Jan Gruber

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Jan Gruber

Juli 2022: Ryanair hatte 16,8 Millionen Passagiere an Bord

Die Ryanair Group beförderte im Juli 2022 rund 16,8 Millionen Passagiere. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum konnte sich der Billigflieger um 81 Prozent verbessern. Die Auslastung wird mit 96 Prozent kommuniziert und liegt somit um 16 Prozentpunkte über jener, die man im Juni 2021 hatte. Seit Jahresanfang hatte die Ryanair Group eigenen Angaben nach 142 Millionen Passagiere an Bord. Damit liegt man erheblich über dem Aufkommen der ersten sieben Monate von 2021, denn damals nutzten 40 Millionen Reisende den irischen Billigflieger. Der Ladefaktor verbesserte sich um 14 Prozentpunkte auf 87 Prozent. Ryanair-Zahlen auf einen Blick: Monat (2022) Passagiere Auslastung Dezember   9.5m 81% Januar   7.0m 79% Februar   8.7m 86% März 11.2m 87% April 14.2m 91% Mai 15.4m 92% Juni 15.9m 95% Juli 16.8m 96%

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Australien: McDonalds-Menü brockte Passagier 1.820 Euro Geldstrafe ein

Die Einfuhr von Lebensmitteln tierischer Herkunft ist Reisenden in vielen Staaten, darunter auch der EU-Schengen-Raum, zumeist nicht gestattet. Besonders streng handhabt dies beispielsweise Australien. Ein Passagier, der von einem Bali-Urlaub nach Darwin nach Hause geflogen ist, musste wegen einem mitgebrachten McDonalds-Menü eine saftige Geldstrafe von umgerechnet 1.820 Euro bezahlen. Das Corpus Delicti: Ein in Indonesien im Fastfood-Lokal gekauftes Menü, das aus zwei Eier-Muffins und einem Schinkencroissant bestand. Diese hätte der Australier nicht mit nach Hause nehmen dürfen, denn die lokalen Bestimmungen besagten, dass derartige Lebensmittel von Privatpersonen nicht eingeführt werden sollen. Der Passagier wurde im Zuge einer Kontrolle von einem speziell ausgebildeten Spürhund erwischt. Für den Verstoß kassierte der Australier eine saftige Geldstrafe in der Höhe von 2.664 Australischen Dollar (ungefähr 1.820 Euro). Ironischerweise hätte er das selbige Menü wesentlich billiger in einer Macca’s (unter diesem Namen tritt McDonalds seit einigen Jahren in Australien auf) in Darwin kaufen können. „Dies wird die teuerste Maccas-Mahlzeit sein, die dieser Passagier je zu sich genommen hat. Die Geldstrafe ist doppelt so hoch wie ein Flug nach Bali, aber ich habe kein Mitleid mit Menschen, die die strengen australischen Biosicherheitsmaßnahmen missachten, und die jüngsten Nachweise zeigen, dass Sie erwischt werden. Australien ist MKS-frei, und wir wollen, dass das auch so bleibt. … Biosicherheit ist kein Witz – sie hilft, Arbeitsplätze, unsere Farmen und Lebensmittel zu schützen und die Wirtschaft zu unterstützen“, erklärt Australiens Landwirtschaftsminister Murray Watt. Strenge Quarantänevorschriften auch für Tiere Downunder praktiziert schon sehr lange äußerst strikte Einfuhrbestimmungen für Lebensmittel tierischen Ursprungs. Auch

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Flughafen Wien AG korrigiert Gewinnprognose nach oben

Die Flughafen Wien AG rechnet damit, dass man heuer einen Umsatz in der Höhe von 670 Millionen Euro erzielen wird. Dies bisherige Prognose wurde um 30 Millionen Euro angehoben. Auch soll der prognostizierte Gewinn höher ausfallen. Das börsennotierte Unternehmen teilte am Mittwoch ad hoc mit, dass man mit einem positiven Ebitda in der Höhe von „zumindest rund 290 Millionen Euro“ rechnet. Dies vormalige Prognose wurde damit um 30 Millionen Euro nach oben korrigiert. Das Jahresergebnis soll mit „mindestens 100 Millionen Euro“ positiv ausfallen. Vormals rechnete man mit etwa 80 Millionen Euro. Allerdings weist der Vorstand der Flughafen Wien AG auch darauf hin, dass es Faktoren gibt, die die Vorausschau negativ beeinflussen können. Dazu schreibt das Unternehmen: „Die angepassten Werte erfolgen unter der Annahme, dass es im Herbst und Winter zu keinen pandemiebedingten Lock Downs oder massiven Verkehrsbeschränkungen kommt. Die Investitionen werden bei rund € 84 Mio. liegen. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt der heute nicht abschätzbare weitere Verlauf des Krieges in der Ukraine und dessen Folgen für den Luftverkehr“.

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EASA hat Preighter-Ära beendet

Seit 1. August 2022 sind so genannte „Preighter“ in der Europäischen Union Geschichte, denn die EASA hat die seit Frühjahr 2020 bestehende Ausnahmeregelung nicht mehr verlängert. Man hält dies für nicht mehr notwendig. Zu Beginn der Corona-Pandemie waren Passagierflüge aufgrund von Grenzschließungen bzw. nahezu unüberwindbaren Einreise- und Quarantänebestimmungen, die panikartig ohne jegliche wissenschaftliche Evidenz erlassen wurden, so ganz und gar nicht gefragt. Viele Fluggesellschaften haben ihren Betrieb temporär eingestellt bzw. konnten sich zumindest teilweise ins Frachtgewerbe „flüchten“. Temporär bestand eine äußerst hohe Nachfrage, so dass auch Passagierflugzeuge für den Transport von Masken und sonstigen Gütern herangezogen wurden. Auch die österreichische Austrian Airlines funktionierte Maschinen, mit denen normalerweise Passagiere transportiert werden, temporär in so genannte „Preighter“ um. Für den genannten Carrier war es aber eher ein „Groscherlgeschäft“, denn in Österreich gab es – im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern – keinen Frachtboom. Im Gegenteil: Das Aufkommen war sogar stark rückläufig. Die EASA sieht nun keine Notwendigkeit für den weiteren Einsatz von Passagierflugzeugen als so genannte „Preighter“. Die Ausnahmeregelung ist am 31. Juli 2022 ausgelaufen und wurde nicht verlängert. Dazu erklärt die europäische Behörde:  Die Ausnahmeregelungen wurden nicht über den 31. Juli 2022 hinaus verlängert. Das Gleiche gilt für bestehende Genehmigungen, die auf der Grundlage der Abweichung für die Beförderung von Fracht in Fahrgasträumen erteilt wurden. Es wird erwartet, dass die Frachtkapazität in den Laderäumen von Passagierflugzeugen bis zum Sommer 2022 zunehmen wird, was den Druck auf die Logistikkette verringern wird“.

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Qatar Airways: Airbus storniert A350-Großbestellung

Im Streit zwischen Airbus und Qatar Airways gibt es rund um die behaupteten Qualitätsmängel beim Maschinentyp A350 eine weitere Eskalation: Der europäische Flugzeugbauer hat laut Nachrichtenagentur Reuters die Bestellungen für die noch nicht ausgelieferten 19 A350-1000 storniert. Sowohl Qatar Airways als auch Airbus wollten die Berichterstattung zunächst nicht kommentieren. Der Golfcarrier weigerte sich zuletzt weitere Maschinen der A350-Reihe zu übernehmen. Ein Gericht in London urteilte, dass man diese sowohl abnehmen als auch bezahlen muss. Der Flugzeugbauer hat dem einstigen Großkunden gegen Jahresanfang auch eine A321neo-Großbestellung gestrichen und zwischenzeitlich erreicht, dass die Lieferslots neu vergeben werden dürfen. Qatar Airways und Airbus führen in London mehrere Gerichtsverfahren gegeneinander. Im Kern geht es um behauptete Qualitätsmängel am A350. Diese werden von Airbus unter Verweis auf eine Einschätzung der Easa als kosmetischer Mangel angesehen. Der Golfcarrier und die Luftfahrtbehörde von Katar sehen dies jedoch gänzlich anders.

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Halbjahreszahlen: Swiss flog 67 Millionen Franken Gewinn ein

Die Fluggesellschaft Swiss konnte im ersten Halbjahr 2022 einen Gewinn in der Höhe von 67 Millionen Franken einfliegen. Damit hat man die Verlustzone verlassen. Den Löwenanteil hat die starke Nachfrage im zweiten Quartal 2022 beigetragen. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres hatte Swiss rund 5,3 Millionen Passagiere an Bord. Damit nutzten im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum rund fünfmal mehr Reisende die Dienstleistungen der Lufthansa-Tochter. Der Umsatz stieg auf 1,8 Milliarden Schweizer Franken. Das Luftfahrtunternehmen geht davon aus, dass das Ergebnis des Gesamtjahres 2022 positiv sein wird. Das operative Ergebnis lag mit CHF 67,0 Mio. um rund CHF 465 Mio. über Vorjahr (1. HJ. 2021: CHF – 398,2 Mio.). Die operativen Erträge stiegen um 179,7 Prozent auf CHF 1,8 Mrd. (1. HJ. 2021: CHF 659,3 Mio.). Die Kapazität für die erste Jahreshälfte lag bei 62 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2019, im Jahr 2021 lag der Wert bei 26 Prozent. „Wir freuen uns sehr, dass es uns bereits nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres und trotz weiterhin reduzierter Kapazität gelungen ist, wieder aus der Verlustzone zu kommen. Durch den großen Nachholbedarf an Flugreisen, höhere Ticketpreise und verbesserte Kostenstrukturen hat sich unsere Liquiditätssituation in den letzten Monaten sehr positiv entwickelt. Dies hat es uns auch ermöglicht, den vom Bund verbürgten Bankenkredit im zweiten Quartal vor Ende der Laufzeit zurückzuführen“, so Finanzchef Markus Binkert. Positiver Trend verstärkt sich im zweiten Quartal Der positive Geschäftstrend der ersten Monate dieses Jahres hat sich im zweiten Quartal deutlich verstärkt. Eine stark anziehende Nachfrage hat zu

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Lufthansa meldet Quartalsgewinn

Lufthansa konnte im zweiten Quartal 2022 in die Gewinnzone zurückkehren. Der Konzern rechnet damit, dass man im Gesamtjahr 2022 einen Gewinn vor Steuern und Zinsen in der Höhe von etwa einer halben Million Euro erreichen wird. Deutschlands größte Fluggesellschaft profitiert stark von der sprunghaft angestiegenen Nachfrage. Diese kann man aufgrund von Personalmangel im eigenen Konzern, aber auch an diversen Flughäfen im Streckennetz, nicht vollständig bedienen. Das Unternehmen war zuletzt mit einer Kapazität von 85 Prozent des Vorkrisenniveaus in der Luft. Man musste den Sommerflugplan 2022 in mehreren Schritten zum Teil drastisch kürzen. Der Umsatz lag im zweiten Quartal 2022 bei 8,5 Milliarden Euro und damit rund 2,5 Mal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte operative Gewinn wird mit 393 Millionen Euro ausgewiesen. Im Vorjahreszeitraum hat die Lufthansa Group einen Verlust in der Höhe von 827 Millionen Euro eingeflogen. Unter dem Strich steht nun ein Gewinn von 259 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte man ein Minus von 756 Millionen Euro.

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Mali verweigert Bundeswehr Überflüge mit Airbus A400M

Der Bundeswehreinsatz in Mali erweist sich für Deutschland immer mehr zum Problem, denn die örtliche Militärregierung verweigert neuerlich den Transportmaschinen des Typs Airbus A400M die Überfluggenehmigungen. Dies hat zur Folge, dass deutschen Stützpunkte in Mali nicht mehr erreicht werden können. Dem Verteidigungsausschuss des Bundestags teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mit, dass die Versorgungs- und Rettungskette für das Minusma-Kontigent nicht mehr sichergestellt werden kann. Man habe seitens der Militärregierung von Mali angeblich keine nähere Begründung für die Verweigerung der Überfluggenehmigungen erhalten. Deutschland beteiligt sich an einer Blauhelm-Mission in Mali. Diese wurde eigentlich entsandt, um im krisengeschüttelten Mali für Ruhe zu sorgen und das Land zu stabilisieren. Die örtliche Militärregierung sieht das aber gänzlich anders und will die UN-Truppen, denen seit 2013 etwa 1.400 vor Ort stationierte Soldaten angehören, loswerden. Die Mission wird von den Militärs von Mali als Besatzung empfunden. Umgekehrt behauptet Deutschland, dass die Bundeswehr vor Ort schikaniert werden würde. Die Junta erlässt zunehmend einschränkende Restriktionen und hat beispielsweise die Räumung eines bislang von einem UN-Stützpunkt genutzten Teils des Flughafens Bamako verfügt. Beispielsweise musste die Liegenschaft von Sahel Aviation Services binnen drei Tagen „besenrein“ an die Regierung übergeben werden. Vor etwa zwei Wochen wurde der turnusmäßige Soldatenwechsel bei Minusma-Kontingenten untersagt. Kurzfristig hat dies für Deutschland eine untergeordnete Bedeutung, da der nächste Austausch erst Ende September/Anfang Oktober 2022 geplant ist. Kreml könnte Rückzug von Deutschland als Schwäche interpretieren Frankreich hat sich zwischenzeitlich entschlossen die Präsenz in Mali zu beenden und die Soldaten abzuziehen. Dies bezeichnete FDP-Wehrsprecher Alexander Müller als „hinauskomplimentiert“. Der

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Klagenfurt: Gericht kippt Einstweilige Verfügung gegen Pachtvertrag

Ein Rechtsstreit zwischen der Kärntner Beteiligungsverwaltung und Lilihill, dem Mehrheitseigentümer des Klagenfurter Flughafens, beschäftigt auch das Bezirksgericht Innere Stadt in Wien. Dabei erlitt die Landesholding zunächst eine Niederlage, denn eine Einstweilige Verfügung wurde aufgehoben. Die Flughafengesellschaft hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, dass 130 Hektar an nicht betriebsnotwendigen Grundstücken an eine Lilihill-Konzernschwester verpachtet werden sollen. Dagegen klagte die KBV und beantragte auch eine Einstweilige Verfügung die dazu führte, dass der Pachtvertrag vorerst nicht vollzogen werden konnte. Verhandelt wird diese Angelegenheit nicht in Klagenfurt, sondern in Wien vor dem Bezirksgericht Innere Stadt. Dieses hat im Zuge des ersten Verhandlungstermins die Einstweilige Verfügung aufgehoben, so dass der Airport und die Lilihill-Konzernschwester den im April mit Genehmigung des Aufsichtsrats abgeschlossenen Pachtvertrag vollziehen können. Das Urteil in diesem Rechtsstreit soll den Parteien schriftlich zugestellt werden. Allerdings will die KBV, völlig unabhängig vom in Wien geführten Rechtsstreit, ein weiteres juristisches Kapitel eröffnen und auf Nichtigkeit des Pachtvertrags klagen. In Klagenfurt befinden sich die KBV und Lilihill ebenfalls vor Gericht in einer Streitigkeit.

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Spicejet: Leasinggeber will drei B737 durch Zivilluftfahrtbehörde abmelden lassen

Die indische Fluggesellschaft Spicejet gerät seit einigen Monaten nicht mehr aus den Schlagzeilen. Nun beantragte ein Leasinggeber bei der Zivilluftfahrtbehörde, dass die Registrierungen von drei Boeing 737 aufgehoben werden sollen. Die Eigentümer der Maschinen wollen die Flugzeuge „kassieren“. Laut öffentlich zugänglicher Mitteilung der indischen Zivilluftfahrtbehörde fordert der Lessor Awas, eine Tochter der DAE Capital, die Abmeldung der Boeing 737-800 mit den Registrierungen YT-SYW, VT-SYX und VT-SYY. Diese sollen derzeit in Amritsar bzw. Varanasi stationiert sein. Lokale Medien berichten, dass sich Spicejet angeblich im Zahlungsrückstand befinden soll, jedoch wollten dies weder die Airline noch der Leasinggeber offiziell kommentieren. Seitens des Billigfliegers kann man den Antrag nicht nachvollziehen und erklärt, dass diese drei Boeing 737 zur Ausflottung anstehen würden und regulär an den Leasinggeber zurückgegeben werden. Man würde derzeit im Rahmen der Flottenerneuerung zahlreiche ältere Modelle ausflotten. Dies würde auch die drei im vorherigen Absatz genannten Boeing 737 umfassen. Als Ersatz sollen Boeing 737-Max-8 eingeflottet werden. Letzte Woche wies die die Zivilluftfahrtbehörde SpiceJet an, ihre Linienflüge aufgrund von Sicherheitsbedenken acht Wochen lang um etwa die Hälfte zu kürzen, doch die Fluggesellschaft betonte, dass es „keinerlei Auswirkungen auf unseren Flugbetrieb“ geben werde.

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