Jan Gruber

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Jan Gruber

Deutschland: Ryanair übernimmt Lauda-Löhne

Einen Tarifvertrag soll nun auch in Deutschland abgeschlossen werden. Bis zu 20 Prozent weniger Lohn könnte es für die Besserverdiener geben. Der Abbau von Stellen ist aus Sicht der Geschäftsleitung unausweichlich. Für die Lauda-Crews in Düsseldorf und Stuttgart brachte der Freitag-Abend zunächst gute Nachrichten, denn die Geschäftsleitung teilte in einem Rundschreiben mit, dass der Mutterkonzern Ryanair die finanziellen Mittel für die Auszahlung der Mai-Löhne bereitgestellt hat. Gegen die Ablehnung der Kurzarbeit wird man jedoch weiterhin klagen und der Zeitpunkt einer möglichen Bewilligung ist ungewiss. Doch der folgende Absatz dürfte insbesondere den Kollegen in Wien bekannt vorkommen. Die Lauda-Geschäftsleitung schreibt, dass die Bases Düsseldorf und Stuttgart innerhalb des Ryanair-Netzwerks eine inakzeptable Performance aufweisen. Ähnlich wurde in Österreich auch argumentiert und nebst der Corona-Krise als Grund für einen neuen Kollektivvertrag genannt. In Deutschland hat man derzeit keinen Tarifvertrag und kündigt an, dass man nun mit der Gewerkschaft einen abschließen will. Die Löhne sollen laut dem vorliegenden Rundschreiben um bis zu 20 Prozent („bei Höherverdienern“) sinken. Die beiden Bases müssen eine höhere Effizienz liefern, um den Wert von Lauda innerhalb der Ryanair Group unter Beweis zu stellen. Auch ist zu lesen, dass der Abbau von Stellen in Stuttgart und Düsseldorf „unausweichlich“ ist. Bis zum 21. Juni 2020 soll ein so genanntes Eckpunkte-Papier für den Abschluss eines Tarifvertrags ausgearbeitet werden. Dieses soll auch die Grundlage dafür bilden, dass in Stuttgart und Düsseldorf „hoffentlich im Juli 2020“ der Flugbetrieb wiederaufgenommen werden kann. Dieser ist derzeit reduziert geplant und vorerst soll nur an den Verkehrstagen Freitag,

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Deutschland: Lauda hat ein Geld für Löhne

Die deutschen Lauda-Mitarbeiter in Düsseldorf und Stuttgart werden definitiv vergebens auf ihren Girokonten nach ihrem Mai-Gehalt suchen, denn das Unternehmen informierte am Donnerstag darüber, dass man nicht mehr in der Lage ist dieses auszubezahlen. Bereits am 15. Mai 2020 kündigte Personaldirektor Robert Wall an, dass ein solcher Schritt bevorstehen könnte – Aviation.Direct berichtete. In einem AviationNetOnline vorliegenden Anschreiben, das Iluta Svicka, Head of HR, unterschrieben ist, wird als Hauptgrund der von der Bundesagentur für Arbeit abgelehnte Antrag auf Kurzarbeit angegeben. Weiters verweist man darauf, dass in den letzten beiden Jahren Verluste in der Höhe von 200 Millionen Euro angehäuft wurden und seit 17. März 2020 keine nennenswerten Einnahmen aus Ticketverkäufen mehr vorhanden sind. Das Verhalten der Bundesagentur für Arbeit Würzburg wird im Anschreiben an die Lauda-Mitarbeiter in Düsseldorf und Stuttgart als ungesetzlich bezeichnet. Klärungsversuche hätten bislang keinen Erfolg gebracht. Man habe nun die Firmenanwälte mit der Einbringung von Klagen gegen den Rechtsträger der Bundesagentur für Arbeit beauftragt. Mit einer schnellen Lösung rechnet man nicht. Ein möglicher Auszahlungstermin wurde den Beschäftigten nicht genannt. Deutsche Lauda-Mitarbeiter sollten dringend zur eigenen Absicherung über Hartz-IV-Antrag nachdenken Für die Beschäftigten der Fluggesellschaft Lauda hat dies nun erhebliche Konsequenzen, denn Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Insolvenzgeld haben diese nicht, da weder die Dienstverhältnisse aufgelöst wurden, noch der Gang zum Konkursrichter angetreten wurde. Somit bleibt den Betroffenen nur noch der Weg ins so genannte Jobcenter und das demütigende Bitten um Unterstützung aus den Hartz IV-Mitteln. Diese sind in Deutschland gegenüber der österreichischen bedarfsorientierten Mindestsicherung nicht nur geringer, sondern auch

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Neos fordern Runden Tisch zu Lauda

Die Oppositionspartei Neos fordert Aufklärung rund um die gescheiterten KV-Verhandlungen bei Lauda. Sepp Schellhorn (Neos) fordert Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) zur Einberufung eines Runden Tisches auf. Neos-Nationalratsabgeordneter Sepp Schellhorn richtet in einer Medienaussendung die dringende Forderung an Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) einen runden Tisch in Sachen Lauda-Basis Wien einzuberufen. Das Regierungsmitglied wäre nun gefordert: „Ich appelliere an die Arbeitsministerin rasch für Aufklärung zu sorgen und alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Auch die Gewerkschaft ist gefordert, sich, im Sinne von Standort und Arbeitsplätzen, noch einmal an einen Tisch zu setzen und eine Lösung zu finden.“ Der Oppositionspolitiker kritisiert die Anwesenheit von Betriebsräten der Mitbewerber, insbesondere Austrian Airlines, bei den in der vergangenen Nacht gescheiterten KV-Verhandlungen heftig und fordert Aufklärung. „Dass bei den Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Betriebsführung von Laudamotion ein AUA-Betriebsrat dabei gesessen ist, ist absurd. Warum ein Vertreter der Konkurrenz bei den Verhandlung um den Erhalt einer Fluglinie involviert sein soll, ist nicht nachvollziehbar und höchst obskur“, so Schellhorn. „Da stelle ich mir schon die Frage, ob alle wirklich ernsthaft an einem Abschluss interessiert sind, oder die Gewerkschaft hier andere Ziele verfolgt. Es ist in niemandes Interesse, auch nicht in jenem der Gewerkschaft, dass am Ende 300 Jobs und der Standort Wien in Gefahr sind.“

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Lauda fordert Liebhart-Rücktritt

Nach der Verweigerung der Vida den von Lauda geforderten Kollektivvertrag zu unterschreiben fordert der Carrier nun öffentlich den Rücktritt des Gewerkschafters und bittet Bundeskanzler Sebastian Kurz um Vermittlung. Die Fluggesellschaft Lauda teilte mit, dass die Basis Wien am heutigen Tag geschlossen wird. Zuvor habe man die 21 in Wien stationierten Flugzeuge bereits auf Flughäfen in Deutschland, Spanien und im Vereinigten Königreich ausgeflogen. Die Verhandlungen, die zum Abschluss eines neuen Kollektivvertrags hätten führen sollen, scheiterten in der Nacht. Die Gewerkschaft versagte ihre Zustimmung. Der Carrier betont, dass man das Grundgehalt für Flugbegleiter auf 1.600 Euro pro Monat angehoben hätte und sich verpflichte habe jährlich mindestens 19.200 Euro ausbezahlt hätte. Dies auch dann, wenn keine einzige Flugstunde, die extra vergütet werden geflogen wurde. Besonders heftig kritisiert die Airline aber, dass an den KV-Verhandlungen an der Seite der Vida Betriebsräte der Mitbewerber Level und Austrian Airlines waren. Nun fordern die Piloten und Flugbegleiter des Carriers den Fachbereichsvorsitzenden der Vida, Daniel Liebhart, mit Nachdruck zur Unterfertigung des Kollektivvertrags auf. Andernfalls solle er zurücktreten. So ganz hat man die Hoffnung nicht aufgegeben, dass noch irgendeine Lösung gefunden werden kann. Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz wurde nun um Vermittlung in der verzwickten Situation gebeten. Die Geschäftsleitung sieht ihre Mitarbeiter durch die Anwesenheit und Entscheidungen von Betriebsräten der Mitbewerber benachteiligt, die Beschäftigten hoffen, dass Sebastian Kurz zumindest vermitteln kann. Weisungen und der gleichen werden nicht gefordert. „Es ist falsch von Vida-Vorsitzendem Daniel Liebhart, sich letzte Nacht zu weigern, Laudas verbesserten KV zu unterzeichnen, um Laudas Arbeitsplätze zu retten.

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Lauda: KV-Verhandlungen geplatzt

Die KV-Verhandlungen zwischen WKO und Gewerkschaft Vida sind gescheitert. Erhebliche Kritik wird am Verhalten der Gewerkschaft geübt. Nun stehen fast 600 Jobs akut auf der Kippe. Trotz eines massiv nachgebesserten Angebots seitens der Lauda-Geschäftsleitung und der Streichung zahlreicher strittiger Klauseln hat die Gewerkschaft Vida nach einem 14-stündigen Verhandlungsmarathon die Unterschrift auf den Kollektivvertrag verweigert. Besonders pikant ist, dass Betriebsräte der Fluggesellschaften Level und Austrian Airlines diese Entscheidung mitgetroffen haben. Hierzu ist auch anzumerken, dass Level überhaupt keinen Kollektivvertrag hat, da sich deren Geschäftsleitung strikt weigert auf die Forderungen von Vida einzugehen. In einer Aussendung bestätigt die Wirtschaftskammer Österreich, dass die Geschäftsleitung der Fluggesellschaft Lauda das Angebot erheblich nachgebessert habe, die Gewerkschaft Vida dennoch abgelehnt habe. „Damit gehen an der Basis Wien 500 Arbeitsplätze und damit die Existenzgrundlage hunderter Mitarbeiter verloren. Die mit dem Flugbetrieb verbundene Wertschöpfungskette wird nachhaltig beschädigt. Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen in den Verhandlungen die garantierte Jahresauszahlungssumme für die Einstiegsgehälter der Flugbegleiter um mehr als 30 Prozent erhöht hätte. Die Entscheidung der Vida ist auch insofern unverständlich, da die große Mehrheit der Belegschaft den neuen KV auch ohne Nachbesserung angenommen hätte“, so die WKO. Für die Fluggesellschaft Lauda nahmen zwei Kapitäne an den Verhandlungen teil, wobei diese vor den Verhandlungen noch Anrufe seitens der Gewerkschaft erhalten haben sollen. In diesen wurde nahegelegt nicht teilzunehmen. Wohl auch damit nicht publik wird, dass mutmaßlich befangene Betriebsräte von Mitbewerbern unter dem Deckmantel einer angeblichen Funktionärstätigkeit bei der Gewerkschaft über die Zukunft von annähernd 600 Arbeitsplätzen bei einem Mitbewerber entscheiden. Betriebsräte

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Lauda-Chef Gruber: „Retten wir unsere Jobs“

Wirtschaftskammer und Gewerkschaft Vida befinden sich derzeit in möglicherweise finalen Verhandlungen über den neuen Lauda-Kollektivvertrag. Dieser könnte über die Zukunft der Basis Wien entscheidend sein. Aviation.Direct sprach mit Lauda-Chef Andreas Gruber. Seit heute am Vormittag sind Vida, Betriebsrat, Wirtschaftskammer und Lauda-Geschäftsführung zu finalen Gesprächen, die zum Erhalt der Basis Wien führen sollen, zusammengetroffen. Die Verhandlungen dauern derzeit noch an. Die Gewerkschaft äußerte am Vortag massive Bedenken, legte sich aber noch nicht verbindlich darauf fest, ob man unterschreiben wird oder nicht. Zwischenzeitlich startete bereits das Ausfliegen von insgesamt 21 Airbus A320. Diese werden nach Palma de Mallorca, Düsseldorf, Stuttgart und Stansted überstellt. Aviation.Direct sprach mit Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber über seine Sichtweise der Dinge und was geschehen muss, so dass die Base fortgeführt wird sowie die Jobs erhalten bleiben. Aviation.Direct: Gestern bezeichnete ein SPÖ-Abgeordneter die Vorgehensweise der Lauda-Geschäftsführung wortwörtlich als „eine Sauerei“. Die Gewerkschaft Vida informierte ihre Mitglieder gestern darüber, dass seitens Lauda und der WKO „null Kompromissbereitschaft“ besteht. Als welchem Grund bestehen Sie auf den Abschluss genau dieses Kollektivvertrags und wie entgegnen Sie dem Vorwurf der Vida, dass dieser Gehälter unter der bedarfsorientierten Mindestsicherung enthalten soll?Andreas Gruber: Ich finde es sehr traurig, wenn Politiker Aussagen tätigen, bevor sie über Hintergrund-Details und handfeste Informationen verfügen. Der angesprochene Nationalratsabgeordnete urteilt hier über Falschinformationen. Wir haben auch nun nochmals klargestellt, dass der neue KV ein Mindestgehalt von 1.298 Euro brutto pro Monat mit sich bringt. Für das Basisgehalt macht der Mitarbeiter jedoch auch noch keinen Handstrich. Die einzelnen Flugzulagen kommen hier noch hinzu, sobald der

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AUA kündigt Neustart an

Überwiegend mit den Turbopropflugzeugen des Typs Dash 8-400 und den Embraer-195-Regionaljets wird Austrian Airlines am 15. Juni 2020 den Flugbetrieb nach fast drei Monaten „Pause“ wiederaufnehmen. Die ersten Flüge sollen nach London, Paris und Brüssel abheben. In der ersten Woche des Neustarts, von 15. bis 21. Juni, bietet Austrian Airlines folgende Verbindungen an: Amsterdam, Athen, Basel, Berlin, Brüssel, Bukarest, Dubrovnik, Düsseldorf, Frankfurt, Genf, Hamburg, Kopenhagen, Larnaka, London, München, Paris, Pristina, Sarajevo, Skopje, Sofia, Stockholm, Stuttgart, Tel Aviv, Thessaloniki, Tirana, Varna und Zürich. In der Folgewoche, von 22. bis 28. Juni, kommen noch diese Destinationen hinzu: Belgrad, Graz, Innsbruck, Kiew, Košice, Mailand, Nizza, Prag, Split und Warschau. Austrian Airlines wird somit in den ersten beiden Wochen des Neustarts, vorbehaltlich neuer behördlicher Beschränkungen, zu 37 Destinationen abheben und durchschnittlich 5 Prozent Angebot verglichen zum Vorjahr im Programm haben. Der entsprechende Flugplan ist ab sofort unter anderem auf austrian.com sichtbar. Zum Einsatz kommen vorerst hauptsächlich kleinere Maschinen wie Embraer 195 und Dash 8. In den Folgewochen sollen weitere Destinationen aufgenommen werden. Der Flugplan für Juli wird derzeit ausgearbeitet. Informationen hierzu folgen demnächst. „Wir freuen uns alle, dass Austrian Airlines endlich wieder abhebt. Ich bedanke mich bei unseren Kundinnen und Kunden für ihre Geduld und ihr Verständnis. Und natürlich bedanke ich mich bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die während dieser letzten Monate weiter fest zu ihrer Austrian gestanden sind. Sobald wir auf der Kurz- und Mittelstrecke wieder genügend Zubringerverkehr aufgebaut haben, werden wir auch wieder Langstreckenflüge anbieten. Das könnte schon im Juli der Fall

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Lauda vs. Betriebsrat – Urteil ergeht schriftlich

Am Dienstag wurde vor dem Landesgericht Korneuburg darüber verhandelt, ob Lauda einen Betriebsrat hat oder nicht. Das Urteil ergeht schriftlich. Die Geschäftsführung lässt sich einen Tag später polemisch über die Vorsitzende des Betriebsrats aus. Der Auftakt jener Gerichtsverhandlung, die Klarheit darüber schaffen soll, ob das fliegende Personal der Fluggesellschaft Lauda über einen Betriebsrat verfügt oder nicht sollte eigentlich bereits im März 2020 stattfinden. Die Corona-Pandemie verhinderte das jedoch, so dass die Tagsatzung am Mittwoch vor dem Landesgericht Korneuburg stattfand. Zu einer Urteilsverkündung kam es nicht, denn dieses wird – wie in den meisten zivilrechtlichen Verfahren üblich –den Parteien in den nächsten Wochen schriftlich zugestellt. Die beiden Hauptpunkte der Verhandlung: Ist die von der Airline angefochtene Betriebsratswahl korrekt abgelaufen, damit gültig und somit verfügt das fliegende Personal über eine Arbeitnehmervertretung? Ein weiterer Aspekt ist die Kündigungsschutzklage der Vorsitzenden des Gremiums. Diese erhielt mitten in den Wahlvorbereitungen ihre Kündigungen und wurde danach wiederholt nochmals gekündigt, mindestens einmal sogar fristlos entlassen. Da sie bereits dem vorherigen Betriebsrat angehörte, galt für sie Kündigungsschutz, der bei einer Gültigkeit der Wahl dazu führen könnte, dass auch die einige Monate später ausgesprochenen Kündigungen und die fristlose Entlassung nichtig sein könnten. Über den Verlauf des Prozesses gibt es unterschiedliche Ansichten. Die Vorsitzende des Betriebsrats spricht von einer konstruktiven Verhandlung. Das Urteil soll laut ihr in den nächsten Wochen schriftlich zugestellt werden. Sie hofft darauf, dass durch die Entscheidung des Landesgerichts Korneuburg dann Klarheit herrschen wird. Für die Fluggesellschaft Lauda war unter anderem Geschäftsführer Andreas Gruber bei Gericht. Auch

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Wien: Lauda-Schicksal vor Entscheidung

Am Donnerstag wird final entschieden, ob die Lauda-Basis Wien offenbleibt oder nicht. Ryanair könnte schon nächste Woche eine „massive Expansion“ ab der österreichischen Hauptstadt ankündigen. Ein SPÖ-Abgeordneter bezeichnet die gesamte Vorgehensweise als „eine Sauerei“. Die Wirtschaftskammer Österreich kündigt in einer Medienmitteilung an, dass die Gewerkschaft Vida am morgigen Donnerstag zu einem finalen Zusammentreffen, das eine Einigung in Sachen Erhalt der Lauda-Basis Wien herbeiführen soll, eingeladen ist. Am Mittwoch konnte noch keine Lösung gefunden werden, wobei bereits im Vorfeld des Gesprächs seitens der Gewerkschaft gegenüber ihren Mitgliedern erklärt wurde, dass es seitens Lauda und der WKO keine Kompromissbereitschaft geben würde. „Die Sache ist zu wichtig und wir wollen alle Möglichkeiten nützen, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen“, heißt es dazu aus der Berufsgruppe Luftfahrt in der Wirtschaftskammer Österreich. Die Lauda-Geschäftsleitung verschickte am Mittwochabend neuerlich ein internes Rundschreiben, in dem man die Angaben zur Bezahlung, die die Gewerkschaft Vida öffentlich verbreiten soll, wortwörtlich als Lüge darstellt. Auch wird klargestellt, dass der einzige Weg zur Rettung der Basis Wien ist, dass die Vida das Vertragswerk unterfertigen soll. Andernfalls werde die Base am Freitag „unumkehrbar geschlossen“. Die in 21 in Wien stationierten Flugzeuge habe man, da nicht damit gerechnet wird, dass „Vida am Erhalt der Jobs in Wien interessiert ist“ bereits auf die „billigeren Flughäfen“ Düsseldorf, Stuttgart, Palma de Mallorca und London-Stansted ausgeflogen. Aus welchem Grund ausgerechnet Düsseldorf kostengünstiger sein soll, wurde in dem Anschreiben übrigens nicht erklärt. Sofern jedoch die Gewerkschaft Vida den neuen Kollektivvertrag am Donnerstag unterschreiben sollte, werde man alle

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Deutschland: Verdi wirft Ryanair Sozialdumping vor

Schwere Vorwürfe erhebt die deutsche Gewerkschaft Vida gegen Ryanair, Lauda und Malta Air. Den Darstellungen der Arbeitnehmer nach soll der Konzern derzeit versuchen bestehende Tarifverträge zu unterlaufen, Beschäftigte abzubauen, um sie anschließend zu „Dumping-Konditionen wiedereinzustellen“. Laut Verdi ist Ryanair in Deutschland primär mit dem Tochterunternehmen Malta Air vertreten. Dieses betreibt zahlreiche Boeing 737-800, die in der Bundesrepublik stationiert sind, im Auftrag der Iren. Geflogen wird im Rahmen von Wetlease-Abkommen unter FR-Flugnummern. Lediglich auf der Route zwischen Wien und Dortmund gibt es derzeit den AL-Code von Malta Air. Offiziell wurde diese Strecke bislang als „Lauda-Strecke“ vermarktet. „Das ist ein Angriff auf die Errungenschaften, die die Mitarbeiter mit viel Mut und internationaler Solidarität erkämpft haben. Wir werden nicht akzeptieren, dass ein Unternehmen mit liquiden Mitteln von 4 Milliarden Euro von den Beschäftigten Einkommensverzicht fordert und diese damit Gefahr laufen, an die Armutsgrenze zu geraten. Das Unternehmen will rund 1.200 Stellen streichen und über einen Zeitraum von fünf Jahren die Gehälter des Bestandspersonals um 10 Prozent in der Kabine und 20 Prozent im Cockpit – sowie bei neueingestelltem Personal generell um 20 Prozent – kürzen. Auch unbefristete Arbeitsverträge soll es nicht mehr geben. Dies alles zeige, wie respektlos das Unternehmen sich gegenüber langjährigen Mitarbeitern und ihren Familien verhalte. „Wir fordern volle Transparenz und einen echten und ehrlichen Dialog, die Sicherung der Beschäftigung und die Beibehaltung der derzeitigen Gehälter“, so Susana Pereira-Ventura, Gewerkschaftssekretärin für die Low-Cost-Carrier in der Verdi-Bundesverwaltung. Kritik richten die Arbeitnehmervertreter insbesondere auch in Richtung der EU-Kommission, denn diese würde regelrecht wegsehen:

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