Jan Gruber

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Jan Gruber

Bremen: Bugfahrwerk versagt nach Sundair-Landung

In der Nacht von Montag auf Dienstag ist es bei Sundair-Flug SR3289, durchgeführt von FlyAir41 mit dem Airbus A319 mit der Registrierung 9A-BWK, unmittelbar nach der Landung auf dem Flughafen Bremen zu einem technischen Problem gekommen. Dieses hat dazu geführt, dass der Mittelstreckenjet einige Stunden auf der Runway des norddeutschen Airports verbracht hat. Der Flug führte am 28. August 2023 von Fuerteventura nach Bremen und ist bis zur Landung völlig unspektakulär verlaufen. Während dem Abrollen haben die Piloten jedoch festgestellt, dass etwas so ganz und gar nicht alltäglich ist. Im Bereich des Fahrwerks lag ein Problem vor. Aus Sicherheitsgründen entschied sich der Kapitän dazu, dass die 9A-BWK sofort angehalten wird. Zum Zeitpunkt der Entscheidung hatte der Airbus A319 eine Geschwindigkeit von etwa 50 Stundenkilometer. An Bord befanden sich 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder, die das Flugzeug unverletzt über Treppen auf der Runway verlassen konnten. Eine erste optische Inspektion durch die Piloten hat gezeigt, dass das Bugfahrwerk in einer Fehlstellung ist und sich ein Pin gelöst hat. Der Betreiber hat sich dazu entschlossen zunächst den Hersteller zu kontaktieren und dessen Empfehlung abzuwarten. Herstellerempfehlung wurde vor dem Schleppvorgang abgewartet Hintergrund ist, dass ein sofortiges Abschleppen mit dem aus ungeklärter Ursache aufgetretenen Defekt dazu hätte führen können, dass durch den Schleppvorgang erhebliche Strukturschäden hätten auftreten können. Nach Anweisung durch den Flugzeugbauer wurde dieser Airbus A319 leicht angehoben und der Pin wieder in seine Soll-Position gebracht. Auch drehte man die Räder in Fahrtrichtung. Anschließend wurde der Mittelstreckenjet zu einer Parkposition gebracht. Die Runway des

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Republik Moldau legt AOC von Air Moldova still

Bereits seit einigen Monaten ist die Fluggesellschaft Air Moldova nicht mehr in der Luft. Nun hat die Zivilluftfahrtbehörde der Republik Moldau AOC und Betriebsgenehmigung bis zumindest Ende Oktober 2023 ausgesetzt. Damit ist man derzeit nicht zur Durchführung kommerzieller Flüge berechtigt. Die Finanzen der Air Moldova waren bereits seit längerer Zeit desolat. Im April 2023 musste der Flugbetrieb zunächst für einige Tage eingestellt werden, ehe dann Anfang Mai 2023 Insolvenz bzw. Gläubigerschutz beantragt werden musste. Seither wurden keine kommerziellen Flüge mehr durchgeführt, jedoch waren AOC und Betriebsgenehmigung weiterhin gültig. Das lokale Recht sieht aber vor, dass man zumindest ein Flugzeug mit gültigem Lufttüchtigkeitszeugnis haben muss. Das ist bei Air Moldova nicht mehr der Fall, denn die letzte Maschine befindet sich seit Ende April 2023 in der Wartung. Aus finanziellen Gründen ruhen die Arbeiten. Mittlerweile ist auch das Lufttüchtigkeitszeugnis abgelaufen, denn dieses hatte den 21. August 2023 als Stichtag. Für Air Moldova hat dies nun weitere Konsequenzen, denn das Recht der Republik Moldau sieht vor, dass man zumindest ein Flugzeug mit gültigem Zeugnis haben muss, um im Besitz von AOC und Betriebsgenehmigung sein zu können. Um der Annullierung der Dokumente zuvorkommen zu können, hat das Management bei der Zivilluftfahrtbehörde beantragt, dass zunächst für einige Zeit ruhend gestellt wird. Dieser Antrag wurde bewilligt. Die Folge daraus ist: Bis inklusive 31. Oktober 2023 ist Air Moldova formell keine Fluggesellschaft mehr und darf somit keine kommerziellen Flüge durchführen. Die Dokumente können, sofern alle Voraussetzungen erfüllt werden, wieder reaktiviert werden bzw. die Ruhendstellung könnte verlängert werden.

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Paderborn: Eurowings baut Mallorca-Flüge aus

Im Sommerflugplan 2024 wird Eurowings die Flugverbindung zwischen Paderborn/Lippstadt und Palma de Mallorca weiter aufstocken. Zwischen April und Oktober 2024 wird man – abgesehen von einigen Ausnahmen – zweimal täglich fleigen. Auch im Winter-Flugplan, von November 2023 bis Ende März 2024, ist Eurowings vertreten. In diesem Zeitraum geht es mit einer kurzen Unterbrechung viermal pro Woche nach Palma de Mallorca. Für den Sommer 2024 stockt Eurowings sein Flugprogramm von Paderborn/Lippstadt dann deutlich auf. „Wir freuen uns sehr darüber, dass Eurowings die Verbindungen von unserem Flughafen nach Mallorca weiterhin intensiv pflegt. Das frühzeitige Bekenntnis unseres langjährigen Partners gibt insbesondere auch Frühbuchern die Gelegenheit, sich die gewünschten Flugtermine zu sichern“, betont Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser.

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Ryanair stockt Wien-Kopenhagen auf

Die Billigfluggesellschaft Ryanair stockt Anfang Dezember 2023 auf der Strecke Wien-Kopenhagen die Frequenzen auf. Künftig wird man die beiden Hauptstädte täglich miteinander verbinden. Bislang hat der Billigflieger auf dieser Route bis zu sechs wöchentliche Umläufe im Angebot. Mit Wirksamkeit zum 6. Dezember 2023 wird man täglich fliegen. Auch ab Weeze und Prag geht es künftig häufiger in die Hauptstadt Dänemarks. Vom deutschen Airport aus nimmt man per 29. Oktober 2023 viermal pro Woche und ab Prag per 3. Dezember 2023 dreimal wöchentlich Kurs auf Kopenhagen.

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Cargo: Budapest hat erweitertes Vorfeld eröffnet

Am Flughafen Budapest wurde nach zehnmonatiger Bauzeit die Erweiterung des BUD-Cargo-City-Vorfeldes abgeschlossen. In der vergangenen Woche wurde dieses feierlich in Betrieb genommen. Mit einem Umschlag von 107.000 Tonnen bis Ende Juli ist der Flughafen auf dem besten Weg, in diesem Jahr ein neues Allzeithoch beim Frachtaufkommen zu erreichen. Aufgrund dieses Anstiegs – der im Zeitraum Mai-Juli 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei starken 9 % liegt – und um Flugzeuge mit größerer Kapazität effizient abzufertigen, hat der ungarische Flughafen eine Investition von rund 10 Mio. EUR in die Verdoppelung des BUD Cargo City-Vorfelds getätigt. Die Umgestaltung ermöglicht es dem Flughafen, bis zu vier Flugzeuge des Codes F (B747F) mit Bugbeladungsoptionen gleichzeitig abzufertigen. „Seit der Eröffnung der BUD Cargo City im Jahr 2020 hat der Flughafen Budapest jedes Jahr ein Rekord-Frachtaufkommen abgewickelt, und das Frachtaufkommen bis Ende Juli 2023 lag um 40 % höher als im gleichen Zeitraum 2019, was ein erhebliches Wachstumspotenzial für unsere Partner und die ungarische Wirtschaft insgesamt signalisiert“, erklärt René Droese, Chief Development Officer und stellvertretender CEO des Flughafens Budapest. „Die Fertigstellung der Vorfelderweiterung ist der nächste wichtige Meilenstein in unserem Gesamterweiterungsplan für den Frachtbereich, der die jährliche Frachtkapazität des Flughafens bis Ende 2023 auf 300.000 Tonnen pro Jahr erhöhen und sicherstellen wird, dass Ungarn als wettbewerbsfähiges Frachtdrehkreuz in Mittel- und Osteuropa weiterhin eine Vorreiterrolle einnimmt.“

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Europäisches Verbraucherzentrum: Offene Ticket-Erstattungen aus dem Jahr 2020 sollten rasch eingeklagt werden

Noch immer wurden seitens einiger Fluggesellschaften nicht alle Tickets, deren zugehörige Flüge im Jahr 2020 annulliert wurden, erstattet. Besonders ärgerlich: Entgegen der gesetzlichen Bestimmungen haben manche Airlines „Zwangsgutscheine“ ausgestellt. Auf deren Auszahlung gibt es einen Rechtsanspruch, jedoch muss dieser gegebenenfalls eingeklagt werden, denn die Verjährung droht. In den meisten EU-Ländern beträgt die Verjährungsfrist für derartige Forderungen drei Jahre. Laut Europäischem Verbraucherzentrum führt dies dazu, dass Ansprüche, die im Jahr 2020 aufgrund stornierter Flüge entstanden sind, spätestens mit 31. Dezember 2023 verjähren. Danach kann sich die Airline völlig legal auf die Verjährung berufen und die Auszahlung verweigern. Im Jahr 2020 haben viele Airlines mit purer Absicht die gesetzliche Regelung, dass im Falle von Stornierungen binnen sieben Tagen erstattet werden muss, missachtet. Einige Carrier haben darauf spekuliert, dass auf EU-Ebene eine Gutscheinlösung erlaubt wird. Diese kam aber nicht, jedoch hinderte dies einige Anbieter nicht daran einfach trotzdem Vouchers auszustellen und diese obendrein auch noch rechtswidrig auf beispielsweise ein Jahr zu befristen. Passagiere sind nicht verpflichtet derartige Zwangsgutscheine anzunehmen und haben einen gesetzlichen Anspruch auf Auszahlung. Besonders, wenn bei Buchungen so genannte Online-Travel-Agents involviert sind, wurden betroffene Kunden auf einen regelrechten Spießroutenlauf geschickt. In diesen Konstellationen gibt es eine Vielzahl von Fällen, in denen bis heute kein Geld geflossen ist. Der Europäische Gerichtshof hat bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass die Passagiere das Recht auf eine Erstattung direkt von der Airline haben und sich somit keinesfalls mit Aussagen, dass man nur an oder über den OTA zurückbezahlen könnte, abspeisen lassen. Das Europäische Verbraucherzentrum

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Fernbusse: Liberalisierung in Deutschland führte zu Renaissance in Europa

Die Liberalisierung des Fernbusmarktes in Deutschland und Europa hat in den letzten Jahren eine bedeutende Transformation erfahren. Von der Eröffnung des Marktes bis zur Entstehung eines dominanten Players wie Flixbus und den Herausforderungen, die sich in Ländern wie Österreich und der Schweiz ergeben haben, werfen wir einen detaillierten Blick auf die Entwicklungen in der Branche. Lange hatte der Fernbusverkehr in westlichen EU-Staaten eher ein Nischendasein. Lediglich im Verkehr mit osteuropäischen Ländern sowie der Balkan-Region hatten die Busse eine nennenswerte Bedeutung. Ein Sonderfall war Berlin vor dem Mauerfall, denn Berlin Linienbus verband West-Berlin mit zahlreichen Städten der Bundesrepublik, da dies in vielen Fällen einfacher war als auf dem Schienenweg. Im Inlandsverkehr spielte der Fernbusverkehr einst eine durchaus große Rolle, denn die nicht mehr existierende Kraftpost der Deutschen Bundespost bediente früher viele Routen, die oftmals über die Autobahn geführt wurden und es gab sogar Haltestellen auf Autobahn-Parkplätzen. Mit dem zunehmenden Ausbau der Eisenbahnstrecken verschwanden diese Kraftpost-Strecken zunehmend. Später wurden die Post-Busbetriebe, die hauptsächlich im Regionalverkehr tätig waren, an die Deutsche Bundesbahn abgegeben und zumindest teilweise später privatisiert. Abgesehen von der besonderen Situation bezüglich West-Berlin spielte der Fernbusverkehr dann über viele Jahre hinweg nahezu überhaupt keine Rolle. Das änderte sich aber später schlagartig. Die Liberalisierung des Fernbusverkehrs in Deutschland begann 2013, als das Personenbeförderungsgesetz geändert wurde, um privaten Fernbusunternehmen den Zugang zum Markt zu ermöglichen. Dieses Gesetz hob die jahrzehntelange Monopolstellung der Deutschen Bahn auf und eröffnete einen Wettbewerb, der zu niedrigeren Preisen und einer breiteren Auswahl für die Verbraucher führte. Vom Startup

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British-Airways-B777 musste wegen Riss in der Windschutzscheibe umkehren

Ein von British Airways durchgeführter Langstreckenflug musste am Montag, den 21. August 2023 auf dem Weg von London-Gatwick nach Orlando umkehren, da die Piloten Risse in der Windschutzscheibe des Cockpits entdeckt haben. Die Boeing 777-200ER mit der Registrierung G-VIIP befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls über dem Atlantik. Die Flugzeugführer entschieden sich, dass Flug BA2037 abgebrochen wird. Etwa 4,5 Stunden nach dem Start setzte die Langstreckenmaschine sicher in Gatwick auf. Von Technikern wurden anschließend Überprüfungen vorgenommen. Vorsorglich wurde die Windschutzscheibe ausgetauscht. Die G-VIIP konnte am 22. August 2023 wieder in den Liniendienst gestellt werden und absolvierte unter anderem Flug BA2159 von London-Gatwick nach Vieux Fort und weiter nach Scarborough. British Airways bestätigte den Vorfall und erklärte auf Anfrage unter anderem: „Unsere Piloten kehrten aufgrund eines kleinen technischen Problems vorsichtshalber nach London Gatwick zurück, und das Flugzeug landete normal. Wir haben uns bei unseren Kunden für die Unterbrechung ihrer Reise entschuldigt und unsere Teams arbeiten hart daran, sie so schnell wie möglich wieder auf den Weg zu bringen“.

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Köln/Bonn: Leav legt Herbstflüge nach Griechenland und Palma de Mallorca auf

Vor wenigen Tagen hat die deutsche Ferienfluggesellschaft Leav Aviation den Verkauf von Flugtickets ab Köln/Bonn nach Heraklion, Kos, Rhodos und Palma de Mallorca für den Reisezeitraum ab Ende September 2023 bis Ende Oktober 2023 aufgenommen. Nach Heraklion geht es ab 23. September 2023 an den Verkehrstagen Dienstag und Samstag. Rhodos bedient man ab Köln/Bonn ab 20. September 2020 jeweils mittwochs und samstags. Beide Routen sind vorerst nur bis 21. Oktober 2023 im Verkauf. Nach Kos geht es zwischen 29. September 2023 und 20. Oktober 2023 an Montagen und Freitagen. Palma de Mallorca, das bereits jetzt linienmäßig angesteuert wird, soll mit Wirksamkeit zum 29. September 2023 auf zwei wöchentliche Umläufe, die an Montagen und Freitagen durchgeführt werden sollen, aufgestockt werden. Auch diese Route ist bislang bis Ende Oktober 2023 befristet.

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Atlanta: Einreise verweigert, Hund ausgebüxt und zuletzt auf Runway gesichtet

In der vergangenen Woche ist in den Vereinigten Staaten von Amerika mal wieder ein Hund, der im Cargoraum befördert wurde, verloren gegangen. Allerdings ist der Fall durchaus ungewöhnlich, denn der Besitzerin wurde aufgrund mangelhafter Dokumente die Einreise in die USA verweigert. Wohin ihre Hündin befördert wurde, war jedoch ein Rätsel. Am 18. August 2023 wollte die Dame von Santo Domingo über Atlanta nach San Francisco fliegen. Am Umsteigeort ist es zu Komplikationen gekommen, denn der Hundebesitzerin wurde seitens des Grenzschutzes die Einreise in die Vereinigten Staaten von Amerika verweigert. Offiziellen Angaben nach sollen die vorgelegten Dokumente mangelhaft gewesen sein. Genaue Informationen dazu was am Reisepass und der sonstigen Unterlagen beanstandet wurde, gaben die Behörden nicht bekannt. Das „Schicksal“ für die Frag war so ziemlich klar: Sie musste mit dem nächstmöglichen Flug nach Santo Domingo zurückgebracht werden. Da aber erst am Folgetag ein Platz verfügbar war, musste sie die Nacht in einem ganz besonderen Beherbergungsbetrieb verbringen. Die Behörden haben nämlich entschieden, dass sie bis zu ihrer Rückreise in einer Haftanstalt festgehalten wird. Ihre Hündin durfte selbstredend nicht mit ins Gefängnis. Doch wo war die Hündin überhaupt zu diesem Zeitpunkt? Der Frau wurde von Delta Air Lines versichert, dass man sich während ihrem nicht ganz freiwilligen Aufenthalt im Knast um das Tier kümmern werde und sie könne ihn dann nach der Landung in Santo Domingo wohlbehalten übernehmen. Doch es kam ganz anders: Die Frau erfuhr kurz vor dem Rückflug in die Dominikanische Republik, dass man ihre Hündin nicht finden kann. Niemand wusste

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