Jan Gruber

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Jan Gruber

South African Airways schreibt alle Vorstandspositionen neu aus

Die Fluggesellschaft South African Airways befindet sich – mal wieder – auf der Suche nach einem neuen Firmenchef. Innerhalb der letzten fünf Jahre hat man bereits vier CEOs „verheizt“. Wer am Job interessiert ist, kann sich noch bis 26. April 2024 bewerben. Doch nicht nur die Position des Generaldirektors wurde neu ausgeschrieben, sondern South African Airways sucht auch weitere Führungskräfte: Finanzchef, Kommerzchef, Personalchef, Cateringchef und Technikchef – auch diese Stellen sind zu haben und bis zum 26. April 2024 werden Bewerbungen angenommen. Die Neuausschreibungen bedeuten aber nicht zwangsläufig, dass die bisherigen Amtsinhaber das Unternehmen verlassen werden. Auch diese können sich für eine mögliche Wiederbestellung bewerben, müssen sich jedoch der potentiellen Konkurrenz externer Bewerber stellen. Die letzten Jahre waren für den Konzern durchaus turbulent und die CEOs haben sich regelrecht gegenseitig die Türklinke gegeben. Hintergrund der aktuellen Maßnahme ist, dass die Führungskräfte nicht dauerhaft bestellt sind. Sämtliche Amtsinhaber wurden ad-interim eingesetzt und sollten den Carrier eigentlich vorerst nur bis zum Einstieg eines Investors führen. Im Jahr 2021 sah es ganz danach aus als würde die Regierung 51 Prozent an das Takatso-Konsortium verkaufen. Dazu ist es aber nicht gekommen, denn die Verhandlungen wurden beendet. Der zuständige Minister sagte dazu, dass der Abbruch der Gespräche einvernehmlich erfolgt wäre. Geblieben ist aber, dass der Vorstand weiterhin nur provisorisch bestellt ist. Nun will das Interimsmanagement Klarheit darüber haben, ob man dauerhaft bestellt wird oder aber durch andere Kandidaten ersetzt wird. Nun muss sich das aktuelle Führungsteam einem formellen Bewerbungsverfahren stellen und es ist keinesfalls fix,

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USA: Spirit Airlines kündigt rund 260 Piloten

Die U.S.-amerikanische Billigfluggesellschaft Spirit Airlines hat sich mit Airbus darauf geeinigt, dass jene Maschinen, die ab dem zweiten Quartal 2025 hätten ausgeliefert werden sollen, erst ab 2030 übergeben werden. Als „Nebeneffekt“ wird man etwa 260 Piloten abbauen. Als offizielle Begründung schiebt Spirit Airlines die Probleme rund um die Pratt&Whitney-Triebwerke vor. Es ist aber anzunehmen, dass auch dahinter stecken dürfte, dass sich der Carrier seit längerer Zeit tief in den roten Zahlen befindet. Etwa 260 Piloten sollen den Lowcoster per 1. September 2024 verlassen müssen. Es handelt sich nicht um das einzige Luftfahrtunternehmen, das derzeit über zu viele Flugzeugführer verfügt. Beispielsweise will United Airlines unbezahlte Urlaube schmackhaft machen.

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Southwest: Boeing 737-800 verliert Abdeckung von Triebwerk

Am 7. April 2024 musste Southwest-Airlines-Flug WN3695 auf dem Weg von Denver nach Houston eine Rücklandung absolvieren. Die Maschine verlor im Steigflug die Verkleidung des rechten Triebwerks. Betroffen war die Boeing 737-800 mit der Registrierung N8668A. Dem Vernehmen nach ist eine Beschädigung an der Tragfläche entstanden. Der Kapitän entschied aus Sicherheitsgründen zum Flughafen Denver zurückzukehren. Die Landung konnte sicher absolviert werden, so dass alle Passagiere und Besatzungsmitglieder den Mittelstreckenjet unverletzt verlassen konnten. Die NTSB hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen. Ein Fluggast hat die Landung mit dem beschädigten Triebwerk von der Kabine aus gefilmt und auf dem Portal YouTube veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=l1-Wszopfy

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Hainan Airlines kündigt Peking-Prag an

Die chinesische Fluggesellschaft Hainan Airlines wird ab Ende Juni 2024 von Peking aus Kurs auf die tschechische Hauptstadt Prag nehmen. Mit Wirksamkeit zum 24. Juni 2024 wird der Carrier zunächst drei wöchentliche Rotationen zwischen Peking und Prag bedienen. Diese Route soll im Regelfall mit Langstreckenflugzeugen des Typs Airbus A330-300 bedient werden. Zu einem späteren Zeitpunkt ist eine Aufstockung der Verbindung beabsichtigt, sofern sich die Nachfrage entsprechend entwickelt.

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Ehemalige Adria-Airways-Manager auf 78 Millionen Euro Schadenersatz verklagt

Der Konkursverwalter von Adria Airways hat ehemalige Geschäftsführer auf Schadenersatz in der Höhe von 78 Millionen Euro verklagt. Eine erste gerichtliche Anhörung ist noch ohne Entscheidung geblieben. Am 12. Juli 2024 soll die Hauptverhandlung formell eröffnet werden. Laut einem Bericht der Zeitung „Mladina“ sollen zwei ehemalige Geschäftsführer, die von 4K eingesetzt wurden, erst gar nicht zu den gerichtlichen Vergleichsbesprechungen erschienen sein. Der Konkursverwalter wirft den letzten beiden Geschäftsführern von Adria Airways Insolvenzverschleppung vor und klagt diese auf Schadenersatz in der Höhe von 78 Millionen Euro. Das Gericht hat nun angeordnet, dass sowohl die klagende als auch die beklagten Parteien binnen eines Monats Beweismittel für ihre Standpunkte vorlegen müssen. Am 12. Juli 2024 soll dann die zivilrechtliche Hauptverhandlung formell eröffnet werden. Derzeit ist noch völlig unklar wie das Gericht urteilen wird bzw. wie lange sich das Verfahren hinziehen wird.

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Nicht genug CT-Scanner: UK räumt Airports Nachfristen ein

Eigentlich sollten an den Flughäfen im Vereinigten Königreich ab Juni 2024 für die Kontrolle von Handgepäckstücken nur noch moderne CT-Scanner zum Einsatz kommen. Eigentlich, denn von diesem Ziel ist man noch weit entfernt, denn die Umstellung wird von manchen Airports eher gemächlich vollzogen. In Europa sind derzeit noch die klassischen Geräte, bei denen Flüssigkeiten, Laptops, Tablet PCs und vergleichbare Gegenstände aus dem Handgepäckstück entnommen und separat in eine Box zur Durchleuchtung gelegt werden müssen, dominierend. Manche Airports haben bereits komplett auf die CT-Technologie umgestellt, andere befinden sich in einer Umstellungsphase und dann gibt es wieder welche, beispielsweise Wien-Schwechat, die noch über kein einziges solches Gerät verfügen. In Bratislava hat man bereits vor längerer Zeit auf die modernen CT-Scanner umgestellt. In Deutschland sind in unter anderem in Stuttgart, München und Frankfurt am Main schon einzelne Linien umgerüstet, aber eben noch nicht alle. Für die Passagiere hat die neue Technik einen entscheidenden Vorteil: Laptops und Co müssen nicht mehr ausgepackt werden und die lästigen Flüssigkeitsbeschränkungen gelten ebenfalls nicht mehr. Eigentlich wollte das Vereinigte Königreich Vorreiter in Europa werden, denn als erster Staat wollte man die europäischen Flüssigkeitsregelungen, die man wohlgemerkt selbst erfunden hat und in weiterer Folge wurden diese damals in der ganzen EU übernommen, im Juni 2024 komplett abschaffen. Da sich die Airports nicht rechtzeitig um die Beschaffung der notwendigen Kontrollgeräte gekümmert haben und nun damit konfrontiert sind, dass bis Juni 2024 schlichtweg nicht ausreichend geliefert werden kann, entwickelt sich das Vorhaben – zumindest vorläufig – eher zu einem Flop. Das

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Eurowings hat Leipzig-Düsseldorf reaktiviert

Seit Montag, den 8. April 2024, gibt es wieder eine innerdeutsche Nonstopverbindung zwischen Leipzig/Halle und Düsseldorf. Diese pausierte seit November 2021. Eurowings hat am Montag die Wiederaufnahme dieser Route vollzogen. Damit wurde seit längerer Zeit wieder eine Inlandsstrecke reaktiviert. Allerdings fliegt man zwischen Leipzig/Halle und Düsseldorf nur an den Verkehrstagen Montag, Mittwoch und Donnerstag. Vor der Pandemie wurde diese Strecke wesentlich häufiger bedient.

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Sanktionen umgangen: USA stellen zwei „Exporteure“ vor Gericht

In den Vereinigten Staaten von Amerika wurden zwei russische Staatsbürger, denen vorgeworfen wird, dass diese Luftfahrtkomponenten, die unter die Sanktionen, die gegen die Russische Föderation praktiziert werden, illegal exportiert haben sollen. Dabei sollen sich die beiden mutmaßlichen Täter, die laut offizieller Mitteilung der für Florida zuständigen Staatsanwaltschaft, bereits geständig gezeigt haben. Die Vorgehensweise war eigentlich recht simpel: Über Scheinfirmen wurden beispielsweise Ersatzteile für Boeing 737 bezogen. Diese wurden dann für den Export in Staaten, die sich nicht an den Sanktionen beteiligen, deklariert und über diese gelangten die Komponenten dann in die Russische Föderation. Beispielsweise sollen Konstruktionen in der Türkei als Strohfirmen fungiert haben. Offiziellen Erklärungen nach sollen die beiden russischen Staatsbürger, die in den Vereinigten Staaten von Amerika leben, viele „Kunden“ gehabt haben. Primär wäre aber an kommerzielle Fluggesellschaften mit Sitz in der Russischen Föderation geliefert worden. Den Männern wird vorgeworfen, dass diese gegen das U.S.-Ausfuhrgesetz im Zusammenhang mit den Sanktionen gegen Russland verstoßen haben. Einem der beiden wird zusätzlich auch der strafrechtlich relevante Vorwurf der Geldwäsche gemacht. Laut Staatsanwaltschaft wären die mutmaßlichen Täter vollumfänglich geständig. Die Aktivitäten der Beschuldigten blieben über einen längeren Zeitraum unbemerkt, denn bereits im Mai 2022 sollen diese sich auf die Umgehung der U.S.-amerikanischen Sanktionen gegen Russland spezialisiert haben. Zum Verhängnis wurde diesen eine Sendung, die Karbonbremsen für Boeing 737 enthalten haben. Diese wurden für den Export in die Türkei deklariert. Im Rahmen einer Kontrolle stellte sich heraus, dass die notwendige Ausfuhrlizenz nicht vorhanden war und weiters gab es Unstimmigkeiten bezüglich der tatsächlichen Existenz des

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Wien statt Beirut: A220-300 von Swiss nicht ganz freiwillig in Wien gelandet

In der Vorwoche ist ein von Swiss betriebener Airbus A220-300 auf dem Weg von Zürich-Kloten nach Beirut über Bosnien umgekehrt und anschließend auf Wien-Schwechat ausgewichen. Unternehmensangaben nach hat dies zwei Gründe. Am 4. April 2024 befand sich zu abendlicher Stunde die HB-JCE auf dem Weg nach Beirut. Die Fluggesellschaft entschied aufgrund aktueller Ereignisse, dass man aus Sicherheitsgründen nicht in den Libanon fliegen wird. Der Kapitän entschied sich die Flugreise abzubrechen und wieder zurück in die Schweiz zu fliegen. Allerdings musste er dann Kurs auf Wien-Schwechat nehmen, da eine Landung am größten Airport der Schweiz aufgrund des Nachtflugverbots nicht mehr möglich gewesen wäre. Am Folgetag wurde besagter Airbus A220-300 von Wien nach Zürich überstellt. Unternehmensangaben nach wären die Fluggäste in Hotels untergebracht worden und auf andere Verbindungen, soweit möglich, umgebucht worden. Die Entscheidung den Flug nach Beirut abzubrechen habe man aus Sicherheitsgründen vorsorglich getroffen.

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WKO-Tourismus springt AUA-Management zur Seite

Im Streit um höhere Gehälter für das fliegende Personal von Austrian Airlines springt die Tourismus-Sparte der Wirtschaftskammer Österreich der Lufthansa-Tochter zur Seite. In einer Aussendung hebt man unter anderem den „Imageschaden“, der durch die Streiks und Betriebsversammlungen entstanden sein soll, hervor. „Ein international erfolgreicher Luftfahrt-Hub Wien ist wichtig für den gesamten Tourismus- und Wirtschaftsstandort Österreich. Wer das mutwillig zerstört, setzt Wertschöpfung und tausende Arbeitsplätze aufs Spiel“, kommentiert Robert Seeber, Obmann der Bundesparte Tourismus, die derzeitig angespannte Situation rund um die AUA-Kollektivvertragsverhandlungen. „Für die heimischen Reisebüros bedeuten streikbedingte Flugausfälle einen erheblichen, nicht abgegoltenen Mehraufwand. In der aktuellen Situation haben unsere Kundinnen und Kunden den klaren Vorteil, mit ihrem Reisebüro einen Ansprechpartner an der Hand zu haben, der sich rasch um alles Notwendige kümmert“, betont auch Gregor Kadanka, Obmann des Fachverbandes der Reisebüros und ergänzt: „Gute Verkehrsanbindung und Erreichbarkeit sind eine entscheidende Voraussetzung für den Incoming-Tourismus, aber natürlich auch für den Geschäftsreise- und  Kongresstourismus.“ Es wäre daher grob fahrlässig, den Fortbestand der AUA und damit den Flughafen Wien als Österreichs größtes Luftfahrt-Drehkreuz zu gefährden, appellieren die beiden Tourismusvertreter vor der nächsten Verhandlungsrunde für eine rasche und konstruktive Lösung im Sinne des Tourismus- und Luftfahrtstandortes Österreich.

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