Jan Gruber

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Jan Gruber

Ryanair flog zu Jahresende 2022 rund 202 Millionen Euro Gewinn ein

Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Gewinn in der Höhe von rund 202 Millionen Euro eingeflogen. Damit hat man die Prognose um rund zwei Millionen Euro übertroffen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres steckte man mit rund 96 Millionen Euro in den roten Zahlen. Konzernchef Michael O’Leary erklärte am Montag, dass er für das laufende Geschäftsjahr, das Ende März 2023 endet, einen um Sondereffekte bereinigten Überschuss zwischen 1,325 und 1,425 Milliarden Euro erwartet. Damit würde der Carrier wieder in die schwarzen Zahlen zurückkehren. Im Berichtszeitraum hatte die Ryanair Group 38,4 Millionen Passagiere an Bord. Im Vergleich mit dem dritten Quartal der Vorperiode legte man um 24 Prozent zu. Gestiegene Durchschnittserlöse führten dazu, dass sich der Umsatz um 57 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro gesteigert hat. Unternehmensangaben nach konnte man um 14 Prozent mehr als vor der Corona-Pandemie einnehmen. Michael O’Leary geht davon aus, dass man bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres etwa 168 Millionen Passagiere befördert haben wird. Sämtliche Ankündigen gelten unter dem Vorbehalt, dass das Geschäft nicht durch externe Faktoren negativ beeinflusst wird.

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Ukraine lässt zwei An-148 von Air Ocean Airlines beschlagnahmen

Die Ukraine hat zwei Regionalverkehrsflugzeuge des Typs Antonow An-148-100 an die Kette legen lassen. Es handelt sich um jene zwei Maschinen, die in der Vergangenheit auf dem AOC von Air Ocean Airlines registriert waren. Diese wurden über einen juristischen Umweg nach Russland verkauft. Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine wirft vor, dass eine zypriotische Briefkastenfirma zur Umgehung der Sanktionen missbraucht worden sein soll. Konkret soll über den Umweg dieser Gesellschaft ein Leasingvertrag mit einer russischen Airline abgeschlossen worden sein. Daher wurde die Beschlagnahme der beiden Antonow An-148 angeordnet. Betroffen sind die Maschinen mit den Registrierungen UR-CTC und UR-CTF, die kurzzeitig auf dem AOC von Air Ocean Airlines, der bereits vor einiger Zeit AOC und Betriebsgenehmigung entzogen wurden, waren. Diese sollen auf juristischen Umwegen an Illjuschin Finance verkauft worden sein.

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Unwetter: Terminal in Auckland stand unter Wasser

Enorm starke Regenfälle haben dazu geführt, dass der neuseeländische Flughafen Auckland ab Freitag temporär gesperrt werden musste. In einigen Terminalbereichen stand das Wasser knöchelhoch, so dass diese nicht mehr nutzbar waren. Nicht nur der Airport war von den Auswirkungen eines Unwetters betroffen, sondern auch zahlreiche Straßen der neuseeländischen Stadt waren nicht passierbar. Ein Konzert von Elton John, das im Stadion stattfinden sollte, wurde aus Sicherheitsgründen abgesagt. Der Flughafen war bis Samstagnachmittag komplett gesperrt, jedoch konnte bislang nur ein Teilbetrieb aufgenommen werden. Die Schäden, die an Technik und Substanz entstanden sind, lassen sich derzeit noch nicht beziffern. Aufgrund der Sperre des Airports mussten zahlreiche Flüge gestrichen bzw. umgeleitet werden. Der Flughafen Auckland informierte unter anderem über die Homepage und Social-Media-Plattformen, dass aufgrund der Unbenutzbarkeit von einigen Terminalteilen temporär kein Betrieb möglich ist. Die Passagiere wurden ausdrücklich gebeten, dass diese vorerst nicht zum internationalen Abfertigungsgebäude erscheinen sollen. Einige Maschinen wichen auf andere Airports auf. Ein von Emirates durchgeführter Airbus-A380-Flug entschied sich zur Umkehr. Das Langstreckenflugzeug setzte nach rund 13 Stunden Flugzeit wieder sicher auf dem Flughafen Dubai auf. Völlig unabhängig von den Überschwemmungen ist es in Auckland noch zu einem weiteren Problem gekommen. Der Airport teilte mit, dass die Beleuchtung der Runway durch ein ankommendes Flugzeug stark beschädigt wurde. Die Reparaturarbeiten dauern an, jedoch auch wegen diesem Mangel die Kapazität, insbesondere in der Nacht, temporär eingeschränkt.

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Ita Airways: Italien tritt mit Lufthansa in exklusive Verhandlungen

Das italienische Finanzministerium wird mit der Lufthansa Group in exklusive Verhandlungen über den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Ita Airways treten. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde beiderseitig unterschrieben. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Kranich-Konzern im zweiten Anlauf zum Zug kommen könnte. Ursprünglich ging der Zuschlag an das Konsortium Certares/Air France-KLM/Delta. Allerdings ist es im Zuge der exklusiven Verhandlungen zu keiner Einigung gekommen, so dass diese aufgehoben wurde. Im Gegensatz zu Lufthansa ist der ursprüngliche Bieter-Partner MSC nicht mehr an einem Einstieg bei ita Airways interessiert. Auch Air France-KLM kommunizierte, dass man kein neuerliches Angebot abgegeben hat. Zum Zeitpunkt der Deadline des jüngsten Bieterverfahrens hat nur Lufthansa eine Absichtserklärung an das italienische Finanzministerium übermittelt. Derzeit strebt der Kranich-Konzern die Übernahme von rund 40 Prozent an. Der Kaufpreis soll laut der Agentur Reuters bei etwa 200 bis 300 Millionen Euro liegen. Zuletzt steckte Ita Airways – ähnlich wie der Vorgänger Alitalia – tief in den roten Zahlen. Lufthansa beabsichtigt die italienische Fluggesellschaft zu einem späteren Zeitpunkt komplett zu übernehmen. Dabei könnte Brussels Airlines, die man ebenfalls in Teilschritten aufgekauft hat, als Vorbild dienen. „Die Parteien werden nun Verhandlungen über die Struktur einer möglichen Beteiligung aufnehmen“, teilte Lufthansa in einer Erklärung mit. Das italienische Finanzministerium bestätigte die Angaben. Sollte es zu einem Vertrag mit dem Kranich-Konzern kommen, so gilt es wahrscheinlich, dass Ita Airways aus dem Skyteam austreten und in die Star Alliance wechseln wird. Dies wäre für die zuerst genannte Allianz ein herber Rückschlag, da der Zugang zum italienischen Markt verloren gehen würde.

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Barcelona: Level stockt die Frequenzen auf

Die Iberia-Billigmarke Level erhöht im Sommerflugplan 2023 das Angebot ab Barcelona. Beispielsweise erhöht man in Richtung Boston, New York (JFK) und Santiago de Chile die Frequenzen. Auf der Kurz- und Mittelstrecke ist man nicht mehr tätig, denn die österreichische Konzernschwester Level Europe musste kurz nach dem Beginn der Corona-Pandemie Konkurs anmelden. Das einstige Level-Langstreckenangebot ab Paris-Orly existiert ebenfalls nicht mehr, denn der IAG-Konzern entschied sich während der Corona-Pandemie dafür, dass die operative Tochtergesellschaft Openskies aufgelöst wird und das Level-Langstreckenangebot auf Barecelona (operated by Iberia) fokussiert wird. Mit Wirksamkeit zum 12. Juni 2023 soll die Destination Boston viermal wöchentlich angesteuert werden. Die New York (JFK) Strecke wird per 7. Juni 2023 auf tägliche Flüge aufgestockt werden. Santiago de Chile soll nun ganzjährig angeboten werden. Allerdings gibt es zwischen 26. März und 31. Mai 2023 keine Flüge. Ab Barcelona hat man weiterhin folgende Ziele im Portfolio: Buenos Aires, Los Angeles und San Francisco.

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Eurowings stellt Linz-Düsseldorf ein

Die Lufthansa-Tochter Eurowings stellt die Nonstop-Verbindung zwischen Linz und Düsseldorf ein. Bereits vor wenigen Tagen zeigte sich der Airport im Zuge der Präsentation der Verkehrszahlen des Jahres 2022 besorgt über die Zukunft dieser Route. Eurowings präsentierte sich seit der Übernahme dieser Verbindung nicht gerade als zuverlässiger Anbieter, denn unter den verschiedensten Vorwänden wurde Linz-Düsseldorf wiederholt ausgesetzt. Die momentane „Winterpause“ wird von Dauer sein, denn sämtliche Hinweise auf die ehemalige AUA-Route wurden mittlerweile von der Firmenhomepage entfernt. Ob sich eine Konzernschwester oder ein anderer Carrier findet, der die betroffene Strecke bedienen wird, ist noch völlig offen. Das Flughafen-Linz-Management geht laut Medienmitteilung davon aus, dass sich der bisherige Einsatz von Airbus-Jets als unwirtschaftlich erwiesen hat.

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Polen: Lot stockt Präsenz in Radom auf

Die polnische Fluggesellschaft Lot stockt die Präsenz am Flughafen Radom weiter auf. Der Carrier wird zusätzlich zu den bereits bekannten Neuaufnahmen zwei weitere Routen aufnehmen. Dabei handelt es sich um Preveza und Tirana. Die beiden Destinationen sollen Mitte Juni 2023 erstmals bedient werden. Derzeit ist vorgesehen, dass Preveza ab 16. Juni 2023 am Verkehrstag Freitag mit Boeing 737-800 angesteuert werden soll. Nach Tirana geht es ab 11. Juni 2023 jeweils an Sonntagen. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Lot im Sommerflugplan 2023 ab Radom nach Kopenhagen, Rom-Fiumicino und Paris-Charles de Gaulle fliegen wird.

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Martinair bestellt vier Airbus A350F

Die niederländische Fluggesellschaft Martinair wird vier Cargomaschinen des Typs Airbus A350F einflotten. Diese werden ältere Boeing 747F ersetzen. Die KLM-Tochter modernisiert damit die zum Teil in die Jahre gekommene Flotte. „Wir freuen uns sehr über diesen wichtigen Schritt hin zur A350F. Sie beschleunigt die Nachhaltigkeitsbestrebungen von Air France KLM Martinair Cargo durch deutliche Verbesserungen bei den Treibstoffemissionen und die Einhaltung der strengsten ICAO-Kapitel 14 für Lärm und CAEP 8 für Stickoxide (NOx). Wir sind fit für die Zukunft“, so Adriaan den Heijer, Executive Vice President Air France KLM Cargo und Managing Director Martinair. Der Airbus A350F basiert auf den sich schon seit längerer Zeit auf dem Markt befindlichen Passagierflugzeug. Die Cargo-Variante wurde im Jahr 2021 vorgestellt. Bislang konnte der europäische Flugzeugbauer 35 Bestellungen von sieben Kunden an Land ziehen. „Eine weitere A350F-Bestätigung, und zwar eine großartige! Wir freuen uns sehr über den Einzug der A350F in die KLM/Martinair-Welt. Dies bestätigt die Bedeutung dieses modernsten Langstrecken-Frachtflugzeugs mit hoher Kapazität für das Luftfrachtsegment. Ich bin sehr zufrieden mit dem Start unseres Programms. Mit 50 % weniger Lärm und 40 % weniger Treibstoffverbrauch und CO2- Emissionen im Vergleich zu Frachtern der älteren Generation, die sie ersetzt, ist das kaum eine Überraschung! Wir danken der Air France-KLM Group für ihr kontinuierliches Vertrauen“, sagte Christian Scherer, Chief Commercial Officer von Airbus und Leiter von Airbus International. Die Auslieferung an Martinair erfolgt rechtzeitig, um die neuesten ICAO-Kohlenstoffdioxid -Emissionsstandards zu erfüllen, welche bis Ende 2027 in Kraft treten werden, so Airbus.

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Düsseldorf: Viele Flugausfälle wegen Warnstreik

Aufgrund eines Warnstreiks, der zwischen Freitag, dem 27. Jänner 2023 (3 Uhr 30) und Samstag, den 28. Jänner 2023 (0 Uhr 30) am Flughafen Düsseldorf über die Bühne geht, musste bislang rund die Hälfte der geplanten Flüge gestrichen werden. Betroffen ist das Ground-Handling-Unternehmen Aviapartner, das in diesem Segment der größte Anbieter auf diesem Airport ist. Laut Gewerkschaft Verdi liegt der Marktanteil bei etwa 75 Prozent. Die Streikbeteiligung soll bei etwa 90 Prozent liegen. Pro Schicht sind in etwa 350 Mitarbeiter im Einsatz. Hintergrund des Arbeitskampfes ist, dass Aviapartner im Zuge der Neuausschreibung der Bodenverkehrslizenz nicht berücksichtigt wurde. Das Unternehmen ist seit etwa 15 Jahren in Düsseldorf tätig. Die Gewerkschaft befürchtet, dass etwa 700 Arbeitsplätze akut auf der Kippe stehen könnten.

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Air Serbia least zwei weitere ATR72-600

Erst vor wenigen Tagen hat Air Serbia die Flottenerneuerung im Bereich der Turbopropmaschinen abgeschlossen. Nun wurde bekannt, dass man abermals zwei weitere ATR72-600 leasen wird. Diese sollen noch heuer zur Flotte stoßen. Firmenchef Jiri Marek bestätgite gegenüber CH-Aviation.com, dass man im Sommerflugplan 2023 mit acht ATR72-600 fliegen wird. Unter anderem sagte der Manager: „Wir möchten in diesem Jahr acht ATR72-600 betreiben. Je nach Verfügbarkeit der Flugzeuge auf dem Markt werden wir für die Übergangszeit eine Kombination aus Dry- und Wet-Lease anbieten. Wir befinden uns in der Endphase, um die nächsten beiden ATR72-600 im Rahmen eines Dry-Lease-Vertrags zu erwerben“.

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