Jan Gruber

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Jan Gruber

EuGH: Repatriierungsflüge sind keine Ersatzbeförderung

Zu Beginn der Corona-Pandemie haben viele Airlines ihre Flugbetriebe stark eingeschränkt bzw. sogar eingestellt. Zum Teil, weil seitens einiger Regierungen generelle Verbote angeordnet wurden, aber überwiegend hatte es wirtschaftliche Gründe. Der EuGH entschied nun, dass von Regierungen organisierte Repatriierungsflüge keine Ersatzbeförderung im Sinne der Fluggastrechteverordnung darstellen. Die österreichische Bundesregierung setzte im März 2020 besonders auf den Faktor Angst, um einschränkende Maßnahmen wie Lockdowns und Einreisesperren durchsetzen zu können. Der Flugverkehr kam nahezu vollständig zu Erliegen, denn nur wenige Carrier hielten die Passagierflüge von/nach Österreich aufrecht. Austrian Airlines, Lauda und Wizz Air sagten von/nach Österreich alle planmäßigen Flüge ab. Die Folge daraus: Tausende Fluggäste sind an den verschiedensten Orten der Welt gestrandet. Unter anderem aus diesem Grund wurden spezielle Rückholerflüge, die von Lauda, Austrian Airlines und Level Europe durchgeführt wurden, organisiert. Diese waren aber nicht kostenfrei, sondern die Betroffenen hatten einen Kostenbeitrag zu leisten. Dieser war auch nicht gerade billig, jedoch gab es kaum eine Alternative. Mit einem Fall hatte sich der Europäische Gerichtshof zu befassen. Die Vorgeschichte: Ein Ehepaar fliegt im März 2020 im Rahmen einer Pauschalreise von Wien nach Mauritius. Der Rückflug für den 20. März muss jedoch aufgrund der durch die österreichische Bundesregierung verhängten Maßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie annulliert werden. Eine alternative Beförderung scheidet aus, da der kommerzielle Flugverkehr nach Österreich generell eingestellt wurde. Das Reisebüro des Ehepaars verweist dieses schließlich auf einen von der Republik Österreich organisierten Repatriierungsflug. Die Fluggäste registrieren sich in der Folge auf der Homepage des Außenministeriums und werden nach Wien befördert,

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Deutschlands Luftfahrterholung hinkt anderen EU-Staaten hinterher

Mit klaren Forderungen wenden sich die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Verkehrsflughäfen in Richtung Politik, denn die im Vergleich mit anderen EU-Staaten langsame Erholung der Branche gibt nicht ganz unberechtigt Sorge, dass sich Deutschland zunehmend „abhängen“ könnte.  Sowohl in Österreich als auch in der Bundesrepublik reagierten die jeweils amtierenden Regierungen auf das Auftreten von Greta Thunberg und ihrer Anhänger. Unter dem Motto „Fliegen muss fürs Klima teurer werden“ wurden die Ticketsteuern erhöht und das mitten in einer schwierigen Phase der Corona-Pandemie. Allerdings wurden nicht alle Vorhaben tatsächlich umgesetzt, denn die Ankündigung von Österreichs Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), dass ab September 2020 Mindestpreise von rund 40 Euro für Flugscheine eingeführt werden, hat man bis heute nicht umgesetzt und generell wurde es um das Vorhaben, das sich laut ihrem „Klimaschutzministerium“ seit vielen Monaten in der „finalen Phase“ befinden soll, sehr ruhig.   Selbst der damalige Staatssekretär und heutige Finanzminister, Magnus Brunner (ÖVP), äußerte von Anfang an Bedenken, dass Gewesslers Traum mit dem EU-Recht und internationalen Luftfahrtverträgen in Einklang gebracht werden kann. Die Ministerin, die Privatjets in Österreich verbieten will, jedoch selbst häufig mit Businessjets, die laut einem ihrer Sprecher gar keine sind, da es sich um Bedarfsfluggesellschaften handeln würde, unterwegs ist, hat sich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr zu den von ihr avisierten Mindestpreisen für Flugtickets geäußert.  In der Bundesrepublik Deutschland ist das „politische Klima“, das der Luftfahrt gegenüber an den Tag gelegt wird, weniger von populistischen Ankündigungen geprägt, jedoch auch nicht sonderlich freundlich. Im Gegensatz zu anderen EU-Staaten hat man nur wenige

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Waldbrände: FAA schränkt Flugbetrieb in New York ein

Die U.S.-amerikanische Zivilluftfahrbehörde hat am 7. Juni 2023 den Flugverkehr ab den Flughäfen im Großraum New York reduziert und verlangsamt. Hintergrund ist, dass die Sicht aufgrund der Waldbrände stark beeinträchtigt war. Hauptsächlich betroffen waren La Guardia und Newark, wo es zahlreiche Verspätungen und Ausfälle gab. Auch der John-F.-Kennedy-Airport war betroffen, jedoch war an diesem Flughafen das Ausmaß wesentlich geringer. Selbiges galt auch für den Stewart International Airport. Seit dem 6. Juni 2023 wird die Ostküste der Vereinigten Staaten von Rauch geplagt, der durch Waldbrände in Zentralkanada verursacht wurde. Der Rauch führte zu Schulschließungen, beeinträchtigte Unternehmen, verspätete Flüge und verursachte Rauchvergiftungen bei den Anwohnern. In einer Erklärung der FAA ist unter anderem zu lesen, dass man sich voll darauf vorbereitet habe, dass der Betrieb von Airports und Airlines bei Bedarf angepasst werden muss. Dazu zählt auch, dass unter Umständen aus Sicherheitsgründen auch temporäre Einstellungen bzw. Sperren verfügt werden können.

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Airbnb spendet Gemeindebau-Umsätze an Wiener Hilfswerk

Die Untervermietung von Gemeindebau-Wohnungen über Airbnb und andere Plattformen ist in Wien nicht zulässig. Dennoch konnte der Anbieter seit 2012 nicht vollständig verhindern, dass Mieter ihre Wohnungen bzw. Zimmer über die Plattform anbieten. Nun will man die Einnahmen, die man aus der unzulässigen Vermietung erzielt hat, spenden. Das Geld, das Airbnb in den letzten elf Jahren aus Inseraten aus dem Gemeindebau verdient hat, soll vollständig an das Wiener Hilfswerk gespendet werden. as Wiener Hilfswerk nutzt die Spende von Airbnb für Projekte in der Wohnungslosen- und Flüchtlingshilfe, wo das Geld vor allem Menschen in Notsituationen helfen soll. Außerdem werden damit neue Projekte des sozialen Wohnungsmanagements etabliert und unterstützt. „Wir sind sehr dankbar für diese großzügige Spende, die – zu Airbnb passend – im Bereich Soziales Wohnen eingesetzt wird. Das Wiener Hilfswerk betreibt Häuser für ehemals obdachlose Menschen, auch betreuen und unterstützen wir unsere Klientinnen und Klienten mobil dezentral in Wohnungen, die wir zur Verfügung stellen. Die zusätzlichen finanziellen Mittel werden uns zudem dabei helfen, neue innovative Projekte für soziales Wohnen zu starten und voranzutreiben“, freut sich Dir. Sabine Geringer, Geschäftsführerin des Wiener Hilfswerks.

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Smartwings-Übernahme: Israir übermittelt aktualisiertes Angebot an chinesischen Aktionär

Seit einiger Zeit bemüht sich die Israir Group um einen Einstieg bei der tschechischen Fluggesellschaft Smartwings. Auch eine vollständige Übernahme steht im Raum. Nun hat man im Rahmen einer Börsenmitteilung darüber informiert, dass man an den chinesischen 49,92-Prozent-Aktionär Citic ein aktualisiertes Angebot übermitteln wird. Über Rainbow Wisdom Investments ist Citic China an der Smartwings Group im zuvor genannten Ausmaß beteiligt. Bis 27. Juni 2023 will Israir ein aktualisiertes Angebot für die Übernahme der Aktien übermitteln und gleichzeitig eine signifikante Anzahlung zu Gunsten des chinesischen Teilhabers leisten. Auch mit den tschechischen Aktionären, die deren Händen sich die Mehrheit von Smartwings befindet, ist Israir weiterhin in Verhandlungen. Laut Börsenmitteilung geht man davon aus, dass die laufenden Verhandlungen zu Kaufverträgen führen werden. Weiters weist das israelische Luftfahrtunternehmen darauf hin, dass man derzeit nicht einschätzen kann, ob es gelingen wird die Kontrolle über Smartwings zu erlangen oder nicht. Die 50,08-prozentige Mehrheit der tschechischen Airline-Gruppe, der einst auch CSA angehörte, wird von der EH Group, UG Jet 2 und der Unimex Group gehalten. Der Übernahmeversuch dauert schon knapp ein Jahr an, denn im Juli 2022 gab Israir erstmals eine Börsenmitteilung heraus, in der man darüber informierte, dass man den Kauf einer europäischen Airline versucht. Damals wurde noch nicht genannt um welchen Carrier es sich handelt. Erst im November 2022 wurde offiziell bestätigt, dass es sich um Smartwings handelt.

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Eurowings hat Airbus A321 in den Liniendienst gestellt

Die Billigfluggesellschaft Eurowings hat am Samstag, den 3. Juni 2023 wieder einen Airbus A321 in den Liniendienst gestellt. Der Comeback-Flug wurde als EW9630 von Düsseldorf nach Rhodos durchgeführt. Noch im Juni 2023 sollen drei weitere Mittelstreckenjets dieses Typs eingeflottet werden. Im Juli 2023 sollen zwei weitere Exemplare folgen. Voraussichtlich im August 2023 wird Eurowings den ersten Airbus A321neo übernehmen. Die momentan größten Flottenmitglieder kommen hauptsächlich in Richtung Palma de Mallorca, Heraklion und auf die Kanaren zum Einsatz.

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Fronleichnam: ÖBB legen Zusatzzüge auf

Die Österreichischen Bundesbahnen rechnen aufgrund des Fronleichnam-Wochenendes mit einer erhöhten Nachfrage. Auch vermutet man, dass viele Inhaber des Klimatickets dieses für einen Kurzurlaub oder Ausflüge nutzen könnten. Die ÖBB legen etwa 13.500 zusätzliche Sitzplätze und Sonderzüge auf. Reisenden, die unbedingt eine ganz bestimmte Verbindung nutzen wollen, empfehlen die Bundesbahnen den Kauf einer kostenpflichtigen Sitzplatzreservierung. In diesem Zusammenhang bietet man ab 19,90 Euro eine Art Abo an, das drei Monate lang einen Rabatt von 50 Prozent auf die Sitzplätze gewähren soll. Lohnen dürfte sich das aber nur für Vielfahrer im Fernverkehr. Zusätzliche Verbindungen zu Fronleichnam auf einen Blick: Mittwoch, 7.6.2023: Donnerstag, 8.6.2023: Freitag, 9.6.2023: Samstag, 10.6.2023: Sonntag, 11.6.2023:

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Avia Solutions Group übernimmt Air Explore

Das slowakische Luftfahrtunternehmen Air Explore wurde von der Avia Solutions Group übernommen. Bislang war der Carrier auf die Erbringung von ACMI- und Charterdienstleistungen spezialisiert, bot jedoch punktuell auch Linienflüge auf eigene Rechnung an. Der Avia Solutions Group gehören zahlreiche Fluggesellschaften und Ground Handling Dienstleister an. Unter anderem handelt es sich um BBN, Blue Bird Nordic, Avion Express, Klas Jet, Magma und Smartlyx. Die Flotte von Air Explore besteht derzeit aus acht Boeing 737-800, wobei es sich auch um zwei Vollfrachter handelt.

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Tipp: Airport-Lauf am Flughafen Salzburg

Nach über vier Jahren Pause geht am 24. Juni 2023 auf dem Flughafen Salzburg wieder ein Airport Run über die Bühne. Jeder Kilometer zählt und kommt dem Projekt „Betreutes Wohnen in Wals“ zugute. Nach vier Jahren Pause findet heuer zum sechsten Mal der beliebte AIRportlauf am Salzburger Flughafen statt. In einer ganz besonderen Kulisse, direkt neben der Start- und Landebahn, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, für einen guten Zweck die Laufschuhe zu schnüren. Noch besteht die Möglichkeit, sich online anzumelden und eine der begehrten Startnummer zu ergattern. Teilgenommen werden kann entweder alleine oder als Team. Bei Frauen und Männern wird eine Einzelwertung durchgeführt, die Mannschaftswertung erfolgt – ebenso wie die Kinderwertung – unabhängig vom Geschlecht. Neben der sportlichen Leistung wird auch der kreativste Team-Name ausgezeichnet. Das Wichtigste in Kürze: Wann: 24. Juni 2023; Start um 10:00 Uhr Wo: Amadeus terminal 2, Salzburg Airport

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Tipp: Airport Run am Flughafen Graz

Am 14. Juni 2023 wird auf dem Flughafen Graz wieder ein Airport Run durchgeführt. Die Veranstaltung, die im Vorjahr über die Bühne gegangen ist, wird vom Veranstalter als außerordentlich erfolgreich bezeichnet. Rund 700 Läufer haben die Möglichkeit, für eine gute Sache den Körper „auf dem Laufenden“ zu halten; und das in unmittelbarer Nähe der startenden und landenden Flugzeuge. Das Startgeld geht zu 100% an Steirer mit Herz. Details auf einen Blick: Programm:

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