Jan Gruber

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Jan Gruber

Betriebsmittel von Ukraine International werden versteigert

Bereits vor dem Einmarsch der Armee der Russischen Föderation in die Ukraine galt Ukraine International Airlines als finanziell angeschlagen. Nun werden zahlreiche Habseligkeiten des Carriers über ein Auktionshaus verkauft.  So ziemlich alles, das das Herz begehrt ist gegen Höchstgebot erhältlich. Das Luftfahrtunternehmen hat bis dato keinen Insolvenzantrag gestellt, jedoch hatte man in den letzten Jahren so einiges an Außenständen angehäuft. Die kriegsbedingte Einstellung der Linienflüge dürfte ein großes Locht in die leere Kasse gerissen haben. Im Gegensatz zum Mitbewerber Skyup Airlines konnte man sich nicht so schnell auf ACMI- und Wetlease-Dienstleistungen umstellen bzw. verdient in diesem Segment nicht genug. 

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ANA muss Flugplan wegen Triebwerksinspektionen kürzen

Die japanische Fluggesellschaft All Nippon Airways muss ab Jänner 2024 ihre Mittelstreckenjets der Typen Airbus A320neo und A321neo zu Inspektionszwecken aus dem Flugbetrieb nehmen. Dies soll sich auf etwa 60 Flüge pro Tag auswirken.  Die betroffenen Maschinen sind mit dem PW1100G-Triebwerk und Pratt & Whitney ausgerüstet und daher von der Rückrufaktion des Herstellers betroffen. Es wurden Qualitätsmängel festgestellt, die dazu führen, dass eine vorzeitige Inspektion notwendig ist. Aufgrund von Lieferengpässen stehen nicht ausreichend Tauschtriebwerke zur Verfügung. Betroffen sind enorm viele Fluggesellschaften, die Jets einsetzen, die mit diesem Antrieb bestückt sind. Die Kosten für Pratt & Whitney sind enorm, denn das Unternehmen musste zuletzt einen Milliarden-Verlust bekanntgeben.  All Nippon Airways wird die aus Sicherheitsgründen notwendigen Arbeiten gestaffelt zwischen 10. Jänner und 30. März 2024 vornehmen. Pro Tag müssen in diesem Zeitraum etwa internationale 30 Flüge abgesagt werden. Rechnerisch entspricht dies etwa 3,6 Prozent des täglichen Angebots der japanischen Fluggesellschaft. Offiziellen Angaben nach achtet man darauf, dass hauptsächlich Routen betroffen sind, auf denen man mehrere Flüge pro Tag hat oder aber Codesharepartner kurzfristig die Kapazität aufstocken können. Im Inlandsverkehr gibt ANA das Ausmaß der Streichungen mit 28 täglichen Rotationen an.  „Die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzungen hat für uns oberste Priorität, und wir werden die Situation weiter beobachten und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen“, heißt es in der ANA-Erklärung. Derzeit kann man die Auswirkungen auf das Finanzergebnis noch nicht abschätzen. Dies will man Ende Jänner im Geschäftsplan für 2024 öffentlich kommunizieren. 

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El Al rüstet B777 in Preighter um

Die Fluggesellschaft El Al rüstet Passagierflugzeuge zu Behelfsfrachtern um, um Hilfsgüter nach Israel fliegen zu können. Vorerst wurde eine Boeing 777 durch das Entfernen der Sitze in einen so genannten Preighter verwandelt.  Eine erst kürzlich eingeflottete Boeing 737 wurde ebenfalls als Behelfsfrachter umgerüstet. Die Maschine fliegt zweimal täglich nicht näher bezeichnete Güter aus Europa nach Israel ein. Das Unternehmen begründet den Schritt damit, dass die Nachfrage nach Passagierflügen auf ein nicht existentes Niveau eingebrochen ist. Gleichzeitig bestehe ein hoher Bedarf im Frachtbereich. 

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Quartalszahlen: Brussels Airlines erzielt neuen Rekord

Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines kann für das dritte Quartal 2023 ein Adjusted-Ebit in der Höhe von 72 Millionen Euro, um 21 Millionen Euro mehr als im Vorjahreszeitraum, ausweisen. Soviel hat man noch nie in drei Monaten verdient.  Das bereinigte Ebit für die ersten neun Monate des Jahres beläuft sich damit auf 59 Millionen Euro. Die Fluggesellschaft kann nun zuversichtlich feststellen, dass für das Gesamtjahr 2023 ein Rekordgewinn erwartet wird. Zwischen Juli und September beförderte Brussels Airlines 2,4 Millionen Passagiere auf insgesamt fast 18.000 Flügen, bei einem Sitzladefaktor von 85,2 %. Es wurden 91 Ziele in 40 Ländern angeflogen. 

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Zürich nimmt neue Gepäckanlage in Betrieb

Der Flughafen Zürich-Kloten wird am 6. November 2023 die neue Gepäcksortieranlage in Teilbetrieb nehmen. Über mehrere Monate werden die alte und ihr Nachfolger parallel in Betrieb sein.  Nachdem die Umstellung über mehrere Monate intensiv vorbereitet wurde, ist sie nun für den Einsatz im Betrieb bereit. Damit die Übergangsphase möglichst reibungslos gelingt, hat die Flughafen Zürich AG verschiedene Massnahmen getroffen. So wird zum Beispiel während der Umstellung mehr Personal eingesetzt, um neuralgische Punkte vor Ort zu überwachen. Die neue Gepäcksortieranlage wurde nötig, weil die alte Anlage das Ende ihres Lebenszyklus erreicht hat. Mit der neuen Anlage stellt der Flughafen Zürich sicher, dass die Gepäckzuweisung auch in Zukunft zuverlässig funktioniert. Hinzu kommen neue EU-Vorschriften zur Sicherheitskontrolle von aufgegebenem Gepäck. Die neue, rund 400 Millionen Franken teure Infrastruktur am Flughafen Zürich wird während 20 bis 25 Jahren im Einsatz sein. Sie ist mit modernster Technologie ausgestattet und hat eine deutlich bessere Energieeffizienz als ihre Vorgängerin.  Bis Ende Januar 2024 wird die Gepäcksortierung so weit umgestellt sein, dass 100 Prozent des aufgegebenen Gepäcks am Flughafen Zürich nach den neuen EU-Vorschriften kontrolliert wird. Im Herbst 2024 folgt die Ablösung der alten Infrastruktur im Verbindungstunnel in Richtung Dock E und der Gepäcksortieranlage im Dock E. Der vollständige Ersatz der alten Anlage dauert voraussichtlich bis 2026. Die letzten Umstellungen werden bis 2027 abgeschlossen sein.   Die Gepäcksortieranlage transportiert und sortiert das Gepäck aller abfliegenden Personen und weist es dem richtigen Flug zu. Insgesamt umfasst die neue Gepäcksortieranlage rund 25 Kilometer Förderstrecke. Sie wird von 5500 Motoren angetrieben

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Vienna Airport FBO bekommt neue Chefin

Mit Wirksamkeit zum 1. Jänner 2004 bekommt das Handlingunternehmen Vienna Airport FBO mit Alexandra Schellhorn eine neue Chefin. Sie übernimmt damit die Leitung über die Business- und General Aviation Services und das VIP-Terminal gemeinsam mit Christoph Schmidt.  Der bisherige Geschäftsführer, Michael Zach, bekommt innerhalb des FWAG-Konzerns eine neue Aufgabe, denn er wird künftig den Bereich Bodenabfertigung komplett verantworten. „Alexandra Schellhorn ist seit 18 Jahren am Airport tätig und verfügt über umfassende Leitungserfahrung im Flughafenbetrieb und im Management komplexer Aufgabenstellungen. Sie hat sich aus einer Vielzahl an Bewerberinnen und Bewerbern im Rahmen eines extern begleiteten Auswahlverfahrens als die beste Neubesetzung der Geschäftsführung der Vienna Airport FBO erwiesen. Wir wünschen ihr bei ihrer neuen beruflichen Herausforderung alles Gute“, so die Flughafen Wien-Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner. 

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United Airlines kürzt Deutschland-Flüge

Die U.S:-amerikanische Fluggesellschaft United Airlines fährt im kommenden Jahr die Deutschland-Präsenz zurück. Die saisonalen Berlin-Flüge wird man im Sommerflugplan 2024 nicht mehr ab Washington anbieten. Auch in Frankfurt am Main kommt es zu einer Kürzung. Mit Wirksamkeit zum 10. Jänner 2024 halbiert United Airliens die Anzahl der wöchentlichen Newark-Flüge. Künftig wird man nicht mehr zweimal pro Tag, sondern nur noch täglich fliegen, geht aus vorliegenden Flugplandaten des Star-Alliance-Mitglieds hervor.

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Deutschland will Luftsicherheitsgebühr um 50 Prozent erhöhen

In Deutschland könnten Flugtickets schon bald abermals teurer werden, denn die Bundesregierung plant die Luftsicherheitsgebühren zu erhöhen und zwar um stolze 50 Prozent. Künftig sollen bis zu 15 Euro pro Passagier verlangt werden dürfen.  Zuständig ist nicht das Verkehrs-, sondern das Innenministerium, denn an den meisten Airports erfolgen die Sicherheitskontrollen unter der Regie der Bundespolizei. Derzeit sieht die Verordnung vor, dass maximal zehn Euro an Gebühren verlangt werden dürfen. Eine Beschlussvorlage, die vom Bundeskabinett bereits ohne Aussprache angenommen wurde, sieht vor, dass künftig der Deckel bei 15 Euro eingezogen wird. Mit anderen Worten: Künftig könnten um bis zu 50 Prozent mehr pro durchgeführter Sicherheitskontrolle verlangt werden.  Der Posten findet sich auf den Rechnungen für Flugtickets ab Deutschland unter dem Punkt „Steuern und Gebühren“. Schuldner gegenüber dem Staat ist nicht der Passagier direkt, sondern die Fluggesellschaft. Diese muss aber nur dann zahlen, wenn der Reisende tatsächlich geflogen wird. Andernfalls können Reisende die Rückerstattung direkt bei ihrer Airline anfordern. Genau hier versuchen Billigflieger wie Ryanair und Wizz Air zu tricksen, denn man schlüsselt den Flugpreis einfach nicht auf und behauptet, dass man ja keine Steuern und Gebühren bezahlt habe. Vor Gericht hat diese Argumentation in Deutschland noch nie gehalten.  Das Bundesinnenministerium behauptet, dass die Gebührenerhöhung notwendig wäre, um kostendeckende Amtshandlungen zu ermöglichen. Dies wäre gesetzlich vorgeschrieben und es führe kein Weg daran vorbei. Branchenvertreter sehen das anders und werten den Vorstoß als völlig falsches Signal. Es wird darauf verwiesen, dass Deutschland bereits jetzt enorm hohe „Nebenkosten“ habe und immer mehr Airlines ihre

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Belgrad feiert zehn Jahre Air Serbia

In der vergangenen Woche hat Air Serbia ihren zehnjährigen Bestand unter dem heutigen Firmennamen gefiert. Seither hat man etwa 310.000 Flüge durchgeführt, auf denen 25 Millionen Passagiere an Bord waren. Der Carrier war zuvor unter dem Namen Jat Airways unterwegs und war auch für eine in die Jahre gekommene Flotte unterwegs. Im Jahr 2013 ist Etihad Airways als Minderheitsgesellschafter eingestiegen. Am 26. Oktober 2013 ist man unter der heutigen Marke Air Serbia an den Start gegangen. Seither hat sich das Unternehmen stark modernisiert und auch ein kleines Langstreckennetzwerk aufgebaut.

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Lufthansa mit Milliarden-Gewinn dank teurer Flugtickets

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte Lufthansa einen operativen Gewinn in der Höhe von 1,5 Milliarden Euro einfliegen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte man sich um rund ein Drittel steigern.  Es handelt sich um das zweitbeste Ergebnis, das die Firmengruppe in der gesamten Firmengeschichte erzielt hat. Dazu beigetragen hat auch, dass man kräftig an der Preisschraube gedreht hat, denn der Yield ist so hoch wie noch nie seit der Gründung des Carriers. Gleichzeitig profitierte man von hoher Nachfrage, denn die Passagiere waren bereit mitunter viel Geld für die Tickets zu bezahlen. Im kommenden Jahr will Lufthansa mit der Ausrollung der umstrittenen Green-Fares auf der Langstrecke beginnen.  Den bisherigen Rekord in einem dritten Quartal hatte Lufthansa übrigens im Jahr 2017, unmittelbar nach der Pleite des Mitbewerbers Air Berlin. Damals konnte man aber nicht so hohe Durchschnittserlöse pro Ticket erzielen wie im Q3/2023. Konzernchef Carsten Spohr prognostiziert, dass die von ihm geleitete Firmengruppe das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn von zumindest 2,6 Milliarden Euro abschließen wird.  Eine genaue Betrachtung zeigt auch, dass Lufthansa gruppenweit lediglich 88 Prozent des Angebots, das man vor der Corona-Pandemie hatte, durchgeführt hat. Daraus folgt, dass man die aktuellen Finanzzahlen fast ausschließlich über stark erhöhte Ticketpreise erreichen konnte. Mitbewerber wie Ryanair werfen dem Kranich-Konzern vor, dass dieser das Angebot knapp halten würde, um möglichst hohe Preise verlangen zu können.  Lufthansa kündigt jedenfalls an, dass das Angebot im kommenden Jahr auf etwa 94 Prozent des Vorkrisenniveaus ausgebaut werden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet man damit, dass es sich bei

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