Jan Gruber

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Jan Gruber

Neuer AUA-KV: Acht Verhandlungsrunden ohne Ergebnis

Schon seit einiger Zeit ist die Stimmung zwischen den Arbeitnehmervertretern und dem Management von Austrian Airlines angespannt. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat drängen auf einen neuen Kollektivvertrag, der insbesondere eine deutliche Anhebung der Gehälter beinhalten soll. Eine österreichische Eigenheit spielt in den Verhandlungen auch eine Rolle: Austrian Airlines darf selbst keine Kollektivverträge abschließen. Dies ist der Standesvertretung, also der Wirtschaftskammer, vorbehalten. Daher sitzen WKO- und ÖGB-Funktionäre am Verhandlungstisch. Rein theoretisch könnte auch ein Abschluss ganz ohne Einbindung des AUA-Managements gemacht werden, jedoch vertritt in der Praxis die Wirtschaftskammer die Interessen seines Mitglieds Austrian Airlines. In Österreich gibt es in fast allen Wirtschaftszweigen so genannte Branchen-Kollektivverträge. Die Gewerkschaft und die jeweilige Standesvertretung handeln diese aus, vereinbaren diese und dann gilt der „KV“ dann beispielsweise für alle Bäcker, Friseure, Metallbaubetriebe und so weiter. In der Luftfahrt gibt es aus historischen Gründen keinen solchen branchenweit gültigen Kollektivvertrag. Dies wird seitens der ÖGB-Teilgewerkschaft Vida seit vielen Jahren heftig kritisiert. Immer wieder fordern die Arbeitnehmervertreter den Abschluss eines solchen Vertragswerks, jedoch erteilt die Wirtschaftskammer, die am aktuellen Stand der Dinge festhalten will, stets eine Absage. Es gibt keinen Branchen-KV in der österreichischen Luffahrt Doch warum gibt es in der Luftfahrt eigentlich keinen Branchen-KV? Historisch gesehen liegt es daran, dass zum Zeitpunkt der „Erfindung“ der branchenweit gültigen Kollektivverträge Austrian Airlines die einzige österreichische Fluggesellschaft war. Somit bestand schlichtweg kein Bedarf, da es ohnehin nur das damalige Staatsunternehmen, das im Bundesbudget als eine Art „fliegende ÖBB“ behandelt wurde. Erst später wurden beispielsweise Montana Austria, Lauda Air, Tyrolean

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Air-Europa-Übernahme: IAG bietet weitere Zugeständnisse an

Die International Airlines Group will den Mitbewerber Air Europa unbedingt kaufen. Die EU-Kommission hat aber Bedenken. Nun bietet man umfangreiche Zugeständnisse an. Die Vorschläge wurden am 23. Feber 2024 bei den Wettbewerbshütern eingereicht. Bislang haben wieder die Kommission noch die IAG Angaben über den Inhalt gemacht. Es wird derzeit eine vertiefte Prüfung durchgeführt. Es wird sich bis voraussichtlich 7. Juni 2024 zeigen, ob der Deal bewilligt wird, unter Auflagen durchgewunken wird oder gar untersagt wird.

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Kappadokien: Schlafen im Höhlenhotel

Mehr als 4,8 Millionen in- und ausländische Touristen besuchten im vergangenen Jahr Kappadokien in der Türkei. Damit hat sich Zentralanatolien als eines der führenden Tourismuszentren des Landes etabliert und sogar einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Kappadokien ist nicht nur für seine bizarren Felskegelformationen, die sogenannten „Feenkamine“, bekannt. Unterirdische Städte, Museen und traditionelle Handwerksvorführungen gewähren einen tiefen Einblick in die Geschichte und Kultur der Region. Gerade im Frühjahr – wenn die Vegetation aufblüht, auf den hohen Berggipfeln noch Schnee liegt und die touristische Hauptsaison noch nicht begonnen hat – lohnt sich ein Besuch dieses UNESCO-Weltkulturerbes. Für diejenigen, die eine bequeme Anreise bevorzugen, bietet Corendon Airlines Flüge in diese abwechslungsreiche Gegend. Die Landschaft in der Hochebene besteht überwiegend aus weichem Tuffgestein, das sich aus Vulkanasche verfestigt hat. Schon in der Bronzezeit haben dort Menschen Gänge, Treppen und Höhlen gegraben. Später, vom 5. bis zum 14. Jahrhundert, schufen die ersten Christen in dieser kargen Landschaft ein Labyrinth aus Wohnungen, Kirchen und Klöstern. Hier ist eine kleine Auswahl der interessantesten Sehenswürdigkeiten Kappadokiens. Kaymakli und Derinkuyu: Diese beiden unterirdischen Städte gehören vermutlich zu den größten ihrer Art weltweit. Die komplexen Tunnelnetzwerke sollen mehrere Tausend Menschen beherbergt haben. Alleine Kaymakli reicht bis zu acht Etagen in die Tiefe, wovon fünf für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Überreste einer Höhlenkirche, die verzweigten Wohnbereiche und ein ausgeklügeltes Belüftungssystem faszinieren bis heute Besucher aus aller Welt. Rund 60 Kilometer von Derinkuyu entfernt liegt die unterirdische Stadt Özkonak. Sie mag weniger bekannt sein, ist aber dennoch einen Abstecher wert. Die Stätte

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Norse Atlantic Airways steckt tief in den roten Zahlen

Der Billigflieger Norse Altantic Airways hat im ersten vollen Jahr seit der Aufnahme des Flugbetriebs einen Betriebsverlust in der Höhe von 135 Millionen U.S.-Dollar eingeflogen. Im Jahr 2023 lag der Netto-Verlust bei 168 Millionen U.S.-Dollar. Der Umsatz wird im Geschäftsbericht mit 439 Millionen U.S.-Dollar ausgewiesen. Das Management erklärt, das man sich auf einem „klaren Weg zur Profitabilität“ sieht. Der hohe Fehlbetrag wird als „Anlaufverluste“ regelrecht heruntergespielt. Man verweist darauf, dass die Vorausbuchungen für den Sommer 2024 bereits jetzt zum 80 Prozent über dem Vorjahreswert liegen. Weiters sollen mit ACMI- und Charteraufträgen zusätzliche Einnahmequellen erschlossen worden sein. Beispielsweise bedient man demnächst im Auftrag von Air Peace die Strecke Lagos-London (Gatwick).

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China Airlines nimmt Kurs auf Koror

Die Fluggesellschaft China Airlines bietet ab 1. April 2024 drei wöchentliche Flugverbindungen von Taipeh nach Koror (Palau) an. Ab 15. Juli 2024 fliegt man viermal pro Woche. Zwischen 1. April und 14. Juli 2024 werden ab Wien über Taipeh (Republik China) an den Verkehrstagen Dienstag und Donnerstag Umsteigeverbindungen angeboten. Zurück geht es jeweils an Montagen und mittwochs. Ab 15. Juli bis 30. Dezember 2024 werden diese an Dienstagen und Freitagen bzw. zurück montags, mittwochs und donnerstags durchgeführt.

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Expedia streicht weltweit 1.500 Jobs

Beim Online-Travel-Agent Expedia steht der Abbau von etwa 1.500 Jobs unmittelbar bevor. Rund neun Prozent der weltweiten Belegschaft sollen das Unternehmen verlassen müssen, bestätigt ein Konzernsprecher einen Bloomberg-Bericht. Das Unternehmen, das seit dem Jahr 2000 von Peter Kern geleitet wird, bekommt demnächst mit Ariane Gorin eine neue Geschäftsführerin. Kern wird künftig als stellvertretender Chairman dem Verwaltungsrat angehören. Zuvor packt man jedoch eine so genannte „Restrukturierung“ an. Diese wirkt sich auch auf die Belegschaft aus, denn etwa 1.500 Mitarbeiter sollen ihre Jobs verlieren. Expedia ist ein Online-Reisebüro, das auf die Vermittlung von Flugtickets, Hotelzimmern, Pauschalreisen und Kreuzfahrten spezialisiert ist. Nun will man sich neu aufstellen. Ein Sprecher sagt dazu, dass der bevorstehende Stellenabbau, der verschiedene Standorte betrifft aufgrund einer „organisatorischen und technologischen Restrukturierung“ durchgeführt werden müsse. Der Konzern scheint derzeit im Bereich des Kerngeschäfts rückläufige Einnahmen zu haben. Zum Beispiel wies man Anfang Feber 2024 darauf hin, dass es im Bereich der Vermittlung von Flugtickets zu einem Umsatzrückgang gekommen ist. Dies führt man darauf zurück, dass in manchen Märkten die Preise für Tickets deutlich gesunken sind. Gleichzeitig ist man in diesem Segment in einem starken Wettbewerb mit anderen Anbietern, aber auch dem Direktvertrieb der Fluggesellschaft. Die bevorstehende Restrukturierung, die weltweit gesehen etwa 1.500 Expedia-Mitarbeitern den Job kosten soll, wird nicht billig. Unternehmensangaben nach gibt man dafür etwa 80 bis 100 Millionen U.S.-Dollar aus. Der Großteil dieser Summe dürfte in die Modernisierung der Technologie, die hinter der Buchungsplattform steckt, fließen.

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Betriebsversammlungen am 1. März 2024: AUA streicht 112 Flüge

Am Vormittag des 1. März 2024 laden die Gewerkschaft Vida und der Betriebsrat Bord das fliegende Personal der Austrian Airlines zu Betriebsversammlungen ein. Vorsorglich streicht die Fluggesellschaft 112 Flüge. Die Arbeitnehmervertreter werden am Freitag den 1. März 2024 die fliegenden AUA-Mitarbeiter über aktuelle Themen informieren. Dabei soll es um die Arbeitsbedingungen, arbeits- und dienstrechtliche Angelegenheit sowie die Thematik rund um die Gehälter gehen. Es handelt sich um eine reguläre Betriebsversammlung, auf deren Abhaltung ein gesetzlicher Anspruch besteht. Da bei Austrian Airlines traditionell die Beteiligung sehr groß ist, geht man seitens des Unternehmens davon aus, dass es erhebliche Auswirkungen auf den Flugbetrieb geben wird. Daher hat man sich eigenen Angaben nach dazu entschlossen, dass vorsorglich 112 Flüge gestrichen werden. Diese wurden bereits aus dem Verkauf genommen. Die Unternehmensleitung hofft, dass sich die Dauer auf den Vormittag des 1. März 2024 beschränken wird. Dennoch kann der Carrier nicht ausschließen, dass es zur Ausweitung der Streichungen kommen könnte. Auch kann es zu Verspätungen als Nachwirkung kommen. Betroffene Passagiere sollen seitens Austrian Airlines kontaktiert werden, sofern die Kontaktdaten in der Buchung hinterlegt werden. Sofern das Ticket über ein Reisebüro erworben wurde, sollen sich Reisende an dieses wenden. Das Unternehmen entschuldigt sich für eventuelle Unannehmlichkeiten.

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Kopenhagen: Hacker legten Flughafen-Homepage lahm

Der Flughafen Kopenhagen-Kastrup war am Sonntag, den 25. Feber 2024, von einem Hackerangriff betroffen. Dies hatte zur Folge, dass einige Systeme ausgefallen sind und die Website lahmgelegt wurde. Laut einem Sprecher war die App nicht betroffen. Es soll sich um einen Angriff gehandelt haben, bei dem der Server mit außergewöhnlich vielen Anfragen binnen kurzer Zeit überlastet wird. Es wird vermutet, dass dahinter russische Hacker gesteckt sein könnten.

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Gegen Gebühr: Lufthansa lässt Ticketpreise reservieren

Seit wenigen Tagen bietet Lufthansa Passagieren die Möglichkeit an, dass diese sich gegen eine Gebühr den auf der Homepage angezeigten Ticketpreis für 48 Stunden reservieren können. Hierfür müssen mindestens sieben Euro pro Person und Strecke entrichtet werden. Wird die Buchung innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen, erhält man das Ticket zum reservierten Preis. Andernfalls verfällt die Reservierung. Die Zusatzgebühr wird bei Fixbuchung nicht abgezogen, sondern ist on-top zu bezahlen, wenn man das Service nutzen will.

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B737-Max-Lieferverzögerungen: Ryanair muss den Sommerflugplan 2024 kürzen

Die Ryanair Group ist einer der weltweit größten Kunden für den Maschinentyp Boeing 737-Max. Der Hersteller war bereits in der Vergangenheit von Lieferverzögerungen, die aus den unterschiedlichsten Gründen aufgetreten sind, betroffen. Nun musste Konzernchef Michael O’Leary einräumen, dass abermals weniger B737-Max-200 als vom Hersteller ursprünglich zugesagt ausgeliefert bekommt. Dies hat Auswirkungen auf den Sommer 2024. Einst ging man davon aus, dass im Hochsommer 2024 etwa 70 zusätzliche Jets dieses Typs zur Verfügung stehen werden. Dann wurde die Anzahl der Maschinen die bis Ende April 2024 auf 57 Stück nach unten korrigiert. Nun informierte der Carrier darüber, dass es voraussichtlich allenfalls 50 Exemplare werden könnten. Firmenchef Michael O’Leary sagte, dass der von ihm geleitete Konzern derzeit überhaupt nicht weiß wie viele bestellte B737-Max-200 vom Boeing übergeben werden. Er ist sich zwar sicher, dass es etwa 30 bis 40 Stück sein werden, zeigt sich zuversichtlich, dass es 40 bis 45 Exemplare werden könnten, aber daran, dass es bis zu 50 Flugzeug werden könnten, glaubt der umtriebige Manager nicht mehr. Bereits im Vorjahr war die Ryanair Group mit dem Problem konfrontiert, dass Boeing wesentlich weniger B737-Max-200 ausgeliefert hat als ursprünglich zugesagt. Dies hatte zur Folge, dass weniger Kapazität als gedacht zur Verfügung stand und die Firmengruppe nicht im gewünschten Maß wachsen konnte. Zwar legte man neue Rekordzahlen hin, jedoch vermutet man bei Ryanair, dass diese „noch besser“ ausgefallen wäre, wenn man mehr B737-Max-200 zur Verfügung gehabt habe. Auch in diesem Jahr muss Ryanair mal wieder den Rotstift ansetzen. Es handelt sich um den

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