Jan Gruber

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Jan Gruber

GlobalX fliegt mit zwei A320 für Tuifly Netherlands

Der Ferienflieger Tuifly Netherlands hat sich Verstärkung aus den USA geholt: GlobalX fliegt im Juli und August 2022 mit zwei Airbus A320 für den Carrier. Mit Hilfe der Wetlease-Maschinen will Tuifly Netherlands auf die stark gestiegene Nachfrage reagieren. Die N276GX wurde bereits mit Zwischenstopps in Gander und Keflavik nach Amsterdam-Schiphol überstellt. Dieser Airbus A320 ist bereits im Auftrag von Tuifly im ACMI-Einsatz. Beispielsweise steuerte GlobalX mit dieser Maschine Bodrum, Antalya, Palma de Mallorca und Heraklion an. Die zweite Maschine soll in Kürze in die Niederlande überstellt werden. Die beiden Airbus A320 sind ein Novum bei Tuifly Netherlands, denn der Carrier betreibt selbst eine reine Boeing-Flotte.

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Prag: CSA konnte Insolvenzverfahren verlassen

Die Fluggesellschaft CSA Czech Airlines konnte am 28. Juni 2022 jenes Sanierungsverfahren, in dem man sich seit 10. März 2022 befunden hat, verlassen. Das zuständige Gericht erklärte dieses per Beschluss für abgeschlossen. Im Zuge des Verfahrens kam es zu zahlreichen Änderungen. Beispielsweise ist CSA keine Tochter der Smartwings mehr, sondern gehört nun über eine Holdinggesellschaft den Eigentümern der zuletzt genannten Airline. Somit ist man eine Konzernschwester geworden. Der Flugbetrieb ist allerdings weiterhin sehr stark eingeschränkt. Im Zuge des Insolvenzverfahrens musste sich CSA stark verkleinern. Man trennte sich von vielen Mitarbeitern und musste zahlreiche Flugzeuge abgegeben. Auch war man mit Airbus im Clinch, konnte jedoch die Unstimmigkeiten beilegen. Momentan verhandelt die Geschäftsleitung des SkyTeam-Mitglieds mit dem europäischen Flugzeugbauer über die Lieferung von vier A220. Diese sollen mit hoher Wahrscheinlichkeit über eine Leasinggesellschaft bezogen werden.

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Weitere Streichungen folgen: Lufthansa schränkt Ticketverkauf ein

Der Lufthansa-Aufsichtsrat tritt außerplanmäßig zu einer Sondersitzung zusammen. Hintergrund ist, dass der Konzern im Juli und August 2022 weitere Flüge streichen wird und die Arbeitnehmervertreter laut Handelsblatt der Ansicht sind, dass der Vorstand den Aufsichtsrat nicht ausreichend über das komplette Ausmaß des Flugchaos informiert habe. Zwischenzeitlich hat Lufthansa den Vertrieb von Flugtickets stark eingeschränkt. Streckennetzweit wurden unter anderem die günstigsten Tarifklassen „ausgenullt“, also aus dem Verkauf genommen. Derzeit arbeite man intensiv daran von Streichungen betroffene Passagiere auf andere Verbindungen umzubuchen. Dieser Prozess soll dem aktuellen Informationsstand nach bis voraussichtlich 6. Juli 2022 dauern. Anschließend soll das Buchungssystem wieder regulär geöffnet werden. Von den momentanen Verkaufseinschränkungen sind in erster Linie die Ziele auf der Kurz- und Mittelstrecke sowie innerhalb Deutschlands betroffen. Flugscheine sind nur in den teuersten Buchungsklassen erhältlich. Lufthansa will damit „Platz“ für Passagiere, die man aufgrund weiterer bevorstehender Streichungen umbuchen muss, freihalten. Betroffen ist das komplette Kalendermonat Juli 2022 und teilweise auch der August 2022. Bereits fix ist, dass Lufthansa in diesen beiden Monaten zumindest 3.000 Flüge nicht durchführen kann. Angesichts der aktuellen Verkaufseinschränkung ist davon auszugehen, dass dies noch ausgeweitet wird. Es wird damit gerechnet, dass vor der Freigabe der günstigeren Tarifklassen für den Zeitraum bis inklusive September 2022 etwa 5.000 weitere Flüge abgesagt werden könnten. In den nächsten Tagen will sich die Firmengruppe dazu äußern und das vorläufig komplette Ausmaß kommunizieren.

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Großbestellung: Chinesische Airlines ordern 292 A320neo

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat mit den Fluggesellschaften Air China, China Eastern, China Southern und Shenzhen Airlines einen Vertrag über die Lieferung von insgesamt 292 Flugzeugen der A320neo-Reihe unterschrieben. Sobald die entsprechenden Kriterien erfüllt sind, werden diese Aufträge in den Auftragsbestand aufgenommen, so der Hersteller. „Diese neuen Aufträge sind ein Beweis für das starke Vertrauen unserer Kunden in Airbus. Sie sind auch eine solide Bestätigung für die Leistung, Qualität, Treibstoffeffizienz und Nachhaltigkeit der weltweit führenden Familie von Single-Aisle-Flugzeugen durch unsere Airline-Kunden in China“, sagte Christian Scherer, Chief Commercial Officer und Head of International von Airbus. „Wir loben die hervorragende Arbeit von George Xu und dem gesamten Team von Airbus China sowie den Teams unserer Kunden, die diese langen und ausführlichen Diskussionen, die während der schwierigen COVID-Pandemie stattgefunden haben, zum Abschluss gebracht haben.“ Ende Mai 2022 belief sich die bei chinesischen Betreibern in Betrieb befindliche Airbus-Flotte auf insgesamt 2.070 Flugzeuge. Zu diesem Zeitpunkt hatte die A320neo-Familie insgesamt mehr als 8.000 Bestellungen von über 130 Kunden erhalten. Seit ihrer Indienststellung vor sechs Jahren hat Airbus über 2 200 Flugzeuge der A320neo-Familie ausgeliefert.

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Libyen: Crown Airlines will als Full-Service-Carrier an den Start gehen

Unter dem Namen Crown Airlines hat sich in Libyen ein neues Luftfahrtunternehmen gegründet. Dieses befindet sich derzeit auf der Suche nach Piloten und Flugbegleitern für den Maschinentyp Airbus A320. Als Firmenchef fungiert Ziad Farhoud, der laut Mavio News bis Ende September 2021 Chief Executive Officer von Libyan Wings war. Der Manager bringt einen reichen Erfahrungsschatz mit, denn er hatte bereits leitende Positionen bei Airbus inne, unter anderem die des Vertriebsleiters. Der Chief Commercial Officer Sulaiman Abdulhakim Sadi ist ebenfalls ein ehemaliger Mitarbeiter von Libyan Wings, wo er verschiedene Führungspositionen innehatte, bis er es an die Spitze schaffte. Das Unternehmen wird sich zu einer Reihe libyscher Unternehmen gesellen, die alle um die Vorherrschaft auf dem Markt wetteifern, darunter FlyOya, Ghadames Air Transport, Air Libya, Buraq, Berniq, Libyan Airlines, Afriqiyah und Medsky, um nur einige zu nennen. Zu den geplanten Strecken gibt sich Crown Airlines noch bedeckt. Bekannt ist lediglich, dass man an Bord zumindest Business-Class und Economy-Class anbieten will. Die Positionierung ist als Full-Service-Carrier angedacht. Man will sich von Lowcostern deutlich abheben. Das Streckennetz soll in den nächsten Wochen kommuniziert werden.

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Eurowings Discover vergibt More-Legroom-Sitze bevorzugt beim Vorabend-Check-in

Angesichts langer Wartezeiten an den Check-In-Schaltern deutscher Flughäfen sowie dem Umstand, dass es vielerorts auch an der Sicherheitskontrolle länger dauern kann, könnte für viele Reisende, die Gepäck dabei haben, der so genannte Vorabend-Check-in interessant werden. Beispielsweise bietet Eurowings Discover diesen in Frankfurt und München kostenlos an. Konkret bedeutet das, dass man am Abend vor dem Abflug die Gepäckstücke am Schalter abgeben kann und die Bordkarte für den Flug am Folgetag ausgehändigt bekommt. Man kann sich dann am Abflugtag direkt durch die Sicherheitskontrolle zum Gate begeben. Die Koffer werden dann am Zielflughafen am Band ausgegeben. Eurowings Discover empfiehlt den Passagieren während den Sommermonaten, in denen man mit besonders starker Nachfrage rechnet, die Möglichkeit in Anspruch zu nehmen. Für die Nutzung des Vorabend-Check-ins fallen bei dieser Fluggesellschaft keine Mehrkosten an, bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage gegenüber Aviation.Direct. „Der Vorabend Check-In ist von 17–20 Uhr für alle Gäste geöffnet, deren Abflüge bis 14 Uhr des Folgetages stattfinden und befindet sich in Frankfurt und München jeweils neben den regulären Eurowings Discover Check-In Schaltern. Reisende, die den Vorabend Check-In nutzen, kommen in den bevorzugten und kostenlosen Genuss von den sogenannten More Legroom-Sitzen, die je nach Verfügbarkeit sowohl auf der Kurz- und Mittelstrecke als auch auf allen Langstreckenflügen angeboten werden. Allen Gästen, die den Vorabend Check-In nicht nutzen, empfiehlt Eurowings Discover aktuell deutlich mehr Zeit als die sonst üblichen mindestens zwei Stunden vor Abflug für Check-In und den Weg zum Abfluggate miteinzuplanen“, so eine Sprecherin.

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Bis zu 600 U.S.-Dollar extra: Libanon bittet Airlines zusätzlich zur Kasse

Seit dem heutigen Freitag müssen Fluggesellschaften, die Flughäfen im Libanon, vorrangig Beirut, ansteuern eine zusätzliche Gebühr entrichten. Diese beträgt je nach Flugzeugtyp bis zu 600 U.S.-Dollar und wird als „Emergency Continuity Charge“ bezeichnet. Der Flughafenbetreiber Middle East Airport Services begründet die Einführung der Extragebühr mit der angespannten finanziellen Situation. Man beteuert, dass man diese „Emergency Continuity Charge“ nur solange erheben wird bis die Regierung zusätzliche Finanzmittel bereitstellt. Aufgrund stark gestiegener Kosten sieht man sich ohne die zusätzliche Abgabe nicht im Stande den Betrieb aufrecht zu erhalten. Konkret müssen „kleinere Flugzeuge“ pro Landung 400 U.S.-Dollar extra bezahlen. Widebodies haben sogar 600 U.S.-Dollar zusätzlich zu entrichten. Das Inkasso erfolgt laut vorliegender Mitteilung der MEA über die Abrechnungssysteme des Weltluftfahrtverbands IATA. Ein Rundruf von Aviation.Direct unter jenen Airlines, die Flugverbindungen zwischen Deutschland und Beirut anbieten, hat ergeben, dass die Buchungslage für den Sommer 2022 außerordentlich gut sein soll. Zum Teil sind die Verbindungen ausgebucht bzw. gibt es nur noch wenige Restplätze. Streichung oder Reduktion kommen daher nicht in Frage. Ein Airline-Manager sagte gar, dass er es für regelrechte „Erpressung“ seitens des Flughafen hält, um die Einnahmen zu erhöhen, denn dem Airport wäre klar, dass das Streichen ausgebuchter Flüge den Fluggesellschaften noch höhere Kosten verursachen würden. Die Zusatzgebühr wirke auf den ersten Blick nicht sonderlich hoch, würde aber pro Monat eine beachtliche Extrabelastung, für die es keine Gegenleistung gibt, ergeben.

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Lufthansa Group fährt Balkan-Strecken stark zurück

Die von der Lufthansa Group angekündigten Flugplankürzungen in den Kalendermonaten Juli und August 2022 treffen den Balkan-Verkehr außerordentlich stark. Die Konzernairlines Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings und Lufthansa haben deutlich Frequenzen herausgenommen. Einige Strecken werden komplett pausieren. Auf den in untenstehender Tabelle, die von Ex-Yu-Aviation aufgewertet wurde, hatten die Airlines der Lufthansa Group für Juli 2022 ursprünglich 518 Flüge geplant. Das Angebot wurde um über 25 zurückgefahren, so dass die Kranich-Fluggesellschaften nur noch 387 Umläufe im Verkauf haben. Dabei sind die jüngsten Kürzungen des Konzernmitglieds Swiss noch gar nicht berücksichtigt. Es zeigt sich deutlich, dass Lufthansa die Anbindung an die Drehkreuze Frankfurt und München stark reduziert. Während auf Ljubljana-Frankfurt nur eine einzige Rotation pro Monat gestrichen wurde, sind es beispielsweise auf Belgrad-München deutlich mehr: Hier wird das Angebot von 93 Flügen auf nur noch 58 Stück zurückgefahren. Eurowings wird mit Stuttgart-Belgrad und Köln/Bonn-Dubrovnik zwei Strecken komplett aussetzen. Auf vielen anderen Routen werden die Frequenzen reduziert. Das Ausmaß fällt unterschiedlich aus. Während Ferienziele wie Rijeka und Split vergleichsweise minimal zurückgefahren werden, trifft es das Zagreb-Angebot besonders stark. Beispielsweise wird die Köln/Bonn-Strecke halbiert. Auch Austrian Airlines und Brussels Airlines haben den Balkan-Rotstift bereits angesetzt. Der belgische Carrier nimmt auf der Ljubljana-Strecke vier Umläufe heraus. Austrian Airlines reduziert den Zagreb-Verkehr stark: Statt 53 Flüge plant man im Juli 2022 nur noch 44 Stück in die kroatische Hauptstadt. Die Kürzungen der Lufthansa Group im Verkehr mit diesen Staaten kommt nicht unbedingt überraschend. Mit wenigen Ausnahmen handelt es sich um Ziele, die sich nicht am

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Bedenklicher Trend: Immer mehr Unruly-PAX unterwegs

Immer mehr Flughafen- und Airlinemitarbeiter berichten, dass das Verhalten von Passagieren immer aggressiver wird. Mittlerweile häufen sich auch Meldungen, dass besonders das Bodenpersonal bedroht wird und zum Teil sogar körperlicher Gewalt ausgesetzt ist. So genannte „unruly PAX“ hat es schon immer gegeben, jedoch ist die Anzahl der aggressiven und teilweise sogar gewaltbereiten Fluggäste drastisch gestiegen. Während auf Deutschland-Flügen an Bord zumeist um das Thema Masken geht, scheinen einige Passagiere, die sich nicht beherrschen können, ihre Wut über Verspätungen und Streichungen direkt beim Bodenpersonal „abzuladen“. Allerdings geht es nicht nur um Flugunregelmäßigkeiten, sondern auch um Themen wie Gepäckgebühren oder Nachzahlungen für zu großes Handgepäck. Agents erklärten gegenüber Aviation.Direct, dass immer mehr Passagiere, die Tarife ohne inkludiertes Gepäck gebucht haben, am Check-in-Schalter aggressives Verhalten an den Tag legen, wenn diese mit Nachzahlungen konfrontiert werden. Die Gewerkschaft Verdi sieht in dieser Entwicklung ein Problem. So sagte beispielsweise Sekretär Sven Bergelin gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Wir sehen, dass der Frust der Fluggäste immer häufiger an Beschäftigten ausgelassen wird, die gar nichts für die Probleme können. Es gibt eine drastische Zunahme an psychischer und physischer Gewalt“. Der Arbeitnehmervertreter geht davon aus, dass sich diese Thematik aufgrund des akuten Personalmangels während der Sommerferien weiter verschärfen wird. Mittlerweile haben auch viele Arbeitgeber das Problem erkannt und haben Security-Firmen angeheuert, um die eigenen Mitarbeiter zu schützen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte am Dienstag im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung, dass er schockiert ist, dass erstmals in der Firmengeschichte die Beschäftigten mit Hilfe von Sicherheitsmitarbeitern vor aggressiven Passagieren geschützt werden

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Personalmangel: Aer Lingus musste auch Deutschland-Flüge streichen

Das irische IAG-Konzernmitglied musste in den letzten beiden Tagen zahlreiche Flüge streichen. Hintergrund ist, dass das Unternehmen derzeit unter akutem Personalmangel leidet. Bislang musste der Carrier am Mittwoch und Donnerstag 18 Flüge von/nach Dublin absagen. Das Unternehmen erklärte dazu unter anderem: „Aufgrund einer Häufung von Covid-Fällen ist Aer Lingus gezwungen, heute sechs Rückflüge von Dublin zu streichen. Darüber hinaus wurde aufgrund eines Mandats der London Heathrow Airport Authority ein Hin- und Rückflug nach Dublin Heathrow am morgigen 30. Juni ebenfalls gestrichen”. Betroffen waren auch Verbindungen nach Deutschland. So sind unter anderem die Flüge nach Frankfurt am Main, München und Hamburg ausgefallen. Am Donnerstag musste auch der Nachmittagsflug nach Berlin-Brandenburg abgesagt werden.

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