Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa: Die Fluggesellschaft refinanziert sich am Kapitalmarkt

Die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, eines der größten Luftfahrtunternehmen der Welt, hat jüngst eine bedeutende Finanzierungsstrategie umgesetzt, die bei Kapitalmarktexperten auf großes Interesse stößt. Wie aus einer Unternehmensmitteilung hervorgeht, hat die Gesellschaft erfolgreich eine neue Wandelanleihe im Nennwert von 600 Millionen Euro platziert. Gleichzeitig hat sie ein Rückkaufangebot für ihre ausstehende Wandelanleihe mit Fälligkeit im Jahr 2025 durchgeführt. Diese komplexe Transaktion dient der vorzeitigen Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten und untermauert das Vertrauen des Kapitalmarktes in die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Die Vorgehensweise, bei der eine neue Wandelanleihe zur Rückzahlung einer älteren genutzt wird, ist ein Zeichen für eine vorausschauende Finanzpolitik. Die neue Wandelanleihe und ihre Konditionen Die neu emittierte Wandelanleihe hat ein Gesamtvolumen von 600 Millionen Euro und eine Laufzeit bis zum 10. September 2032. Sie ist nicht besichert und nicht nachrangig. Eine Besonderheit dieser Anleihe ist der jährliche Kupon von 0,00 Prozent, was bedeutet, dass die Lufthansa für diese Finanzierung keine laufenden Zinszahlungen leisten muss. Die Attraktivität für die Investoren liegt in der Möglichkeit, die Anleihen in neue oder bereits bestehende Lufthansa-Aktien umzuwandeln. Der anfängliche Wandlungspreis wurde auf 10,7550 Euro festgelegt, was eine Prämie von 42,5 Prozent auf den Referenzaktienkurs von 7,5474 Euro darstellt. Diese Prämie schützt die bestehenden Aktionäre vor einer Verwässerung des Aktienkapitals, es sei denn, der Aktienkurs steigt signifikant an. Die Anleihe ist in Stücke von je 100.000 Euro aufgeteilt und kann nach Ablauf der Frist zu 102,66 Prozent ihres Nennbetrages zurückgezahlt werden. Teilweiser Rückkauf der Anleihe aus 2025 Parallel zur Platzierung der neuen Anleihe hat die Lufthansa

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Hawaiian Airlines ändert Flugzeugbestellung bei Boeing

Die Fluggesellschaft Hawaiian Airlines hat ihre Bestellung für fünf Boeing 787-9 in den größeren Typ 787-10 umgewandelt. Diese Änderung betrifft einen Teil des ursprünglich geplanten Auftrags für zehn Dreamliner-Flugzeuge, wie aus Branchenkreisen berichtet wird. Die B787-10 ist die längste Variante der Dreamliner-Familie und bietet eine höhere Passagierkapazität, jedoch eine kürzere Reichweite als die B787-9. Diese Entscheidung könnte auf eine Anpassung der Flotte für dichte Langstrecken von Hawaii zum amerikanischen Festland abzielen, wo die höhere Sitzplatzkapazität von Vorteil ist. Zudem übernahm die Finanzierungsabteilung von Boeing einen der ursprünglich für Hawaiian Airlines vorgesehenen Auslieferungsplätze. Diese Maßnahme kann Teil einer allgemeinen Anpassung des Lieferplans sein.

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Gasleck zwingt zur Evakuierung an Stockholmer Flughafen Arlanda

Ein Gasleck aus einem Lastwagen zwang am Mittwochnachmittag zur Evakuierung des F-Piers in Terminal 5 am Stockholmer Flughafen Arlanda. Der Bereich wurde daraufhin weiträumig abgesperrt. Nach Angaben der Flughafenverwaltung Swedavia handelte es sich um ein flüchtiges, leicht entzündliches Gas. Die Einsatzkräfte beschlossen, es auf natürlichem Wege verfliegen zu lassen. Aufgrund der Sperrung kam es zu Verspätungen bei mehreren Flügen. Gegen 18 Uhr konnte der betroffene Terminalbereich wieder vollständig freigegeben werden, und der Flugbetrieb normalisierte sich. Reisende wurden dazu aufgefordert, ihre Flüge anzutreten. Die übrigen Bereiche des Flughafens waren von dem Vorfall nicht betroffen.

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Air Baltic nimmt Flugverbindung von Wien nach Tallinn wieder auf

Die Fluggesellschaft Air Baltic nimmt im März 2026 ihre Direktflüge zwischen Wien und Tallinn in Estland wieder auf. Die Verbindung, die während der Corona-Pandemie eingestellt wurde, soll zweimal pro Woche angeflogen werden. Als Flugzeugtyp kommt auf der Strecke ein Airbus A220-300 zum Einsatz. Die Wiederaufnahme der Verbindung nach Tallinn ergänzt das bestehende Angebot von Air Baltic ab Wien, das bereits Flüge in die lettische Hauptstadt Riga umfaßt. Nach Aussage von Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, sei Air Baltic ein wichtiger Partner für die Anbindung der baltischen Staaten. Er betonte, daß die wiederaufgenommene Verbindung die Bedeutung dieser Flugroute unterstreiche. Mantas Vrubliauskas, VP Network Management bei Air Baltic, erklärte, daß die Nachfrage nach Verbindungen in Österreich wachse. Die neue Strecke solle die wirtschaftlichen und touristischen Beziehungen zwischen Wien und Tallinn stärken.

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Rückenwind und Gegenwind: Airbus kämpft mit Engpässen, überflügelt aber Konkurrent Boeing

Der europäische Flugzeughersteller Airbus steht im Jahr 2025 vor einer paradoxen Situation: Trotz beeindruckender Produktionszahlen und einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Vorjahr kämpft das Unternehmen mit hartnäckigen Engpässen bei der Lieferung von Flugzeugtriebwerken. Diese Lieferkettenprobleme haben die Auslieferungen im August gebremst und gefährden das ehrgeizige Jahresziel von über 800 ausgelieferten Flugzeugen. Dennoch liegt Airbus im direkten Wettstreit mit seinem US-Rivalen Boeing klar in Führung. Während Airbus die Auslieferungen von sogenannten „Segelfliegern“ – Flugzeugen ohne Triebwerke – in Kauf nehmen muss, sieht sich Boeing mit eigenen Herausforderungen konfrontiert, die von einer geringeren Produktionsrate bei der Boeing 737 Max bis hin zu einer drohenden Arbeitsniederlegung reichen. Der September wird für Airbus zum entscheidenden Monat, um das Jahresziel noch zu erreichen, doch der Vorsprung gegenüber Boeing scheint unaufholbar. Die Triebwerksmisere: Eine Belastung für die Produktionskette Das Hauptproblem, das die Auslieferungen von Airbus im Jahr 2025 behindert, liegt in der Versorgung mit Flugzeugtriebwerken. Die Triebwerkshersteller CFM International und Pratt & Whitney, die die Motoren für die beliebte Airbus A320-Familie liefern, kommen mit der Produktion nicht hinterher. Insbesondere die Lieferengpässe beim CFM LEAP-Triebwerk haben sich zu einem chronischen Problem entwickelt, dem sich Airbus bereits seit geraumer Zeit stellen muss. Das Unternehmen hat auf diesen Umstand reagiert, indem es neue Flugzeuge ohne Triebwerke ausliefert und sie vorübergehend auf Lagerplätzen abstellt. Diese sogenannten „Gliders“ (Segelflieger) warten auf die Ankunft ihrer Triebwerke, um dann an die Kunden übergeben zu werden. Die Konsequenzen sind offensichtlich: Obwohl die Fertigungslinien von Airbus auf Hochtouren laufen und die Produktion mit den eigenen

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Verkehrschaos erwartet: Ferienende und Großveranstaltungen in Österreich

Der Automobilclub ARBÖ warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen in Österreich am kommenden Wochenende vom 6. bis 7. September. Grund dafür sei das Zusammentreffen aus Ferienende in mehreren Bundesländern und verschiedenen Großveranstaltungen. Parallel zum Ende der Sommerferien in sechs österreichischen Bundesländern beginnt auch in fünf deutschen Bundesländern die Schule wieder. Der Samstag wird aufgrund der Rückreise von Millionen von Schülern und Reisenden als Hauptstautag erwartet. Massivste Auswirkungen werden auf der Brennerautobahn (A13), der Tauernautobahn (A10) und der Westautobahn (A1) erwartet, insbesondere vor den zahlreichen Tunneln. Auch an den Grenzen müssen sich Reisende auf lange Wartezeiten einstellen, unter anderem vor dem Karawankentunnel und an den Übergängen nach Deutschland. Zusätzlich erschweren Großereignisse wie das Fußball-WM-Qualifikationsspiel in Linz, die European Bike Week am Faaker See und die Herbstmesse in Dornbirn die Verkehrslage. Die Biker-Parade am Samstag verursacht Streckensperrungen im Großraum Villach.

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Schick Hotels Gruppe unter neuer Führung der fünften Generation

Die familiengeführte Schick Hotels Gruppe in Wien steht ab sofort unter der Leitung von Dr. Alexander Schick. Er übernimmt die Führung von seinem Vater, Dr. Martin Schick, der das Traditionsunternehmen 35 Jahre lang leitete. Damit tritt die fünfte Generation die Führung an. Der Generationsübergang wurde nach Angaben des Unternehmens seit mehreren Jahren geplant und durch externe Berater begleitet. Dr. Alexander Schick verfügt über jahrelange Erfahrung in der Hotellerie und im Bereich der strategischen Beratung für Hotelimmobilien. Zugleich übernimmt er die Leitung des Hotel Stefanie, nachdem der bisherige Direktor, Peter Buocz, in den Ruhestand tritt. In seiner neuen Rolle soll Dr. Alexander Schick das Profil der fünf Hotels schärfen und weitere bauliche Modernisierungen umsetzen. Unter anderem ist im nächsten Jahr ein neues Gastronomiekonzept am Schwedenplatz vorgesehen. In den letzten Jahren wurden bereits rund acht Millionen Euro in die Modernisierung der Betriebe investiert. Die Schick Hotels Gruppe besteht aus fünf Vier-Sterne-Häusern und zwei Restaurants in zentralen Lagen in Wien. Das Unternehmen beschäftigt rund 170 Mitarbeiter.

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Die tragische Ikone der Luftfahrt: „Hindenburg“ als Symbol und Medienereignis

Die Geschichte der Luftschifffahrt ist untrennbar mit einem der spektakulärsten und tragischsten Unglücke des 20. Jahrhunderts verbunden: dem Absturz der „Hindenburg“ am 6. Mai 1937. Die Explosion des gigantischen Zeppelins über dem Flughafen Lakehurst in New Jersey wurde zu einem der ersten großen globalen Medienereignisse der Fotografie- und Filmgeschichte. Eine neue „Universum History“-Dokumentation des ORF rollt den Fall neu auf und beleuchtet nicht nur die Ursachen der Katastrophe, sondern auch die Rolle des Luftschiffs als Propagandainstrument und das bleibende Vermächtnis im kollektiven Gedächtnis. Jahrzehnte nach dem Unglück liefern neue Erkenntnisse und wiederentdecktes Filmmaterial überraschende Hinweise auf den Hergang der Katastrophe und entkräften alte Verschwörungstheorien. Ein Gigant am Himmel: Der Aufstieg der Luftschiffe Die „Hindenburg“ war eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Als sie 1936 das erste Mal aus der Fertigungshalle in Friedrichshafen am Bodensee rollte, galt sie als ein Symbol für den technischen Fortschritt und eine neue Ära des Luftverkehrs. Mit einer Länge von 245 Metern und einem Durchmesser von über 41 Metern war sie das größte Luftfahrzeug, das jemals gebaut wurde. Die Hindenburg sollte den Passagierverkehr über den Atlantik revolutionieren, indem sie den Reisenden eine luxuriöse und schnelle Alternative zu den Ozeandampfern bot. Das Interieur war aufwendig gestaltet, mit Passagierkabinen, einem Speisesaal und einem großzügigen Aufenthaltsbereich. Die Geschwindigkeit und der Komfort der Reise waren damals beispiellos. Schnell erkannte die nationalsozialistische Regierung in Deutschland das Potenzial der riesigen Zeppeline für ihre Imagewerbung. Wie der Luftfahrthistoriker Dan Grossman in der Dokumentation erläutert, wurde die „Hindenburg“ zu einem mächtigen Propagandasymbol, das die angebliche Überlegenheit

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Münster: Mavi-Gök-Boeing 737-800 schießt über die Piste hinaus

Am gestrigen Abend, dem 3. September 2025, ereignete sich am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) ein schwerwiegender Zwischenfall, als eine Boeing 737-800 der türkischen Fluggesellschaft Mavi Gök nach der Landung über das Ende der Start- und Landebahn hinausschoss. Der Flug mit der Nummer 4M351 aus Antalya, der 190 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord hatte, kam erst wenige Meter jenseits der regulären Piste zum Stillstand. Glücklicherweise gab es keine Verletzten zu beklagen. Dieser Vorfall führte zu einer stundenlangen Einstellung des Flugbetriebes, was die Umleitung mehrerer Flüge zur Folge hatte. Die Untersuchung des genauen Herganges wurde von den zuständigen Behörden bereits aufgenommen. Der Hergang des Zwischenfalls Der Flug 4M351, der planmäßig aus der türkischen Stadt Antalya kam, landete um 20:30 Uhr auf dem FMO. Wie Augenzeugen und erste Berichte nahelegen, verlief die Landung selbst zunächst ohne erkennbare Schwierigkeiten. Das Unglück ereignete sich erst beim Ausrollen des Flugzeuges. Aus noch ungeklärter Ursache konnte das Flugzeug nicht innerhalb der vorgesehenen Strecke zum Stehen gebracht werden. Die Maschine, eine Boeing 737-800, schoss über das Ende der 2.170 Meter langen Piste hinaus und rollte in den angrenzenden Sicherheitsbereich. Dabei wurden mehrere Leuchtfeuer, die zur Kennzeichnung des Pistenendes dienen, beschädigt. Erst im grasbewachsenen Gelände jenseits der befestigten Fläche kam das Flugzeug zum Stillstand. Die Reaktion der Flughafenmitarbeiter und der Rettungsdienste war umgehend. Innerhalb weniger Minuten waren die Feuer- und Rettungskräfte vor Ort. Die Fluggäste wurden über herbeigeschaffte Fluggasttreppen aus dem Flugzeug evakuiert und mit Bussen zum Terminal gebracht. Berichte von Insassen schildern eine ruhige und professionelle Evakuierung. „Es

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Macquarie AirFinance bestellt 30 weitere Boeing 737 Max

Die Flugzeugleasinggesellschaft Macquarie AirFinance hat bei Boeing 30 weitere Maschinen vom Typ 737 Max 8 bestellt. Der Auftrag war im Juli zunächst als unbekannte Bestellung in den Boeing-Auftragsbüchern verbucht worden. Mit dem Abschluß dieses Geschäftes erhöht sich die Flotte von Macquarie AirFinance mit Flugzeugen dieses Musters auf insgesamt 70 Jets. Die Leasinggesellschaft, die eine Flotte von über 300 Maschinen betreibt, erklärte, daß die Bestellung ihre Wachstumsstrategie unterstütze. Nach Angaben von Boeing machen Leasinggesellschaften derzeit fast 25 Prozent aller Bestellungen für die 737 Max aus. Die hohe Nachfrage seitens der Leasinggeber spiegelt das Bedürfnis der Fluggesellschaften wider, ihre Flotten zu modernisieren und durch Flugzeuge mit geringerem Treibstoffverbrauch Betriebskosten zu senken. Durch die Bestellung stärkt Macquarie AirFinance seine Position im Markt für Flugzeugleasing von Maschinen mit einem Mittelgang.

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