Jan Gruber

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Jan Gruber

Airbus stellt Dassault-Ultimatum im Streit um FCAS-Programmführung

Das Future Combat Air System, Europas ambitioniertestes und kostspieligstes Rüstungsprojekt, steht vor dem Scheitern. Die Spannungen innerhalb des Konsortiums – bestehend aus Deutschland, Frankreich und Spanien – sind offen eskaliert. Airbus, einer der zentralen Industriepartner, hat dem französischen Partner Dassault Aviation, dem Hersteller des Rafale-Kampfjets, öffentlich einen Rückzug aus dem Projekt nahegelegt. Auslöser ist der anhaltende Streit um die technologische Führung und die Verteilung der industriellen Arbeitspakete. Dassault Aviation, angeführt von ceo Eric Trappier, beansprucht seit Monaten die Richtlinienkompetenz für sich und blockiert damit den Fortgang des 100 Milliarden Euro schweren Rüstungsprogramms. Airbus-Chef Guillaume Faury ließ seiner Frustration am Mittwochabend nach Vorlage der Quartalsbilanz in Toulouse freien Lauf. „Unser Partner hat sehr offen gezeigt, dass er mit den vereinbarten Arbeitspaketen im Programm unzufrieden ist, und fordert etwas ein, was nicht dem entspricht, was vereinbart wurde“, erklärte Faury. Er fügte hinzu: Wenn Dassault „in dieser Konstellation“ nicht weitermachen wolle, „steht es ihnen frei, sich aus fcas zurückzuziehen“. Diese unverhohlene Aufforderung markiert den bisherigen Höhepunkt eines monatelangen Tauziehens, das die politische und industrielle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich fundamental in Frage stellt. Maximalforderungen und das „Enfant Terrible“ im Konsortium Das Festhalten von Dassault an der unangefochtenen technologischen Programmführung ist der Hauptgrund für die Stagnation von fcas. Trappier hatte bereits im September erneut deutlich gemacht, dass er die Expertise seines Unternehmens über die der Partner stellt. „Die Deutschen können sich beschweren, aber hier wissen wir, wie das geht“, beanspruchte Trappier die industrielle Vormachtstellung. Dassault gefällt sich seit Monaten in der Rolle des Enfant

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Dertour Group streicht Attraktionen mit direkter Interaktion mit Meeressäugern

Die Dertour Group, einer der größten Reiseveranstalter im deutschsprachigen Raum, leitet eine signifikante Veränderung in ihrem Produktportfolio ein. Ab November wird das Unternehmen keine Ausflüge und Attraktionen mehr anbieten, die das natürliche Verhalten von Meeressäugern beeinträchtigen. Diese Entscheidung, die ab November in Kraft tritt, ist Teil einer umfassenden, konzernweiten Tierschutzstrategie und zielt darauf ab, verantwortungsvollen Tourismus zu fördern. Im Kern der neuen Strategie steht der vollständige Verzicht auf touristische Angebote, die direkten Kontakt zwischen Menschen und Meeressäugern herstellen. Konkret fallen Aktivitäten wie das beliebte Delfinschwimmen aus dem Programm. Ebenso werden Shows und Attraktionen gestrichen, in denen Tiere zu unnatürlichem Verhalten gezwungen werden. Dies betrifft auch das sogenannte Beaching, bei dem Meeressäuger zu Unterhaltungszwecken das Wasser verlassen müssen. Die Konsequenzen dieser Neuausrichtung sind weitreichend und betreffen auch international bekannte und touristisch hoch frequentierte Einrichtungen. Damit setzt die Dertour Group ein deutliches Zeichen in der Reisebranche, das über die eigenen Angebote hinaus Signalwirkung entfalten könnte. Tierschutzstrategie folgt internationalen Standards Die Entscheidung der Dertour Group basiert auf einer umfassenden Tierschutzstrategie, die in Kooperation mit anerkannten Tierschutzexperten entwickelt wurde. Das Unternehmen orientiert sich dabei an den globalen Tierwohlstandards der British Travel Association (abta), die als eine der maßgeblichsten Richtlinien im internationalen Tourismus gelten. Die einheitliche Umsetzung dieser Standards im gesamten Konzern soll die Ernsthaftigkeit der Verpflichtung unterstreichen. Die Maßnahme trifft große und namhafte Tierparks, deren Angebote bislang fester Bestandteil vieler Reisekataloge waren. Genannt werden explizit Einrichtungen wie Seaworld in Orlando, Florida, und der Loro Parque auf Teneriffa. Diese Parks gehören zu den meistbesuchten Touristenattraktionen

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Emirates dominiert bei internationalen Reise-Awards und erhält zahlreiche Auszeichnungen

Die Fluggesellschaft Emirates hat im aktuellen Monat eine Fülle von renommierten Auszeichnungen bei verschiedenen internationalen Preisverleihungen gewonnen, darunter die Forbes Travel Guide Verified Air Travel Awards. Hier wurde die in Dubai ansässige Airline zum zweiten Mal in Folge zur „Besten internationalen Airline“ gewählt. Die Jury würdigte das kontinuierliche Bestreben von Emirates, jeden Aspekt des Passagiererlebnisses zu verfeinern. Emirates überzeugte besonders in der Kategorie der Luxusreisen. Das Unternehmen erhielt die Auszeichnung „Beste internationale First Class“ für die Suiten in der Boeing 777-300ER, die für ihre luxuriöse Ausstattung und das Gourmetangebot gelobt wurden. Als größter internationaler Anbieter von First-Class-Reisen mit einer Flotte von ausschließlich privaten Suiten setzte Emirates damit einmal mehr Maßstäbe. Hinzu kommt die Auszeichnung als „Beste internationale Airline Lounge“ für die First-Class-Lounge in Dubai, die mit exquisiten Speisen, einer Zigarrenbar, Spa-Angeboten und der Möglichkeit zum direkten Boarding aus der Lounge punktete. Der herausragende Service von Emirates wurde auch von Lesern und Reiseprofis gewürdigt: Bei den The Times and The Sunday Times Travel Awards 2025 wählten über 900.000 Leser Emirates zur „Besten Langstreckenfluggesellschaft“. Gelobt wurden insbesondere der hervorragende Service der Kabinencrew, die geräumige Airbus A380-Flotte sowie der kontinuierliche Ausbau des Streckennetzes mit neuen Zielen wie Shenzhen und Siem Reap. Zudem wurde Emirates bei den regionalen World Travel Awards 2025 als „Leading Airline Brand – Middle East“ und bei den Condé Nast Readers’ Choice Awards als Spitzenreiter gewürdigt. Als bemerkenswerte Neuerung wurde hervorgehoben, dass Emirates als erste Fluggesellschaft weltweit eine Autismus-Zertifizierung erhielt und über 30.000 Mitarbeiter für die Unterstützung von Reisenden mit

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Österreichische Flughäfen im Aufwind: Regionalflugverkehr boomt und Frachtgeschäft wächst überproportional

Der österreichische Luftverkehrsmarkt hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 ein robustes Wachstum verzeichnet. Insgesamt wurden an den sechs österreichischen Verkehrsflughäfen (Wien, Salzburg, Graz, Linz, Innsbruck und Klagenfurt) rund 27,7 Millionen Passagiere gezählt, was einer Steigerung von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Noch dynamischer entwickelte sich das Frachtgeschäft, das um 4,9 Prozent auf rund 280.000 Tonnen zulegte. Trotz des „Gegenwinds“, wie Norbert Draskovits, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) und Geschäftsführer des Linz Airport, festhielt, war der Sommer 2025 ein Rekord. Draskovits unterstrich die zentrale Bedeutung des Luftverkehrs als Standortfaktor und betonte, dass gerade die Regionalflughäfen die wirtschaftliche Erreichbarkeit und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Regionen sichern. Die Zunahme der Passagierzahlen ging einher mit einem Anstieg der Flugbewegungen im Linien- und Charterverkehr, die um 3,1 Prozent auf insgesamt 212.781 Starts und Landungen zunahmen. Die Detailanalyse der Passagierentwicklung zeigt jedoch eine starke regionale Spreizung der Wachstumsraten, wobei insbesondere die kleineren Regionalflughäfen signifikante Zuwächse verzeichneten. Regionale Wachstumszentren: Linz und Klagenfurt an der Spitze Die Passagierentwicklung an den einzelnen Standorten verlief in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 äußerst unterschiedlich. Während der Flughafen Wien als größtes Drehkreuz ein solides Wachstum verzeichnete, zeigten die Regionalflughäfen Linz und Klagenfurt eine explosionsartige Zunahme des Passagieraufkommens: Diese Zuwächse bei den kleineren Flughäfen werden in Branchenkreisen als klares Indiz für die steigende Bedeutung der Direktverbindungen und die gezielte touristische Erschließung der jeweiligen Regionen gewertet. Die Regionalflughäfen agieren oft als wichtige Einfallstore für den regionalen Tourismus und als Anbindungspunkte für Geschäftsreisende in wirtschaftsstarke Regionen außerhalb

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ANA Holdings meldet Rekordumsatz im ersten Halbjahr – Gewinnprognose angehoben

Die japanische ANA Holdings Inc., Muttergesellschaft der All Nippon Airways (ANA), hat für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/2026 (April bis September 2025) einen Rekordumsatz von umgerechnet rund 7,08 Milliarden Euro erzielt. Haupttreiber dieses Erfolgs war die stark gestiegene Nachfrage im internationalen Passagiergeschäft. Trotz des Rekordumsatzes sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 452,2 Millionen Euro (minus 6,1 Prozent), während das Betriebsergebnis mit 580,78 Millionen Euro ein Minus von 9,9 Prozent verzeichnete, bedingt durch einen um 1,5 Prozent gestiegenen Betriebsaufwand. Das internationale Passagiergeschäft der Kernmarke ANA übertraf die Vorjahreszahlen deutlich: Fast 4,3 Millionen Reisende (plus 10,2 Prozent) nutzten internationale Flüge von ANA, was zu einer durchschnittlichen Auslastung von 80,3 Prozent führte. Die Nachfrage wurde vor allem durch den anhaltend robusten Markt für Auslandsfreizeitreisen und die steigende Zahl von Reisen nach Japan beflügelt. ANA erweiterte ihr internationales Streckennetz durch neue Verbindungen wie Tokio/Haneda nach Mailand, Stockholm und Istanbul, die in der zweiten Hälfte des Vorjahres aufgenommen wurden. Im Frachtgeschäft profitierte die Gruppe von der starken Nachfrage zwischen Asien und Nordamerika, was durch die kürzlich erfolgte Integration der Nippon Cargo Airlines (NCA) und Synergieeffekte verstärkt wurde. Angesichts des erfolgreichen Halbjahres und der Konsolidierung von NCA hat die ANA Group ihre Prognosen für das Gesamtjahr nach oben korrigiert: Der Umsatz wird nun auf rund 14,76 Milliarden Euro geschätzt. Der Nettogewinn wird bei voraussichtlich 862,84 Millionen Euro erwartet, eine Steigerung um knapp 11 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung. Beim Betriebsgewinn strebt die Gruppe nach dem zweithöchsten Wert in der Unternehmensgeschichte an. Um

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Starke Bilanz bei Airbus: Hohe Flugzeugauslieferungen und bestätigte Jahresprognose

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus hat für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025 solide Ergebnisse vorgelegt. Angetrieben durch höhere Auslieferungszahlen im Passagierflugzeuggeschäft und stabile Leistungen in den anderen Geschäftsbereichen, stieg der Umsatz auf 47,4 Milliarden Euro – ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT Adjusted) erreichte 4,1 Milliarden Euro, während der Nettogewinn bei 2,6 Milliarden Euro lag, was 3,34 Euro pro Aktie entspricht. In den ersten neun Monaten des Jahres lieferte Airbus insgesamt 507 Verkehrsflugzeuge aus. Dazu gehörten 62 Flugzeuge der A220-Familie, 392 der A320-Familie, 20 A330 und 33 A350. Trotz anhaltender Herausforderungen in der Lieferkette und bei der Rekrutierung von Fachkräften, bestätigt das Unternehmen die geplanten Produktionssteigerungen. Die monatliche Rate der A320-Familie soll bis 2027 auf 75 Flugzeuge steigen, die A350 auf zwölf bis 2028 und die A330 auf fünf bis 2029. Dieser ambitionierte Hochlauf unterstreicht die starke Nachfrage des globalen Marktes und die Notwendigkeit für Airlines, ihre Flotten zu erneuern. Auch die anderen Sparten des Konzerns zeigten sich robust. Die Sparte Airbus Helicopters verzeichnete einen Umsatzanstieg von 16 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro bei 218 ausgelieferten Einheiten. Die Division Defence and Space steigerte ihre Umsätze um 17 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro, was durch höhere Volumina und verbesserte Rentabilität im Militärgeschäft unterstützt wurde. Angesichts dieser soliden Gesamtleistung bekräftigte CEO Guillaume Faury die Jahresprognose 2025, die nun auch die Auswirkungen aktueller Zölle berücksichtigt. Airbus erwartet weiterhin, rund 820 Verkehrsflugzeuge auszuliefern, ein bereinigtes EBIT von 7 Milliarden Euro zu erreichen und einen

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Internationale Nachfrage stützt globalen Luftverkehr: IATA-Zahlen zeigen robustes Wachstum trotz regionaler Schwächen

Die globale Luftfahrtindustrie hat im September 2025 weiterhin ein robustes Wachstum der Passagiernachfrage verzeichnet, wobei der internationale Verkehr als primärer Wachstumsmotor fungierte. Nach den von der International Air Transport Association (IATA) veröffentlichten Daten stieg die Gesamtnachfrage, gemessen in Passagierkilometern (rpk), im Vergleich zum September 2024 um 3,6 Prozent. Das Wachstum der Gesamtkapazität (ask) lag mit 3,7 Prozent leicht darüber. Trotz dieser minimalen Überschreitung der Kapazität blieb der Passagierauslastungsfaktor (plf) mit 83,4 Prozent auf einem bemerkenswert hohen Niveau, sank jedoch leicht um 0,1 Prozentpunkte im Jahresvergleich. Wie IATA-Generaldirektor Willie Walsh betonte, trug die starke internationale Nachfrage zu 90 Prozent zum Gesamtwachstum bei. Die internationale Nachfrage legte um 5,1 Prozent zu, während die Inlandsnachfrage lediglich um 0,9 Prozent wuchs. Walsh wies darauf hin, dass die Fluggesellschaften angesichts der für November prognostizierten Kapazitätsausweitung von drei Prozent für den Rest des Jahres mit weiterem Wachstum rechnen, auch wenn ungelöste Probleme in der globalen Lieferkette weiterhin eine erhebliche Belastung darstellen. Internationale Märkte als Wachstumspfeiler: Asien-Pazifik führt die Erholung an Die regionale Aufschlüsselung der internationalen Passagiermärkte zeigt eine breite Erholung, mit deutlichen regionalen Unterschieden in der Dynamik. Asien-Pazifik: Stärkste Erholung der Auslastung Fluggesellschaften in der Region Asien-Pazifik verzeichneten mit einem Anstieg der Nachfrage um 7,4 Prozent das stärkste Wachstum. Hier war der Kapazitätszuwachs von 6,1 Prozent niedriger als das Nachfragewachstum, was zu einer signifikanten Verbesserung des Auslastungsgrads um 1,0 Prozentpunkte auf 83,3 Prozent führte – die einzige Region mit einer spürbaren Verbesserung der Auslastung. Als Haupttreiber dieses Wachstums identifizierte die IATA den innerasiatischen Reiseverkehr, der um

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Umfassende Modernisierung der Wachaubahn

Die Wachaubahn, eine wichtige Attraktion und Verkehrsanbindung in der UNESCO-Weltkulturerbe-Region, unterzieht sich von 3. November 2025 bis zum 12. März 2026 umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen. Die betriebsnotwendigen Arbeiten zielen darauf ab, die traditionsreiche Bahnstrecke zukunftsfähig zu gestalten und der steigenden Nachfrage im Bereich der Freizeitmobilität gerecht zu werden. Hauptbestandteile der Maßnahmen sind der Umbau des Bahnhofs Aggsbach Markt sowie die Sanierung des Schlossbergtunnels bei Dürnstein. Im Bahnhof Aggsbach Markt wird die Gleisanlage erneuert und der Bahnhof barrierefrei umgestaltet. Dazu gehört die Errichtung eines barrierefreien Randbahnsteigs, der einen neuen Zugang zur nördlichen Ortssiedlung ermöglicht. Des Weiteren werden die Beleuchtung und eine Entwässerungsanlage erneuert. Ab Jänner 2026 beginnt zudem die Sanierung des Schlossbergtunnels bei Dürnstein, wobei die Entwässerungsrinnen, Steinflächen sowie das Stein- und Fugennetz erneuert und einzelne Schienenbereiche getauscht werden. Die NÖVOG, als Betreiber der Bahn, betont, dass die stimmungsvollen Fahrten zum Wachauer Advent dank der Durchführung der Arbeiten an Werktagen uneingeschränkt stattfinden können. Die Wachaubahn verbindet die Orte Krems an der Donau und Emmersdorf und ist ein zentraler Bestandteil des touristischen Angebots in Niederösterreich. Die Investitionen in die Infrastruktur sind Teil einer umfassenden Strategie des Landes Niederösterreich zur Attraktivierung des öffentlichen Regionalverkehrs und des Erlebnistourismus. Die NÖVOG investiert seit Jahren kontinuierlich in ihre Bahninfrastruktur, um die Sicherheit und Zuverlässigkeit ihrer regionalen Bahnen zu gewährleisten, zu denen neben der Wachaubahn auch die Mariazellerbahn und die Waldviertelbahn gehören. Solche Modernisierungsprojekte sind üblich, um die langfristige Betriebssicherheit und den Komfort für Reisende zu sichern und die Infrastruktur an moderne Standards anzupassen. Trotz der umfangreichen Bauarbeiten bleibt

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LOT erweitert Italien-Angebot: Bologna und zusätzliche Rom-Verbindung ab Krakau

LOT Polish Airlines, Mitglied der Star Alliance, setzt den konsequenten Ausbau ihres europäischen Streckennetzes fort und legt dabei einen klaren Schwerpunkt auf Italien. Ab dem 31. März 2026 nimmt die polnische Nationalairline eine neue Ganzjahresverbindung von ihrem globalen Drehkreuz am Chopin Flughafen in Warschau nach Bologna auf. Die Hauptstadt der Region Emilia-Romagna wird damit nach Mailand, Rom und Venedig die vierte italienische Destination im LOT-Netzwerk. Die Flüge nach Bologna werden sechsmal pro Woche mit einer Boeing 737 MAX 8 in zwei Serviceklassen angeboten. Um Reisenden mehr Flexibilität zu ermöglichen, gibt es zwei unterschiedliche Abflugzeiten ab Warschau, jeweils dreimal wöchentlich: eine Vormittags- und eine Nachmittagsverbindung. Bologna ist nicht nur aufgrund seiner historischen Bedeutung und akademischen Tradition attraktiv, sondern dient durch seine zentrale Lage und Anbindung an das italienische Hochgeschwindigkeitsnetz auch als idealer Ausgangspunkt für Weiterreisen nach Florenz oder Mailand. Parallel zur Aufnahme von Bologna erweitert LOT Polish Airlines auch ihr Angebot ab den polnischen Regionalflughäfen. Ebenfalls ab Ende März 2026 wird eine neue tägliche Flugverbindung zwischen Krakau und Rom (Fiumicino) eingerichtet. Dies folgt der allgemeinen Strategie des Star Alliance-Mitglieds, die regionalen Flughäfen Polens stärker in das europäische Streckennetz zu integrieren. In diesem Zuge hatte LOT Polish Airlines erst kürzlich auch neue Flüge von Krakau nach Barcelona und Madrid angekündigt, um die wachsende Nachfrage nach attraktiven europäischen Städtezielen zu bedienen. Die Ausweitung des Angebots nach Italien ist Teil einer breiteren Expansion der Fluggesellschaft. Experten sehen in dem verstärkten Engagement auf Kurz- und Mittelstrecken, insbesondere in Konkurrenz zu etablierten Billigfluggesellschaften, einen strategischen Schritt

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Finanzielle Belastung durch 777X-Verzögerung überschattet operativen Fortschritt bei Boeing im dritten Quartal

Der Luftfahrtriese Boeing hat das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 mit einem erheblichen Verlust abgeschlossen, der in erster Linie auf eine massiv erhöhte finanzielle Belastung im Zusammenhang mit dem Langstreckenflugzeugprogramm 777X zurückzuführen ist. Das Unternehmen meldete am 29. Oktober 2025 einen Verlust von 7,14 Dollar pro Aktie nach Standardrechnungslegung und 7,47 Dollar pro Aktie auf bereinigter Basis. Diese Zahlen wurden maßgeblich durch eine einmalige Vorsteuerbelastung von 4,9 Milliarden Dollar für das 777X-Programm beeinflusst, was den Verlust pro Aktie um etwa 6,45 Dollar erhöhte. Dieser außerordentlich hohe Betrag übertraf die Schätzungen der Analysten, die Anfang Oktober 2025 noch von Belastungen zwischen 2,5 Milliarden und 4 Milliarden Dollar ausgegangen waren. Die neue Bewertung des 777X-Zeitplans, der die Erstauslieferung der 777-9 nun erst für das Jahr 2027 vorsieht, zwingt das Unternehmen zu dieser tiefgreifenden bilanziellen Korrektur. Das 2013 gestartete Programm hat damit seine ursprüngliche geplante Auslieferung in 2020 bereits um voraussichtlich sieben Jahre verfehlt. Trotz dieser Rückschläge betonte Boeing-CEO Kelly Ortberg, dass das Flugzeug in den Flugtests weiterhin gut abschneide. Er hob hervor, dass man sich auf die Fertigstellung der Entwicklungsprogramme und die Stabilisierung des Betriebs konzentriere, um die Unternehmensleistung vollständig wiederherzustellen und das Vertrauen aller Beteiligten zurückzugewinnen. Hintergrund der 777X-Verzögerungen: Kumulierte Kosten und Zertifizierungsengpässe Die jüngste Verschiebung der 777X-Auslieferung ins Jahr 2027, der nunmehr sechste Aufschub seit Programmstart, verdeutlicht die anhaltenden Schwierigkeiten des Flugzeugherstellers, insbesondere im Umgang mit der Zertifizierung. Die Gründe für die erneute Verzögerung liegen primär in den komplexen und langwierigen behördlichen Genehmigungsprozessen durch die Federal Aviation Administration (FAA) sowie

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