Jan Gruber

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Jan Gruber

Ticketerstattungen: Swiss erleidet Schlappe vor dem OLG Wien

Die Lufthansa-Tochter Swiss erlitt vor dem Oberlandesgericht Wien aufgrund einer Klage des Vereins für Konsumenteninformation eine juristische Niederlage. Drei Klauseln, die die Rückerstattung von Ticketgeldern betreffen, wurden für rechtswidrig erklärt. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Im Auftrag des Sozialministeriums ist der Verein für Konsumenteninformation gegen jene Punkte der Allgemeinen Beförderungsbedingungen von Swiss, die die Rückerstattung von Ticketgeldern regeln, vor Gericht gezogen. Die Fluggastrechteverordnung legt fest, dass bei einem gestrichenen Flug der bezahlte Preis binnen sieben Tagen zurückbezahlt werden muss, sofern das vom Passagier gewünscht ist. Eine Klausel der Swiss regelte, dass Rückerstattungen von Flugtickets, die per Kreditkarte bezahlt wurden, nur auf das Konto vergütet werden, mit dem die Tickets ursprünglich bezahlt wurden. Durch diese Klausel wurden andere Arten der Rückzahlung vollkommen ausgeschlossen. Das widerspricht der Fluggastrechte-Verordnung, die Zahlungsmethoden wie Überweisung, Scheck oder Barzahlung vorsieht, und ist daher unzulässig. „Besonders problematisch sind solche Klauseln, wenn bei einer Buchung der Flugpreis mit der Kreditkarte eines Vermittlers ohne das Wissen des Fluggastes gezahlt wurde“, erklärt Maximilian Kemetmüller, zuständiger Jurist im VKI, die Nachteiligkeit dieser Klausel. „Kommt es dann zu einer Rückzahlung auf diese Kreditkarte, bekommen die Fluggäste den Ticketpreis oft nur mit erheblicher Verspätung erstattet und in manchen Fällen auch gar nicht.“ Dazu kommt der Umstand, dass Swiss bei Tickets, die über Vermittler gebucht wurden, auf diese verwiesen wurde. Allerdings hat sich gerade während der Corona-Pandemie gezeigt, dass diese oftmals schwer greifbar sind und durchaus auf die Airline verweisen und sich nicht zuständig fühlt. „Durch dieses Urteil wurde erneut die Ansicht des VKI

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Wegen 27 Kilogramm Zwiebeln: Philippine-Airlines-Crew bekommt heftigen Ärger mit dem Zoll

Eine Besatzung von Philippine Airlines hat mit dem örtlichen Zoll so einiges an Ärger am Hals. Dem fliegenden Personal wird geworfen, dass sie am 10. Jänner 2023 versucht haben sollen 40 Kilogramm landwirtschaftliche Produkte, darunter 27 Kilogramm Zwiebeln, auf die Philippinen zu „schmuggeln“. Der Fall ist durchaus ungewöhnlich, denn normalerweise versuchen Passagiere und in seltenen Fällen durchaus auch mal Crewmitglieder eher Bargeld, Zigaretten, Alkohol, Gold und sonstige hochpreisige Produkte am Zoll vorbei über die Grenze zu bringen. 27 Kilogramm Zwiebeln und 13 Kilogramm weiteres Gemüse ist definitiv nicht alltäglich. Viele Staaten, darunter auch die europäische Union, haben für die Einfuhr von Lebensmitteln, besonders tierischen Ursprungs, strenge Vorschriften. Damit will man die Einschleppung von Seuchen minimieren. Die Besatzungsmitglieder von Philippine Airlines wurden am 10. Jänner 2023 auf dem Flughafen Manila durch den örtlichen Zoll kontrolliert. Zuvor war man auf Umläufen nach Dubai und Riad im Dienst. Die Beamten staunten nicht schlecht, denn die Airline-Mitarbeiter hatten in ihren Handgepäckstücken 40 Kilogramm Gemüse, darunter 27 Kilogramm Zwiebeln. An sich wäre die Einfuhr gar kein Problem gewesen, sofern zuvor eine Genehmigung durch das Bureau of Plant Industry eingeholt wurden wäre. Eben diese hatten die Flugbegleiter und Piloten eben nicht und das hat nun ein unangenehmes Nachspiel. Die zuständige Zollbehörde bestätigte den Vorfall und erklärt unter anderem, dass die Waren unter die Genehmigungspflicht fallen. Gegen die Besatzungsmitglieder von Philippine Airlines wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Schmuggels sowie wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen einschlägige Gesetze eingeleitet. Aufgrund des vergleichsweise geringen Werts der „Schmuggelware“ hat

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Charter: Ita Airways fliegt ab Rostock nach Rom und Mailand-Linate

Die Fluggesellschaft Ita Airways wird im Sommerflugplan 2023 ab Mailand-Linate und Rom-Fiumicino den deutschen Flughafen Rostock-Laage ansteuern. Es handelt sich um Charterflüge, die im Auftrag eines Reiseveranstalters durchgeführt werden. Beide Destinationen werden ab 4. Juni 2023 jeweils an Sonntagen angesteuert. Mit Wirksamkeit zum 14. September 2023 wechselt der Flugtag auf Donnerstag, wobei diese auch gleichzeitig der vorerst letzte Tag der Charterkette ist. Dies geht aus den vorliegenden Flugplandaten hervor.

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Wegen Irak-Überflügen: Virgin Atlantic kassiert Geldstrafe in den USA

Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat seitens des U.S.-amerikanischen Verkehrsministeriums eine Geldstrafe in der Höhe von 1,05 Millionen U.S.-Dollar kassiert. Hintergrund ist, dass man Flugverbotszonen missachtet haben soll. Gleichzeitig erging an den Carrier der eindringliche Hinweis derartige Verstöße künftig zu unterlassen. Im Zeitraum zwischen 16. September 2020 und 16. September 2021 soll Virgin Atlantic zahlreiche Flüge über dem seitens der FAA gesperrten Luftraum durchgeführt haben. Dabei wurde dem Carrier zum Verhängnis, dass man auf den Verbindungen einen Codeshare mit Delta Air Lines hatte. Die U.S.-amerikanischen Behörden vertreten die Ansicht, dass dadurch der britische Carrier zur Einhaltung der FAA-Notams verpflichtet ist.

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Sommer 2023: Wizz Air legt zahlreiche Türkei-Strecken auf

Die Billigfluggesellschaft Wizz Air setzt im Sommer 2023 verstärkt auf Türkei-Flüge. Unter anderem ab London, Budapest, Iasi, Cluj und Budapest nimmt man Flüge nach Istanbul und/oder Antalya auf. In der Bosporus-Metropole nutzt Wizz Air nicht den bei Billigfluggesellschaften hoch im Kurs stehenden Sabiha Gökçen, sondern den wesentlich größeren Airport Istanbul-New (IST).  Ab London Gatwick will Wizz Air UK im Sommerflugplan 2023 je viermal wöchentlich nach Antalya und Dalaman fliegen. Istanbul will man täglich ansteuern. Diese Destination soll in selbiger Frequenz auch ab Luton angeboten werden. Ebenso will man ab Budapest und Iasi nach Istanbul fliegen. Ab der ungarischen Hauptstadt sind sieben Umläufe pro Woche geplant und ab Iasa drei. Von Cluj, Bukarest, Budapest, Abu Dhabi und Debrecen aus will man im Sommer 2023 Kurs auf Antalya nehmen. Mit Ausnahme von Debrecen und Cluj (zwei Rotationen wöchentlich) sind drei Umläufe pro Woche geplant.

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Paderborn meldet 502.629 Fluggäste

Der deutsche Flughafen Paderborn/Lippstadt wurde im Jahr 2022 von 502.629 Passagieren genutzt. Damit konnte man sich gegenüber 2021 deutlich steigern, denn damals hatte man 129.292 Reisende. Der Aufsichtsrat des Airports zeigt sich über die Arbeit der Geschäftsleitung erfreut und vertritt die Ansicht, dass es dieser gelungen wäre den Flughafen Paderborn/Lippstadt zu einem attraktiven Ort für Airlines zu machen. Unter anderem konnte man die Billigfluggesellschaft Ryanair an Land ziehen. Aida lässt in Kürze Charterflüge von Air Nostrum nach Palma de Mallorca durchführen. Mit dem mittlerweile vom Markt verschwundenen Ticketverkäufer Green Airlines hatte man aber eher einen Fehlschlag.

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Korean Air reaktivier Prag, Madrid, Istanbul und Zürich

Die Fluggesellschaft Korean Air wird im Sommerflugplan 2023 vier weitere Europa-Strecken reaktivieren. Dabei handelt es sich um Prag, Istanbul, Madrid und Zürich, die jeweils ab Seoul angesteuert werden sollen. Den Auftakt macht die Verbindung in die tschechische Hauptstadt, die ab 26. März 2023 zunächst dreimal wöchentlich angesteuert werden soll. Per 1. Juni 2023 will Korean Air auf vier Umläufe pro Woche aufstocken. Ab 28. März 2023 will man dreimal wöchentlich Kurs auf Zürich-Kloten nehmen. Nach Istanbul soll es ab 24. April 2023 zunächst dreimal pro Woche gehen. Ab 1. Juni 2023 soll diese Strecke fünfmal wöchentlich bedient werden. Madrid will Korean Air ab 25. April 2023 mit Seoul verbinden. Auf dieser Route, die reaktiviert wird, sind zunächst drei Umläufe pro Woche geplant.

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Klagenfurt: Liliair verkauft ab März 2023 Flugtickets

Im März 2023 will Liliair mit dem Verkauf von Flugscheinen für die ab Klagenfurt angekündigten Strecken nach Frankfurt, München und Hamburg beginnen. Die operative Durchführung der Flüge wird durch die maltesische Mesa-Tochter Flite erfolgen. In Kooperation mit verschiedenen Plattformen will man dann auch ermöglichen, dass Umsteigeverbindungen ab Klagenfurt gebucht werden können. Derzeit befindet man sich Unternehmensangaben nach in der Finalisierung der Slot-Zuteilung.

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Ita Airways: Lufthansa ist einziger Bieter

Das italienische Wirtschaftsministerium teilte mit, dass sich nur Lufthansa für einen Einstieg bei Ita Airways interessieren soll. Bis zum Ablauf der Deadline, die am Mittwoch um 18 Uhr 00 war, ist kein anderes Angebot eingelangt. Zuletzt hatten auch Air France und Delta Air Lines öffentlich Interesse bekundet, jedoch wurde bis zum Ablauf der Angebotsfrist keine Absichtserklärung beim Wirtschaftsministerium Italiens eingereicht. Somit ist Lufthansa der einzige Bieter. Innerhalb einer Woche will man entscheiden, ob man mit dem Kranich-Konzern in exklusive Verhandlungen treten wird.

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Blick in die MOL-Glaskugel: O’Leary spekuliert über Übernahmen von Mitbewerbern

Ryanair-Group-Chef Michael O’Leary geht davon aus, dass Lufthansa in Kürze bei Ita Airways einsteigen wird. Generell rechnet der Manager damit, dass es in den nächsten Monaten und Jahren zu zahlreichen Übernahmen kommen wird. Tap Air Portugal, Wizz Air und Easyjet nannte er explizit. Bezogen auf den eigenen Konzern hob Michael O’Leary hervor, dass in den letzten Tagen besonders viele Neubuchungen für den Sommer 2023 eingegangen sind. Er ist weiterhin davon überzeugt, dass Billigflieger in Zeiten steigender Alltagskosten stärker gefragt sind, denn die Menschen würden das Sparpotential nutzen. Den Rotstift werde die Bevölkerung eher weniger bei Urlauben ansetzen, sondern eher bei anderen Dingen, die er nicht näher nannte. Dennoch geht Michael O’Leary davon aus, dass die Flugticketpreise weiter steigen werden. Er vermutet, dass viele gerade jetzt ihre Flugscheine für den Sommer 2023 buchen, da sich viele Sorgen darum machen, dass es deutlich teurer werden könnte. Der Ryanair-Group-Chef prognostiziert, dass sich die durchschnittlichen Preise um einen einstelligen Prozentsatz erhöhen werden – zumindest auf der Kurzstrecke innerhalb Europas. Dies führt er nicht nur auf gestiegene Kerosinpreise zurück, sondern auch darauf, dass das Angebot knapp ist. Viele Mitbewerber würden noch immer geringere Kapazitäten anbieten als im Sommer 2019. Michael O’Leary prognostiziert, dass es in den nächsten Monaten bzw. Jahren zu einigen Übernahmen kommen wird. Er ist davon überzeugt, dass Lufthansa in Kürze bei Ita Airways einsteigen wird. Tap Air Portugal sieht er eher bei der IAG. Auch Easyjet hält er für einen Kandidaten, der von einem größeren Konzern geschluckt werden könnte. O’Leary spekuliert, dass

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