Jan Gruber

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Jan Gruber

Air Baltic plant Kapazitätsausweitung für den Sommer 2026

Die lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat eine umfangreiche Erweiterung ihres Streckennetzes für die Sommersaison 2026 angekündigt. Nach ersten Plänen im September 2025 wurden nun vier zusätzliche Verbindungen bestätigt, womit die Gesamtzahl der Neuerungen auf zehn Ziele und vier wiederaufgenommene Routen steigt. Diese Expansion führt zu einer deutlichen Erhöhung der Sitzplatzkapazitäten in allen drei baltischen Staaten. In Riga wächst das Angebot um 12 Prozent, was über 400.000 zusätzlichen Plätzen entspricht. Litauen verzeichnet mit einem Plus von 21 Prozent den stärksten relativen Zuwachs, während in Tallinn die Kapazität um 11 Prozent steigt. Ab Frühjahr 2026 ergänzen neue Direktverbindungen von Riga nach Warschau und Göteborg sowie von Vilnius nach Zürich und Chișinău das Portfolio. Diese Routen ergänzen die bereits zuvor kommunizierten Ziele wie Wien, Hamburg, Athen und Antalya. Neben den neuen Zielen reaktiviert die Fluggesellschaft Verbindungen von Riga nach Aberdeen, Belgrad und Jerewan sowie von Tallinn nach Oslo. Insgesamt wird Air Baltic im kommenden Sommer mehr als 110 Strecken bedienen, was einer Steigerung des Gesamtangebots um rund 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zudem sollen auf 30 bestehenden Routen die Flugfrequenzen erhöht werden. Die technische Basis für diese Expansion bildet die Flotte aus 51 Airbus A220-300, die als eine der jüngsten in Europa gilt. Ein wesentlicher Teil der Strategie ist die Verbesserung der Konnektivität zwischen den baltischen Hauptstädten und dem restlichen europäischen Kontinent. Mantas Vrubliauskas, Vizepräsident für das Netzwerkmanagement, betont die Bedeutung der erhöhten Flexibilität für Passagiere durch das dichtere Flugnetz. Zudem treibt die Airline die Ausstattung ihrer Flugzeuge mit SpaceX Starlink

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Tradition am Tisch: Georgien forciert mit dem Projekt Mziskari die Vermarktung seines kulinarischen Erbes

Georgien festigt seine Position als aufstrebendes Ziel im Kaukasus durch eine neue strategische Tourismusinitiative. Die Georgische National Tourism Administration hat das Projekt Mziskari ins Leben gerufen, um die tief verwurzelten kulinarischen Traditionen des Landes systematisch zu erschließen und international bekannter zu machen. Im Kern der Initiative steht die Vernetzung von Reisenden mit lokalen Gastgebern in ländlichen Regionen, wobei der Fokus auf authentischen, familiengeführten Betrieben liegt. Durch die Schaffung eines gastronomischen Guides werden kleine Produzenten und Landwirte direkt in die touristische Wertschöpfungskette integriert. Ziel ist es, die regionale Identität zu wahren und gleichzeitig die wirtschaftliche Basis im ländlichen Raum zu verbreitern. Die Initiative reagiert auf das wachsende Interesse an kultureller Tiefe und macht die georgische Tafel, die sogenannte Supra, zum zentralen Element einer modernen Vermarktungsstrategie. Struktur und Vision der Mziskari Initiative Hinter dem Begriff Mziskari verbirgt sich ein umfassendes Konzept, das weit über eine reine Empfehlungsliste für Restaurants hinausgeht. Die Georgische National Tourism Administration hat erkannt, dass die Stärke Georgiens in der Unverfälschtheit seiner ländlichen Strukturen liegt. Das Projekt dient als Brücke zwischen der modernen Tourismuswirtschaft und den jahrhundertealten Traditionen der Landwirtschaft und Lebensmittelherstellung. Die teilnehmenden Betriebe sind verpflichtet, bestimmte Kriterien zu erfüllen, um die Qualität und Authentizität des Angebots zu sichern. Dazu gehören die Führung einer eigenen Landwirtschaft oder einer handwerklichen Lebensmittelproduktion sowie die Einhaltung festgelegter Sicherheits- und Hygienestandards. Im Gegenzug erhalten die Familienbetriebe Unterstützung in Form von fachlicher Beratung, Schulungen im Bereich Gästemanagement sowie Marketingmaßnahmen, die ihre Sichtbarkeit auf internationalem Parkett erhöhen. Auch der Zugang zu notwendiger Infrastruktur und

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JetBlue beendet Flugverbindung zwischen New York und Amsterdam

Die US-Fluggesellschaft JetBlue Airways hat die dauerhafte Einstellung ihrer Verbindung zwischen dem Flughafen New York JFK und Amsterdam Schiphol bekannt gegeben. Damit endet eine der politisch brisantesten Flugrouten der letzten Jahre bereits zwei Jahre nach ihrer Aufnahme im August 2023. Der Entscheidung war ein langwieriger Streit um Start- und Landerechte (Slots) am kapazitätsbeschränkten Flughafen Schiphol vorausgegangen. Ursprünglich hatten die niederländischen Behörden JetBlue den Zugang verweigert, was zu diplomatischen Spannungen führte. Das US-Verkehrsministerium drohte daraufhin mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die niederländische KLM, bevor Ende 2023 eine vorübergehende Einigung erzielt werden konnte. Trotz der mühsam erkämpften Marktzugänge blieb der wirtschaftliche Erfolg der Route hinter den Erwartungen zurück. JetBlue macht hierfür den intensiven Wettbewerb durch die etablierten Partner KLM und Delta Air Lines sowie die hohen Betriebskosten in Amsterdam verantwortlich. Ein entscheidender Nachteil war zudem das eingesetzte Fluggerät: Während die Konkurrenz die Strecke mit Großraumflugzeugen wie der Boeing 777 oder 787 bediente, setzte JetBlue auf den kleineren Airbus A321neo. Mit weniger als 60.000 beförderten Passagieren in den ersten acht Monaten des Jahres lag die Auslastung deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Die freiwerdenden Slots in Schiphol werden nun neu vergeben, wobei Branchenexperten davon ausgehen, dass insbesondere Fluggesellschaften aus der Golfregion Interesse an einer Expansion zeigen könnten. JetBlue konzentriert seine europäischen Aktivitäten künftig verstärkt auf den Standort Boston, der als primäres Tor nach Europa fungieren soll. Von dort aus werden weiterhin Ziele wie London, Dublin und Mailand bedient. Für New York JFK bleiben im Ganzjahresbetrieb lediglich die Verbindungen nach London und Paris bestehen. Eine weitere Expansion in

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Führungswechsel bei Frontier Airlines: James Dempsey übernimmt CEO-Posten inmitten wirtschaftlicher Turbulenzen

Die Frontier Group Holdings, Muttergesellschaft der US-amerikanischen Billigfluggesellschaft Frontier Airlines, hat am 15. Dezember 2025 einen sofortigen Wechsel an der Unternehmensspitze bekannt gegeben. James Dempsey, bisheriger Präsident des Unternehmens, wurde mit sofortiger Wirkung zum Interim Chief Executive Officer ernannt. Er tritt damit die Nachfolge von Barry Biffle an, der die Fluggesellschaft über ein Jahrzehnt lang maßgeblich geprägt hat. Während Dempsey das Ziel verfolgt, die Kostenvorteile des Carriers weiter auszubauen und die Marktposition in den Vereinigten Staaten zu festigen, bleibt Biffle dem Unternehmen lediglich bis zum Jahresende in beratender Funktion erhalten. Der abrupte Wechsel erfolgt in einer Phase erheblicher wirtschaftlicher Herausforderungen für den Low-Cost-Sektor. Frontier kämpft derzeit mit sinkenden Umsatzerwartungen, inflationsbedingten Kostensteigerungen und einem volatilen Nachfrageumfeld, was sich zuletzt in einem Nettoverlust von 77 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2025 widerspiegelte. James Dempsey: Ein erfahrener Finanzstratege an der Spitze Mit James Dempsey rückt eine Führungspersönlichkeit an die Spitze, die das Unternehmen und dessen Finanzstrukturen seit über zehn Jahren im Detail kennt. Dempsey stieß im Jahr 2014 als Chief Financial Officer zu Frontier Airlines und stieg später zum Präsidenten auf. Vor seiner Zeit bei der US-Airline sammelte er umfassende Erfahrungen im europäischen Luftverkehrsmarkt, unter anderem in leitenden Managementpositionen bei Ryanair Holdings PLC. Seine berufliche Laufbahn begann er bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, was ihm ein tiefgreifendes Verständnis für Kostenmanagement und betriebliche Effizienz einbrachte – Kernkompetenzen, die für das Geschäftsmodell eines Billigfliegers von existenzieller Bedeutung sind. In seinem ersten Statement als Interim CEO betonte Dempsey die Bedeutung der 13 operativen Basen der Fluggesellschaft. Er

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RegioJet weitet Kapazitäten für den Weihnachtsreiseverkehr 2025 aus

Das tschechische Verkehrsunternehmen RegioJet reagiert auf die traditionell hohe Nachfrage während der bevorstehenden Feiertage mit einer signifikanten Kapazitätserweiterung in seinem Schienen- und Busnetz. Ab Freitag, dem 19. Dezember, bis Dienstag, dem 23. Dezember 2025, werden täglich hunderte zusätzliche Sitzplätze auf den wichtigsten Korridoren bereitgestellt. Besonders im Fokus steht dabei die stark frequentierte Ost-West-Magistrale von Prag über Ostrava nach Košice, die eine zentrale Rolle im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Tschechien und der Slowakei spielt. Trotz der zusätzlichen Wagenreihungen sind zahlreiche Verbindungen bereits jetzt vollständig ausgebucht. Das Unternehmen weist darauf hin, dass insbesondere die direkte Zugverbindung in die ukrainische Stadt Čop bis Weihnachten keine freien Plätze mehr bietet. Ähnlich hohe Auslastungsgrade verzeichnen die Strecken von Prag in Richtung Wien, Bratislava und Budapest. Um dem Ansturm gerecht zu werden, setzt RegioJet auf eine maximale Ausnutzung der Flotte, rät Fahrgästen jedoch dringend dazu, Restplatzkontingente und mögliche Stornierungen über das Online-Buchungssystem laufend zu prüfen. Neben dem Verkehr vor dem Heiligen Abend bereitet sich der private Bahnbetreiber auch auf die Rückreisewelle zum Jahreswechsel vor. Die Züge für den 28. und 29. Dezember sind bereits weitgehend reserviert. Für die Zeit nach den Neujahrsfeierlichkeiten plant RegioJet eine weitere Verstärkung der Verbindungen vom 2. bis zum 4. Januar 2026. Das Unternehmen empfiehlt Kunden, Fahrkarten für Rückfahrten unmittelbar zu erwerben, da die Nachfrage nach den Feiertagen erfahrungsgemäß das reguläre Angebot bei weitem übersteigt.

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Strategiewechsel am Flughafen Düsseldorf: Fokus auf operative Flexibilität statt Kapazitätserweiterung

Der Flughafen Düsseldorf, nach Frankfurt, München und Berlin-Brandenburg die viertgrößte Luftverkehrsdrehscheibe Deutschlands, vollzieht eine grundlegende strategische Neuausrichtung seiner langfristigen Entwicklungsplanung. Nachdem das Unternehmen über Jahre hinweg eine Kapazitätserweiterung und die Aufhebung der bisherigen Obergrenzen für Flugbewegungen angestrebt hatte, wurden diese Pläne nun offiziell revidiert. In einem aktuellen Antrag an das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium verzichtet der Flughafen auf zusätzliche Starts und Landungen über das bestehende Maß hinaus. Stattdessen setzt das Management unter der Leitung von Flughafenchef Lars Redeligx auf eine höhere Effizienz innerhalb der bereits genehmigten Kontingente. Geplant ist eine Erhöhung der stündlichen Flugbewegungen in Spitzenzeiten von 47 auf 60, während die strikte Deckelung von 131.000 Bewegungen in der verkehrsreichsten Jahreshälfte sowie das Nachtflugverbot bestehen bleiben. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die fundamentalen Veränderungen in der globalen Luftverkehrsbranche seit dem Jahr 2020 und zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit durch operative Flexibilität zu sichern. Abkehr von den Expansionsplänen vergangener Jahre Die Geschichte der Düsseldorfer Ausbaupläne reicht bis in das Jahr 2015 zurück. Damals hatte der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens beantragt, die bis heute gültige Obergrenze von 131.000 Flugbewegungen für die sechs betriebsreichsten Monate des Jahres (Mai bis Oktober) aufzuheben. Das Ziel war ein nahezu unbegrenztes Wachstum, um der damals stetig steigenden Nachfrage im europäischen Luftverkehr gerecht zu werden und die Position als wichtigstes Tor zum bevölkerungsreichsten Bundesland zu festigen. Der Flughafen wollte sich damit Kapazitätsspielräume schaffen, die über die bestehenden Genehmigungen weit hinausgingen. Die geopolitischen und wirtschaftlichen Umbrüche der letzten Jahre, insbesondere die Auswirkungen der Corona-Pandemie, haben die Rahmenbedingungen für den Luftverkehr

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Ende des roten Dauerblinkens: Niederösterreich rüstet 850 Windräder um

In Niederösterreich wird die nächtliche Lichtverschmutzung durch Windkraftanlagen drastisch reduziert. Wie LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf nach Verhandlungen mit führenden Energieunternehmen bekannt gab, startet die Umrüstung bestehender Anlagen auf eine bedarfsgerechte Nachtbefeuerung. Während für neue Windparks diese Technik bereits verpflichtend in den Genehmigungsbescheiden vorgeschrieben wird, haben sich die Betreiber der rund 850 bereits existierenden Windräder nun freiwillig zur technischen Anpassung bereit erklärt. Von dieser Maßnahme profitieren etwa eine Million Menschen, da die roten Warnlichter künftig nur noch dann aufleuchten, wenn sich tatsächlich ein Flugzeug nähert. Die rechtliche Grundlage für diesen Schritt schuf der Nationalrat im Jahr 2024, nachdem technische Fortschritte bei der Hinderniskennzeichnung sowie die Freigabe durch die Luftfahrtbehörde Austro Control die Voraussetzungen dafür geschaffen hatten. Die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung (BNK) nutzt Transpondersignale von Flugzeugen, um die Befeuerung nur im Bedarfsfall zu aktivieren. Diese Neuerung gilt als entscheidender Faktor, um die Akzeptanz der Windkraft in der Bevölkerung zu erhöhen, da das permanente Blinken in der Landschaft entfällt. Parallel zur Umrüstung hat die niederösterreichische Landesregierung mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ und SPÖ den Bau von drei neuen Windparks genehmigt. In Unterstinkenbrunn, Rustenfeld II und Deutsch-Wagram 2 entstehen insgesamt 22 neue Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 160 Megawatt. Diese Projekte lösen Investitionen in der Höhe von etwa 250 Millionen Euro aus und stärken die regionale Wertschöpfung. Beteiligte Unternehmen wie die EVN Naturkraft, ImWind und Windkraft Simonsfeld betonten, dass der Ausbau der Kapazitäten notwendig sei, um die Abhängigkeit von Energieimporten weiter zu verringern und die regionale Stromversorgung für künftig rund 125.000 Haushalte sicherzustellen.

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AfD-Fraktion Thüringen fordert Nutzung des Flughafens Erfurt für Abschiebungen und Containern

Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag hat ihre Vorschläge für den Doppelhaushalt 2026/2027 vorgestellt und dabei eine massive Reduzierung der Neuverschuldung sowie Investitionen in den Flughafen Erfurt für die Durchführung von Abschiebungen gefordert. Fraktionschef Björn Höcke kritisierte in einer Pressekonferenz die von der sogenannten Brombeer-Landesregierung verantwortete Neuverschuldung als historisch hoch und finanzpolitisch „hochgefährlich“ für das Land. Die Oppositionsfraktion legte 28 Änderungsanträge vor, mit denen sie die Neuverschuldung um rund 218,9 Millionen Euro senken will. Ein signifikanter Teil der Einsparungen wird bei der institutionellen Förderung angestrebt. Die AfD fordert hier Minderausgaben in Höhe von 30 Millionen Euro, die sich auf alle rund 140 geförderten Projekte beziehen sollen. Davon betroffen wären unter anderem Orchester, Theater, Gedenkstätten, Museen sowie Sport- und Feuerwehrverbände. Höcke argumentierte, dass dies „keine übermäßigen Schmerzen“ verursachen, aber ein notwendiges Korrektursignal setzen solle. Zudem kritisierte die Fraktion, dass nur 18 Wirtschaftspläne der geförderten Einrichtungen für die Haushaltsjahre 2026/2027 vorlägen. Ein zentraler Investitionsvorschlag der AfD zielt auf den Flughafen Erfurt ab. Nach dem Konzept der Fraktion soll der Flughafen zu einem Drehkreuz für die Unterbringung von Geflüchteten und die konsequente Durchführung von Abschiebungen ausgebaut werden. In dem entsprechenden Antrag wird gefordert, den Flughafen in die Lage zu versetzen, „ausreisepflichtige Personen ohne Verzögerung fortlaufend abschieben zu können“. Zur Unterbringung sollen Container auf dem Flughafengelände aufgestellt werden. Trotz dieser Funktion soll der touristische Flugbetrieb weiterhin möglich bleiben. Höcke kommentierte die Maßnahme mit der Forderung, es sogenannten „Sozialmigranten so ungemütlich wie möglich“ in Thüringen zu machen.

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Weniger als 89 Kilometer: AUA fliegt Klagenfurt-Graz mit Embraer 195

Neuerdings bedient Austrian Airlines eine auf der Luftlinie nur knapp unter 89 Kilometer lange Inlandsstrecke mit Regionaljets des Typs Embraer 195. Der Carrier fliegt nun auch zwischen Klagenfurt und Graz. Eine Reaktion auf die Inbetriebnahme der Koralmbahn? Seit wenigen Tagen ist die Fahrzeit zwischen Klagenfurt und Graz durch die Inbetriebnahme der Koralmbahn erheblich kürzer geworden. Obwohl die Strecke unter dem steiermärkischen Airport hindurch verläuft und auch Vorarbeiten für einen Flughafenbahnhof geleistet wurden, existiert dieser nicht. Kein einziger Railjet von/nach Klagenfurt hält am Grazer Airport. Dahinter steckt ein uralter Kuhhandel, den der damalige Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ/BZÖ) durchgesetzt hat. Man sorgte sich damals darum, dass der Klagenfurter Airport regelrecht überflüssig werden könnte. Nachwirkung der Braathens-Kündigung Austrian Airlines bedient seit dieser Woche die Route Klagenfurt-Graz regelmäßig. Auf dieser Ultrakurzstrecke kommen im Regelfall Regionaljets des Typs Embraer 195, von denen sich der Carrier auf absehbare Zeit trennen wird, zum Einsatz. Auf den ersten Blick wirkt es grotesk und absurd, dass die AUA unmittelbar nach Eröffnung der Koralmbahn neue Inlandsflüge und das auf einer Strecke, die von Airport zu Airport weniger als 89 Kilometer lang ist, aufnimmt. Flugscheine kann man auf diesem Segment bis dato nicht buchen und Unternehmensangaben nach ist das auch gar nicht vorgesehen. Was steckt also dahinter, dass die AUA nun eine Route bedient, die noch kürzer ist als das längst aufgegebene Linz-Wien oder das nicht ganz freiwillig aufgegebene Salzburg-Wien? Dem Carrier fehlt die Kapazität der drei ATR72-600, die bis vor kurzer Zeit von Braathens Regional im Wetlease betrieben wurden.

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Eurowings nimmt Düsseldorf–Innsbruck nach Pause wieder auf

Die Lufthansa-Tochter Eurowings hat am 12. Dezember 2025 die Flugverbindung zwischen Düsseldorf und Innsbruck nach längerer Pause wieder in ihren Winterflugplan aufgenommen. Pünktlich um 13:00 Uhr landete die erste Maschine des Typs Airbus A320 am Flughafen Innsbruck, wo Passagiere und Crew mit einem traditionellen Tiroler Empfang überrascht wurden. Die Direktroute wird über die gesamte Wintersaison zweimal wöchentlich, jeweils freitags und sonntags, bedient und ergänzt das bereits bestehende Eurowings-Angebot von und nach Hamburg. Die Flugzeit zwischen der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und der Tiroler Hauptstadt beträgt lediglich 1 Stunde und 10 Minuten. Bereits der Erstflug war gut ausgelastet und zeigte die hohe Nachfrage: Es wurden 136 ankommende und 87 abfliegende Passagiere gezählt. Michael Händel, Vice President Network Management and Airport Relation bei Eurowings, hob die Bedeutung der Verbindung hervor, da sie Wintersportfans aus dem bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland einen schnellen und direkten Zugang zu den Tiroler Alpen ermöglicht. Auch auf Tiroler Seite wird die neue Direktverbindung positiv bewertet. Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, betonte, dass Deutschland der stärkste Herkunftsmarkt sei und Nordrhein-Westfalen für fast 25 Prozent aller deutschen Nächtigungen in der Region stehe. Die Routen nach Düsseldorf und Hamburg seien somit starke Impulse für die Auslastung der Betriebe. Zudem dient Düsseldorf als potenzieller Umsteigeflughafen innerhalb des Lufthansa-Konzerns für attraktive internationale Anschlussflüge. Parallel dazu bauen weitere Fluggesellschaften wie easyJet und British Airways ihr Angebot am Flughafen Innsbruck aus.

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