Jan Gruber

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Jan Gruber

Unbekannte beschmieren Runway am Flughafen Innsbruck

Offenbar unbemerkt ist es am Wochenende unbekannten Personen gelungen in den Sicherheitsbereich des Flughafens Innsbruck einzudringen. Dabei hinterließen die Eindringlinge eine Schmiererei auf der Wendeplatte der Piste 08. In weißen Lettern wurde mit einer noch nicht näher bezeichneten Farbe der Schriftzug “Ban Private Jets” aufgetragen. Derzeit ist noch nichts darüber bekannt, ob nebst diesem Vandalismus auch weitere Schäden angerichtet wurden. Bemerkenswert ist auch, dass sich die sonst für “Aktionen” an Verkehrsflughäfen bekannten Organisationen nicht dazu bekannt haben. Die “Letzte Generation” behauptet, dass man mit den Schmierereien am Flughafen Innsbruck nichts zu tun habe. Generell gibt man sich am Innsbrucker Airport zurückhaltend bezüglich Kommunikation. Es wird lediglich bestätigt, dass der Schriftzug existiert, jedoch weiß man noch gar nicht wie die unbekannten Personen auf das Areal und zur Runway gelangen konnten. Dies legt die Vermutung nahe, dass das Eindringen zu nächtlicher Stunde erfolgt sein könnte. Am Tiroler Flughafen herrscht ein Nachtflugverbot, so dass kaum eine Gefährdungslage bestanden haben dürfte. Dennoch zeigt der Vorfall in Innsbruck, dass hinsichtlich der Bewachung des Sicherheitsbereichs offenbar erhebliche Mängel bestehen. Der Umstand, dass das Eindringen der unbekannten Personen nicht einmal bemerkt wurde, wirft kein gutes Bild auf die Situation vor Ort ab. Die Polizei hat jedenfalls Ermittlungen gegen unbekannt aufgenommen. Derzeit ist auch nicht bekannt, ob es eventuell Aufnahmen von Überwachsungskameras gibt, die bei der Ausforschung der Täter hilfreich sein könnten. „Am Sonntag, den 19. November, wurde eine private Luftaufnahme eines in Innsbruck ansässigen Piloten dem Flughafen übermittelt. Auf dieser Luftaufnahme war unscharf der Schriftzug „BAN PRIVATE

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Münster: Ryanair-Jet musste mit defekten Klappen landen

Am Samstag, den 12. November 2023 wurde am Flughafen Münster/Osnabrück eine Notfallübung durchgeführt. Nur einen Tag später hieß es für die Einsatzkräfte dann „dies ist keine Übung“, denn eine Boeing 737 der Ryanair Group landete mit einem technischen Defekt. Eigentlich sollte es am 13. November 2023 von Palma de Mallorca nach Dortmund gehen. Während dem Flug haben die Piloten aber ein Problem im Bereich der Landeklappen festgestellt. Da die Piste am FMO länger ist, hat man sich entschieden hier zu landen. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten die Boeing 737-800 sicher verlassen. Die Feuerwehr war aber gefragt, denn der Mittelstreckenjet musste mit höherer Geschwindigkeit als sonst üblich landen. Dadurch wurden die Bremsen stark beansprucht. Vorsorglich wurden diese dann von den Florianis gekühlt. Ansonsten wurden die Einsatzkräfte, die nur einen Tag zuvor umfangreich den Ernstfall trainiert hatten, nicht benötigt.

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Amelia flottet drei Airbus A320 ein

Die Fluggesellschaft Amelia International wird ihre Flotte um drei Airbus A320 erweitern. Diese sollen im Sommer 2024 zur Verfügung stehen. Es handelt sich um Leasingflugzeuge, die vom Lessor Aer Cap bezogen werden. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits unterschrieben, teilte Amelia mit. Der genaue Zeitpunkt der Einflottung wurde noch nicht bekanntgegeben, jedoch sollen die drei zusätzlichen Mittelstreckenjets im Sommer 2024 für ACMI und Charterflüge zur Verfügung stehen.

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Triebwerksprobleme: Cebu Pacific sucht in Europa nach Wetlease-Maschinen

Die Billigfluggesellschaft Cebu Pacific sieht sich derzeit auch in Europa nach Wetlease-Flugzeugen um und verhandelt unter anderem mit Bulgaria Air üer eine noch nicht näher bekannte Anzahl von Maschinen. Hintergrund ist, dass auch das auf den Philippinen ansässige Unternehmen von den Problemen rund um die Pratt & Whitney-GTF-Triebwerke betroffen ist.  Offiziellen Angaben nach will Cebu Pacific ab Jänner 2024 die angeordneten Inspektionen an den PW1100G durchführen. Man rechnet damit, dass etwa zehn Airbus A320neo temporär nicht zur Verfügung stehen werden. Doch damit nicht genug: Der Billigflieger geht sogar davon aus, dass im kommenden Jahr im Durchschnitt bis zu 20 Flugzeuge genau aus diesem Grund ausfallen werden.  Um die Auswirkungen auf das Flugangebot nach Möglichkeit so gering wie möglich zu halten, hat man sich schon vor einiger Zeit auf die Suche nach Wetlease-Maschinen gemacht. Dabei warf man auch ein Auge nach Europa und spricht mit einschlägig bekannten Anbietern. Nun wurde publik, dass man sich mit Bulgaria Air vor dem Abschluss eines Vertrags befinden soll. Allerdings wollten weder Cebu Pacific noch das in Sofia ansässige Luftfahrtunternehmen dazu einen Kommentar abgegeben.  Erst kürzlich wurde bekannt, dass Cebu Pacific eine Großbestellung von bis zu 150 Mittelstreckenjets vorbereitet. Diese soll ausgeschrieben werden und auf Basis der Angebote der Hersteller Boeing und Airbus will man dann entscheiden an welchen Flugzeugbauer der Auftrag erteilt wird. Eventuelles Splitten wurde explizit ausgeschlossen. Der Umstand, dass man Airbus-Stammkunde ist, soll bei der Entscheidung keinerlei Rolle spielen. 

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Latam-Crew landet Airbus A320 beinahe auf dem falschen Flughafen

Es passiert nicht oft, aber doch immer wieder mal: Piloten landen ein Passagierflugzeug versehentlich auf dem falschen Flughafen. Genau das wäre beinahe am 14. November 2023 bei einem Latam-Brasil-Flug, der nach San Jose Do Rio Preto führen sollte geschehen.  Unter der Flugnummer LA4640 war der Airbus A320 mit der Registrierung PR-MHM auf dem Weg von Sao Paulo (Guarulhos) nach Sao Jose Do Rio Preto. Zunächst sah es nach einem Routineflug aus, denn bis zum Landeanflug gab es keine Besonderheiten. Allerdings ging dann etwas schief, denn offiziellen Angaben nach sollen die Piloten eine Fehlermeldung angezeigt bekommen haben, dass mit dem GPS-System etwas nicht so läuft wie es sollte.  Was nun folgte gleicht ein wenig einer Seifenoper, denn die Kommunikation zwischen Lotsen und Cockpitbesatzung war eher suboptimal. Die Flugzeugführer nutzten die Towerfrequenz und teilten darüber mit, dass sie das für diese Fälle vorgesehene Verfahren nutzen würden. Der Kontrollturm fühlte sich aber nicht zuständig und verwies auf die Anflugkontrolle und zwar mit der Begründung, dass der Airbus A320 noch zu weit vom Airport entfernt gewesen wäre. Dem kamen die Piloten nach und gaben bekannt, dass sie nun eine Sinkkurve in Richtung Flughafen einleiten werden. Erneut gab es die Aufforderung die Frequenz zu wechseln, jedoch lehnten die Piloten ab und erklärten, dass sie mit dem Landeanflug beschäftigt sind und den Airport bereits in Sicht hätten.  Sie hatten aber nicht „den Airport“, sondern „einen Flughafen“ in Sicht, denn es war nicht jener, auf dem sie hätten landen sollen. Tatsächlich nahmen die Flugzeugführer Kurs auf den

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Rekord: Flughafen Pristina durchbricht die Drei-Millionen-Passagiere-Marke

Der Flughafen Pristina konnte kürzlich einen neuen Rekord aufstellen, denn vor wenigen Tagen hat man den dreimillionsten Passagier dieses Jahres begrüßt. So viele Fluggäste hatte der sich im Kosovo befindliche Airport noch nie. Damit ist bereits fix, dass man den Rekordwert von 2.994.560 Passagieren, den man im Gesamtjahr 2022 erreichen konnte, deutlich übertreffen kann. Besonders die Weihnachtszeit gilt als sehr reisestark. Im kommenden Jahr wird per 4. Mai 2024 eine neue Nonstopverbindung nach Riga aufgenommen. Diese wird von Air Baltic bedient.

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Widerøe-Übernahme durch Norwegian: Wettbewerbsbehörde hat massive Bedenken

Der Billigflieger Norwegian Air Shuttle beabsichtigt die Regionalfluggesellschaft Widerøe zu übernehmen. Norwegens Wettbewerbsbehörde sieht das Vorhaben aber kritisch und zieht sogar die Untersagung des Zusammenschlusses in Erwägung.  Widerøe ist im Inlandsverkehr stark vertreten und verbindet viele ländliche Regionen miteinander oder aber mit größeren Städten und/oder der Hauptstadt Oslo. Auch Norwegian unterhält einige Domestic-Strecken, jedoch ist man auf besonders kleinen Airports nicht präsent. Dies ist das Kerngeschäft von Widerøe, die man übernehmen will. Abgesehen von wenigen kleinen Anbietern gibt es im Inlandsverkehr nur noch SAS, die jedoch schon seit vielen Jahren schleichend auf dem Rückzug ist.  Die norwegische Wettbewerbsbehörde zeigt sich besorgt darüber, dass eine Übernahme von Widerøe durch Norwegian zu einem faktischen Zusammenschluss führt und sich die Anbietervielfalt abermals reduzieren würde. Konkret nennt man, dass dann nur noch Norwegian (inklusive Widerøe) und SAS übrigbleiben würden. Die wenigen Nischenstrecken, die von Kleinstanbietern bedient werden, wären fast nicht nennenswert.  Behörde rechnet mit steigenden Ticketpreisen  Die Wettbewerbshüter gehen davon aus, dass eine solche Konsolidierung besonders auf jenen Routen, auf denen es momentan verschiedene Anbieter gibt, zu weniger Flügen, die dann teurer verkauft werden, führen könnte. Man befürchtet explizit, dass nach der Übernahme kräftig an der Preisschraube gedreht werden könnte. Dieser Gedanke ist nicht abwegig, denn im europäischen Vergleich haben viele Übernahmen und Fusionen, aber nicht alle, mittelfristig zu höheren Ticketpreisen geführt. Selbstredend: Hauptsächlich betroffen waren Strecken, auf denen es keienn Wettbewerb, sondern nur einen Alleinanbieter gibt.  Behördenleiterin Tina Soereide sagte unter anderem, dass die geplante Übernahme von Widerøe durch Norwgeian Air Shuttle zur

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Brasilien: Boeing 737 von Runway-Oberflächenbelag beschädigt

Am 14. November 2023 hatte die von Gol betriebene Boeing 737-800 mit der Registrierung PR-GXT auf dem brasilianischen Flughafen Navegantes mit Runway-Qualitätsproblemen zu kämpfen.  Aus noch ungeklärter Ursache sollen sich während dem Beschleunigungsvorgangs Teile des Oberflächenbelags gelöst haben. Diese sind dann auf die Boeing 737-800 gekracht und haben einen noch nicht näher bezifferten Schaden verursacht.  Die Zivilluftfahrtbehörde hat die temporäre Schließung des Airports zum Zweck von Notreparaturen verfügt. Nach etwa vier Stunden wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Das beschädigte Flugzeug musste den Startvorgang abbrechen und konnte den Flug nach Rio de Janeiro aus Sicherheitsgründen nicht durchführen. 

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Österreich und Ungarn streiten um gefeuerten Raaberbahn-Vorstand

Die Abberufung eines Vorstandsmitglieds bei der ungarisch-österreichischen Raaberbahn ist der Auslöser für einen heftigen Streit zwischen den Regierungen von Österreich und Ungarn. In diktatorischer Manier wäre eine Entscheidung getroffen und vollzogen worden ohne dass die anderen Aktionäre beziehungsweise der Aufsichtsrat konsultiert worden wären.  Die Raaberbahn AG ist eine private Eisenbahngesellschaft, die den Zusammenbruch der Donaumonarchie gleichermaßen überstanden hat wie die Ära des Kommunismus in Ungarn. Über die langjährige Firmengeschichte hinweg hat sich lediglich die Eigentümerschaft immer wieder geändert. Mit 65,6356 Prozent ist der ungarische Staat der mit großem Abstand größte Aktionär. Die Republik Österreich hält 28,2378 Prozent. Der Rest entfällt auf den Strabag-Konzern.  Vor wenigen Tagen wurde Hana Dellemann, die bislang als stellvertretende Generaldirektorin sowie Leiterin der österreichischen Zweigniederlassung fungierte, abberufen. Das österreichische Verkehrsministerium will dagegen vorgehen, denn man behauptet, dass man als Aktionär gar nicht gefragt wurde. Auch soll der Aufsichtsrat mit dieser Sache gar nicht betraut worden sein. Schenkt man der österreichischen Darstellung Glauben: Die ungarische Regierung hätte einen Alleingang gemacht ohne irgendjemanden zu fragen oder zu informieren.  Seitens der Raaberbahn AG ist man wohl aus gutem Grund äußerst bedeckt. Man kommuniziert lediglich, dass Hana Dellemann nicht mehr dem Management der Eisenbahngesellschaft angehört. Weitere Fragen beantwortet man nicht, Ihre Aufgaben wären von den anderen Vorstandsmitgliedern übernommen worden.  Unter Orban wird Ungarn zunehmend autoritär regiert. In gewisser Weise ist die offizielle Reaktion des Gewessler-Ministeriums ein wenig verwunderlich, denn in autoritären Regimen ist es schlichtweg nicht üblich Andere um Erlaubnis zu fragen. Immerhin sollten die Entwicklungen in Ungarn, die vielen

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Diesmal über Amman: AUA hat Friedenslicht nach Österreich geflogen

Auch in diesem Jahr hat Austrian Airlines wieder das traditionelle ORF-Friedenslicht nach Österreich eingeflogen. Dieses hat aufgrund des von der Hamas angezettelten Krieges eine ganz besondere Bedeutung. Aus Sicherheitsgründen konnte es diesmal nicht in Tel Aviv an Bord einer AUA-Maschine gebracht werden.  Austrian Airlines pausiert seit einigen Wochen sämtliche regulären Israel-Flüge. Im Auftrag der Bundesregierung hat man Sonderflüge durchgeführt, denn die ursprünglich angedachte Lösung, dass das Bundeheer mit den betagten Hercules-Maschinen zum Einsatz kommt, ist grandios gescheitert. Das militärische Fluggerät war fluguntauglich.  Die AUA konnte das in Bethlehem entzündete Friedenslicht diesmal nicht in Tel Aviv abholen, sondern es wurde zunächst auf dem Landweg nach Amman (Jordanien) gebracht. Von dort aus flog es dann am 16. November 2023 an Bord von OS854 nach Wien-Schwechat.  „Das ORF-Friedenslicht ist heuer mehr denn je ein starkes Zeichen der Sehnsucht nach Frieden, das so vielen Menschen Hoffnung und Zuversicht schenkt“, betont ORF Oberösterreich-Landesdirektor Klaus Obereder beim Empfang des Lichtes am Flughafen Wien-Schwechat: „Vor mehr als 2000 Jahren ist die Botschaft vom Weihnachtsfrieden in Bethlehem verkündet worden – darum ist dieses Weihnachtssymbol heuer besonders wichtig. Verbunden mit der großen Hoffnung auf Frieden in der Welt.“  Das ORF-Friedenslicht kann am 24. Dezember in allen ORF-Landesstudios, auf allen besetzten Bahnhöfen und in allen Rotkreuz-Dienststellen, bei vielen Feuerwehren und auch in vielen Kirchen geholt werden. 

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