Jan Gruber

Weitere Artikel aus der Rubrik

Jan Gruber

Volotea will heuer 12 Millionen Passagiere befördern

Für die Billigfluggesellschaft Volotea ist das Geschäftsjahr 2023 erfolgreich verlaufen, denn der Carrier konnte gegenüber der Vorperiode den Umsatz um 24,6 Prozent auf 694 Millionen Euro steigern. Den Vorkrisenwert hat man gar um 57 Prozent übertroffen. Während der spanische Lowcoster im Geschäftsjahr 2022 ein negatives Ebitda in der Höhe von 44 Millionen Euro ausweisen musste, lag dieser Wert in der jüngsten Periode bei Plus 96 Millionen Euro. Damit konnte man sich erheblich verbessern und ist eigenen Angaben nach wieder profitabel. Gleichzeitig habe man das Streckennetz erweitert und neue Bases eröffnet, teilte Volotea mit. Mit Stand April 2024 besteht die Flotte aus insgesamt 42 Maschinen. Das Unternehmen, das einst Europas letzter Boeing-717-Operator war, setzt derzeit auf die Typen Airbus A319 und A320. Die Verteilung auf die beiden Modelle ist weitgehend ausgewogen. Das Streckennetz besteht eigenen Angaben nach aus 410 Routen. Im Jahr 2023 habe Volotea insgesamt 10,4 Millionen Fluggäste an Bord gehabt. Für das laufende Jahr 2024 peilt der Carrier etwa 12 Millionen Reisende an. Dazu habe man die Kapazität gegenüber dem Vorjahr um etwa 15 Prozent ausgebaut. Dies will man auch durch die Eröffnung neuer Stützpunkte in Bari und Brest erreichen. Die Geschäftsleitung peilt einen Umsatz von 800 Millionen Euro an. Laut Volotea habe man auch mit der Rückzahlung der staatlich garantierten Corona-Kredite begonnen. Spanien gewährte dem Billigflieger Darlehen in der Höhe von 350 Millionen Euro. Diese sind zuzüglich banküblicher Zinsen bis zum Jahr 2029 zurückzubezahlen. Das Unternehmen teilte nicht mit wie viel man von dieser Schuld bereits getilgt hat.

weiterlesen »

Flughafen BER mit 1,92 Millionen Fluggästen im März 2024

Im März 2024 wurde der deutsche Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg von rund 1,92 Millionen Reisenden genutzt. Damit konnte man gegenüber dem Vorjahresmonat zwar um 15 Prozent zulegen, jedoch liegt man weiterhin erheblich unter dem Vorkrisenaufkommen. Im März 2019 hatten die damaligen Airports Tegel und Schönefeld gemeinsam 2,93 Millionen Fluggäste. Somit hat der BER knapp über eine Million Passagiere weniger im März 2024 gehabt. Am BER starteten und landeten im vergangenen Monat 14.636 Flugzeuge. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Flugbewegungen um 10,8 Prozent: Im März 2023 wurden 13.212 Starts und Landungen registriert. Im März des Vor-Corona-Jahres 2019 gab es in Tegel und Schönefeld 24.253 Starts und Landungen. Insgesamt wurden am BER im März 2024 rund 3.529 Tonnen Luftfracht verladen, was einem Plus von 24,2 Prozent gegenüber dem März 2023 entspricht. Im Vergleich zum März 2019 (2.787 Tonnen), dem Vor-Corona-Jahr, wurden im März 2024 26,6 Prozent mehr Luftfracht verladen.

weiterlesen »

Skyup MT legt Linienflugpläne auf Eis

Entgegen vorheriger Ankündigungen will Skyup mit der maltesischen Tochtergesellschaft vorerst nicht ins Liniengeschäft auf eigene Rechnung einsteigen. Der Konzern hatte während der Zertifizierungsphase von Skyup MT wiederholt angekündigt, dass man als Lowcoster zahlreiche Routen auf eigene Rechnung bedienen will. Zu keinem Zeitpunkt wurden konkrete Strecken genannt, jedoch deutete man vage an, dass die Stationierung von Flugzeugen unter anderem in Österreich, Tschechien, der Slowakei, dem Baltikum und in anderen Staaten vorstellbar wäre. Geschehen ist in diese Richtung bis dato nichts, denn sowohl die ukrainische Skyup als auch ihr Malta-Ableger führen weiterhin lediglich Charterflüge durch sowie erbringen ACMI-Dienstleistungen. Dabei soll es lauft einem Bericht von CH-Aviation.com auch bleiben, denn die Linienflugpläne wurden ad-acta gelegt. Gänzlich beendet ist das Projekt zwar nicht, jedoch derzeit keinen Zeitplan. Möglicherweise könnte es auch daran liegen, dass auch in diesem Sommer die Nachfrage in den Bereichen Charter und Wetlease sehr hoch ist.

weiterlesen »

März 2024: Airbus zieht 137 Bestellungen an Land

Der europäische Flugzeugbauer Airbus konnte im März 2024 insgesamt 137 Neubestellungen für Verkehrsflugzeuge an Land ziehen. Damit war dieses Kalendermonat im bisherigen Jahresverlauf das stärkste Monat. Unter anderem konnte man eine Großbestellung über 85 Airbus A321neo seitens American Airlines an Land ziehen. Korean Air hat 27 A350-1000 und sechs A350-900 geordert. Ausgeliefert wurden im März 2024 insgesamt 63 Maschinen, die laut Airbus an 32 Kunden übergeben worden sind.

weiterlesen »

Symbolische Bedeutung: Schweiz sperrt Southwind Airlines aus

Die Schweiz hat sich nun formell dem Bann der türkischen Ferienfluggesellschaft Southwind Airlines, den zuvor Finnland, die EU und das Vereinigte Königreich veranlasst haben, angeschlossen. Aus geografischen Gründen hat dies jedoch lediglich symbolische Bedeutung, denn die Eidgenossenschaft ist – abgesehen von Liechtenstein – vollständig von EU-Gebiet umgeben. Da der Luftraum der Europäischen Union für Southwind Airlines gesperrt ist, hätten die Maschinen des türkischen Carriers, dem Verbindungen zur russischen Nordwind Airlines vorgeworfen werden, ohnehin die Schweiz nicht erreichen können. Laut Erklärung des Bundesamts für Zivilluftfahrt wurde die zuvor erteilte Bewilligung für den von Southwind Airlines eingereichten Sommerflugplan 2024 behördlich annulliert. Damit fallen die ab Zürich-Kloten geplanten Antalya-Flüge definitiv ins Wasser. Die Auswirkungen dürften sich aber in sehr eng gesteckten Grenzen halten, da ohnehin nur zwei wöchentliche Umläufe, die ab 2. Mai 2024 geplant gewesen waren, durchgeführt werden hätten sollen.

weiterlesen »

Ab Brno und Ostrava: Čedok legt Mauritius-Charter auf

Der tschechische Reiseveranstalter Čedok hat angekündigt, dass man im Winterflugplan 2024/25 wieder Charterflüge ab Brno nach Phuket anbieten wird. Neu ist auch, dass diese Flüge auch ab Ostrava angeboten werden sollen. Operating Carrier der Charterflüge bleibt weiterhin die italienische Fluggesellschaft Neos mit Maschinen des Typs Boeing 787. Sowohl ab Ostrava als auch ab Brno sollen neu auch Charter nach Mauritius angeboten werden. Die Durchführung soll jeweils am Verkehrstag Mittwoch erfolgen. Mit dem Verkauf von Pauschalreisen für die Wintersaison 2024/25 will der Tour Operator noch im April 2024 beginnen.

weiterlesen »

Finnair stockt Japan- und USA-Angebot auf

Das Oneworld-Mitglied Finnair wird im Winterflugplan 2024/25 sowie im Sommer 2025 zusätzliche Flüge in Richtung Japan, Norwegen und USA anbieten. In Japan wird Finnair die Frequenzen nach Tokio-Narita aufstocken und somit im Sommer 2025 tägliche Flüge sowohl nach Tokio-Haneda als auch nach Tokio-Narita anbieten. Zusätzlich wird Nagoya eine dritte wöchentliche Frequenz erhalten.  Ab der Sommersaison 2025 wird Finnair auch ein neues Ziel in Nordnorwegen, die Stadt Kirkenes, anbieten. Finnair wird Kirkenes dreimal wöchentlich mit einem 68-sitzigen ATR-Flugzeug von Helsinki über Ivalo anfliegen. Die neue Strecke dient finnischen und internationalen Reisenden, die sowohl Finnisch-Lappland als auch Nordnorwegen erkunden und beispielsweise die berühmte Hurtigruten-Kreuzfahrt erleben möchten, die von und nach Kirkenes verkehrt.  „Wir freuen uns, ein Ziel einzuführen, das unser bereits umfangreiches Netzwerk in der arktischen Region weiter stärkt. Die neue Strecke ermöglicht eine reibungslose Verbindung für Kunden, die nach Nordnorwegen reisen, da sie das Ziel von Helsinki aus schnell und einfach erreichen können“, sagt Ole Orvér, Chief Commercial Officer bei Finnair.  Im Baltikum wird Finnair im Sommer 2025 zusätzliche Flüge nach Tallinn, Riga und Vilnius anbieten. Tallinn und Riga erhalten fünf und Vilnius zwei zusätzliche wöchentliche Frequenzen.  Finnair hat außerdem ihr Verkehrsprogramm für den Winter 2024 aktualisiert und zusätzliche Frequenzen nach Dallas aufgenommen, so dass die Strecke nun ganzjährig täglich bedient wird. Die Finnair-Flüge nach Dallas bieten einen reibungslosen Anschluss an das umfangreiche Streckennetz von American Airlines ab ihrem Drehkreuz in Dallas. 

weiterlesen »

AUA: Vida lässt Mitglieder über weitere Arbeitskampfmaßnahmen abstimmen

Die Verhandlungsrunde Nummer 20 um einen neuen Kollektivvertrag für das fliegende Personal von Austrian Airlines wurde ergebnislos abgebrochen. Nun will die Gewerkschaft Vida ihre Mitglieder über das jüngste Angebot sowie die weitere Vorgehensweise abstimmen lassen. Das Online-Voting soll Anfang der kommenden Woche starten. Die Arbeitnehmervertreter wollen von ihren Mitgliedern die Meinung zum jüngsten Angebot der Austrian-Airlines-Geschäftsleitung wissen. Gleichzeitig soll über mögliche weitere Arbeitskampfmaßnahmen abgestimmt werden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es in naher Zukunft zu weiteren Streiks bei dieser Lufthansa-Tochter kommen könnte. In einer Medienerklärung räumt die Gewerkschaft Vida ein, dass das Angebot nachgebessert wurde. Allerdings entspricht es auch weiterhin nicht den Vorstellungen der Arbeitnehmervertreter und soll sich weit von den Forderungen der Gewerkschafter und Betriebsräte entfernt befinden. „Wir setzen uns weiter dafür ein, die Lücke zwischen den Beschäftigten der AUA und denen anderer Airlines im Lufthansa-Konzern wenigstens zu verkleinern. Leider geht das AUA-Management auch nach der zwanzigsten Verhandlungsrunde weiterhin nicht auf dieses Anliegen ein. Vielmehr soll die Forderung der Belegschaft nun durch längere Vertragslaufzeiten nur scheinbar erfüllt werden“, sagt Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft Vida. „Unterm Strich hat das AUA-Management jetzt ein Angebot vorgelegt, das zwar verbessert, dafür aber zeitlich gestreckt wurde. Der Unterschied zum bisherigen Angebot ist nur minimal. Auch werden mit diesem Angebot die Unterbezahlung und Ungleichbehandlung der österreichischen Beschäftigten im deutschen Lufthansa-Konzern im gleichen Ausmaß fortgesetzt“. Nun sind die Mitglieder am Zug. Diese können ab Anfang kommender Woche an einer von der Gewerkschaft organisierten Online-Abstimmung teilnehmen. Dazu Liebhart: „Deshalb haben wir

weiterlesen »

AUA streicht Flug und überstellt E195 leer nach Wien

Am Mittwoch, den 10. April 2024 mussten die Passagiere von Austrian-Airlines-Flug OS354 mit dem Umstand klarkommen, dass die Lufthansa-Tochter ihren Flug von Brüssel nach Wien kurzfristig ersatzlos gestrichen hat. Der Embraer 195 mit der Registrierung OE-LWD befand sich bereits am Gate in Brüssel. Laut Austrian Airlines konnte der Passagierflug deshalb nicht durchgeführt werden: „Der Grund dafür war ein fehlendes Seal am Engine, das in der Zwischenzeit ergänzt wurde“. Unter der Flugnummer OS1472 wird der Regionaljet am 11. April 2024 nach Wien zurückgeflogen, wobei es sich um einen so genannten Ferryflug handelt. Das bedeutet, dass der Embraer 195 ohne Passagiere an Bord, also leer, nach Wien fliegen wird.

weiterlesen »

Frachtsendungen: ADV fordert Reform der Einfuhr-Umsatzsteuer

Im Vorfeld der Konferenz der Finanzminister der deutschen Landesregierungen mit dem Bundesfinanzminister, die am 11. April 2024 stattfindet, richtet die Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen klare Forderungen an die Politik. Man fordert unter anderem, dass Standortnachteile bezüglich der Einfuhrumsatzsteuer korrigiert werden müssen. Viele Frachtsendungen werden außerhalb Deutschlands formell in die Europäische Union eingeführt. Das bedeutet, dass etwaige Zölle sowie Einfuhrumsatzsteuern außerhalb der Bundesrepublik entrichtet werden, denn diese fallen an jenem Ort an, an dem die Ware in die EU eingeführt wird. Anschließend gilt der freie Warenhandel, so dass innerhalb der Zollgemeinschaft keine weiteren Gebühren mehr anfallen. Selbstverständlich wissen auch große Online-Händler in welchen EU-Staaten die Einfuhr besonders günstig ist und die Zollabwicklung rasch und unbürokratisch abläuft. Das bedeutet aber nicht, dass dort weniger genau kontrolliert wird, sondern eher, dass es schneller geht und unter Umständen die vorgeschriebenen Kosten niedriger sind. Beispielsweise haben sich Belgien und Ungarn mittlerweile bei asiatischen Händlern als beliebte Orte für die Einfuhr von Gütern in die Europäische Union gemausert. Je mehr reine Frachtrouten es gibt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass am EU-Landeort auch Verzollung und Einfuhr durchgeführt werden. „Das deutsche System zur Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer ist ein Bürokratiemonster, welches Importe aus Drittstaaten teurer und komplizierter macht. Es schadet der Wertschöpfung des Logistikstandortes Deutschland. Potenzielles Wirtschaftswachstum wird durch den deutschen Sonderweg der Einfuhrumsatzsteuer eingebremst. Der Wirtschafts- und Luftfrachtstandort Deutschland ist für Neuansiedlungen zunehmend unattraktiv, weil die Unternehmen zunächst vom Zoll zur Kasse gebeten werden und erst viel später eine Anrechnung bei der Umsatzsteuervoranmeldung bei den Finanzämtern der Länder erfolgt.

weiterlesen »