Jan Gruber

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Jan Gruber

Nordic Aviation Group in Schieflage: Ohne Hilfe von Regierung oder Investor wird es eng

Die Finanzlage des Marabu-Airlines-Partners Nordica ist offenbar noch angespannter als bislang angenommen. Dem Carrier und seiner auf ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisierten Tochtergesellschaft Xfly droht im dritten Quartal der Gang zum Insolvenzgericht, sofern bis dahin keine Lösung gefunden wird. Beide estnischen Luftfahrtunternehmen gehören der Nordic Aviation Group, die wiederum vollständig im Staatsbesitz ist, an. Gegründet wurde Nordica als Nachfolger der Estonian Air, die aufgrund einer angeordneten Rückzahlung von Subventionen Insolvenz anmelden musste. Zunächst ging man im Rahmen einer Kooperation mit Adria Airways als virtueller Carrier an den Start. Der Flugbetrieb wurde dann später von Regional Jet (heutige Xfly) durchgeführt und man kooperierte mit der polnischen Lot, die sich auch mit 49 Prozent beteiligt hatte. Diese Zusammenarbeit wurde mittlerweile aufgelöst und der Minderheitsanteil ging zurück an den Staat Estland. Nordica selbst hat erst seit weniger als einem Jahr AOC und Betriebsgenehmigung. Im Gegensatz zu Xfly, auf deren AOC Regionaljets und Turbopropflugzeuge, mit denen man hauptsächlich für andere Carrier fliegt, registriert sind, hat man bei Nordica auch mit der Einflottung von Airbus A320 begonnen. Man sollte für Marabu Airlines, in deren Management man auch vertreten ist, der Hauptpartner sein und beim Aufbau des deutschen Ferienfliegers mithelfen. Allerdings scheint sich die mangelnde Erfahrung in Sachen Betrieb von Mittelstreckenflugzeugen äußerst nachteilig ausgewirkt zu haben. Auch ist es Nordica nicht gelungen ausreichend Personal für die Bases Hamburg und München anzuheuern. Dies dürfte nicht nur an der vergleichsweise niedrigen Bezahlung liegen, sondern durchaus auch an einer nicht alltäglichen Konstruktion in Sachen Anstellung. Für die Nordic Aviation Group

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Land Tirol sperrt Flugplatz Höfern – Hindernissituation muss neu vermessen werden

Nachdem sich am vergangenen Freitag ein tödlicher Absturz eines Segelflugzeuges ereignet hat, soll der Flugplatz Höfern auf unbestimmte Zeit gesperrt bleiben. Das Land Tirol hat den Betreibern auferlegt, dass die Hindernissituation neu zu vermessen ist. Einen kausalen Zusammenhang mit dem jüngsten Unfall schließt man aber – zumindest öffentlich – aus. Am Freitag, den 18. August 2023 ist ein 58-jähriger Deutscher mit seinem Segelflugzeug abgestürzt. Ersten Erkenntnissen nach könnten die zum Zeitpunkt des Unfalls aufgetretenen Winde eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben. Der Pilot kam beim Absturz ums Leben. Die Ursache des Unfalls wird nun von Sachverständigen und Behörden ermittelt. Das zuständige Aufsichtsamt hat nun entschieden, dass der Flugplatz Reutte-Höfen auf unbestimmte Zeit stillgelegt wird. Dies hat auch Folgen für zwei Maschinen, die hier nicht ihre „Homebase“ haben, sondern lediglich zu Gast waren. Diesen wurde die Starterlaubnis ohne Angabe näherer Gründe verweigert. Ein betroffener Flugzeugbesitzer erklärt im Gespräch mit dem Österreichischen Rundfunk, dass er diese Behördenentscheidung nicht nachvollziehen kann. Über kurz oder lang müsse er sowieso mit seiner Maschine weg, denn es werde ja nicht mit dem LKW weggebracht. Bei der Entscheidung der Behörde scheint der Umstand, dass es sich bereits um den dritten schweren Unfall binnen zwei Jahren handelt, eine erhebliche Rolle gespielt zu haben. Beispielsweise ist vor etwa einem Jahr ein Kleinflugzeug auf ein Hausdach gestürzt. Ein Vertreter des Landes Tirol betont aber, dass die Unfälle nicht kausal für die Sperre gewesen wäre. Christian Senn, Obmann des Segelflugvereins Ausserfern, hebt hervor, dass er die nun gewählte Vorgehensweise noch nie

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Delta übernimmt Wheels Up

Die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft Delta Air Lines hat gemeinsam mit einem Konsortium aus Finanzunternehmen, dem unter anderem Certares und Knighthead, etwa 95 Prozent des Charteranbieters Wheels Up übernommen. Der Anbieter musste sich kürzlich in ein Insolvenzverfahren begeben. Aus diesem wurde man nun unter anderem von Delta herausgekauft. Gemeinsam mit den Partnern soll etwa eine halbe Milliarde U.S.-Dollar investiert werden. Damit soll Wheels Up die notwendige finanzielle Stabilität für die weitere Expansion erhalten.

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Bewerbertage: Wizz Air sucht Flugbegleiter in Wien

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air Malta befindet sich an ihrer Basis Wien-Schwechat auf der Suche nach zusätzlichem Kabinenpersonal. Dazu veranstaltet man am 25. August 2023 und am 5. September 2023 offene Bewerbertage. Diese finden jeweils ab 9 Uhr 00 im Holiday Inn Hotel in der Margaretenstraße 53 in 1050 Wien statt. Interessierte Personen müssen sich vorab online registrieren, um an den Bewerbertagen teilnehmen zu können. Weitere Informationen dazu finden sich unter diesem Link direkt bei der Fluggesellschaft.

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Korean Air weiter „Cash and Miles“ aus

Das Skyteam-Mitglied hat die maximale Anzahl der im „Cash and Miles“-Programm einlösbaren Meilen von 20 auf 30 Prozent erhöht. Davon sollen Vielflieger profitieren, denn die Zuzahlungen sinken dadurch. Cash and Miles ermöglicht Skypass-Mitgliedern, Tickets mit einer Kombination aus Geld und Prämienmeilen zu bezahlen. Die Zahlungsoption ist für alle Abflugdaten und Buchungsklassen verfügbar. Korean Air hat das Cash and Miles-Programm 2021 eingeführt, um Vielfliegern mehr Möglichkeiten zum Einlösen ihrer Meilen zu bieten. Kunden können bis zu 30 Prozent des Flugpreises (Steuern und Treibstoffzuschläge ausgenommen) mit Meilen bezahlen, wenn sie Tickets über die Website oder die mobile App der Fluggesellschaft kaufen. Die restlichen 70 Prozent können mit koreanischen Won oder US-Dollar abgegolten werden. Einlösungs-Beschränkungen können für Flugtickets mit mehreren Teilstrecken und Codeshare-Flüge gelten, die Einlösungsraten variieren saisonbedingt nach Angebot und Nachfrage.

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Antlaya: Bombendrohung gegen Pegasus-Flug nach Stockholm

Am Sonntag, den 20. August 2023 gab es eine Bombendrohung gegen Pegasus-Flug PC5019, der von Antalya nach Stockholm-Arlanda führen sollte. Der Vorfall ereignete sich noch vor dem Start und führte dazu, dass der Airbus A320 evakuiert werden musste. Betroffen war die von Avion Express im Rahmen eines Wetlease-Vertrags betriebe LY-MLG. Laut lokalen Berichten sollen Fluggäste an Bord der Maschine während dem Rollvorgang Informationen bezüglich einer Bombendrohung erhalten haben. Dies führte zu panischen Reaktionen. Der Kapitän informierte die Polizei, die dann das Flugzeug evakuierte. Anschließend wurden Passagiere, deren Gepäckstücke und die LY-MLG umfangreich überprüft. Nach längerer Zeit konnte dann Entwarnung gegeben werden. Flug PC5019 wurde dann doch noch durchgeführt, jedoch mit einer Verspätung von über sieben Stunden. Die türkische Polizei ermittelt nun gegen den mutmaßlichen Urheber. Die Bombendrohung wurde auch aufgrund des angespannten diplomatischen Klimas zwischen der Türkei und Schweden sehr ernst genommen. Seit längerer Zeit stemmt sich die Erdogan-Regierung gegen den beabsichtigten Nato-Beitritt des skandinavischen Landes und wirft dieser auch vor, dass diese Gruppierungen, die in der Türkei als Terrororganisationen eingestuft sind, schalten und walten lassen würde.

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Monarch Airlines soll wieder in die Luft gebracht werden

Vor einigen Jahren musste die britische Ferienfluggesellschaft Monarch Airlines Insolvenz anmelden. Nun soll der Carrier wieder abheben, denn eine neue Gesellschaft, die im Besitz der Markenrechte ist, wurde bereits Anfang dieses Jahres ins Leben gerufen. Am 2. Oktober 2017 musste die ursprüngliche Monarch Airlines den Flugbetrieb einstellen und Insolvenz anmelden. Zwischenzeitlich wurden die Markenrechte verkauft und eine Gruppe will den Traditionscarrier wieder in die Luft bringen. Mittlerweile befindet man sich auch auf der Suche nach fliegendem Personal. Die neue Monarch Airlines Limited wird von Daniel Ellingham und Charles Johnson geleitet. Der zuerst genannte Manager war eigenen Angaben nach acht Jahre lang in führenden Positionen für Swissair und anschließend Austrian Airlines tätig. Der wesentlich jüngere Johnson war zuvor im Bereich des Asset-Managements beschäftigt. Gegenüber dem Airways Mag erklärte Ellingham unter anderem, dass man einen Premium-Leisure-Carrier, der an die langjährige Geschichte von Monarch Airlines anknüpft, in die Luft bringen will. Bislang hat man bei der Zivilluftfahrtbehörde des Vereinigten Königreichs noch keinen Antrag auf Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung eingebracht. Unabhängig davon befindet sich das Unternehmen unter anderem über LinkedIn auf der Suche nach Piloten. Airbus A320 statt Boeing 737 Derzeit wird davon ausgegangen, dass innerhalb der nächsten vier Wochen die ersten Vorgespräche mit der CAA stattfinden sollen. Den Antrag will man jedenfalls noch in diesem Jahr einbringen. Derzeit würden die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen. Hinsichtlich der Flotte will man im Gegensatz zum Vorgänger nicht auf Boeing 737-Max, sondern auf Airbus A320 setzen. Es soll sich zunächst um gebrauchte Maschinen dieses Typs handeln.

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Turkish gründet Tochter für künftig eigenständige Anadolujet

Bereits seit längerer Zeit ist bekannt, dass Turkish Airlines die Billigmarke Anadolujet ausgründen und damit verselbstständigen möchte. Momentan handelt es sich um eine Marke. Nun strebt man an, dass der Lowcoster ab Sommer 2024 unter eigenen Zertifikaten in der Luft ist. Unter dem Firmennamen „AJet Hava Taşımacılığı Anonim Şirketi“ wurde Anfang August 2023 die Grundlage für eine künftig eigenständige Anadolujet ins Firmenbuch eingetragen. Turkish-Finanzchef Murat Seker sagte im Zuge der Präsentation der jüngsten Finanzzahlen, dass damit zu rechnen ist, dass der Lowcoster ab Sommer 2024 unter eigenem AOC in der Luft sein wird. Derzeit ist Anadolujet lediglich eine Abteilung bzw. ein Markenauftritt von Turkish Airlines. In Zukunft wird man eine Tochtergesellschaft mit eigenem AOC und eigener Betriebsgenehmigung sein. Die dedizierte Flotte soll noch in diesem Jahr von 69 auf 88 Maschinen erweitert werden.

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München: Lufthansa stockt Zypern-Flüge auf

Im Winterflugplan 2023/2024 wird Lufthansa deutlich mehr Flüge zwischen München und dem zypriotischen Larnaka anbieten. Der Carrier stockt die bislang täglich bediente Route auf bis zu zehn Umläufe pro Woche auf. Die Veränderung wird mit 30. Oktober 2023 wirksam und ist im Reservierungssystem des Kranich-Konzerns bereits abgebildet.

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Sommer 2024: American Airlines baut den Europaverkehr aus

Im Sommerflugplan 2024 will das Oneworld-Mitglied American Airlines den Flugverkehr zwischen den Vereinigten Staaten und Europa weiter ausbauen. Nebst zahlreichen Aufstockungen will man ab dem Drehkreuz Philadelphia drei zusätzliche Routen aufnehmen. Ab 6. Mai 2024 beabsichtigt die U.S.-amerikanische Fluggesellschaft Kurs auf Nizza zu nehmen. Ab 5. Juni 2024 soll es nach Neapel gehen und am 6. Juni 2024 folgt dann Kopenhagen. Die genannten Neuaufnahmen, die ab Philadelphia angekündigt sind, sollen im Regelfall mit Langstreckenflugzeugen des Typs Boeing 787-9 bedient werden. Auch ab der Homebase Dallas/Forth Worth will man eine zusätzliche Europa-Strecke anbieten. Es handelt sich um das Ziel Barcelona, das ab 5. Juni 2024 mit Boeing 777-200 angesteuert werden soll. Eine Wiederaufnahme hat der Carrier ab dem gleichen Tag ab Chicago O’Hare im Portfolio, denn es soll dann wieder saisonal mit Boeing 787-8 nach Venedig (Marco Polo) gehen. Generell geht American Airlines davon aus, dass die Nachfrage auch in den nächsten Jahren stark steigen wird. Daher befindet man sich mit den Herstellern Airbus und Boeing in Verhandlungen über die Bestellung weiterer Maschinen. Besonders hohen Bedarf sieht man im Bereich der Narrowbodies, weshalb über die Order von etwa 200 Maschinen der A320neo bzw. B737-Max-Reihe gesprochen wird. Im Verkehr zwischen Europa und den USA ist zu erwarten, dass American Airlines das eine oder andere sekundäre Europa-Ziel mit seinen U.S.-Drehkreuzen verbinden könnten. Viele europäische Airports hoffen jedenfalls darauf, dass man von der bereits seit langer Zeit bekannten A321XLR-Order profitieren kann und dann verbesserte Flugverbindungen in die USA bekommt. Bislang hat American Airlines lediglich

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