
Alaska Air Group stellt Wiederaufnahme der Jahresprognose bei Kerosinstabilität in Aussicht
Die US-amerikanische Fluggesellschaft Alaska Air Group plant, ihre kürzlich zurückgezogene Jahresprognose unter bestimmten Marktbedingungen im kommenden Sommer wieder vorzulegen. Wie Finanzchef Shane Tackett am Rande der Jahreshauptversammlung des internationalen Luftfahrtverbandes IATA in Rio de Janeiro erklärte, strebt das Unternehmen eine Veröffentlichung der neuen Finanzdaten im Rahmen des anstehenden Ergebnisaufrufs für das zweite Quartal 2026 an. Voraussetzung hierfür sei jedoch eine spürbare Beruhigung auf den globalen Energiemärkten. Die extrem volatilen Treibstoffpreise hatten das Management des Konzerns zuvor dazu gezwungen, die wirtschaftlichen Gesamtjahresziele vorerst komplett zu annullieren. Obwohl sich die Ausschläge an den Rohölbörsen zuletzt leicht abgeschwächt haben, bewegen sich die Kerosinkosten laut Unternehmensangaben innerhalb weniger Tage noch immer in einer Spanne von rund fünf Prozent. Diese Schwankungen seien für eine belastbare und seriöse Finanzplanung weiterhin zu hoch. Tackett betonte, dass das laufende zweite Quartal durch den jüngsten Treibstoffpreisschock wirtschaftlich deutlich schwieriger ausfallen werde als in den ursprünglichen Budgetplänen prognostiziert. Für die zweite Jahreshälfte zeigt sich die Airline-Führung dennoch optimistisch. Eine anhaltend robuste Passagiernachfrage sowie ein marktweit gestiegenes Ticketpreisniveau sollen die gestiegenen Betriebskosten zu einem Großteil kompensieren und die operativen Margen stützen. Zur Absicherung der finanziellen Liquidität hat die Muttergesellschaft von Alaska Airlines in den vergangenen Wochen umfangreiche Kapitalmaßnahmen umgesetzt. Insgesamt nahm der Konzern rund eine Milliarde US-Dollar (etwa 860 Millionen Euro) am Kreditmarkt auf, wobei das Volumen auf besicherte und unbesicherte Verbindlichkeiten aufgeteilt wurde. Durch diese Liquiditätsspritze sieht sich die Fluggesellschaft strukturell gut aufgestellt. Laut dem Finanzvorstand sind derzeit keine weiteren Notfallmaßnahmen zur Kapitalbeschaffung oder eine Kürzung der geplanten Investitionsausgaben, etwa








