Jan Gruber

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Jan Gruber

Ita Airways: Gewerkschaften sehen Lufthansa-Einstieg kritisch

Einen besonders langen Atem hat Lufthansa bei Ita Airways gezeigt, denn man blieb trotz des Umstands, dass man im ersten Anlauf – damals noch in Kooperation mit MSC – den Kürzeren gezogen hat, hartnäckig bis alle anderen Interessenten die Lust verloren haben. Ganz gewiss ist der Alitalia-Nachfolger aber keine sprudelnde Einnahmequelle, denn die Italiener stecken tief in den roten Zahlen. An der Vorgänger-Airline haben sich schon viele Konzerne „die Finger verbrannt“. Als Beispiele wären da die italienische Post, Air France-KLM und Etihad Airways zu nennen. Den Steuerzahler haben sowohl Alitalia als auch Ita Airways schon unzählige Milliarden Euro gekostet. Lufthansa ist offensichtlich der Ansicht, dass man den italienischen Carrier in ein profitables Luftfahrtunternehmen verwandeln kann und kündigt in einer Medienmitteilung gar schon Neueinstellungen und Expansion an. Der „Deal“, den die italienische Regierung und Lufthansa vereinbart haben, muss jedoch noch wettbewerbsrechtlich geprüft werden. Ob die EU-Kommission dies durchwinken wird oder aber später ein Gericht alles ins Wanken bringen könnte, ist derzeit reine Spekulation. Erst kürzlich erklärte das EU-Gericht die Staatshilfe, die Deutschland gewährt hatte, für rechtswidrig. Der EuGH entschied, dass die seitens Italien an Carrier mit lokaler Betriebsgenehmigung aufgrund der Corona-Pandemie gewährten Beihilfen illegal waren, da Diskriminierung aufgrund der Herkunft vorlag. Gänzlich auszuschließen ist also nicht, dass es zu kartellrechtlichen Problemen kommen könnte, jedoch ist der italienische Markt gegenüber dem deutschen erheblich wettbewerbsintensiver. Die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Unabhängige Flugbegleiter Organisation sehen den Einstieg von Lufthansa bei Ita Airways zweigeteilt. Einerseits hofft man, dass im Wachstum der Firmengruppe Chancen liegen und

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Delta, United und Volotea mit Erstflügen ab Berlin

Gleich mehrfach durfte das Management des Flughafens Berlin-Brandenburg zu Erstflugzeremonien antreten, denn Delta Air Lines, United Airlines und Volotea haben Verbindungen zum deutschen Hauptstadt-Airport aufgenommen. United Airlines verbindet seit 26. Mai 2023 Berlin mit Washington D.C. und bietet somit nebst New York-Newark eine zweite Route an. Die neue Langstreckenverbindung soll vorerst saisonal bis zum Ende der Sommerflugplanperiode 2023 angeboten werden. Über eine mögliche Fortführung im Winter 2023/24 wurde noch nicht endgültig entschieden. Washington-Berlin wird mit Boeing 767-400, die mit 240 Sitzplätzen bestuhlt sind, bedient. „Durch die neue Nonstop-Verbindung vom BER nach Washington, D.C. sind die beiden Hauptstadtregionen nur noch rund 9 Stunden voneinander entfernt. Mit dieser zweiten Verbindung an die Ostküste der USA baut United Airlines ihr Engagement am BER deutlich aus. Die Verbindung BER – Washington trägt dazu bei, die Zusammenarbeit und den Tourismus zwischen Deutschland und den USA weiter zu stärken und festigt die Attraktivität der Boom-Region Berlin-Brandenburg als Wirtschaftsstandort. Ich wünsche allen Passagieren einen guten Flug“, so BER-Chefin Aletta von Massenbach. Das Comeback feierte Delta Air Lines, denn der U.S.-amerikanische Carrier nimmt nach längerer Abwesenheit wieder ab New York-JFK Kurs auf die deutsche Bundeshauptstadt. Diese Route wird täglich bedient. Dazu von Massenbach: „Für viele Menschen aus Kunst, Kultur und Wirtschaft ist es ein Bedürfnis, sich schnell, direkt und jederzeit zwischen New York und Berlin bewegen zu können. Ich freue mich deshalb, Delta Air Lines als langjährige Partnerin der Flughafengesellschaft in Tegel mit dieser wichtigen Verbindung jetzt am BER begrüßen zu können. Die gute Zusammenarbeit mit Delta am

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Finnair führt Ryanair-Handgepäcksystem ein

Mit dem Oneworld-Mitglied Finnair verkleinert nun auch ein klassischer Netzwerkcarrier die Größe des in der Economy-Class inkludierten Handgepäcks. Seit einigen Jahren erlauben Ryanair, Wizz Air und Condor nur noch die Mitnahme einer „kleinen Tasche“. Mittlerweile haben unter anderem auch Eurowings und andere Anbieter nachgezogen. Zumindest in Europa waren Handgepäckfreigrenzen, die deutlich kleiner sind als das IATA-Standardformat, eher eine Sache von Ferien- und Billigfliegern. Zuerst eingeführt hat diesen „Trend“ der Billigflieger Ryanair. Der Mitbewerber Wizz Air zog rasch nach, Condor folgte und mit zeitlicher Verzögerung wurde das Konzept auch von Eurowings und anderen Anbietern kopiert. Die Lufthansa-Tochter behauptete damals in einer Aussendung, dass die Einführung der neuen Regeln auf „Kundenwunsch“ geschehen würde. Wohl er steht bei den Airlines die Monetarisierung im Vordergrund, denn um zusätzlich ein Handgepäckstück im IATA-Standardformat mitnehmen zu dürfen, muss entweder ein höherwertiger und damit teurerer Tarif gebucht werden oder aber kostenpflichtig so genannte „Priority-Pakete“ dazu gekauft werden. Diese können mitunter sehr teuer sein, denn aufgrund flexiblem Pricing können durchaus auch 50 Euro und mehr verlangt werden. Klassische Netzwerkcarrier haben bislang zumindest bei ihren Hauptmarken auf das Kopieren des „Ryanair-Handgepäckkonzepts“ verzichtet. Beispielsweise die Lufthansa Group hat dieses bei der Tochter Eurowings bereits eingeführt, was durchaus ein Hinweis darauf ist, dass man die Erfahrungen bei der Billig- und Ferienflugtochter sammelt und dann evaluiert, ob man die Regeln auch bei den Netzwerkcarriern einführt. Finnair ist hier schon einen Schritt weiter und bietet nun einen so genannten „Superlight-Tarif“ an. Dieser ist künftig innerhalb Europas die günstigste Buchungsklasse und beinhaltet nur noch

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Korean-Air-Mitarbeiter helfen in Nepal aus

Zwischen 15. und 20. Mai 2023 haben Mitarbeiter von Korean Air freiwillig Reparaturarbeiten in einer Kindertagesstätte im m nepalesischen Distrikt Chitwan vorgenommen. Weiters haben diese als pädagogische Helfer ausgeholfen. Das Korean-Air-Team hat in einer Kindertagesstätte für sozial benachteiligte Kinder Warmwasserbereiter sowie Audiogeräte für die Klassenzimmer installiert und Englisch und Koreanisch unterrichtet. Darüber hinaus hat es den Bewohnern der Region Vitaminpräparate und medizinisches Material übergeben. Vor der Pandemie baute die Fluggesellschaft bereits einen Spielplatz und lud die Kinder der nepalesischen Kindertagesstätte zu einer Sightseeing-Tour nach Busan, Korea, ein.

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Frankreich: Symbolischer Bann von Inlandsflügen in Kraft

Unter dem Deckmantel „Klimaschutz“ ist in Frankreich ein Verbot von Inlandsflügen, das immer dann greifen soll, wenn es eine einigermaßen akzeptable Alternative auf dem Schienenweg gibt, in Kraft getreten. Vorerst sind nur drei Routen betroffen, jedoch sind diese schon seit über drei Jahren eingestellt. Im Zuge der Staatshilfe, die Air France-KLM gewährt wurde, meinte die französische Regierung, dass man gleichzeitig ein Verbot bestimmter Inlandsflüge durchsetzen muss. Davon ist aber nicht nur die genannte Firmengruppe betroffen, sondern alle Carrier. Der nunmehr in Kraft getretene Bann verbietet Inlandsflüge, wenn es auf dem Schienenweg eine Alternative mit maximal 2,5 Stunden Fahrzeit gibt. Dies hat zur Folge, dass vorerst lediglich drei Routen betroffen sind. Diese sind aber schon seit über drei Jahren aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Es handelt sich ab Paris-Orly um die Ziele Bordeaux, Lyon und Nantes.

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Avanti Air startet Charterflüge ab Klagenfurt

Der Flughafen Klagenfurt befindet sich gerade in äußerst turbulenten Zeiten, denn noch vor wenigen Tagen konnte man die Löhne der Beschäftigten nicht bezahlen, die öffentliche Hand wurde bedingt durch den Umstand, dass Lilihill sich an der Kapitalerhöhung nicht beteiligt hat wieder Mehrheitseigentümer und die Politik hat beschlossen, dass die Call-Option gezogen wird und somit der Airport wieder vollständig im Besitz von Stadt Klagenfurt und Land Kärnten sein wird. Da ist eine Erstflugmeldung aus der Landeshauptstadt schon fast „unspektakulär“. Eigenen Angaben nach wurde der Klagenfurter Flughafen seit Jahresanfang von rund 55.000 Fluggästen genutzt. Einige weitere sollen auf den von Springer Reisen organisierten Charterflügen dazu kommen. Am Freitag, den 26. Mai 2023 gab es den Auftakt mit dem ersten Flug der Charterkette nach Skiathos. Am Samstag folgt Paros. Die operative Durchführung erfolgt durch die deutsche Fluggesellschaft Avanti Air mit de Havilland Dash 8-400. Das Turbopropflugzeug ist über den Sommer 2023 in Graz stationiert und kommt über die Charterumläufe auch ab Klagenfurt für Springer Reisen zum Einsatz. In der Steiermark fliegt Avanti Air auch für Rhomberg Reisen. Während in der Vergangenheit zumindest ab der Steiermark Direktflüge auf die griechische Insel Naxos angeboten wurden, landen die Maschinen auf der Nachbarinsel Paros. Dies hat technische Gründe, denn die de Havilland Dash 8-400 darf nicht auf dem Naxos-Airport landen, da dieser für diesen Maschinentyp nicht geeignet ist. Ganz anders die in der Vergangenheit von Tyrolean Airways bzw. später InterSky eingesetzten de Havilland Dash 8-300, denn diese verfügten über Stol-Fähigkeiten. Es handelte sich aber stets um Direktflüge,

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Flughafen Münster/Osnabrück mit neuer Duty-Free-Zone

Der Flughafen Münster/Osnabrück hat diese Woche einen neugestalteten Duty-Free- und Gastronomiebereich eröffnet. Dieser ist rund 600 Quadratmeter groß und befindet sich unmittelbar nach der Sicherheitskontrolle. Die bislang getrennten Bereiche von Duty-Free und Gastronomie wurden in einem offenen und integrierten Konzept mit attraktivem Blick auf das Vorfeld zusammengefasst. Ein besonderes Augenmerk wurde neben dem klassischen Reisebedarf, Sonnenbrillen, Schmuck, Spirituosen, Süßwaren sowie Buch- und Presseartikel auch auf die Präsentation von Produkten aus der westfälischen Region gelegt. Dazu gibt es ein reichhaltiges gastronomisches Angebot inkl. Salaten und warmen Speisen wie Burger, Pasta und Pizza. Gleichzeitig mit der Inbetriebnahme des neuen Areals erfolgte auch die Wiedereröffnung der beliebten Vielflieger-Lounge. Zudem gibt es jetzt auch einen eigenen neuen „Smoke & Vape Bereich“ in der Wartezone.

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Sim-Karten-Fachgeschäft eröffnet am Flughafen Wien

Am Flughafen Wien-Schwechat hat der britische Sim-Kartenverkäufer Sim Local ein neues Geschäft eröffnet. Dieses befindet sich direkt in der Ankunftshalle und ist auf den Vertrieb von Prepaid-Mobilfunkkarten an Touristen spezialisiert. „Wir freuen uns sehr, dass sich Sim Local unserer Liste weltbekannter Marken angeschlossen hat. Wir sind davon überzeugt, dass internationale Reisende in Wien von der Erweiterung unseres Angebots um den internationalen Sim-Karten Experten Sim Local profitieren“, sagt Philipp Ahrens, Senior Vice President Center Management am Flughafen Wien. „Der Gewinn einer weiteren Ausschreibung und die Eröffnung unseres zwölften eigenständigen Ladens ist ein großer Erfolg für unser Unternehmen, mit dem wir in ein wichtiges neues Gebiet expandieren. Unsere Präsenz wächst kontinuierlich und wir freuen uns mit dem Flughafen Wien zusammenzuarbeiten. So können wir auch Kunden in Wien unser marktführendes Angebot an lokalen SIM-Karten präsentieren, unsere globale Partnerschaft mit Lyca erweitern und unsere Beziehung zu Hutchinson festigen“, so Ian Rankin, Chief Commercial Officer von Sim Local.

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HVO100: Blaguss Reisen testet biogene Kraftstoffe

Der österreichische Bus- und Touristikkonzern Blaguss testet derzeit mit fünf Bussen den Einsatz von biogenem Dieselkraftstoff. Das Unternehmen schreibt, dass bei Erfolg des Projekts die gesamte Fahrzeugflotte binnen weniger Tage umgestellt werden könnte. Laut Blaguss Reisen soll HVO100 um bis zu 90 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid, 24 Prozent weniger Kohlenmonoxid und 33 Prozent weniger Feinstaub verursachen. Das Busunternehmen will im Rahmen des Pilotprojekts evaluieren, ob sich der Bio-Kraftstoff auch im Alltag bewährt. Zunächst betankt man fünf Fahrzeuge mit diesem Treibstoff. Auch will man herausfinden, ob der Spritverbrauch gleichbleibend ist und ob für den Einsatz des Biodiesels überhaupt eine Kundennachfrage besteht. Bis vor wenigen Jahren krähte kaum ein Hahn danach was in den Tanks von Flugzeugen, Zügen, Bussen, Schiffen und sonstigen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren steckt. Einige Politiker und Unternehmen sind mittlerweile auf den „Umweltschutz-Zug“ aufgesprungen und versuchen verschiedene Projekte umzusetzen. Gerade im Bereich der Kreuzfahrten und der Luftfahrt gibt es leider auch einige Werbeaussagen, die sich aufgrund von „Greenwashing“-Vorwürfen schon Klagen eingehandelt haben. Viele Firmen meinen generell auf den „Zug“ aufspringen zu müssen und stellen sich seit einiger Zeit als besonders umwelt- und klimafreundlich dar. Die tatsächlichen Werte lassen sich oftmals nur schwer bis gar nicht nachprüfen. Klar ist aber auch, dass in den meisten Fällen der Einsatz von alternativen Treibstoffen bzw. Antriebstechniken mit höheren Kosten verbunden ist. In der Luftfahrt werden von manchen Airlines, darunter die Lufthansa Group, sogar „Spenden“ für SAF-Kraftstoffe gesammelt bzw. in speziellen „Greentarifen“ behauptet man, dass die Nutzung von SAF bereits inkludiert wäre. Überprüfen können Passagiere aber

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Genf: Klimakleber störten Ebace-Messe

Bei der Privatflugzeugmesse European Business Aviation Convention & Exhibition haben radikale Klimakleber zugeschlagen und für Aufsehen gesorgt. Befeuert werden diese von den Gruppierungen Greenpeace, Stay Grounded, Extinction Rebellion, Scientist Rebellion sowie weiteren. Am Dienstag, den 23. Mai 2023, verschafften sich selbsternannte Aktivisten Zutritt auf das Vorfeld des Flughafens Genf und wedelt mit ihren Transparenten, auf denen unter anderem behauptet wird, dass Privatjets den Planeten zerstören würden. Die Folge daraus war, dass der Flugbetrieb temporär eingestellt werden mussten. Auch schreckte man nicht davor zurück fremdes Eigentum zu bekleben, denn man beschmierte, beklebte und bekleckerte Privatjets. Die Polizei musste einschreiten, um dem Treiben der Personen, die sich illegal Zutritt zum Sicherheitsbereich verschafft haben, Einhalt gebieten zu können.

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