Jan Gruber

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Jan Gruber

Nach über 17 Jahren: Lufthansa verliert Klage gegen Flughafen Frankfurt-Hahn

Über viele Jahre hinweg stritt Lufthansa vor Gericht um Marketingzuschüsse, die in den Jahren 2002 bis 2005 rund um den Flughafen Frankfurt-Hahn an den Billigflieger Ryanair geflossen sind. Nun erlitt man eine endgültige juristische Schlappe, denn das Oberlandesgericht Koblenz hat die Berufung der größten Airline Deutschlands abgewiesen. Lufthansa waren die Aktivitäten des Mitbewerbers Ryanair am Flughafen Hahn lange ein Dorn im Auge. Man sah im Umstand, dass dieser beispielsweise Marketingzuschüsse erhalten hat, eine Wettbewerbsverzerrung. Auf verschiedenen Wegen versuchte man dies juristisch unterbinden zu lassen, jedoch war man mit dem Vorhaben nicht erfolgreich. Beispielsweise klagte man vergeblich die Betreibergesellschaft des Flughafens Frankfurt-Hahn, legte gegen Beihilfen, die seitens der öffentlichen Hand an den Airport geflossen sind erfolglos Rechtsmittel ein und man klagte auch Ryanair, wobei man auch hier nicht erfolgreich war. Zum Beispiel stellte der EuGH fest, dass Lufthansa im Beihilfeverfahren keine Parteienstellung zukommt, da der Carrier gar nicht ab Frankfurt-Hahn fliegt. Im konkreten Fall, der nun vom Oberlandesgericht Koblenz entschieden wurde, ging es um so genannte Marketingzuschüsse, die zwischen 2002 und 2005 seitens des Flughafens Frankfurt-Hahn an Ryanair überwiesen wurden. Lufthansa war der Ansicht, dass der Carrier auch durch besonders günstige Flughafenentgelte begünstigt worden wäre. Man brachte im Jahr 2006 eine Klage gegen die damalige „Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH“ ein. Später klagte man vor dem Gericht der Europäischen Union gegen eine Reihe von Subventionen, die im Jahr 2014 seitens der EU-Kommission zu Gunsten des Flughafens Frankfurt-Hahn bewilligt wurden. Parallel ging man juristisch auch gegen Ryanair und den Airport vor. Im Vorjahr entschied

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Japan Airlines schreibt wieder schwarze Zahlen

Erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat das Oneworld-Mitglied Japan Airlines wieder die Gewinnzone erreicht. Zwei Geschäftsperioden lang war man unter anderem aufgrund der Covid-19-Krise tief in den roten Zahlen. Für das Geschäftsjahr 2022/23, das am 31. März 2023 endete, verkündete Japan Airlines einen Nettogewinn in der Höhe von rund 228 Millionen Euro. Allerdings ist dieser nicht ausreichend, um den kumulierten Fehlbetrag von 3,5 Milliarden Euro, den man in den beiden Jahren zuvor angehäuft hat, auszugleichen. Auch liegt der jüngste Gewinn deutlich unter jenem, den man vor der Pandemie hatte. Die Periode 2019/20 wurde seitens der japanischen Fluggesellschaft mit einem Plus von rund 470 Millionen Euro abgeschlossen. Japan Airlines kann eigenen Angaben nach von einer sehr hohen Nachfrage profitieren. Nach Aufhebung der Beschränkung durch die japanischen Behörden habe sich diese zunächst im Inlandsverkehr erholt. Mittlerweile soll es auch auf den internationalen Routen wieder sehr gute Buchungszahlen geben, so das Unternehmen. Negativ wirken sich die gegenüber dem Vorkrisenniveau deutlich gestiegenen Treibstoffpreise aus. Dies wirkt sich auf das japanische Oneworld-Mitglied insofern stärker aus, weil Kerosin im Regelfall in U.S.-Dollar gehandelt wird und der Yen deutlich an Wert verloren hat. Japan Airlines erklärt, dass im Jahresvergleich die Spritkosten um 122,3 Prozent gestiegen sind.

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Bulgarien: Luxair eröffnet symbolisch die Varna-Sommersaison 2023

Am 5. Mai 2023 wurde mit der Landung einer Boeing 737 von Luxair die Sommersaison auf dem bulgarischen Flughafen Varna symbolisch eröffnet. Dazu veranstaltete man auch eine kleine Feier, denn Luxair ist seit 21 Jahren – auch während der Coronapandemie – auf der Route Luxemburg-Varna aktiv. Die ersten Charterflüge ab Deutschland und Polen werden Mitte dieses Monats starten. Auch wird es nach dreijähriger Pause wieder Flüge ab Helsinki geben. Diese sollen Anfang Juni 2023 reaktiviert werden, so Fraport Bulgaria. Mit Braathens International Airways und Arkia kann man heuer zwei neue Airlines begrüßen.

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Während Air-India-Flug: Passagier von Skorpion gestochen

Es gibt Dinge, die sehr selten passieren und dann gibt es natürlich auch Dinge, die so gut wie nie passieren. Irgendwo dazwischen dürfte der Skorpion-Stich, den ein Passagier am 23. April 2023 auf einem Air-India-Inlandsflug erlitten hat, liegen. Der Airbus A319 mit der Registrierung VT-SCV befand sich auf dem Weg von Nagpur nach Mumbai. Eigentlich ist der Flug völlig unspektakulär verlaufen, jedoch ein kleines Tier sorgte für großes Aufsehen, denn es biss einen Fluggast. Ein Skorpion, der sich selbst an Bord „geschmuggelt“ hatte attackierte einen Reisenden und stach ihn. Das war für diesen nicht nur unangenehm, sondern durchaus auch gefährlich, denn die kleinen Tiere gelten als giftig. Ein Medienreferent der Air India bezeichnete den Vorfall als „extrem selten und bedauerlich“. Weiters sagte er unter anderem: „Bei der Landung wurde der besagte Passagier vom Arzt am Flughafen betreut und anschließend im Krankenhaus behandelt und entlassen. Unsere Mitarbeiter begleiteten den Passagier ins Krankenhaus und boten ihm bis zur Entlassung jegliche Unterstützung an. Wir bedauern aufrichtig die Qualen und Unannehmlichkeiten, die dem Passagier entstanden sind“. Für die Airline war der Skorpion-Vorfall noch in ganz anderer Hinsicht aufwendig. Das Tier musste unbedingt gefunden werden, so dass ausgeschlossen werden kann, dass es sich beim nächsten Flug nicht etwa am nächsten Passagier oder Besatzungsmitglied vergreift. Ganz so einfach war das nicht, denn der Airbus A319 musste akribisch genau durchsucht werden. Die Mitarbeiter von Air India wurden fündig und entfernten ihn. Anschließend wurde der Boden desinfiziert und am 25. April 2023 konnte die VT-SCV – ohne Skorpion

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Ex-Adria-Chef übernimmt Air-Montenegro-Geschäftsführung

Die staatliche Fluggesellschaft Air Montenegro bekommt mit Mark Anžur, der vormals an der Spitze von Adria Airways stand, einen neuen Geschäftsführer. Er folgt auf Saša Radović, der kürzlich abberufen wurde. Anžur trat im Jahr 2012 als CCO bei Adria Airways ein und stieg nach nur acht Monaten zum Chief Executive Officer auf. Kurz nach dem Verkauf an 4K Invest hat er das Unternehmen verlassen und wurde Geschäftsführer bei Stobart Air. Nun heuert der Slowene bei Air Montenegro als CEO an.

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Ryanair bestellt bis zu 300 Boeing 737-Max-10

Die Ryanair Group bestellt beim U.S.-amerikanischen Flugzeugbauer bis zu 300 B737-Max-10, die ab 2027 ausgeliefert werden sollen. Die Order unterteilt sich in 150 Festbestellungen sowie Optionen für 150 weitere Exemplare. Der Auftragswert nach Listenpreisen beträgt laut Ryanair rund 40 Milliarden U.S.-Dollar. Im Vorfeld wurde länger verhandelt und der Billigflieger hatte gar die Gespräche abgebrochen, weil man sich mit den U.S.-Amerikanern hinsichtlich dem Preis nicht einig wurde. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass die Verhandlungen wiederaufgenommen wurden. Die vorerst letzte Boeing 737-Max-10 aus der nunmehrigen Order soll dem aktuellen Stand der Dinge nach im Jahr 2033 an den irischen Konzern übergeben werden. Wie viele Maschinen an welchen Flugbetrieb (Ryanair DAC, Ryanair UK, Buzz, Malta Air und Lauda Europe) gehen werden, steht noch nicht fest. Die Max-10 wird gleichzeitig auch das größte Muster in der Gruppenflotte sein, denn es ist mit 230 Sitzplätzen bestuhlt und hat damit eine höhere Kapazität als die momentan eingesetzten Boeing 737-800, 737-Max-200 und Airbus A320. „Die Partnerschaft zwischen Boeing und Ryanair ist eine der produktivsten in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt, die es beiden Unternehmen ermöglicht, erfolgreich zu sein und Hunderten von Millionen Menschen erschwingliche Reisen zu ermöglichen. Fast ein Vierteljahrhundert, nachdem unsere Unternehmen den ersten direkten Kauf von Flugzeugen unterzeichnet haben, wird diese wegweisende Vereinbarung unsere Partnerschaft weiter stärken. Wir verpflichten uns, für Ryanair zu liefern und Europas größte Airline-Gruppe dabei zu unterstützen, ihre Ziele zu erreichen, indem wir ihren Kunden die niedrigsten Flugpreise in Europa anbieten“, so Boeing-Geschäftsführer Dave Calhoun. Konzernchef Michael O’Leary hebt

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Klagenfurt: Lilihill sucht neuen Flughafen für Liliair

Im Streit rund um den Flughafen Klagenfurt legt Noch-Mehrheitseigentümer Lilihill nochmals nach. In einer Medienaussendung schreibt man unter anderem, dass „trotz des enormen Gegenwinds und aller Unkenrufe die Planungen für den neuen Convenience Business Carrier weiterverfolgt“ würden. Einen Schuldigen dafür, dass man die versprochenen Charterflüge noch nicht in die Luft gebracht hat, hat man auch schon ausgemacht. „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen am Airport Klagenfurt wird Liliair mehr Vorlaufzeit in den Start der Regionalfluglinie investieren“, heißt es seitens Liliair. Es ist an dieser Stelle ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass sich Liliair in der Medienmitteilung wiederholt als „Fluglinie“, „Airline“, „Carrier“ bzw. „Regionalfluglinie“ bezeichnet. Dies erweckt den Eindruck, dass es sich um eine Fluggesellschaft handeln würde. Das ist aber nicht zutreffend, denn Liliair verfügt über kein AOC und keine Betriebsgenehmigung. Damit ist man rechtlich gesehen kein Luftfahrtunternehmen. Das beabsichtigte Chartern von Maschinen und die Vermarktung der Sitze auf eigene Rechnung macht eine GmbH nicht zu einer vollwertigen Fluggesellschaft, zumal sich „virtuelle Konstruktionen“ nur in extrem seltenen Fällen dauerhaft auf dem Markt bewähren konnten. Weiters schreibt Liliair in der Aussendung: „Klagenfurt bleibt eine mögliche Destination der Regionalfluglinie, die im 100-prozentigem Eigentum der Lilihill Group steht. Verhandlungen mit dem Airport Klagenfurt werden wieder aufgenommen, sobald die Gremien am Kärntner Flughafen wieder entscheidungsfähig sind und sich die rechtliche Situation geklärt hat. Bisher haben sich Land Kärnten und Stadt Klagenfurt als Minderheitseigentümerin gegen einen Vertrag mit der österreichischen Fluglinie gestemmt und den Projektverlauf verzögert. Seitens Liliair besteht auch in einer neuen Eigentümerinnenkonstruktion Gesprächsbereitschaft, um dem Tourismus und der

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Brasov: Dan Air hat Tickets für 700.000 Euro abgesetzt

Die rumänische Fluggesellschaft Dan Air wird Mitte Juni 2023 ab Brasov und Bukarest ins Liniengeschäft einsteigen. Ab dem zuerst genannten Airport habe man seit 31. März 2023 Tickets im Wert von rund 700.000 Euro verkaufet, so das Unternehmen. Besonders stark nachgefragt sollen die Routen nach London, Barcelona, Budapest, Nürnberg und Deutschland sein. Erst kürzlich wurde bekannt, dass der Carrier die Aufnahme der Linienflüge ab Bukarest um durchschnittlich zwei Wochen nach hinten verschieben wird. Die geplanten Aktivitäten ab Brasov sind nicht betroffen.

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InterCaribbean Airways übernimmt sieben ATR42-500 von Tarom

Nach mehreren gescheiterten Anläufen konnte Tarom einen Käufer für sieben Turbopropflugzeuge des Typs ATR42-500 finden. Diese gehen an InterCaribbean Airways. Bereits seit einigen versucht der rumänische Carrier die sieben genannten Maschinen zu einem akzeptablen Preis gelungen. Nun hat man mit InterCaribbean Airways einen Käufer gefunden, der die Turbopropflugzeuge übernehmen wird, berichtet Boardingpass.ro. Weiters will man die Boeing 737-Max-Flotte aufstocken.

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Nur ein Bieter: Sidrone will Flughafen Maribor betreiben

Das Interesse an der seitens der slowenischen Regierung ausgeschriebenen Konzession für den Betrieb des Flughafens Maribor hat sich in sehr eng gesteckten Grenzen gehalten. Laut Mitteilung des Verkehrsministeriums gab es nur einen einzigen Bieter. Dabei handelt es sich um die Flugschule Sidrone. Diese soll alle erforderlichen Bedingungen erfüllen, so dass Verhandlungen aufgenommen werden. Nach diesen wird das Unternehmen dazu aufgefordert ein verbindliches Angebot vorzulegen. Somit ist noch offen, ob der Zuschlag dann tatsächlich an Sidrone gehen wird. Der letzte Versuch der Verpachtung an einen Betreiber endete im Fiasko. Die chinesische SHS Aviation war mit regelrecht größenwahnsinnigen Plänen angetreten und wollte mit Hilfe der wiederbelebten, jedoch kurzlebigen VLM ein regelrechtes Drehkreuz aufziehen. Daraus wurde jedoch nichts, denn auch die Konzessionsgebühren ist man schuldig geblieben. Im Jahr 2019 wurde der 15-jährige Managementvertrag aufgelöst und seither wird der Flughafen Maribor, der momentan über keinen Linienverkehr verfügt, wieder vom Staat betrieben.

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