Jan Gruber

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Jan Gruber

Aus kurzem Vueling-Flug wurde 23-stündige Fahrt im Reisebus

Wenn man einen Kurzstreckenflug mit einer geplanten Flugdauer von einer Stunde und 20 Minuten gebucht hat, aber sich stattdessen in einem Reisebus, der über 23 Stunden unterwegs ist, findet, kann man schon verärgert sein. Genau das ist Passagieren, die mit Vueling von Bilbao nach London-Gatwick fliegen wollten, passiert. Passagiere haben gemäß der Fluggastrechteverordnung einen gesetzlich verankerten Anspruch auf eine Ersatzbeförderung zum frühestmöglichen Zeitpunkt, wenn ihr gebuchter Flug ausfällt oder erheblich verspätet ist. Die Verordnung sieht ausdrücklich vor, dass auch andere Verkehrsträger wie Bahn und Bus in Frage kommen, um die Reisenden möglichst rasch zu ihrem Zielort zu bringen. Bedingt durch Streiks des Bodenpersonals sagte Vueling zwischen 5. und 8. Jänner 2024 die Flüge VY6307 und VY7292 ab. Es standen ab Bilbao für beide gestrichenen Verbindungen keine alternativen Flugverbindungen zur Verfügung. Der IAG-Billigflieger charterte daher Busse, um die Passagiere nach London-Gatwick befördern zu können. Betroffene behaupten, dass am Airport erklärt wurde, dass die Fahrzeit etwa 15 Stunden betragen werde. Mangels Alternativen hätten sich viele auf die lange Busreise eingelassen. Über die „Überraschung“; dass es im Reisebus statt im Flugzeug ins Vereinigte Königreich gehen soll, wären die Betroffenen sehr kurzfristig informiert worden. Dies lässt sich jedoch nicht ohne jeden Zweifel verifizieren, denn laut der Airline wären bereits vorab E-Mails und SMS an die Reisenden verschickt worden. Alternativ wäre der kostenfreie Rücktritt bei voller Erstattung des Flugpreises angeboten worden. Nicht alle Passagiere wären in die bereitgestellten Busse eingestiegen. Die Fahrt von Bilbao nach London-Gatwick ist dann nicht so ganz nach Plan verlaufen. Betroffene

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Albawings übernimmt zahlreiche Pristina-Charter

Im Auftrag eines Reiseveranstalters nimmt die albanische Billigfluggesellschaft Albawings zahlreiche Flüge ab Pristina auf. Es handelt sich überwiegend um Verbindungen, die zuvor von Trade Air, Chair Airlines und anderen Anbietern operativ durchgeführt wurden. Da es sich um Charterflüge handelt, sind diese nicht über die Homepage von Albawings buchbar. Der Ticketverkauf erfolgt ausschließlich über den Auftraggeber, der seit vielen Jahren Charter von/nach Pristina auflegt. Albawings übernimmt die operative Durchführung der Flüge ab Pristina nach Basel, Berlin, Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt-Hahn, Luxemburg, Malmö, München, Paderborn, Stuttgart und Verona. Die Aufnahme erfolgt bereits ab 18. Jänner 2024 schrittweise.

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Passagiere enttäuscht: Keine B777 auf AUA-Kurzstreckenflug

Am 16. Jänner 2024 wurden einige Luftfahrtfreunde von Austrian Airlines herbe enttäuscht. Der Umlauf OS205/206 war mit dem Maschinentyp Boeing 777-200ER angekündigt, jedoch wurde daraus nichts. Ein verärgerter Passagier schrieb an Aviation.Direct unter anderem: „Auch hier hatten zahlreiche Luftfahrt-Freunde speziell nach Ankündigung exakt diese Flüge gebucht und wurden nun bitterlich enttäuscht, ‚bitterlich‘ weil OS dazu keine Information gab, warum …“. Kurzfristig wurde anstatt des geplanten Widebodies ein anderes Fluggerät eingesetzt. Wer diese Verbindung extra gebucht hatte, um auf der Kurzstrecke mit Boeing 777-200ER zu fliegen, hatte also Pech. Auf Anfrage erklärte Austrian Airlines dazu: „Solche Planungen müssen aus unterschiedlichsten Gründen leider oft spontan geändert oder optimiert werden. Wir bitten diesbezüglich um Verständnis“.

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Gewerkschaften: UFO-Vorstandsteam ist wieder komplett

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat mitgeteilt, dass das Vorstandsteam mit sieben Mitgliedern wieder komplett besetzt ist. Aufgrund von Rücktritten waren Nachwahlen notwendig geworden. Nun wurde durch eine vorstandsinterne Wahl das nachgewählte Vorstandsmitglied, Sara Grubisic, zur stellvertretenden Vorsitzenden ernannt. Grubisic ist Juristin und praktizierte viele Jahre als Rechtsanwältin. Sie fliegt bei der Lufthansa als Purserin. Ihre Rechtsexpertise konnte sie bereits in der UFO-Grundsatzkommission, die sich seit 2019 mit Satzungsthemen der Organisation beschäftigt und in der UFO-Tarifkommission bei Lufthansa gewinnbringend für die Gewerkschaft einsetzen. Im letzten Jahr wurde sie als Arbeitnehmervertreterin in den Aufsichtsrat der Lufthansa Group gewählt. Für UFO stand es daher außer Frage, dass Grubisic auch die Tarifpolitik vorstandsseitig verantwortet. In den Vorstand wurden außerdem Gisela-Annette Beeck Acosta und Kai Uwe Fuelle-Netzer gewählt. Beide fliegen als Purser bei der Lufthansa.

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Eisregen: Nichts ging mehr in Saarbrücken

Wegen starker winterlicher Wetterbedingungen hat der deutsche Flughafen Saarbrücken am 17. Jänner 2024 den Betrieb komplett ausgesetzt. Alle geplanten Flüge mussten abgesagt werden. Die Geschäftsführung des Airports hat diese Entscheidung bereits im Vorfeld bekanntgegeben und dabei die Prognose des deutschen Wetterdienstes als Entscheidungsgrundlage verwendet. Dieser sagte voraus, dass es in der Region zu starkem Eisregen könnte. Auch am Donnerstag, den 18. Jänner 2024, kann es in Saarbrücken noch zu Verspätungen und Ausfällen kommen.

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Bahnanreise inkludiert: Reiseveranstalter haften für verspätete Züge

Was passiert, wenn man zu einer Pauschalreise eine Zugfahrt dazu bucht und die Bahn dann so stark verspätet ist, dass man den Flug verpasst? Mit genau dieser Frage hatte sich ein österreichisches Gericht zu befassen, denn der Reiseveranstalter wimmelte ab und fühlte sich nicht zuständig. Ein Ehepaar wollte in die Flitterwochen reisen und buchte dazu eine Pauschalreise nach Hanoi. Für die Anreise vom Mühlviertel zum Flughafen Wien-Schwechat buchten sie über den Tour Operator spezielle Fahrscheine der ÖBB, die nur über Tour Operator erhältlich sind. Dabei wird ein bestimmtes Zeitfenster, in dem die Züge auf der in Frage kommenden Strecke genutzt werden dürfen, vorgegeben. Das Paar setzte sich in den Zug, aber pünktlich angekommen sind sie nicht. Laut Arbeiterkammer Oberösterreich soll es zunächst einen längeren Aufenthalt in Amstetten gegeben haben. Dann endete die Verbindung außerplanmäßig am Wiener Hauptbahnhof und nicht wie eigentlich vorgesehen am Flughafen Wien-Schwechat. Die beiden nahmen sich in der Hauptstadt ein Taxi, jedoch waren am Airport die Check-in-Schalter schon geschlossen. Im Gegensatz zu Individualreisenden, die für solche unvorhersehbaren Dinge allenfalls eine private Reiseversicherung abschließen können, sind Pauschalreisende abgesichert. Der Reiseveranstalter muss für entsprechenden Ersatz sorgen bzw. haftet für die ordnungsgemäße Vertragserfüllung, also Durchführung der gebuchten Reise. Genau das sah der Tour Operator aber komplett anders, denn dieser versuchte das Paar abzuwimmeln und vertrat die Ansicht, dass die Reise am Flughafen Wien begonnen hätte und nicht schon im Mühlviertel. Eine Haftung für die ÖBB-Verspätung wollte man nicht übernehmen. Man behielt 85 Prozent des Reisepreises als Stornokosten ein. Auch eine

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Wintereinbruch: Alle Linienflüge in Friedrichshafen ausgefallen

Der Flughafen Friedrichshafen hatte am Mittwoch, den 17. Jänner 2024 überhaupt keine Linienflüge, denn Lufthansa hat sämtliche Verbindungen nach Frankfurt am Main gestrichen. Andere linienmäßige Verbindungen waren nicht geplant. Der Wintereinbruch, der Deutschland am Mittwoch getroffen hat, wirkte sich erheblich auf die Luftfahrt aus. Lufthansa strich bereits im Vorfeld zahlreiche Verbindungen, die am Frankfurt am Main und München geplant waren. Davon waren auch alle Friedrichshafen-Flüge betroffen, so dass es an diesem Tag überhaupt keine Linienflüge am Bodensee-Airport gab. Auch am 18. Jänner 2024 hat der Kranich-Konzern das Friedrichshafen-Angebot großteils gestrichen.

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Hub-Anbindungen weg: Wie geht es weiter in Friedrichshafen, Linz und Innsbruck?

In den vergangenen beiden Tagen wurde bekannt, dass die Lufthansa Group die österreichischen Bundesländerflughäfen Linz und Innsbruck sowie das deutsche Friedrichshafen – zumindest vorläufig – nicht mehr an ihr Hauptdrehkreuz Frankfurt am Main anbinden wird. Die drei Airports hoffen nun, dass Skyalps in die Bresche springt, aber die Südtiroler haben noch keinen Vertrag mit Lufthansa. Die drei Routen werden hauptsächlich von Umsteigern genutzt, denn das reine Point-to-Point-Aufkommen ist überschaubar. Der Anteil Geschäftsreisender ist recht hoch, denn sowohl in Linz als auch in Friedrichshafen ist es die derzeit einzige Anbindung an ein Luftverkehrsdrehkreuz mit zahlreichen Umsteigemöglichkeiten. In Innsbruck gibt es Wien und Amsterdam als Alternative. Der KLM-Hub wird jedoch vergleichsweise niederfrequent bedient. Linz wurde schon vor einigen Jahren vom Austrian-Airlines-Drehkreuz Wien abgehängt. Es handelte sich um die erste Route, die „auf die Schiene verlagert wurde“. Damit sind viele Reisende, insbesondere Geschäftsreisende, aber unzufrieden und weichen auf Flüge ab Wien, Salzburg und München aus. Die Anreise erfolgt zumeist mit dem Auto. Personen, die privat unterwegs sind, nutzen durchaus auch Züge, jedoch unabhängig vom Flugticket und nicht gerade selten wird dann bei Billigfliegern, die preiswerter als Austrian Airlines und/oder Lufthansa sind, gebucht. Linz und Friedrichshafen ohne Hub-Anbindungen Mit dem zumindest vorläufigen Abzug von Air Dolomiti ist der oberösterreichische Flughafen aus aktueller Sicht nicht mehr an das Streckennetz der Lufthansa Group angeschlossen. Abgehängt ist man auch von den Netzwerken anderer Carrier, denn Frankfurt am Main war die letzte verbliebene Hub-Anbindung in Oberösterreich. Hoffnungen ruhen nun darauf, dass die bereits auf der Düsseldorf tätige Skyalps

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Corendon mit Warmwasser-Ticketaktion

Von Shopping-Touren in den Basaren von Antalya bis zum Schnorcheln im Roten Meer: Es gibt viele Möglichkeiten, dem trüb-grauen Winterwetter in Mitteleuropa zu entkommen und neu aufzutanken. Corendon Airlines bietet jetzt den perfekten Anlass für einen Abstecher in die Sonne. Die Sonderaktion gilt nur vom 17. bis 21. Januar 2024. Der Reisezeitraum ist vom 22. Januar bis zum 30. April 2024. Zu den Destinationen, die von dieser Aktion umfasst sind, zählen unter anderem Antalya, Palma de Mallorca, Lanzarote und Heraklion.

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Lufthansa stellt ein: Skyalps prüft Basis in Friedrichshafen

Nach Linz und Innsbruck hat Lufthansa auch für Friedrichshafen eine Hiobsbotschaft, denn auch am Bodensee-Airport wird man im Sommerflugplan 2024 die Hub-Anbindung nach Frankfurt am Main nicht mehr bedienen. Als offizielle Ursache gibt der Kranich-Konzern an, dass man aufgrund der Triebwerksprobleme der A320neo-Flotte die Maschinen des Typs Bombardier CRJ-900, die im Regelfall auf der Friedrichshafen-Strecke zum Einsatz kommen, andernorts benötigt. Ähnlich argumentierte auch die Konzernschwester Air Dolomiti im Zuge der Bekanntgabe der Einsteillungen der Hub-Zubringer ab Linz und Innsbruck. Laut Flughafen Friedrichshafen befindet man sich mit der Regionalfluggesellschaft Skyalps in Verhandlungen über die Stationierung von zumindest einer de Havilland Dash 8-400. Der Airport hofft, dass Lufthansa sich zumindest auf ein Interline-Abkommen einlässt, so dass durchgehende Tickets gebucht werden können. Offenbar ist der Abschluss des genannten Vertrags die Bedingung dafür, dass Skyalps eine Basis in Friedrichshafen eröffnet. Man würde dann die Frankfurt-Strecke übernehmen. Für Umsteiger wäre eine reine Point-to-Point-Verbindung ohne Interlining recht nutzlos, da dann eventuelles Gepäck neu aufgegeben werden muss. Ein solches Abkommen ermöglicht die Kombination von Tickets. Ob auch ein Special-Pro-Rate-Vertrag im Gespräch ist, ist derzeit nicht bekannt. Ohne dieses würden lediglich die Standard-Tarife ab Friedrichshafen und dann ab Frankfurt „zusammengestoppelt“ werden. Dies könnte zur Folge haben, dass Tickets deutlich teurer wären als bisher. Dem Vernehmen nach ist derzeit von Codesharing oder gar Wetlease keine Rede mehr. Skyalps-Chef Josef Gostner hatte eine solche Zusammenarbeit mit Austrian Airlines und Lufthansa angekündigt, jedoch wurde dies von den beiden Fluggesellschaften bislang nicht bestätigt. „Die kurzfristige Entscheidung der Lufthansa ist keine gute Nachricht

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