
Klagenfurt: Streit um die millionenschwere Tuifly-Rückzahlung
In Kärnten wird momentan darüber „gestritten“ wer eigentlich Begünstigter der millionenschweren Rückzahlung von Beihilfen, die Tuifly aufgrund einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zu leisten hat, ist. Sowohl das Land als auch die Flughafengesellschaft sind jeweils der Ansicht, dass man Anspruch auf das Geld hat. Mitte der 2000er-Jahre war am Klagenfurt Airport viel los. Unter anderem die Billigflieger Hapag-Llyod Express (später in Tuifly umbenannt und anschließend wurden die Routen von Air Berlin übernommen) und Ryanair haben zahlreiche Strecken ab dem Kärntner Flughafen angeboten. So viele Passagiere wie damals hatte man nie zuvor und auch nie wieder. Dies war aber teuer erkauft, denn die Carrier haben millionenschwere „Marketingzuschüsse“ erhalten. Nach der Übernahme der City-Strecken von Tuifly durch die mittlerweile nicht mehr existierende Air Berlin sollte der „Werbevertrag“ auslaufen und nicht mehr verlängert werden. Der deutsche Carrier drohte öffentlich, dass man sich ohne Zuschüsse komplett aus Klagenfurt zurückziehen wird. Genau das ist dann kurz darauf auch geschehen. Ryanair machte schrittweise die Fliege, wobei man die letzte Route vorzeitig einstellte. Die damalige D-A-CH-Verantwortliche sagte gar öffentlich, dass man sich „wegen einer unverschämten Gebührenerhöhung“ zurückziehen würde. Viele Carrier machen Zuschüsse zur Grundbedingung Die Zuschüsse haben massiven Schaden angerichtet, denn wie in der Branche mittlerweile allgemein bekannt ist, verweisen viele potentielle Carrier in Verhandlungen mit dem Flughafen Klagenfurt stets darauf, dass Hapag-Llyod Express (bzw. später Air Berlin), Ryanair und andere Anbieter ja auch Geld bekommen haben. Ohne Subventionen werde man den Airport nicht ins Streckennetz aufnehmen. Somit war die damalige Förderpolitik der Haider-Landesregierung alles andere als






