Jan Gruber

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Jan Gruber

Varadi: „Gewerkschaften? Dann schließen wir die Base!“

Sollte Wizzair in Dortmund „Ärger“ mit den Gewerkschaften bekommen, so werde man die Base wieder schließen und die Flugzeuge auf andere Airports verlegen. Firmenchef Varadi ist gar der Ansicht, dass Gewerkschaften das „Geschäft zerstören“ würden. Von Gewerkschaften will Wizzair-Konzernchef Jozsef Varadi europaweit nichts wissen, denn seiner Ansicht nach würden diese lediglich das “Geschäft zerstören”. Sollte man im Zusammenhang mit der Basis Dortmund von den deutschen Gewerkschaften “erwischt” werden, so werde man die Base schlichtweg wieder zusperren. Dies erklärte der Generaldirektor des ungarischen Luftfahrtkonzerns gegenüber dem Portal Aerotelegraph.com. Auf dem Flughafen Dortmund wird Wizzair die erste Basis auf deutschem Boden eröffnen. Bislang wurden sämtliche Flughäfen in Deutschland von Bases, die sich außerhalb der Bundesrepublik befinden, angeflogen. Doch Gewerkschaften ignoriert der Konzern im gesamten Streckennetz und weiters gibt es auch keinen Betriebsrat. Das soll auch so bleiben, wenn es nach Varadi geht. “Gewerkschaften zerstören das Geschäft. Das ist auch eines der Probleme bei Lufthansa. Wenn die Gewerkschaften versuchen, uns zu erwischen, dann schließen wir einfach die Basis und ziehen weiter. Das ist das Schöne bei einer Airline, die so flexibel ist wie unsere: Wir können einfach unsere Flugzeuge zu einem anderen Flughafen verlegen”, so Wizzair-Chef Jozsef Varadi gegenüber Aerotelegraph.com.

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LH-Rettungspaket: Spohr rechnet mit Ablehnung

Aufgrund der geringen Teilnahme an der bevorstehenden Hauptversammlung ist zur Annahme des Rettungspakets eine Zweidrittelmehrheit notwendig. Lufthansa-Chef Spohr geht von einer Ablehnung aus und hat die vorzeitige Auszahlung der Gehälter in Auftrag gegeben. Lufthansa-Chef Carsten Spohr informierte am Wochenende die Belegschaft darüber, dass nur 38 Prozent des stimmberechtigten Kapitals für die Hauptversammlung angemeldet wurde. Das bedeutet, dass für die Annahme des mit der deutschen Bundesregierung ausverhandelten Rettungspakets eine Zweidrittelmehrheit notwendig ist. Aufgrund der ablehnenden Haltung eines Großaktionärs, der 15 Prozent des Aktienkapitals hält und zur Hauptversammlung angemeldet ist, dürfte die notwendige Zustimmung eher schwierig zu erreichen sein. Spohr schreibt dazu: “Am Donnerstag wird die Hauptversammlung über die Annahme des Stabilisierungspakets der Deutschen Bundesregierung entscheiden. Seit heute Nacht wissen wir, dass unsere Aktionäre weniger als 38 Prozent des Kapitals für diese Hauptversammlung angemeldet haben. Damit steht fest, dass bei der Abstimmung eine Zweidrittelmehrheit erreicht werden muss, die nach jüngsten Äußerungen von wichtigen Aktionären insbesondere zu den Konditionen der Kapitalerhöhung nicht sicher erscheint.” Auch habe man bereits Vorkehrungen für den Fall der Ablehnung getroffen. Man werde die bis zur Insolvenzanmeldung verbleibende Zeit nutzen, um mit der deutschen Regierung alternative Optionen zu besprechen. Carsten Spohr schreibt, dass ein Grounding verhindert werden soll. “Um Ihnen und Ihren Familien in diesen bangen Wochen eine weitere Unsicherheit zu ersparen, haben wir am Wochenende im Vorstand entschieden, erstmalig in der Lufthansa Geschichte, die Auszahlung von Vergütungen vorzuziehen und die Junigehälter schon morgen, am Montag dem, 22. Juni anzuweisen. Wir möchten damit für Sie alle einen ungestörten Gehaltszahlungslauf

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Österreich erlässt neue Landeverbote

Nachdem Österreich am Wochenende die Landeverbote für ankommende Passagierflüge aus insgesamt zehn Ländern aufgehoben hatte, wurde am Montag um 6 Uhr 16 ein neuer Bann erlassen. Dies geht aus dem NOTAM A1577/20 hervor. Demnach dürfen nun Maschinen mit Fluggästen an Bord, die in der Volksrepublik China, im Iran, in der Lombardei, in Weißrussland, Portugal, Schweden, Russland und im Vereinigten Königreich gestartet sind, erneut in Österreich nicht landen. Es bestehen einige Ausnahmen, beispielsweise sind reine Frachtverbindungen zulässig. Auch dürfen beispielsweise Pflegepersonal und Erntehelfer eingeflogen werden. Zulässig bleiben sämtliche Passagierverbindungen zwischen Spanien und Österreich. Auch die Quarantänebestimmungen sind seit 21. Juni 2020 zwischen diesen beiden Staaten aufgehoben. Das NOTAM im Wortlaut: A1577/20 – COVID 19: FLIGHT RESTRICTIONSACCORDING TO PARA 25 EPIDEMIC ACT 1950FLIGHTS FROM PEOPLES REPUBLIC CHINA ISLAMIC REPUBLIC IRAN REGION LOMBARDY – ITALY BELARUS PORTUGAL UNITED KINGDOM SWEDEN UKRAINE RUSSIAARE PROHIBITED TO LAND AT FIR LOVV.EXEMPTED ARE: FLIGHTS IN THE INTEREST OF THE REPUBLIC OF AUSTRIA,CARGO FLIGHTS, EMERGENCY FLIGHTS, AMBULANCE FLIGHTS, FERRYFLIGHTS, REPATRIATION FLIGHTS, FLIGHTS TO TRANSPORT SEASONALWORKERS IN THE AGRICULTURAL OR FORESTRY SECTOR AS WELL AS NURSINGAND HEALTH PERSONNEL.EXEMPTIONS TO THIS PROHIBITATION OF LANDINGS DO NOT RELEASE PAX FROMANY ENTRY REQUIREMENTS. 22 JUN 06:16 2020 UNTIL 30 JUN 21:59 2020. CREATED:22 JUN 06:17 2020

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Palma: Eurowings Europe hebt wieder ab

Die Lufthansa-Tochter Eurowings Europe wird am 27. Juni 2020 um 7 Uhr 45 nach rund dreimonatiger Flugpause wieder abheben. Der “Erstflug” wird auf der Strecke Palma de Mallorca-Hannover durchgeführt werden. Zunächst wird die spanische Basis mit zwei Airbus A320 neu durchstarten. Von dort aus werden Ziele wie Berlin, Bremen, Dresden, Hannover, Leipzig, Karlsruhe/Baden-Baden, München, Münster-Osnabrück, Nürnberg und Saarbrücken bedient. In Österreich verbindet Eurowings Salzburg und Innsbruck angeflogen. Schrittweise soll die Anzahl der Flugzeuge, die reaktiviert werden, angehoben werden. Nebst Palma de Mallorca unterhält Eurowings Europe auch in Wien und Pristina Bases. Jene in Wien wurde mit der Aufgabe zahlreicher Strecken bzw. der Übergabe an die Konzernschwester Austrian Airlines defacto geschlossen. Wann Pristina und Salzburg ihren Betrieb wieder aufnehmen werden, wurde noch nicht kommuniziert. Auch ist noch nicht klar welche Auswirkungen die Beendigung des Wetleases, der kurzzeitig für Austrian Airlines geflogen wurde, auf das in Wien stationierte Eurowings-Europe-Personal haben wird. „Wir freuen uns riesig, dass Eurowings Europe wieder abheben kann“, sagt Robert Jahn, Geschäftsführer von Eurowings Europe. „Ich danke unseren Gästen für ihre Geduld und ihr Verständnis in dieser schwierigen Phase. Und ich möchte mich ganz besonders bei unserem Eurowings Europe Team bedanken, das in den vergangenen Wochen viel Ungewissheit ertragen und Durchhaltevermögen beweisen musste. Umso mehr freuen wir uns, dass wir jetzt wieder starten und ganz für unsere Feriengäste da sein können.“

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Österreich hob Landeverbote vorzeitig auf

Die Republik Österreich hob am Samstagabend sämtliche noch bestehenden Flugverbote vorzeitig auf. Dies geht aus dem NOTAM A1568/20 unmissverständlich hervor. Der Bann für ankommende Passagierflüge aus insgesamt zehn Ländern wurde am 20. Juni 2020 um 21 Uhr 59 ersatzlos aufgehoben. Das bedeutet konkret, dass nicht nur aus Spanien kommende Maschinen, sondern auch jene, die in der Volksrepublik China, im Iran, in der Lombardei, in Weißrussland, Portugal, Schweden, Russland, im Vereinigten Königreich und der Ukraine gestartet sind, wieder mit Passagieren an Bord in Österreich landen dürfen. Dies ermöglicht den Airlines die Wiederaufnahme ihrer Verbindungen. Bis dato wurde noch kein NOTAM veröffentlicht, das die genannten Länder bzw. die Region Lombardei (Italien) mit einem neuerlichen Bann belegen würde. An den Einreisebestimmungen der Republik Österreich ändert sich durch die Aufhebung des Landeverbots allerdings nichts. Das NOTAM 1568/20 im Wortlaut: A1568/20 – COVID 19: FLIGHT RESTRICTIONSACCORDING TO PARA 25 EPIDEMIC ACT 1950FLIGHTS FROM PEOPLES REPUBLIC CHINA ISLAMIC REPUBLIC IRAN REGION LOMBARDY – ITALY BELARUS PORTUGAL SPAIN UNITED KINGDOM SWEDEN UKRAINE RUSSIAARE PROHIBITED TO LAND AT FIR LOVV. EXEMPTED ARE: FLIGHTS IN THE IMPERATIVE INTEREST OF THE REPUBLIC OF AUSTRIA, CARGO FLIGHTS, EMERGENCY FLIGHTS, AMBULANCE FLIGHTS, FERRY FLIGHTS, REPATRIATION FLIGHTS, FLIGHTS TO TRANSPORT SEASONAL WORKERS IN THE AGRICULTURAL OR FORESTRY SECTOR AS WELL AS NURSING AND HEALTH PERSONNEL. EXEMPTIONS TO THIS PROHIBITATION OF LANDINGS DO NOT RELEASE PAX FROM ANY ENTRY REQUIREMENTS. 19 JUN 11:29 2020 UNTIL 20 JUN 21:59 2020. CREATED: 19 JUN 11:30 2020

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Staatshilfe: Level Europe ging leer aus – Konkurs!

Weil die IAG-Tochter keine Staatshilfe erhalten hat, musste Konkurs angemeldet werden. Dies geht aus einer Veröffentlichung des Kreditschutzverband von 1870 hervor. Die insolvente Fluggesellschaft Level beantragte nach Angaben des Kreditschutzverbands von 1870 beim Landesgericht Korneuburg die Eröffnung eines Konkursverfahrens. Die Verbindlichkeiten betragen rund 12,3 Millionen Euro, exklusive Ticketgläubiger. Der vom Kreditschutzverband genannte Wert ist für Airline-Pleiten durchaus gering. Doch ein pikantes Detail birgt sich im Insolvenzantrag, denn Österreich griff nur Austrian Airlines finanziell unter die Arme, während Level leer ausging und Insolvenz anmelden musste.  Ohne Berücksichtigung der Inhaber von Flugscheinen sind 129 Gläubiger betroffen. Level Europe beschäftigte zuletzt 231 Dienstnehmer, davon 198 in Österreich und 33 in den Niederlanden. Den Verbindlichkeiten in der Höhe von 12,3 Millionen Euro stehen nach Angaben des KSV1870 Aktiva von rund 8,4 Millionen Euro gegenüber.  Die Insolvenzgründe laut Angaben des Unternehmens im Antrag: „Das schuldnerische Unternehmen hat seine Geschäftstätigkeit zum 01.03.2018 aufgenommen und den ersten operativen Linienflug am 17.07.2018 durchgeführt. Finanziert wurde das Schuldnerunternehmen durch die International Consolidated Airlines Group (IAG). Aufgrund des schwierigen Marktumfeldes waren zwei weitere Kapitaleinschüsse durch den Eigentümer im Jahr 2019 und 2020 erforderlich. Die Buchungszahlen und Umsätze entwickelten sich im 4. Quartal 2019 erwartungs- und planungsgemäß. Durch die COVID-19 Pandemie wurde diese Umsatzentwicklung jedoch gestoppt. Gleichzeitig wurden Kostensenkungsmaßnahmen wie z. B. Verhandlungen mit Lieferanten und Dienstleistern, Einführung von Kurzarbeit, Eliminierung nicht zwingender Kosten, usw. umgesetzt. Bemühungen um staatliche Unterstützung respektive Finanzierung blieben erfolglos. Die Konkursantragstellung war daher alternativlos. Derzeit belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rd. 12,3 Millionen Euro.“  Die Veröffentlichung

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Mai: 97,9 Prozent Rückgang in Deutschland

Im Mai 2020 fiel das Fluggastaufkommen an den deutschen Airports um 97,9 Prozent auf 464.245 Passagiere. Auch im Bereich der Fracht war ein 10,5-prozentiger Rückgang zu verzeichnen. In der Bundesrepublik wurden 370.643 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Insgesamt gab es nur 27.046 gewerbliche Flugbewegungen. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahresmonat bedeutet dies ein Minus von 86,2 Prozent, teilte die Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen am Freitag mit. Die innerdeutschen Flugverbindungen verzeichneten einen Rückgang um 96,9 Prozent. Der Europaverkehr hatte 98,3 Prozent Einbußen und auf der Langstrecke waren um 97,8 Prozent weniger Passagiere unterwegs. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass aufgrund der Corna-Pandemie das Fluggastaufkommen auf unter drei Prozent des Vorjahreswerts abgefallen ist. Die Airports blieben jedoch am Netz und wurden auch für dringend benötigte Krankentransporte sowie Frachtflüge genutzt. Die Corona-Pandemie schlägt sich auch deutlich spürbar auf die bisherige Jahresgesamtleistung nieder. Deutschlandweit worden von Jänner bis Ende Mai 38,31 Millionen Reisende gezählt. Damit liegt man um 59,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Innerdeutsch beträgt das Minus 61 Prozent, im Europaverkehr 60,4 Prozent und auf der Langstrecke 52,4 Prozent. Insgesamt gingen die gewerblichen Flugbewegungen im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 48,3 Prozent zurück.

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Level-Pleite: Wizzair bietet Rescue-Fares an

Der ungarische Billigflieger Wizzair bietet Passagieren des insolventen Mitbewerbers Level Europe Sondertarife an. Unter Eingabe des PNR-Codes der ursprünglichen Buchung können für Reisen bis 31. Juli 2020 Oneway-Tickets um 9,99 Euro gebucht werden. Dies gilt für Level-Passagiere, die eine Buchung auf Amsterdam-Mailand Malpensa, Amsterdam-Wien, Málaga-Wien, Barcelona-Wien, Heraklion-Wien, Larnaka-Wien oder Rhodos-Wien haben. Das Wizzair-Ticket muss unter https://wizzair.com/#/rescue gebucht werden. Dabei muss die ursprüngliche Buchungsnummer von Level eingegeben werden. Auch der Mitbewerber Ryanair bietet ab Wien auf manchen Strecken vergünstigte Tarife an und reagiert damit auf die Pleite von Level. Fast alle Lauda-Flüge werden ab der Wiederaufnahme des Flugbetriebs unter dem FR-Code durchgeführt.

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Aufsichtsrat genehmigt Tuifly-Verkleinerung

Nun ist es fix: Die Flotte der deutschen Tuifly wird halbiert und rund 700 Mitarbeiter müssen gehen. Die VC kritisiert die Entscheidung. Der Aufsichtsrat der Tui AG gab am Donnerstag grünes Licht für das Sparprogramm. Dieses beinhaltet die Reduktion der Tuifly-Flotte auf 17 Flugzeuge. Dadurch bedingt werden zahlreiche Stellen abgebaut. Die Vereinigung Cockpit kritisiert diesen Schritt heftig und wirft vor, dass Staatshilfen zum Abbau von Arbeitsplätzen verwendet werden. „Wir sind entsetzt über die nun beschlossene Reduzierung von Flotte und Jobs bei Tuifly und halten sie für einen schweren Fehler. Es ist der falsche Weg und zutiefst verwerflich, dass das Unternehmen die Corona-Krise nutzt, um deutsche Arbeitsplätze mithilfe von deutschem Steuergeld abzubauen. Diese Entscheidung ist zugleich wirtschaftlich unsinnig und sozial verantwortungslos. Sie zerschlägt politisches Porzellan, das die Tui in der Krise noch dringend brauchen wird“, so VC-Präsident Markus Wahl.

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Special: Avianca mit Dreamliner in Wien

Mit einem Avianca-Dreamliner hatte Wien-Schwechat am Donnerstag eine definitiv nicht alltägliche Landung. Das Langstreckenflugzeug wird am Freitag gegen 15 Uhr 00 den Airport wieder in Richtung Bogota verlassen. Aus Bogota kommend konnte der Flughafen Wien am Donnerstag einen besonderen Gast begrüßen. Die Fluggesellschaft Avianca landete auf der Runway 29 mit einer Boeing 787-8. Der Dreamliner trägt die Registrierung N782AV. Die Flugnummer war AV151. Das Outgoing des Langstreckenjets der südamerikanischen Fluggesellschaft ist als AV151 am Freitag um 15 Uhr 00 geplant. Flugziel ist Bogota. Am Wiener Flughafen nutzte die Boeing 787-8 das Gate F01. Thomas Ramgraber hielt einige Impressionen des Special Visitors fotografisch fest:

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