
AUA-Chef Hoensbroech: „Wir schulden Kunden Geld“
Ein Branchen-Kollektivvertrag ist in den Augen des Generaldirektors von Austrian Airlines keine Universallösung. Die Konkurrenz würde dann die Mitarbeiter aus dem Ausland einfliegen. Austrian-Airlines-Chef Alexis von Hoensbroech ist der Ansicht, dass das von ihm geleitete Unternehmen mit dem rund 600 Millionen Euro schweren Hilfspaket dauerhaft gerettet ist. Im Gespräch mit der Tageszeitung „Der Standard“ verweist er darauf, dass Austrian Airlines sieben Jahre lang in der Gewinnzone war. Zur Erlangung der Staatshilfe musste man sämtliche Aktien und jene 40 Flugzeuge, die sich im Eigentum von Austrian Airlines befinden, an die Republik Österreich verpfänden. Die kommentierte der Manager wie folgt: „Wenn man Geld braucht, muss man alles hergeben, was man hat.“ Bezüglich dem Mitarbeiter-Überhang sagte von Hoensbroech gegenüber dem „Standard“: „Unser Ziel sind 80 Prozent der früheren Unternehmensgröße im Jahr 2022. Da hätten wir dann aus jetziger Sicht 1100 Mitarbeiter zu viel. Wir planen zwei Jahre Kurzarbeit, so lange kann es keine Kündigungen geben, und wir gehen davon aus, dass wir einen großen Teil des Abbaus bis 2022 über die Fluktuation erreichen. Nur zum Vergleich: Ohne Hilfspaket wären wir in eine Sanierung mit Eigenverwaltung oder in eine echte Insolvenz gerutscht. Bei der Sanierung hätten wir 2500 Mitarbeiter sofort kündigen müssen, bei einem Konkurs den Großteil der Mitarbeiter. Das Hilfspaket ist ein großer gemeinschaftlicher Kraftakt von Mitarbeitern, Banken, Regierung, Lieferanten, Flughafen, Lufthansa, Steuerzahlern. Wir sind sehr dankbar dafür.“ Das Personal werde nach der Kurzarbeit auf durchschnittlich 15 Prozent verzichten. Dies gelte auch für den Vorstand, wobei er selbst auf die Hälfte seines Gesamteinkommens








