Jan Gruber

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Jan Gruber

Polen: Lot-Klon „Lotair“ wird liquidiert

Die polnische Fluggesellschaft Lot wird keinen „Klon“ unter dem Namen Lotair bekommen. Die Staatsholding PGL hat entschieden, dass das Projekt abgeblasen wird und das Unternehmen Lotair S.A. liquidiert wird. Vor einigen Jahren wurde zunächst unter dem Namen „Lot Polish Airlines“ eine Firma gegründet, die als zweite Airline innerhalb des Konzerns fungieren sollte. Wegen der hohen Verwechslungsgefahr wurde im weiteren Verlauf der Wortlaut in „Lotair“ geändert. Ein Antrag auf Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung wurde bei der polnischen Zivilluftfahrtbehörde gestellt, jedoch ist das Verfahren seit Oktober 2020 ausgesetzt. Bislang wurde es nicht wieder aufgenommen. Im März des Vorjahres gab der damalige Lot-Vorstand bekannt, dass das Projekt Lotair für zumindest zwei Jahre pausiert ist. Nun hat der Eigentümer, die Staatsholding PGL, entschieden, dass Lotair liquidiert wird. Das Vorhaben, bei dem nie so ganz klar war was der genaue Zweck sein sollte, ist somit komplett beendet. Weder PGL noch Lot haben sich jemals schlüssig dazu geäußert aus welchem Grund eine „Lot-Kopie“ gegründet wurde. Es gab viele Spekulationen, beispielsweise, dass Lot neu aufgesetzt werden könnte oder aber das die dezentralen Flüge – beispielsweise ab Budapest – auf ein mögliches neues AOC übertragen werden könnten. Offiziell hat man sich nie geäußert. Das ist nun ohnehin gänzlich hinfällig, denn das Projekt Lotair ist beendet und das Unternehmen wird liquidiert.

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Innsbruck: Anrainerschutzgemeinschaft kritisiert Kerosinverbrennung

Der Verein Anrainerschutzgemeinschaft Innsbruck Airport kritisiert, dass angeblich bislang keine Untersuchung der Kerosinverbrennung, die im Zuge von Starts und Landungen am Flughafen der Tiroler Landeshauptstadt erfolgt, stattgefunden haben soll. Man verweist auch auf die besondere geografische Lage. In den letzten Jahren versuchen sich Unternehmen in den verschiedensten Branchen ein besonders „grünes Image“ zu verschaffen. Auch einige Akteure in der Luftfahrt sind bemüht sich selbst als besonders „umweltfreundlich“ oder „klimafreundlich“ darzustellen. Immer wieder landen die Werbekampagnen auch vor Gericht. Beispielsweise wurde gerichtlich festgestellt, dass Austrian Airlines im Zusammenhang mit einem Venedig-Flug irreführend geworben hat. Auch SAF verursacht Emissionen Dass bei der Verbrennung von Kerosin – und zwar völlig unabhängig davon, ob es sich um das konventionelle Produkt oder SAF handelt – nebst Kohlenstoffdioxid auch zahlreiche andere – zum Teil giftige – Abgase entstehen, ist allgemein bekannt. In der Branche wird dies aber oft regelrecht heruntergespielt. Man verhält sich ungefähr gleich wie Reedereien, denn hervorgehoben werden alternative Antriebe, aber auf den Umstand, dass aus Kostengründen dann oft Marinediesel und/oder umweltschädliches Schweröl in der übewiegenden Mehrheit der Fälle zum Einsatz kommt, ist nicht unbedingt ein Thema, über das gerne gesprochen wird. Im Eisenbahn-Verkehr läuft es kaum anders, denn dieser Verkehrsträger stellt sich als besonders umweltfreundlich dar, denn angeblich würde man bei Bahnfahrten kein Kohlenstoffdioxid ausstoßen. Das mag bei Elektrozügen an Ort und Stelle wohl zutreffen, aber in vielen Staaten wird der benötigte Bahnstrom aus Kohlekraft gewonnen. Würde man dies in die Behauptungen einbeziehen, so sähe die Klimabilanz der Bahn ähnlich verheerend aus wie

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ÖPNV: ÖBB dünnen in der Ostregion aus, VBB krempelt Buslinien um

Seit Montag, den 12. Feber 2024, haben die Österreichischen Bundesbahnen das Angebot im Großraum Wien um etwa 1,9 Prozent zurückgefahren. Im Schnitt fallen etwa 50 Verbindungen täglich weg. Hintergrund der Maßnahme ist laut den ÖBB, dass sich zahlreiche Garnituren in langwierigen Wartungen findet und man Stabilität in den Fahrplan bringen will. Zwischen Mödling und Wiener Neustadt Hbf werden drei frühe Zugverbindungen an den Verkehrstagen Montag bis Freitag bis voraussichtlich 1. März 2024 in der Österreichischen Postbus AG im Auftrag der ÖBB in Form eines Schienenersatzverkehrs mit Autobussen bedient. Die ÖBB standen zuletzt in der Ostregion im Kreuzfeuer der Kritik, da Tag für Tag viele Verbindungen ausgefallen sind. Eine weitere Änderung betrifft die Buslinien 1155 und 7941, die von Wien über Wiener Neustadt ins Mittelburgenland führen. Diese wurden bislang von der Österreichischen Postbus AG bzw. Blaguss Reisen GmbH auf eigener Konzession angeboten. Die Verkehrsbetriebe Burgenland GmbH haben beide Linien per 1. Jänner 2024 übernommen und nun mit dem Umbau begonnen. Die Linie 1155 startet künftig nicht mehr in Wien, sondern in Wiener Neustadt. Auch auf anderen Strecken gibt es erhebliche Änderungen für die Fahrgäste. Es handelt sich nicht nur um neue Liniensignale, sondern Kurse und Streckenverläufe wurden modifiziert. Nähere Informationen dazu direkt auf der Infopage der VBB.

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Statistik: Grönland wurde von Schweizern nur selten besucht

Eine Analyse, die Swiss Bankers an Hand der Örtlichkeiten, an denen die Debit- und Kreditkarten für Zahlungen und Bargeldbehebungen eingesetzt wurden, hat ergeben, dass die Schweizer im Jahr 2023 eher an klassischen Urlaubsorten ihre Ferien verbracht haben. Etwa 25 Prozent der touristischen Kartenzahlungen fand im eigenen Land an. Im Ausland landete Frankreich auf Platz Eins, gefolgt von Deutschland, Italien, UK, Spanien und USA. Das Nachbarland Österreich landete auf Platz 13 und brachte es auf 1,8 Prozent der Karten-Ausgaben der Schweizer. Auch kommt die Studie zum Schluss, dass die Eidgenossen im Vorjahr häufiger in Japan, Thailand, Australien, Indonesien und auf den Philippinen waren. Den letzten Platz in der Statistik hat übrigens Grönland eingenommen.

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Dry-Lease: Norse verlängert B787-8-Leasingverträge

Derzeit setzen Norse Atlantic Airways und ihr UK-Ableger ausschließlich den Maschinentyp Boeing 787-9 im Linienflugbetrieb ein. Vier Einheiten sind unter anderem an Air Europa subverleast und dabei soll es auch bleiben. Der Konzern teilte mit, dass man die Verträge von drei Boeing 787-8, die momentan an Air Europa untervermietet sind, verlängert habe. Die Rückgabe ist für Mai 2025 vorgesehen. Auch wurde der Vertrag einer B787-9 verlängert. Dieser Dreamliner soll voraussichtlich im Mai 2024, also zwei Monate später als ursprünglich vereinbart, zurückgegeben werden. Dieses Leasingflugzeug soll dann laut Norse Atlantic Airways in den eigenen Flugbetrieb integriert werden. Damit will man im Sommer 2024 zusätzliche Kapazität zur Verfügung haben.

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Für Menschen mit Beeinträchtigungen: Hamburg führt Sonnenblumen ein

Der Hamburger Flughafen hat Anfang dieser Woche damit begonnen, dass Menschen mit nicht-sichtbaren Beeinträchtigungen eine Sonnenblume als Umhängeband oder Anstecker kostenfrei erhalten können. Betroffene sollen dadurch mehr Verständnis und Geduld ihrer Mitmenschen erfahren. Der Hamburger Flughafen gibt die Sonnenblume wahlweise als Umhängeband oder Anstecker aus. Die Ausgabe erfolgt kostenlos im Hamburg Welcome Center (öffentlicher Bereich) sowie am Counter der Pierinformation. Es ist kein weiterer Nachweis erforderlich. „Am Hamburg Airport sollen sich alle Passagiere gleichermaßen wohlfühlen. Für Menschen mit einer nicht sichtbaren Beeinträchtigung kann es allerdings eine große Herausforderung sein, sich an einem Flughafen gut zurechtzufinden. Von der Kofferabgabe, dem Boarding bis zur Bordkartenkontrolle – überall werden sie mit nicht-alltäglichen Situationen konfrontiert und das im Beisein von vielen Menschen, die es eilig haben“, erklärt Corinna Vogt, Head of Customer Services Passenger Management. „Mit der Sonnenblume kann man ein Zeichen setzen, dass eine nicht sichtbare Beeinträchtigung vorliegt und möglicherweise etwas mehr Zeit und Verständnis benötigt wird. Das erleichtert die Reise. Unser Team ist geschult, um hier sensibel zu reagieren und bei Bedarf zu unterstützen.“

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SNCF-Streik hat auch Auswirkungen auf deutschen Bahn-Fernverkehr

Am 16. und 17. Feber 2024 müssen Bahnreisende in Frankreich mit erheblichen Einschränkungen rechnen, denn verschiedene Gewerkschaften rufen die Beschäftigten der SNCF zur Arbeitsniederlegung auf. Dies wird auch Auswirkungen auf den internationalen Bahnverkehr haben. Die Deutsche Bahn AG rechnet damit, dass man an den beiden Streiktagen zahlreiche Züge nicht an den Grenzbahnhöfen übernehmen kann bzw. übergeben kann. Deswegen werden einige Fernzüge kurzgeführt, also sie werden „an der Grenze“ enden. Andere Verbindungen werden ersatzlos ausfallen, da es sich beispielsweise um TGV-Wagenmaterial handelt, das am Freitag und Samstag erst gar nicht aus Frankreich nach Deutschland kommen wird. Im Regionalverkehr werden ebenfalls viele Züge ausfallen. Sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland wird darauf verwiesen, dass man sich kurzfristig informieren soll, ob die grenzüberschreitende Verbindung fährt oder ausfällt. Die SBB sind bemüht, dass zumindest bis zum Grenzbahnhof (bzw. ab diesem) ein innerschweizerischer Ersatz verkehren kann. Selbiges gilt auch für Fernverbindungen, jedoch wird dies nicht in allen Fällen gelingen. Die Deutsche Bahn AG verweist in einer Fahrgastinformation darauf, dass im Fernverkehr folgende Strecken von Ausfällen betroffen sind: Züge der Gattungen „ICE“ und „TGV“ zwischen München über Stuttgart und Paris sowie Frankfurt am Main und Paris. Fix ist bereits, dass die nachstehenden Verbindungen ersatzlos ausfallen werden: Am 16.02.2024 entfallen: Am 17.02.2024 entfallen: Laut Deutscher Bahn AG gilt für von den Streichungen betroffenen Passagiere folgende Regelung: „Fahrgäste mit einer Fahrkarte für eine innerdeutsche Reise in diesen Zügen, nutzen bitte einen anderen Zug. Die Zugbindung ist aufgehoben. Das Ticket gilt dabei für die Fahrt zum ursprünglichen

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Wegen zu hoher Gebühren: Ryanair stellt Tel-Aviv-Flüge erneut ein

Erst kürzlich hat Ryanair die Flugverbindungen nach Tel Aviv reaktiviert. Doch schon bald ist wieder – zumindest vorläufig – Schluss. Diesmal erfolgt die Einstellung aber nicht aus Sicherheitsgründen, sondern weil dem Billigflieger die Gebühren, die für die Nutzung des Terminals 3 zu entrichten sind, zu hoch sind. Normalerweise nutzen Lowcoster wie Ryanair und Wizz Air das Terminal 1 des größten Airports Israels. Dieses ist aber temporär außer Betrieb, denn aufgrund des im Oktober 2023 von der Hamas angezettelten Krieges ist das Passagieraufkommen erheblich zurückgegangen. Noch immer steuern viele Fluggesellschaften die israelische Metropole gar nicht an oder aber nur in geringfügigem Umfang. Der Airport hat das Terminal 1 mangels Bedarf temporär vom Netz genommen und alle Flüge müssen daher das Terminal 3 nutzen. Allerdings verlangt man in diesem höhere Gebühren von den Fluggesellschaften. Das T1 ist etwas spärlicher gestaltet und explizit als Lowcost-Terminal ausgewiesen. Ryanair passt es so ganz und gar nicht in den Kram, dass man im Terminal 3 nicht die vergünstigten Nutzungsgebühren des Terminals 1 bezahlen muss, sondern die regulären, die für das T3 anfallen. Verhandlungen haben offenbar nicht den gewünschten Erfolg gebracht, so dass der Billigflieger in den Kalendermonaten März und April 2024 überhaupt nicht von/nach Tel Aviv fliegen wird. Alle Flugverbindungen werden abgesagt. Lokale Medien befürchten, dass die Entscheidung von Ryanair regelrecht „Schule machen“ könnte, denn auch Easyjet und Wizz Air sollen sich massiv darüber beklagen, dass für die Nutzung des Terminals 3, das man eigentlich gar nicht verwenden möchte, höhere Gebühren zu entrichten sind als sonst

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Dresden: DFS verschiebt Remote-Tower-Betrieb erneut

Nach Saarbrücken und Erfurt sollte eigentlich in Kürze der Flughafen Dresden von der Deutschen Flugsicherung auf Remote-Tower-Betrieb umgestellt werden. Das Vorhaben verzögert sich aber bis mindestens Ende 2025. Das Projekt befindet sich dann drei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die DFS erklärt zur neuerlichen Verschiebung unter anderem, dass sich die Umschulung der Lotsen während der Corona-Pandemie verzögert habe und nun wäre man mit Problemen auf der Lieferkette konfrontiert. In Saarbrücken wurde bereits im Jahr 2018 auf Remote-Tower-Betrieb umgestellt und in Erfurt war es im Jahr 2022 soweit. Dresden wäre dann der dritte Airport dieser Art.

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Höhere Gehälter für Piloten: Betriebsvereinbarung bei Discover Airlines abgeschlossen

Der Betriebsrat von Discover Airlines konnte mit der Geschäftsleitung eine Betriebsvereinbarung über die Pilotengehälter abschließen. Diese gilt rückwirkend zum 1. Jänner 2024 und sieht höhere Gehälter vor. Die Vereinigung Cockpit ist mit dem Umstand, dass lediglich eine Betriebsvereinbarung, jedoch kein Tarifvertrag abgeschlossen werden konnte, nicht ganz glücklich. Man kritisiert unter anderem, dass sich in den Lohntabellen jene Vergütungen finden, die von der VC gefordert wurden. Laut Discover Airlines sollen diese zum Teil auch über den Forderungen der Vereinigung Cockpit liegen. Sowohl die VC als auch die Lufthansa-Tochter betonen, dass man weiterhin das Ziel verfolgt Tarifverträge abzuschließen. Seitens der Vereinigung Cockpit wird in Aussicht gestellt, dass man neuerlich zu Streiks aufrufen könnte, falls in den Verhandlungen kein neues Angebot vorgelegt werden sollte. Inwiefern die jüngste Betriebsvereinbarung einen Einfluss auf die mögliche Beteiligung durch die Discover-Piloten hat, ist derzeit völlig unklar.

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