Jan Gruber

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Jan Gruber

Lufthansa Group differenziert GDS-Gebühren

Vor einigen Jahren hat die Lufthansa Group unter großem Protest von Reisebüros einen Zuschlag für die Buchung über GDS-Systeme eingeführt. Derzeit verlangt man 19 Euro extra pro Flugschein, der über Systeme wie Amadeus, Galileo oder Sabre verkauft wird. Viele Agenturen greifen auf diese globalen Distributionssysteme zurück. Der Kranich-Konzern will mit dem Zuschlag erreichen, dass Vermittler die firmeneigene Plattform nutzen. Durchgesetzt hat sich das bislang nur in geringem Umfang. Nun passt die Lufthansa Group die so genannte Distribution Cost Charge“ an. Für Buchungen, die über Travelport getätigt werden, erhöht sich der Zuschlag auf 23 Euro. Über Sabre verlangt man neu 19,50 Euro. Lediglich über Amadeus wird es günstiger, denn die DCC fällt auf 17,50 Euro. Unverändert werden die Zuschläge automatisiert über den YR-Tax-Code automatisiert erhoben. In einem Vertriebsrundschreiben der Lufthansa werden die Änderungen unter anderem damit begründet, dass man mit den GDS-Kosten transparent umgehen will und diese „verursachungsgerecht weitergeben“ will. Gleichzeitig weist man darauf hin, dass bei Nutzung der eigenen Kranich-Vertriebsplattformen keine GDS-Gebühr anfällt.

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Lübeck Air hat AOC und Betriebsgenehmigung beantragt

Die Hausmarke des Lübecker Flughafens, Lübeck Air, beabsichtigt eine echte Fluggesellschaft zu werden. Derzeit befindet man sich im Zulassungsverfahren und erwartet die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung Anfang kommenden Jahres. Gegründet wurde der momentan noch virtuelle Anbieter bereits in 2016. Seit August 2020 lässt man eine von der dänischen Air Alsie betriebene ATR72-500 unter anderem innerdeutsch verkehren. Das Streckennetz wurde seither ausgebaut und man hat auch internationale Ziele wie Bern und Salzburg im Programm. In der laufenden Sommersaison 2022 fliegt ein von German Airways betriebener Embraer 190 für die Lübecker, wobei es sich formell um einen Wetlease für Air Alsie handelt. Diese Maschine kommt auch ab Bern und Salzburg für Charterflüge zum Einsatz. Gemäß einem Bericht von Aero International hat man kürzlich die Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung beantragt. Man plant im kommenden Jahr jene ATR72-500, die momentan von Air Alsie betrieben wird, selbst mit eigenen Mitarbeitern zu bereedern.  Mittelfristig will man sowohl die Flotte als auch die Anzahl der Flugziele ausbauen. Das von Lübeck Air im Sommer 2022 angebotene Streckennetz ist nachstehend grafisch dargestellt. Einige Routen, die exklusiv über Veranstalter buchbar sind, sind nicht enthalten. Der aktuelle Sommerflugplan 2022 ist unter diesem Link als PDF bereitgestellt.

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Südtirol: Skyalps will Stuttgart-Flüge aufnehmen

Die Hausmarke dies Südtiroler Flughafens Bozen, Skyalps, will in den nächsten Jahren stark wachsen. Die Flotte soll um weitere de Havilland Dash 8-400 aufgestockt werden und auch den Betrieb von Regionaljets kann man sich vorstellen. Derzeit werden die Maschinen von der maltesischen Luxwing im Auftrag der Südtiroler betrieben. Mittelfristig wird sich das ändern, denn man möchte künftig mit eigenen, italienischen Zertifikaten in der Luft sein. Bei Luxwing hat man nicht nur „Flugdienstleistungen“ eingekauft, sondern der maltesische Carrier begeleitet Skyalps beim Aufbau der neuen Fluggesellschaft und liefert diese quasi „schlüsselfertig“. Für das fliegende Personal wird sich nach Erteilung von AOC und Betriebsgenehmigung durch die ENAC nicht sonderlich viel ändern. Dieses kann nahtlos zu Skyalps wechseln. Bozen hält man weiterhin für unterversorgt und will in den nächsten Jahren das Streckennetz stark ausbauen. Dazu benötigt man zusätzliche Verkehrsflugzeuge. Zunächst will man bei der de Havilland Dash 8-400, die sich in den Augen der Verantwortlichen bewährt hat, bleiben. Mittelfristig kann sich Firmenchef Josef Gostner durchaus auch Regionaljets vorstellen, um Ziele, die außerhalb der Range der Dash liegen, anzusteuern. Konsortium hauchte verschlafenem Provinzflughafen neues Leben ein Unter der Eigentümerschaft des Landes Südtirol dümpelte der Flughafen Bozen über viele Jahre vor sich hin. Das Streckenangebot schrumpfte nach und nach auf null Strecken zusammen. Zuletzt hatte man nicht einmal mehr typische Sommer-Charterflüge. Eine Volksabstimmung führte gar dazu, dass sich das Land Südtirol zurückziehen musste. Ein Konsortium, dem unter anderem Gostner und Haselsteiner angehören, hat den kleinen Airport dann übernommen und seither so einiges an Geld investiert. Der

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„Corona-Import“: Hongkong beendet Flugverbote

Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong bestraft ab sofort Fluggesellschaften nicht mehr für den „Import“ von Corona-Fällen. Bislang kassierten die Carrier ab fünf positiv getesteten Personen Flugverbote von bis zu zwei Wochen. Diese Praxis hat man nun fallen lassen und will stattdessen das Testsystem verstärken und verschärfen. So könne man die Coronafälle besser nachvollziehen, heißt es seitens der Administration Hongkongs. Hinter dieser Umstellung dürfte aber mehr stecken, denn es wird vermutet, dass die chinesische Regierung in der Sonderverwaltungszone ein neues System testet, das auf ganz China ausgeweitet werden könnte. Man behält sich aber ausdrücklich vor, dass die Flugverbote ohne große Ankündigung wieder eingeführt werden könnten. Bislang waren die „Circuit-Breaker“ wenig erfolgreich und haben insbesondere den Fluggesellschaften massiven finanziellen Schaden zugefügt. Hongkong und China versuchen weiterhin an ihrer Null-Covid-Strategie festzuhalten, jedoch stößt diese zunehmend auf Probleme, da auch in diesem Staat die Akzeptanz stark abgenommen hat.

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Antonio Di Gennaro ist neuer ATR-Finanzchef

Der europäische Flugzeugbauer ATR hat mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2022 einen neuen Finanzchef bekommen. Antonio Di Gennaro verantwortet künftig die finanziellen Geschicke des Herstellers von Turbopropflugzeugen. Die offizielle Amtsbezeichnung lautet „Senior Vice President Finance und Chief Financial Officer“. Di Gennaro war zuvor in vergleichbarer Position für die polnische Leonardo-Helicopter-Tochter PZL Świdnik tätig. Avions de Transport Régional (ATR) ist ein französisch-italienischer Hersteller von Regionalverkehrsflugzeugen. Das Unternehmen wurde in den 1980er-Jahren ins Leben gerufen und gehört Airbus und Leonardo je zu 50 Prozent.

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Wien: Ryanair kündigt neue Strecken an und fordert Incentive-Programm

Der Billigflieger Ryanair will im Winterflugplan 2022/23 zusätzliche von Malta Air und Buzz betriebene Boeing 737-800 auf dem Flughafen Wien-Schwechat stationieren. Mit Kopenhagen, Helsinki und Tuzla kündigt man drei zusätzliche Strecken an. Die Route in die finnische Hauptstadt ist bereits seit einigen Wochen bekannt und dient als Ersatz für das eingestellte Lappeenranta. Die Präsenz auf dem finnischen Regionalflughafen wurde stark zurückgefahren, wobei hierfür die Nähe zu Russland eine Ursache ist. Helsinki soll ab 2. Dezember 2022 an den Verkehrstagen Freitag, Samstag, Sonntag und Montag bedient werden. Kopenhagen soll ab 30. Oktober 2022 täglich angesteuert werden. Ryanair machte während der Pressekonferenz, die in einem Hotel in Wien abgehalten wurde, einen Seitenhieb auf den Mitbewerber Austrian Airlines. Man verteilte Screenshots der AUA-Buchungsseite, auf der ein Return-Preis von 814,10 Euro für den 14. Juli 2022 im Economy-Light-Tarif ersichtlich war. Man sagte aber nicht dazu, dass auch Ryanair bei kurzfristigen Buchungen erheblich höhere Ticketpreise nimmt als die bei der Medienkonferenz beworbenen 19,99 Euro. Gänzlich neu ist Kopenhagen bei Ryanair ab Wien nicht, denn in der Vergangenheit hatte die ehemalige Fluggesellschaft Laudamotion diese im Portfolio. Es wurden damals bis zu zwei tägliche Umläufe angeboten. Genau genommen handelt es sich also um eine Wiederaufnahme, jedoch nun unter Ryanair-Flugnummern. Die dritte neue Strecke, die ab Wien-Schwechat aufgenommen werden soll, ist Tuzla. Hier tritt man in den Wettbewerb mit der Billigfluggesellschaft Wizz Air, die dieses Ziel schon länger ab Wien-Schwechat im Angebot hat. Es handelt sich um eine typische VFR-Route. Aufgenommen wird diese am 1. November 2022 und

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Lauda Europe verlängert A320-Leasingverträge bis 2028

Bei der Ryanair-Tochter Lauda Europe laufen gegen Jahresende 2022 zahlreiche Leasingverträge der aus 29 Airbus A320 bestehenden Flotte ab. Konzernchef Michael O’Leary gab nun bekannt, dass die Kontrakte bis 2028 verlängert werden sollen. Über ein mögliches Nachfolgemuster hat man noch keine Entscheidung getroffen. Lauda Europe ist der Nachfolger der ehemaligen österreichischen Fluggesellschaft Laudamotion, die aus der Air-Berlin-Tochter Niki hervorgegangen ist. Derzeit unterhält man in Wien, Palma de Mallorca, Zagreb, Zadar und London-Stansted Stützpunkte. Die 29 Airbus-Jets tragen eine Lauda-Livery, jedoch fliegt man –abgesehen von Charterflügen – nahezu ausschließlich im Wetlease für die Konzernschwester Ryanair DAC. Am „Flottenmix“ will Michael O’Leary festhalten. Er sieht es als Vorteil an, dass man sowohl Flugzeuge von Airbus als auch von Boeing zur Verfügung hat. Gleichzeitig fügte der Manager an, dass im Zuge der Verlängerung der Leasingverträge für die A320-Flotte die Kosten sinken werden, da die Lessoren an langfristiger Zusammenarbeit interessiert sind. Gleichzeitig deutete der Ryanair-Konzernchef an, dass es auch strategischer Natur ist, denn wenn man einen günstigen Preis für A320neo direkt beim Hersteller oder über Lessoren bekommt, dann werde man zuschlagen. Auch habe man so gegenüber Boeing eine bessere Verhandlungsposition. Man habe sich jetzt dafür entschieden die Verträge für die 29 A320 zu verlängern und befinde sich mit den Flugzeugeigentümern in finalen Gesprächen. Für die Zeit nach 2028 hat man noch keine Entscheidungen getroffen und sieht sich auf dem Markt nach Möglichkeiten um. Grundsätzlich, so Michael O’Leary, ist es ihm „egal“, ob Lauda Europe mit Maschinen von Airbus oder Boeing fliegt, solange die Produktionskosten

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Nach langer Pause: Ryanair verhandelt mit Graz über Comeback

Es ist schon sehr lange her, dass die Billigfluggesellschaft Ryanair den Flughafen Graz im Streckennetz hatte. Konzernchef Michael O’Leary erklärte am Mittwoch in Wien, dass man sich mit dem steiermärkischen Airport in Verhandlungen befindet. Dabei soll es unter anderem um die Wiederaufnahme der London-Strecke gehen. Der Grazer Flughafen habe ein großes Interesse daran den Lowcoster zurückzuholen. Laut Michael O’Leary wären die Gespräche von Seiten des Airports aufgenommen worden. Zu den möglichen Destinationen und einem eventuellen Startzeitpunkt wollte er aber keine näheren Angaben machen. Auf die Frage, ob es sich um London handelt, gab es seitens Laudamotion-Geschäftsführer Andreas Gruber mit einem Lächeln die Antwort: „Maybe“. Erst vor wenigen Wochen gab Ryanair bekannt, dass man im Winterflugplan 2022/23 zum Flughafen Klagenfurt zurückkehren wird. Andreas Gruber erklärte dazu unter anderem, dass die Buchungslage jeweils incoming und outgoing „in die richtige Richtung“ gehen würde. Im Bereich von Wintersportlern sieht man starkes Entwicklungspotential. Derzeit steuert Ryanair in Österreich die Flughäfen Wien und Salzburg an. Ab Winter 2022/23 soll Klagenfurt dazu kommen. Ein mögliches Comeback in Graz würde bedeuten, dass man vier österreichische Airports im Streckennetz haben würde. Linz flog man in der Vergangenheit auch an, jedoch zog man sich wieder zurück. Innsbruck hatte die Tochtergesellschaft Laudamotion für eine Winterperiode im Streckennetz, jedoch ist man derzeit nicht präsent. Laut Flughafendirektor Marco Pernetta soll es momentan auch keine Comeback-Intentionen geben.

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Nightjet: ÖBB bringen modernisierten Liegewagen auf die Schiene

Die Österreichischen Bundesbahnen wollen im Deutschland-Verkehr modernisierte Nightjet-Liegewägen zum Einsatz bringen. Zunächst sollen diese unter der Bezeichnung „Comfort“ primär von/nach Hamburg rollen. Vor einigen Jahren hat sich die Deutsche Bahn aus dem Betrieb von Nachtzügen zurückgezogen, weil man damals kein weiteres Entwicklungspotential gesehen hat. Seitens der ÖBB hatte man eine gänzlich andere Auffassung und ist auf vielen Strecken in die Bresche gesprungen. Im Bereich des Vertriebs arbeitet man mit der DB zusammen. Die ÖBB haben bislang 22 Sitzwagen aus der bestehenden Nightjet-Flotte in so genannte „Multifunktions-Liegewagen“ umgebaut. Diese werden nun als „Comfort“ vermarktet. Kapazität haben diese für vier Fahrgäste pro Abteil. Die Betten sind dabei fix montiert. Neu ist auch, dass es vergrößerte Abstellflächen für Fahrräder und Kinderwägen sowie kostenfreies WLAN-Internet gibt. Das modernisierte Wagenmaterial soll zunächst auf den Strecken von/nach Hamburg eingesetzt werden. Im zweiten Schritt wollen die ÖBB dieses auch auf die Nightjet-Strecken Zürich-Berlin, Innsbruck-München-Köln-Amsterdam und Wien-Köln-Amsterdam bringen. ÖBB-Vorstandsmitglied Sabine Stock erklärte, dass man bis 2026 rund die Millionen Fahrgäste in den Nachtzügen befördern will.

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Eurowings-Europe-Flotte wird ab November 2022 nach Malta umregistriert

Die neue Fluggesellschaft Eurowings Europe Ltd. wird im Winterflugplan 2021/22 mit maltesischen Zertifikaten an den Start gehen. Die Neugründung wird die Nachfolge der österreichischen Eurowings Europe GmbH antreten, die nach einer Übergangsphase geschlossen wird. Sofern es zu keinen unvorhersehbaren Verzögerungen kommt, wechseln die ersten Airbus-Jets im November 2022 ins maltesische Register. Während einer kurzen Zeitspanne werden sowohl Eurowings Europe GmbH (Österreich) als auch der Nachfolger Eurowings Europe Ltd. (Malta) parallel aktiv sind. Ähnlich wie bei der Verlagerung der österreichischen Laudamotion GmbH auf die maltesische Lauda Europe Ltd. werden die Flugzeuge sukzessive umgemeldet. Die Ryanair Group erledigte diesen Prozess binnen weniger Wochen und anschließend gab Laudamotion AOC und Betriebsgenehmigung an die österreichischen Behörden zurück. Die Lufthansa Group nimmt sich für den „AOC-Umzug“ der Eurowings Europe mehr Zeit. Derzeit ist vorgesehen, dass die 19 Maschinen zwischen 1. November 2022 und 1. April 2023 umregistriert werden. Im Sommerflugplan 2022 soll dann das momentane österreichische Luftfahrtunternehmen nicht mehr als Fluggesellschaft aktiv sein, sondern der maltesische Nachfolger die Dienste komplett übernommen haben. Im ersten Schritt ist vorgesehen, dass die sechs Airbus A319 und 13 A320, die derzeit im OE-Register auf Eurowings Europe GmbH eingetragen sind in das 9H-Register wechseln und dann von Eurowings Europe Ltd. betrieben werden. Etwaige Neuzugänge sollen nicht mehr in der Alpenrepublik, sondern im Mittelmeerstaat eingetragen werden. Nach und nach wird die Flotte des österreichischen EW-Ablegers auf null sinken. Von der Umstellung betroffen sind die Eurowings-Europe-Bases Salzburg, Pristina, Prag, Stockholm-Arlanda, Palma de Mallorca und Wien. Derzeit ist nicht geplant, dass auf dem

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