehme Fragen in Investorenkonferenzen bescherte. Nun steht das komplette Level-Projekt auf dem Prüfstand und mit dem Insolvenzantrag der österreichischen Tochter wurden bereits erste Fakten geschaffen. Offiziell will sich die International Airlines Group überhaupt nicht zur möglichen Aufgabe der Marke Level äußern, bestätigt jedoch, dass der Verkauf weiterhin geschlossen bleibt. Ein Termin für die Wiederaufnahme der Level-Langstrecke steht noch nicht fest und aus Barcelona und Orly ist aus vorgehaltener Hand zu hören, dass auch die Long Haul ein Opfer der Corona-Krise werden könnte. Dort geht das Gerücht um, dass die derzeit unter dem Level-Brand eingesetzten A330 künftig unter der Marke British Airways ab London-Gatwick fliegen sollen. Kein Kommentar heißt es dazu von der IAG. Die weitere Entwicklung der Marke Level wird sich wohl in den nächsten Tagen entscheiden, denn der Airport Orly ist ab 26. Juni 2020 wieder am Netz. Slots an diesem Pariser Flughafen gelten generell als besonders begehrt.

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Ryanair begräbt die Marke Lauda

Vor knapp über zwei Jahren als „Zweitmarke“ gestartet und mit viel Geld gepusht, doch nun ist Schluss mit dem Lauda-Brand. Künftig wird man nur noch Wetlease fliegen und viele Mitarbeiter sind sehr bald ihre Jobs los. Die Ryanair Group begräbt die Linienflüge auf Rechnung der Tochtergesellschaft Lauda und damit auch die Marke des Ablegers nach Stuttgart und Düsseldorf auch in Wien. Sämtliche Verbindungen ab der österreichischen Hauptstadt werden nun unter dem FR-Code angeboten. Jene, die im Rahmen einer Wetlease-Vereinbarung weiterhin von Lauda durchgeführt werden, sind mit dem Hinweis „operated by Lauda“ gekennzeichnet. Davon ausgenommen sind derzeit einige Non-Schengen-Ziele, für die Ryanair selbst eine Genehmigung einholen muss. Ein Beispiel hierfür ist Kiew-Boryspil. Destinationen wie Beirut sind ab Winterflugplan buchbar. Aus luftfahrtrechtlichen Gründen ist die Nutzung des OE-Codes erforderlich, wobei die Aufnahme äußerst fraglich erscheint. Die Türkei-Strecken, für die ebenfalls unter Lauda-Flugnummern geflogen werden müsste, wurden zwischenzeitlich ersatzlos gestrichen. Die Marke Lauda, die von Ryanair mit hohem Finanzaufwand insbesondere in Österreich, Deutschland und Mallorca als „Zweitmarke“ gepusht wurde, wird damit aufgegeben. Ryanair setzt künftig offensichtlich wieder auf die Single-Brand-Strategie. Lauda ist in Zukunft nur noch ein Wetlease-Operator, der nach dem Vorbild von Buzz und Malta Air im Auftrag von Ryanair fliegen wird. Dies hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Zentrale in Schwechat. Derzeit sind sämtliche österreichischen Lauda-Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice Niederösterreich zur Kündigung angemeldet. Die Mitteilung, die man im Ringen um den Kollektivvertrag übermittelt hatte, wurde bislang nicht zurückgezogen. Bislang wurde noch keinem Mitarbeiter tatsächlich die Kündigung ausgesprochen, jedoch befinden diese sich aufgrund

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