Jan Gruber

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Jan Gruber

Ehemalige Adria-Airways-Zentrale für 4,7 Millionen Euro verkauft

Lange hat es gedauert, aber nun ist es dem Insolvenzverwalter von Adria Airways gelungen einen Käufer für die rund 4.400 Quadratmeter große ehemalige Firmenzentrale zu finden. Das Gebäude wurde im Jahr 2009 errichtet und verfügt über vier Stockwerke. Der erste Anlauf brachte wenig Erfolg, denn die Preisvorstellungen des Masseverwalters lagen über jenen potentieller Käufer. In der zweiten Auktion lag der Rufpreis bei 3,7 Millionen Euro und ging dann für 4,7 Millionen Euro weg. Insolvenzverwalter Janez Pustatičnik sagte, dass Sachverständige den Wert der Liegenschaft auf etwa 4,1 Millionen Euro geschätzt hätten. Zugeschlagen hat ein nicht näher genannter Investor aus dem Ausland. Adria Airways war einst die nationale Fluggesellschaft Sloweniens. Der Verkauf an das deutsche Unternehmen 4K Invest war nicht von Erfolg gekrönt, denn der Carrier musste musste im September 2019 den Flugbetrieb einstellen und anschließend Konkurs anmelden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt seither in diversen Verfahren gegen eine Vielzahl von Personen.

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Zwei Airbus A321: Eurowings Discover baut Finnair-Wetlease aus

Eurowings Discover baut die Wetlease-Zusammenarbeit mit dem Oneworld-Mitglied Finnair weiter aus. Zu den drei Airbus A350, die bereits für die Lufthansa-Tochter fliegen, gesellen sich ab August 2022 zwei A321. Die eingemieteten Maschinen sollen laut Eurowings Discover primär ab Frankfurt am Main eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit mit Finnair wird somit auf fünf Maschinen ausgebaut. Dabei handelt es sich um drei Airbus A350, die ab Frankfurt und München für die Lufthansa-Tochter im Einsatz sind und zwei A321, die ab Frankfurt für Eurowings Discover fliegen sollen. Eine Firmensprecherin erklärte gegenüber Aviation.Direct: „Von August bis Ende Oktober 2022 erweitert Eurowings Discover die bestehende Wetlease-Vereinbarung mit ihrem Partner Finnair um zwei Airbus A321. Diesen Sommer sind bereits 3 Airbus A350 von Finnair auf der Langstrecke ab Frankfurt und München im Einsatz. Die Flugzeuge werden auf der Kurz- und Mittelstrecke ab Frankfurt eingesetzt. Mit den beiden A321 ergänzt Eurowings Discover ihre eigene, noch kleine Flotte und unterstützt damit ihre operative Stabilität in einem starken Reisesommer. Bis Ende des Jahres wächst die Flotte von Eurowings Discover auf 21 eigene Flugzeuge“.

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Air Cairo und Corendon mit zwei neuen Strecken ab Paderborn

Der Flughafen Paderborn/Lippstadt konnte in den vergangenen Tagen zwei weitere Saison-Erstflüge feiern. Mit Corendon geht es neu nach Izmir und Air Cairo fliegt nach Hurghada. Die Türkei-Verbindung wird bis voraussichtlich Ende Oktober 2022 zweimal wöchentlich bedient. „Wir freuen uns sehr, dass es in engem Schulterschluss mit den Vertretern der türkisch-stämmigen Bevölkerung in unserer Region gelungen ist, diese Verbindung aufzubauen. Gemeinsame Besuche in der Türkei haben dazu geführt, die voraussichtliche Nachfrage deutlich zu machen und die Fluggesellschaft Corendon zum Einstieg in dieses Engagement zu bewegen“, erläutert Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser. Air Cairo ist neu am Airport Paderborn. Der Carrier führte am Montag die Erstlandung durch. Man kooperiert mit SunExpress, denn das türkische Luftfahrtunternehmen kann seit der Schließung von SunExpress Deutschland keine eigenen Ägypten-Flüge anbieten. Daher übernimmt die operative Durchführung der ägyptische Partner Air Cairo. Wöchentlich werden zwei Hurghada-Umläufe angeboten. „Wir freuen uns sehr über den neuen Partner an unserem Flughafen. Hurghada ist für die Menschen in unserer Region ein zusätzliches attraktives Ziel für den Urlaub in südlichen Gefilden“, betont Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser.

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Trotz Chaos: Austrian Airlines will keine Wetlease-Flugzeuge

Der Einsatz von Wetlease-Flugzeugen zur Abfederung von Ausfällen ist für Austrian Airlines momentan kein Thema, stellte ein Unternehmenssprecher gegenüber Aviation.Direct klar. Ungeachtet der vielen Flugausfälle der letzten Tage ist man davon überzeugt, dass man besonders während der Sommerferien 2022 stabil in der Luft sein wird. „Austrian Airlines hat sich zusammen mit ihren Partnern bestmöglich für den Hochsommer und die Feriensaison vorbereitet. Alle Flugzeuge sind wieder in der Luft, für eine vorausschauende Planung wurden über 200 Flugbegleiter eingestellt, die nach Abschluss ihrer Basisausbildung nun ab Sommer eingesetzt werden. Für einen reibungslosen Flugbetrieb ist aber auch das Zusammenspiel aller Partner im In- und Ausland notwendig (u.a. Flughäfen, Flugsicherung). Auch Streiks, wie beispielsweise der rezente Streik der Flugsicherung in Marseille, oder Unwetter sind Faktoren, die den Flugbetrieb beeinflussen bzw. Anpassungen erforderlich machen. Hinzu kommt, dass der rasante Anstieg an Corona-Erkrankten in Österreich sich auch in der Belegschaft von Austrian Airlines widerspiegelt“, erklärt ein Firmensprecher die Sichtweise der AUA. Weiters: „Um derzeitige Engpässe bei Flughäfen, Sicherheitskontrollen und anderen Systempartnern zu überbrücken bzw. generell das System zu entlasten und vor allem aber aufgrund von kurzfristigen Corona-Krankenständen des fliegenden Personals, musste Austrian Airlines am vergangenen Wochenende Anpassungen im Flugplan vornehmen. Heute ist wieder eine Stabilisierung des Flugbetriebs zu sehen. Wetlease – Flüge anderer Fluggesellschaften für Austrian Airlines sind daher aus aktueller Sicht nicht geplant. Austrian Airlines unternimmt alles, um eine größtmögliche Stabilität des Flugplans sicherzustellen und insbesondere Streichungen von klassischen Ferienflügen zu verhindern. Bei den betroffenen Flügen handelt es sich vorwiegend um Städteflüge bzw. Destinationen in

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Wizz-Air-Passagiere in London und Paris ohne jegliche Betreuung gestrandet

Gleich zweimal hat Wizz Air binnen weniger Tage Passagiere nach gestrichenen Flügen ohne jegliche Betreuung sitzen gelassen. Sowohl am Flughafen Paris-Orly als auch in London mussten Kunden der Airline selbst schauen wie es weitergeht, denn vom Carrier gab es keinerlei Hilfe. Eigentlich ist in der EU-Verordnung 261/2004 klar und deutlich festgelegt, dass Passagiere im Fall von Verspätungen und Ausfällen das Recht auf Betreuungsleistungen haben. Dazu zählen beispielsweise Getränke, Verpflegung und wenn nötig eine Hotelunterkunft. Auch haben Passagiere das Recht darauf, dass diese eine Ersatzbeförderung bekommen, die das Erreichen die Ziels zum frühestmöglichen Zeitpunkt ermöglicht. Wizz Air legt bereits seit Jahren das Thema Ersatzbeförderung äußerst kreativ aus und verweist Betroffene auf eine Passagage der AGB, die im Widerspruch zur Judikatur des Europäischen Gerichtshofs und des Obersten Gerichtshofs (Österreich) steht: Laut Wizz Air hätten Passagiere lediglich das Recht auf Umbuchung auf einen anderen Wizz-Air-Flug zu diesem Airport bzw. zu einem, der sich nahe dem Zielgebiet befindet. Somit beißen Kunden in den meisten Fällen beim Kundenservice auf Granit, so dass nichts anderes übrig bleibt als erst selbst in die Tasche zu greifen und anschließend mit Hilfe eines Rechtsanwalts oder einer Konsumentenschutzorganisation die Auslagen nötigenfalls gerichtlich geltend zu machen. Jene Passagiere, die zuletzt in London bzw. Paris gestrandet sind, haben vom Carrier keinerlei Betreuungsleistungen bekommen. Sie waren sich selbst überlassen und die Hotline konnte lediglich auf die App verweisen. Betroffene behaupten jedoch, dass in der App keinerlei Umbuchungs- und/oder Erstattungsmöglichkeiten angeboten wurden. Lediglich ein SMS bzw. E-Mail, in der über die Absage des Fluges

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Amsterdam-Chaos: Royal Jordanian verlegt einzelne Flüge nach Maastricht

Offensichtlich hat Royal Jordanian vom Chaos am Flughafen Amsterdam-Schiphol die Schnauze voll. Der Carrier wird im Juli 2022 einige Flüge ab Maastricht durchführen. Ab diesem Airport ist man bereits tätig, jedoch im Cargogeschäft. Der größte Airport der Niederlande, Schiphol, gerät seit mehreren Wochen nicht aus den Schlagzeilen. Es dürfte sich um den „Chaos-Hotspot“ von Europa handeln, denn hier ist der Personalmangel so eklatant, dass enorm lange Warteschlangen mittlerweile alltäglich sind. In den Sommermonaten musste deswegen sogar die Kapazität beschränkt werden. Royal Jordanian reagiert als erster großer Carrier darauf und wird vorerst am 13., 20. und 27. Juli 2022 nicht Schiphol, sondern Maastricht ansteuern. Betroffene Passagiere werden nach Angaben der Fluggesellschaft informiert und bei Bedarf mit Bussen von/nach Maastricht gebracht.

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Innsbrucks Flughafenchef sieht „Übernachfrage auf allen Reisewegen“

Am vergangenen Wochenende hat das „europäische Flugchaos“ auch den österreichischen Regionalflughafen Innsbruck getroffen. Airportchef Marco Pernetta ist dennoch davon überzeugt, dass Passagiere, die ab kleineren Airports reisen ein wesentlich geringeres Risiko in Sachen langer Wartezeiten und Verspätungen haben. „Wenn man von einem Regionalflughafen aus zu einem Mittelmeerflughafen fliegt ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas schief geht eigentlich sehr gering. Ich weiß, dass wir am Wochenende in Innsbruck ein Problem mit diesem technischen Thema hatten. Das Veranstalterprogramm funktioniert sehr gut. Problematisch wird es aber, wenn man auf Großflughäfen umsteigen muss oder aber von diesen abfliegen muss. Dort ist der Personalmangel eklatant und den wird man so schnell auch nicht beheben können“, so der Innsbrucker Flughafendirektor im Interview mit „Tirol Live“. Wenn es aber wie am vergangenen Wochenende zum Ausfall einer Maschine kommt, wird es extrem schwer einen Ersatz aufzutreiben. Pernetta erklärte, dass es momentan „keine freien Flugkapazitäten auf dem europäischen Markt gibt“. Es gäbe schlichtweg keine Ersatzflugzeuge. „Man musste über Nacht zaubern und irgendwie ein Flugzeug organisieren, das die Menschen wegbringt. Das hat natürlich zu mehrstündigen Verspätungen geführt“, Pernetta zum Wochenende. „Im Moment fliegt alles, das zwei Tragflächen hat und man Piloten dazu findet. Die Nachfrage ist etwas überraschend unheimlich angestiegen. Die Leute wollen in den Urlaub fahren, auch auf der Langstrecke, beispielsweise in die USA. Auf Rennstrecken wie New York gibt es teilweise wochenlang keine freien Plätze mehr. Das führt dazu, dass derzeit mit weniger Personal, aber mehr Nachfrage alles fliegt. Wenn dann irgendetwas ausfällt oder ein Pilot oder Flugbegleiter positiv

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Einreise: Kapverden verlangen nun drei Impfungen

Mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2022 verändert die Regierung von Kapverden die Einreisebestimmungen. Künftig sind zwei Impfungen nicht mehr ausreichend, denn Personen, die einreisen wollen müssen dann zumindest dreifach gegen Covid-19 geimpft sein. Wer keine drei Impfungen nachweisen kann, unterliegt laut Erklärung der Behörden künftig der Testpflicht. Die neue Regelung gilt nicht nur für Einreisen auf dem Luft- und Seeeweg, sondern auch für Inlandsreisen zwischen den Inseln, die zu Kapverden gehören. Personen, die ab 1. Juli 2022 nach Kapverden reisen wollen, sollten sich daher rechtzeitig über die Testpflicht informieren. Von dieser sind dann nur Personen, die mindestens dreimal gegen Covid-19 geimpft sind, ausgenommen. Bei Kindern gelten abweichende Bestimmungen.

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Feuerwehr musste Kofferchaos in Düsseldorf „löschen“

Eigentlich ist die Hauptaufgabe der Feuerwehren an Verkehrsflughäfen, dass im Falle des Falles Brände gelöscht werden. In Düsseldorf mussten die Feuerwehrmänner und -frauen aber beim Gepäcksortieren helfen, weil das sprichwörtliche „totale Chaos“ ausgebrochen ist. Nicht nur, dass abfliegende Passagiere am Düsseldorfer Airport seit einigen Tagen enorm lange Warteschlangen an den Check-in-Schaltern sowie vor der Sicherheitskontrolle bewältigen müssen, traf es nun auch ankommende Reisende. Viele haben ihre Koffer nicht ausgeliefert bekommen, denn bereits seit Freitag kommt es immer wieder zu Ausfällen der Gepäckförderanlage. Offiziellen Angaben nach soll es sich um ein Computerproblem handeln. Es blieben allein am Freitag und Samstag rund 1.000 Gepäckstücke liegen, so dass hunderte ankommende Passagiere ohne ihre Habseligkeiten den Airport verlassen mussten. Da man nicht mehr wusste wohin mit den ganzen Koffern wurden diese einfach neben den Gepäckbändern aufgeschlichtet. Es entstand also ein riesiger „Gepäckberg“, der abgearbeitet werden musste. Weil Düsseldorf ohnehin unter akutem Personalmangel leidet, zog man die Feuerwehr zur Mithilfe heran. Zusätzlich sollen auch Mitarbeiter aus der Flughafenverwaltung mitangepackt haben. Der Airport betont, dass die Sicherheit zu jedem Zeitpunkt gewährleistet war. Wenig überraschend sieht die Gewerkschaft Verdi in diesem ungewöhnlichen Feuerwehreinsatz einen neuen Tiefpunkt. Ein Arbeitnehmervertreter sagte unter anderem, dass dem Flughafen Düsseldorf wegen dem Debakel rund um den NRW-Ferienbeginn ein schwerer Imageschaden entstanden ist. Die Betriebsräte und Verdi hätten wiederholt den Flughafen, die Airlines, die Politik und die Arbeitgeber vor dem akuten Personalmangel und dem bevorstehenden Chaos gewarnt. Es wäre nur beschwichtigt worden, so dass die Passagiere quasi in ein „Chaos mit Ansage geflogen

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Austrian Airlines hat „Generalprobe vor den Ferien“ vermasselt

Auch am Montag setzte sich das „Streichkonzert“ bei Austrian Airlines fort. Erneut sind enorm viele Passagiere in Wien und an anderen Flughäfen, die von der österreichischen Lufthansa-Tochter angeflogen werden, gestrandet. Wegen Personalmangel musste die AUA bereits am Wochenende zahlreiche Flüge absagen. Neben den Streichungen gab es in den letzten Tagen auch einige AUA-Kurse, die erheblich verspätet waren. Bis zu elf Stunden später waren zwei Kurse unterwegs. Angesichts dessen, dass AUA-Chefin Annette Mann noch vor wenigen Tagen, zuletzt am Samstag im Ö1-Morgenjournal, behauptete, dass man alles im Griff hat und es keinen Personalmangel gibt, steht die Glaubwürdigkeit des Unternehmens durchaus in Frage. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es immer mehr Passagiere gibt, die behaupten, dass Austrian Airlines das Thema Passagierrechte mancherorts sehr mangelhaft einhalten würde. Konkret geht es um den gesetzlichen Anspruch auf Ersatzbeförderung, denn mehrere gestrandete Fluggäste haben unabhängig voneinander berichtet, dass Umbuchungen auf Verfügbare Flüge anderer Airlines, die nicht der Lufthansa Group bzw. Star Alliance angehören, verweigert worden sein sollen. An manchen Airports sollen die von Austrian Airlines beauftragten Bodendienstleister lediglich Zettel mit der Telefonnummer der Hotline ausgeteilt haben. Diese soll stark überlastet gewesen sein und in vielen Fällen keine kurzfristige Lösung gewesen sein. Der Fairness halber muss man Austrian Airlines aber auch zu Gute halten, dass Fälle vorliegen, in denen Passagiere sowohl die angebotene Ersatzbeförderung als auch Hotels abgelehnt haben. Beispielsweise argumentierten Reisende damit, dass sie einen „Direktflug“ (ohnehin falsch, den „Direktflüge“ können im Gegensatz zu „Nonstopflügen“ Zwischenstopps haben) gebucht hätten und nicht „irgendwo“ umsteigen wollen.

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